Archiv 2006

 

 

Ľubica Lacinová (Bratislava)

 


Städtebilder
Moskau - Kiew - Bratislava

 

 

 

 

 

12. 1. - 28. 2. 2006

 

Vernissage: Donnerstag, 12. 1. 2006, 19 Uhr

Falter

 

 

Biographisches

Geboren in Bratislava
1983 Abschluss des Studiums aus Kern- und Biophysik
1988 Abschluss des Studiums der Künstlerischen Fotografie des des tschechischen Fotografenverbandes in Prag (Abschlussarbeit mit  

            dem Titel “Stadt” unter der Leitung von Vladimír Birgus)
Derzeit leitet sie das Biophysikalische Laboratorium des Institutes für Molekularphysiologie und Genetik der slowakischen Akademie der Wissenschaften. 

In den 1980-er Jahren gewann sie Preise bei verschiedenen Fotowettbewerben. 
Teilnahme an verschiedenen Kollektivausstellungen im In- und Ausland. Veröffentlichungen in verschiedenen heimischen Zeitschriften. 
Zur Zeit arbeitet sie mit dem Verlag Aspekt und der Zeitschrift Knihy a spoločnosť (Bücher und Gesellschaft) zusammen. 

 

 

Städtebilder

 

Die potenziellen Bewohner hatten bei den Bauten der sowjetischen Großstädte in den 80-er Jahren keinen Einfluss auf die Form ihrer Siedlungen. Ausschließlich die staatlichen Planer hatten das Sagen, sie bauten und rissen ab. Die Menschen bezogen ihre Wohnungen in den großen städtischen Siedlungen und nahmen ihre Gewohnheiten und Vorstellungen mit. Spuren ihres Lebens gruben sich gezielt und zufällig ein und formten die Atmosphäre.

Das Ende der 80-er Jahre brachte eine gesellschaftliche Veränderung. Aber die Form der postkommunistischen Städte beeinflussen wieder nicht ihre Bewohner. Die neuen Bauherren lassen sich ohne Beschränkung durch irgendwelche Planungen oder Regulierungen ausschließlich von ihren eigenen ästhetischen und funktionellen Vorstellungen leiten. Nur die Spuren des Alltagslebens sprechen von den Ereignissen der Bewohner.

 

 

Kontakt:

lubica.lacinova@savba.sk

 

 

Ondřej Staněk

 

 

Lebensraum Nižnevartovsk 1980

 

Eine westsibirische Stadt um 1980

 

 

 

 

30.3. - 26.4. 2006

Vernissage: 30.3.2006

 

Kontakt: olga@ondrej-stanek.cz

http://www.ondrej-stanek.cz/index_dt.htm

 

Falter

 

 

Ondřej Staněk

Geboren 1953, Studium der Translatologie an der Karlsuniversität, seit dem als Dolmetscher freischaffend, lebt in Prag.

“Meinem fotografischen Hobby ging ich bis ca. 1982 nach, war besessen von ‘Kunstfotografie’, vor allem von Akt und Portrait. Mein Talent mündete damals in die Fähigkeit, schon im Sucher der Kamera zu sehen, dass es wieder nichts Besonderes wird, und stieß auf die Unfähigkeit, es besser zu machen. So habe ich aufgehört. Dann habe ich mich zwanzig Jahre lang meinem Dolmetscherberuf, der Gründung von Familien, Zeugung von Kindern und ihrer Ernährung gewidmet.
Eine Rückkehr zur Fotografie haben um 2001 die midlife crisis, der Kater nach der Euphorie des Dolmetschers in einem neuen demokratischen Establishment, ein kurzer Aufenthalt bei der derzeit leider ruhenden Berliner Artschool International herbeigeführt, und - eingestandenermaßen - auch der Wechsel von der Dunkelkammer zum bequemen Bildschirm.
Meine Ambition sind einzelne große Fotos als Bilder an der Wand. Themen: Graphische Kompositionen, Portraits, Frauen, Kinder, Menschen untereinander, das Vergängliche, geahnte Beziehungen, mehr Stimmungen als konkrete Gegenstände.
Dokumentarische Fotos mache ich nur gelegentlich - wie beim damaligen Aufenthalt in Sibirien oder kürzlich im rumänischen Banat.”

Ausstellungen (Auswahl):

1978 Teplice, Nordböhmen (Beteiligung)
2002 Galerie zum Pferdestall, Kulturbrauerei Berlin
(Beteiligung)
2002 - 4 Pferdestallgalerie Neumarkt, Westböhmen (Beteiligung)
2003 "Portraits und Erscheinungen", Goethe-Institut, Prag
2003 "Drei Fotos und drei Bauchtänzerinnen", Kinderwelt Tramtarie, Prag
2004 Hewlett Packard Halle, Prag
2004 Galerie am Lieglweg, Neulenbach, Österreich
(gemeinsam mit dem Maler Sergej Gladkich)
2004 Teilnahme an Paris Photo (Aktbilder, vertr. durch Leica Gallery Prague)
2004/5 Tanzende Kinder - Theater Ponec, Prag
2005/6 Landsleute im Banat (Aus der Reise des Tanzstudios Light im rumänischen Banat), Theater Ponec
 

 

 

Die Stadt Nižnevartovsk wurde am Fluss Ob als industrielles Zentrum für die Erdölförderung gebaut. Menschen aus allen Ecken der UdSSR kamen hierher, um ihr Glück zu finden, oft solche, die im europäischen Teil Russlands, auf der Bolšaja Zemlja, keine Perspektive mehr hatten: entlassene Strafgefangene, Geschiedene ohne Chance auf eigene Wohnung, Goldgräbertypen ebenso wie einfache und komplizierte redliche Menschen. Manche erhielten eine Wohnung im Plattenbau auf dem Sumpf oder ein Bett in irgendeinem Wohnheim, einem "Obščežitie". Andere bauten sich an den städtischen Fernheizungsleitungen "Balki", Häuschen aus weggeworfenen oder gestohlenen Transportkisten, zapften vom nächsten Mast Strom ab, bastelten aus LKW-Motorkopf-dichtungen Fernsehantennen …
Als Ausländer war man in mancher Hinsicht abgeschottet. Doch habe ich die Alltage und Festtage der Helden des sozialistischen Aufbaus miterleben können.
Sie haben geschuftet, sich gekümmert, gefeiert, getrunken.
Die Bilder sind manchmal ziemlich böse, vielleicht sogar unfair.
Dazu gibt es eine kleine Rechtfertigung:
Ich habe die Sowjetunion nicht gemocht, sie war der Okkupant meiner Heimat. Der Ostblock war aber - offensichtlich unveränderlich - mein geschlossener lebenslänglicher Lebensraum. So habe ich mit nur geringen Gewissensproblemen Russisch studiert und bin in das ungeliebte Land für ein Jahr als Dolmetscher zum Bau einer Fabrik gereist.
Unser Staat hat uns einzuhämmern versucht, das Land des Großen Bruders sei das Gelobte. Was man natürlich nicht glaubte, heimlich verspottete, doch schweigend hinnahm.
Als ich dann in jenem Lande Dinge gesehen habe, die nicht in das gepredigte Bild passten, konnte ich nicht umhin, zu fotografieren. Nicht so sehr als Beweis der Verlogenheit der staatlichen Propaganda, vielmehr als seelische Erleichterung, als Trost für den gekränkten Patriotismus, als Freude ähnlich der beim Sieg über die Russen im Eishockey.
Ich konnte die Fotos natürlich nur im engen Freundeskreis zeigen. (Sonst hätte es mir ähnlich ergehen können wie einem tschechischen Experten, der in Russland beim Straßenbau den Sieg der Asphaltierer über die Planierer im sozialistischen Wettbewerb fotografierte, nämlich einen Baum inmitten der fertigen Straße; er erhielt Reiseverbot.)
Heute sehe ich meine Fotos aus der Zeit vor einem Vierteljahrhundert ohne die Schadenfreude des beleidigten kleinen Bruders. Mit viel mehr Empathie, mit Mitleid, oft mit Bewunderung, aber immer mit ambivalenten Gefühlen.
 

 

 

 

Branko Koniček (Maribor)

 

 

Sichtbar - unsichtbar

 

 

 

 

27. 4. - 22. 5. 2006

Vernissage: 27. 4. 2006

Beiprogramm: Chor der Kärntner Slowenischen StudentInnen

 

Falter

 

 

Branko Koniček

Geboren 1957 in Maribor, Slowenien. Erste Begegnung mit der Fotografie 1978. 1980 tritt er dem Fotoklub Maribor bei. 1987 wird er zum Vorsitzenden gewählt. 1989 wird er zum Ehrenmitglied der Dynamic, Photo art & Performance in Graz ernannt. Im Jahre 1996 verleiht im der Internationale Fotoverband - FIAP (mit Sitz in Paris) den Titel AFIAP (“Künstler des FIAP”). Zur Zeit ist er im Fotoklub Maribor als Beauftragter für den FIAP tätig und sorgt für internationale Kontakte.
 


Ausstellungen, Preise

Teilnahme an mehr als 200 Ausstellungen, mit mehr als 500 Fotos und Dias, 17 Medaillen, davon 6 goldene und 11 Diplome.

Bedeutendste Internationale Annahmen

1982     Internationale Diasalon Graz, FK Dynamic - 1. Preis
1984     FC Dynamic Graz, 1. inter. Steirischer Panter - Diplom
1986     2. steirischer Panter, FC Dynamic Graz - 3. Preis
1988     Vigex int. Salon Australia, Gee long und Melbourne - 2. Preis
1989     Innovative photography exhibition Singapore

1989     1. Preis (FIAP Goldmedaille)
1992     Das Welt des Theaters, Čeljabinsk Russland - 2. Preis

An Gruppen Ausstellungen in Slowenien, Kroatien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien und Italien teilgenommen. Personale Ausstellungen in Slowenien (Maribor, Velenje, Kranj, Bled, Ljubljana), Kroatien (Zagreb), Österreich (Graz, Deutschlandsberg), Italien (Mestre-Maghera) und Frankreich (Bergerac).
Als ständiger Experimentator in diversen Fototechniken ist er bei der Infrarot-Fotografie gelandet und fotografiert in letzten 5 Jahren intensiv in dieser Technik.
 


Adresse
 

Branko Koniček
Goriska ul. 22
Sl-2000 MARIBOR
branko.konicek@guest.arnes.si


Die Ausstellung wurde im Rahmen der Aktivitäten des Fotoklubs Maribor in seinem 70. Jubiläumsjahr organisiert (1936 - 2006)

 

 

 

Sichtbar - Unsichtbar

Farben und Farbspektrum sind bereits in der Antike (Regenbogen) erforscht gewesen. Erst Hunderte Jahre später hat eine neue Wissenschaft spektrale Zusammenhänge erforscht - die Optik.
Der englische Astronom Henschel entdeckte im 19. Jahrhundert unsichtbare Strahlen außerhalb des Spektrums. Diese Strahlen wurden erstmals im 2. Weltkrieg via Infrarot -Fotografie "eingefangen". Diese Epochemachende Form der Fotografie, die Infrarot-Fotografie, fand danach in zahlreichen Lebensbereichen (Medizin, Militär, Kriminalistik, Wissenschaft) laufend neue Anwendungsgebiete.

Auch traditionelle Fotografen versuchten sich in der Infrarot-Fotografie. Und sehr bald zeigte sich, dass mit Hilfe der Infrarot-Fotografie Inhalte festgehalten werden können, die dem natürlichen Auge nicht sichtbar sind. So war der kreativen Fotographie neue Wege geöffnet, zumal der Fotograf zum Mitschöpfer des im Bilde Festgehaltenen wurde. Nur wenige Fotografen hatten und haben aber das technische Rüstzeug, um mit diesem neuen Medium gestalterisch arbeiten zu können.

Branko Koniček ist es gelungen in dieser Technik seine Professionalität voll zu entwickeln. Über 15 Jahre ist Theorie & Praxis der IR Fotografie Thema für Branko Koniček. Um in der Infrarotfotografie qualitätsvoll arbeiten zu können, ist neben hochwertiger technischer Ausrüstung auch ständiges Lernen Grundvoraussetzung, denn, sie lässt keinerlei Mängel oder Fehler zu, da ein Motiv nur in einem einzigen “Kreativakt” festzuhalten ist. Diese Arbeitstechnik ist Branko Koničeks eigenste Arbeitsweise: Technische Perfektion wird künstlerisch gesteigert. Seine Ausstellungen in Maribor, Zagreb und Graz hinterließen bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck.
Wenn nun von Branko Koniček die Rede ist, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass er jeder Betrachterin oder jedem Betrachter den kreativen Spielraum vorgibt, in einer Intention, wie er sich und sein Werk verstanden wissen will.
Stilistische und ästhetische Momente in jedem einzelnen Foto werden fast immer im Vorhinein festgelegt und arrangiert, wobei dem Thema und dem Inhalt der Bilder besondere Wichtigkeit zukommt.
Diese Arbeitsschritte müssen vor dem Fotografieren getan werden. Und genau in diesen exakt ausgeführten Arbeitsschritten zeigt sich Branko Koničeks Können. Ohne umfangreiche Sach- und Fachkenntnisse kommt kein gutes Foto zustande. Und diese Zuwendung zu den kleinsten Details ist bei allen Werken Branko Koničeks sichtbar.
So zeigt sein fotografisches Werk nicht nur die Motive, die mit freiem Auge und der IR Fotografie gesehen und erfasst werden. Es ist das Ergebnis kreativen Recherchierens, das sich der Mittel der IR-Fotografie bedient. Auf diesem Weg führt Branko Koniček die Fotografie ins Philosophische, ja Metaphysische, wobei ihm in einigen Ausnahmefällen das teilweise Fehlen von Motiven letztendlich der Mittel zum Zweck ist. Auf diesem Weg wird dem Betrachter der Sinn des Werkes Koničeks verdeutlicht: Er liegt
 

jenseits der Grenzen des Begrenzten (Sichtbaren)

 

 

Fotoklub Maribor 1936 - 2006

Seit Jahrzehnten gibt es in Maribor einen kleinen, gemütlichen Raum, einen ungewöhnlichen Raum, es ist ein bescheiden eingerichtetes Zimmer, der Klubraum des Fotoklubs Maribor (FC MB). Er ist groß genug für die Wärme, die er ausstrahlt. In diesem Raum befindet sich eigentlich die Welt im Kleinen. Hier treffen sich jede Woche die anerkannten Botschafter der Mariborer Kultur, die den Namen der Stadt Maribor seit 70 Jahren auf diesem Planeten verbreiten. Neben dem Klubraum besitzt der FC MB auch eine gut ausgerüstete Dunkelkammer, ein Fotoatelier und ist eng verbunden mit der einzigen Fotogalerie in Slowenien - STOLP (“Turm”).
Die Fotogalerie STOLP hat ihre Räume im Jüdischen Turm am Drauufer, genannt Lent. Sie ist Resultat langjähriger, freiwilliger Arbeit und Anstrengung durch Mitglieder des FC MB. Die erste Ausstellung in der Galerie fand 1989 statt. Seither folgen ausschließlich fotografische Ausstellungen und der Ausstellungsplan ist wegen der Popularität der Galerie in der Regel für zwei Jahre im voraus abgeschlossen! In der Galerie haben sich seit Anfang mehr als 150 prominente Fotografen aus Slowenien und aus anderen Länder vorgestellt.


Prof. Bogo Čerin

www.galerijastolp.si

 

Gero Fischer - Vladimír Kočí - Magdalena Żelasko

 

Ödnis und Hybris

Fotoreportage von der mährisch-österreichischen Peripherie

 

 

 

23.5. - 21.6.2006

Vernissage: 23.5.2006

 

Falter

 

Die fotografische Auseinandersetzung mit den benachbarten Grenzgebieten im sozioökonomischen Umbruch und mit Schattenseiten der im Rampenlicht der Jubelberichterstattung stehenden “neuen Tigerländer” war immer schon ein Thema der Galerie auf der Pawlatsche. Die Idee zum Projekt “Ödnis und Hybris” entstand irgendwann Ende 2005. Die am Projekt Beteiligten betraten dabei kein Neuland: Frau ¯elasko hat schon vor zehn Jahren den Komplex Excalibur im österreichisch-tschechischen Niemandsland journalistisch bearbeitet, sodass eine Neuaufnahme auch aus dem Gesichtspunkt der Veränderungen durchaus interessant erschien. Gero Fischer und Vladimír Koèí erkunden das Grenzgebiet, insbesondere die Grenzorte und die Vororte von Znojm/Znaim, schon seit Jahren fotografisch. Diesmal geht es darum, die Phänomene der Hybris Excalibur und der Ödnis im Einzugsgebeit von Znojmo/Znajm aus der Sicht von 1 1/2 Jahrzehnten postkommunistischer Entwicklung im Zusammenhang zu sehen und in seiner Widersprüchlichkeit auch darzustellen - politischer und ökonomischer Zusammenbruch von 1989, sozialer Schock, Peripherisierung großer Wirtschaftsräume, ungleiche Entwicklung zwischen explodierenden Wachstumspolen und stagnierenden, zerfallenden ehemaligen Industriezentren, stabile und hohe regional extrem unterschiedliche Arbeitslosigkeit (vor allem Jugendlicher), ... Unter diesen Umständen sind die Perspektiven für eine nachholende Entwicklung düster.

 

Überschreitet man die Grenze Richtung Znojmo/Znaim, so nehmen den Reisenden zwei Widersrpüche in Beschlag, Excalibur im im Niemandsland, Casinos auf der grünen Wiese in dessen unmittelbarer Umgebung und die Puffmeilen, die sich von den Grenzorten bis in die Vororte nahe dem Zentrum der Stradt Zojmo/Znaim erstrecken. Excalibur entstand in einem günstigen Zusammenspiel von findigem Unternehmergeist und unklaren Rechtsstrukturen in der Übergangsphase im Nachbarland zuerst als eine Zollfreizone (nach 1994 aufgehoben), entwickelte sich dann dynamisch zu einem Einkaufszentrum. Jetzt wird zusätzlich ein Erlebnispark projektiert. Excalibur bietet über 400 TschechInnen einen Arbeitsplatz. Hitlers Beschärftigungspolitik - etc.
Die Kaufkraftabschöpfung war in den besten Zeiten enorm, seit dem Ende der Duty-Free-Zone ist es stiller geworden, neue Geschäftsfelder werden entwickelt. So z.B. eine China-Town baulich in Anlehnung an Pekings “Verbotene Stadt”, in der vietnamesische Familienclans Waren verschiedener Art anbieten. Dieser “Kiosk-Kapitalismus” - in Resten noch in den umliegenden Grenzdörfen zu beobachten - ist nun offensichtlich in eine qualitativ neue Phase der Entwicklung eingegangen, er hat sich im Shopping-Paradies Excalibur City gleichsam eingemietet.
Mythen um König Artus haben den Betreiber inspiriert, das Areal quasi-künstlerisch auszugestalten. Seinen Anteil daran trägt u.a. auch der bekannte Maler Ernst Fuchs (die Nase eines zum Restaurant umfunktionierten Flugzeuges trägt seine Unterschrift).
An der österreichisch-mährischen Grenze stoßen nicht Kulturen aufeinander sondern sozioökonomische Strukturen, Wohlstandsgefälle, unterschiedliche ökonomische Macht - man sehe sich nur die steigende Zahl von Niederlassungen österreichischer Banken und Versicherungen jenseits der Grenze an - wo gibt es vergleichbare tschechische Wirtschaftsbeteiligung in Österreich?
Die E 59 präsentiert sich in den Grenzdörfern als Puffmeile, Dienstleistungen allerlei und insbesondere “spezieller Art” werden in der Sprache der zahlungskräftigen Kundschaft angeboten (“neue Mädchen”, “Wiener Schnitzel”, ...) - und begierig angenommen. Tschechien hat sich Billigsexland als Konkurrenz zu Thailand etabliert, der Polizeipsychologe Adolf Gallwitz spricht sogar vom “das größte Freiluftbordell Europas”. Angesichts dieser Fakten müsste sich (lokalen wie EU-Politikern )auch die Frage nach Frauenhandel und Zwangsprostitution stellen: Wo kommt all dieses “weiße Fleisch” (Insiderjargon) her, das die Werbung ganz offen anpreist? Richtig ist auch, dass der Sextourismus eine der wenigen wirklichen blühenden sich dynamisch entwickelnden Sektoren der Wirtschaft im südmährischen Grenzgebiet darstellt (nach Schätzungen verdienen in Tschechien ca 25000 Personen in diesem Wirtschaftssektor ihr Geld).
Die Grenzdörfer und die Vororte von Znojmo/Znaim machen einen ähnlich öden und trostlosen Eindruck wie vor der Wende, sie wirken nur etwas bunter heute wegen der überbordenden marktschreierischen Werbung. Hier ist es auch für Einheimische schwer, “normale” Gaststätten, Cafés zu finden, die Nahversorgung ist auf nur mit dem Auto erreichbare Einkaufszentren (Billa, Spar, u.a.) reduziert.
In den Vororten von Znojmo/Znaim breitet sich eine Wüste der Troslosigkeit Großkaufhallen (Billa, Eurospar usw.) aus. Diesem Faktum begegnen Einheimische mit Zynismus und Resignation.
Die lokale Politik wirkt offenbar unsichtbar und wirkungslos, möglicherweise auch machtlos, planungsvolles Gestalten der Zukunft müsste eigentlich anders aussehen. Interessiert das überhaupt politisch Verantwortliche? Gibt es Alternativen, werden sie angedacht und wie realistisch sind sie unter den gegebenen politischen Bedingungen?

 

 

 

Magdalena Żelasko - Stanisław Żelasko

 

 

Kazimierz

Ein Krakauer Stadtviertel zwischen gestern und morgen

 

 

 

 

 

22. 6. - 2. 9. 2006
Mo - Frei: 9 - 18 Uhr
 

Vernissage

 Donnerstag, 22. 6. 2006, 19 Uhr
        19.00: Dichterlesung - Kazimierz in der polnischen Poesie im XX Jh. (Leitung Prof. A. Woldan)
        20.00: Offizielle Eröffnung der Ausstellung

                    Polnisches Buffet (Polnische Delikatessen, Wien)

                    Weinverkostung (Weinbau Ochs, Burgenland)

                   

 Falter

 

 

Magdalena Żelasko - Stanisław Żelasko (Krakau)

Magdalena und Stanisław Żelasko - Tochter und Vater - haben zum ersten Mal ein gemeinsames Fotoprojekt ausgearbeitet. Die Themenwahl fiel ihnen nicht schwer, beide sind seit Jahren mit Krakau verbunden und haben bereits mehrmals diese Stadt fotografisch erforscht. Das Stadtviertel Kazimierz mit seiner Vielfalt, seinen Stanisław Żelasko, der jahrelang als Lehrer gearbeitet hat, ist Berufsfotograf und Besitzer eines eigenen Fotostudios in einem Krakauer Studentenviertel. Für Magdalena, die seit 10 Jahren in Wien lebt, hier ihr Studium abgeschlossen hat und als Journalistin arbeitet, ist es bereits die zweite Ausstgellung in der Galerie auf der Pawlatsche. 


Kazimierz - ein Krakauer Stadtviertel

Kazimierz wurde 1335 von König Kazimierz III als selbständige Stadt vor den Toren Krakaus, südöstlich der Altstadt am linken Ufer der Weichsel, gegründet. Die von Juden und Christen bewohnte Stadt verfügte über zahlreiche Rechte und Privilegien, zur freien Glaubensausübung standen mehrere Kirchen und Synagogen offen. Viele jüdische Zuwanderer vor allem aus Böhmen, Schlesien, Spanien und Italien siedelten sich hier an, sodass Kazimierz schnell zu einer Art jüdischer Hauptstadt avancierte, deren Grenzen mehrmals erweitert wurden. Die durch den Ältestenrat und Rabbis regierte autonome Enklave genoss zahlreiche Vorteile: Hier durften nämlich die Juden, anders als in vielen Städten Europas, ihre Religion frei ausüben sowie Häuser und Grundstücke erwerben. Im Jahre 1867 wurde Kazimierz nach Krakau eingemeindet. 
1939 lebten in Krakau beinahe 70.000 Juden, was 25% der Krakauer Bevölkerung entsprach. Während der deutschen Besetzung unter dem Generalgouverneur Hans Frank haben sie das grausame Schicksal des Holocausts erlitten. 
Ohne seine Bewohner, die das Viertel zu lieben und zu schätzen wussten, verlor Kazimierz seine Identität und verkam nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem realsozialistischen Slum. Die historischen jüdischen Schätze und Sehenswürdigkeiten verrotteten und die devastierten, leerstehenden Gebäude verfielen langsam. 
Nachdem Kazimierz - das letzte in seiner Bausubstanz erhaltene Schtetl Osteuropas - 1978 in die Liste des Weltkulturerbes der Unesco aufgenommen wurde, hat sich die trostlose Lage des Viertels nicht viel geändert. Erst der erfolgreiche, mit sieben Oscars ausgezeichnete Film „Schindlers Liste” von Steven Spielberg (1993), dessen Handlung teilweise an den Originalplätzen in Kazimierz spielt, hat diesen Ort über Nacht weltbekannt gemacht. Das alte jüdische Viertel erwachte zu neuem Leben und gilt inzwischen als eine echte Konkurrenz gegenüber dem Krakauer Hauptmarkt. Heute gehört eine „Schindlers-Liste-Tour” zum festen Programm vieler ausländischen Touristengruppen. Alte Synagogen und Gedenkstätten wurden sorgfältig restauriert, reihenweise eröffneten hier schicke Restaurants, moderne Kneipen, elegante Hotels und gemütliche Gartencafés ihre Pforten, die zur magischen Atmosphäre dieses Ortes beitragen. 
Inzwischen gehört es zum guten Ton, sich hier sehen zu lassen, vor allem in noblen Lokalen entlang der Szeroka-Strasse, in denen sich auch Krakauer Intellektuellen und Promis treffen. Auch die örtliche Bohème hat das Viertel für sich entdeckt und füllt die engen, gepflasterten Gassen mit Kunstgalerien, Ateliers und Antiquitätenläden. Abends füllen die Klänge origineller jüdischen Klezmermusik die Gassen. Das Stadtviertel ist ein Treffpunkt verschiedener Kulturen und Nationen, was besonders beim Festival der Jüdischen Kultur, das jeden Sommer mehrere Tausende Besucher aus dem In- und Ausland anzieht, sichtbar wird. 
Was im jüdischen Stadtviertel fehlt, sind aber die Juden. Die einst so blühende jüdische Gemeinde zählt hier nur noch etwa 200 Mitglieder. 


 

 

 

Branimir Ritonja (Maribor)

 

 

Poesie der Höfe

Maribor 2004

 

 

5. 10. - 30. 10. 2006
Mo - Frei: 9 - 18 Uhr
 

Vernissage

 Donnerstag, 5. 10. 2006, 19 Uhr
                          

Falter

 

Die Poesie der Höfe

Schöne Plätze und Häuser sind Spiegel jedes Dorfes beziehungsweise jeder Stadt. Das alles gibt ein Bild eines schönen Ortes, ein Bild, das die Touristen anlockt. Hinter diesem äußeren Antlitz verstecken sich aber Spielplätze, Höfe, Treppenhäuser, Gärten Garagen, Keller und verlassene Wohnungen, die dem Auge der Besucher oftmals versteckt bleiben.
Gerade diese versteckten Winkel seines Geburtsortes Marburg untersucht Branimir Ritonja seit einem Jahr. Er dokumentiert seine Blickwinkel und individuelle Sichtweise auf Film. Mit seiner speziellen Bearbeitung in der Dunkelkammer zaubert er dann jene vergessene Orte und Zeiten der sorglosen Kindheit und sicheren Umgebung des eigenen Hofes oder Treppenhauses im Elternhaus wieder hervor. Jede aufmerksame BetrachterIn wird sich an ihre/seine Kindheit erinnern, an die Spiele im Hof, das erste Mal auf dem eigenen Fahrrad.
Obwohl alle Bilder aus 2004 stammen, wirken sie so, als ob diese vor einer Ewigkeit aufgenommen worden wären, und lange Zeit auf einem Dachboden versteckt gelegen hätten. Die vergessene Zeit in den Bildern dieser Stadt ist aber trotzdem lebendig und greifbar, nur suchen muß man sie. Und dann treten wir in die Intimität dieses Ortes, in dem Branimir Ritonja lebt.
In unserem ständigen Tempo sehen wir die vorbeirauschende Schönheit, die diese Stadt ausstrahlt und die mit der Anwesenheit ihrer Bewohner noch verstärkt wird, nicht. Obwohl in diesen Bildern keine Personen abgebildet sind, sind sie aber durchgehend anwesend in Geist jedes einzelnen Fotos.
Die Motive und der Stil der Ausarbeitung erinnern stark an die vorherrschende photographische Stilrichtung vor rund 30 Jahren des so genannten Marburger Kreises. Die wichtigsten Vertreter dieser Richtung waren Janko Jelnikar, Branko Jernejič, Ivan Dvoršak, Zmago Jeraj um nur wenige zu nennen. Es war deren Verdienst, den Stellenwert des Mediums Photo durch extrem ausdruckstarke Werke an die anderen bildenden Künste heranzuführen. Somit entstand die Technik und Bildgestaltung der weltbekannten Marburger schwarzen Photographie. Auf den ersten Blick zeigen sich starke Parallelen zwischen den Werken der 60er und 70er Jahre der Marburger Schule und den aktuellen Werken Branimir Ritonjas. Dennoch zeigen sich auch große Unterschiede, da Branimir Ritonja viel Intimität in seine Werke eingearbeitet hat - eine Intimität, die die Nostalgie und Erinnerung an die damalige Zeit wiedergibt, und in der gewillten BetrachterIn eine Vielzahl an Reflexionen hervorruft.

Maribor / Marburg 2004

 

 

Branimir Ritonja (Maribor)

Branimir Ritonja wurde im Jahre 1961 in Maribor (Marburg) geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Er graduierte an der Universität Ljubljana (Laibach) im Bereich forensische Photographie und widmete sich seit 1981 der Photokunst. Seit 1995 ist Branimir Ritonja Leiter der wichtigsten Galerie für zeitgenössische Photokunst in Marburg - der Galerie STOLP.

Personalausstellungen

Maribor: 1984, 1985, 1986, 1989, 1995, 2002, 2003, 2004
Slovenska Bistrica: 1985, 1987
Ljubljana: 1998, 2004
Rogaška Slatina: 1990
Nova Gorica: 1996
Ptuj: 1997, 2004
Tržic: 2003
Vrhnika: 1988
Graz: 1999, 2000
Marburg (Deutschland): 1998
Zagreb, (Kroatien): 2000
Osijek (Kroatien): 2003
Görz (Italien): 2000
Beli Manastir (Kroatien): 2004
Pordenone (Italija), 2005

Gruppenausstellungen (Auszug)

Graz: 1985
Belgrad (Jugoslawien): 1988
London (Großbritannien): 1988
Buenos Aires (Argentinien):1988
Sarajevo (Bosnien) 1989
Istanbul (Türkei) 1989
Berlin (Deutschland) 1989
Cartagena (Spanien) 1990
Edinburgh (Großbritannien) 1990
Singapur 1991
Epson (Großbritannien) 1991
Jau (Brasilien) 1991, 1999
Tartu (Estland) 1992
Payalup (USA) 1992
Bergamo (Italien) 1992
Ruzomberok (Slowakei) 199
Sydney (Australien) 1993
Kalkutta (Indien) 1994
Zaragoza (Spanien) 1995
Bergerac (Frankreich) 1997, 2000
Macon (Frankreich) 1997
Teheran (Iran) 1998
Melbourne (Australien) 2004


 

 

 

 

 

 

 

Petr Baran    Gero Fischer     Petr Francán

 

Europas Peripherien

 

 

 

 

 

7. 11. -  12. 2006
Mo - Frei: 9 - 18 Uhr
 

Vernissage

 Dienstag, 7. 11. 2006, 19 Uhr

                          20.00: Kurzdokumentarfilm "Solovki - heiliges Land" von Petr Baran
                          

Falter

 

 

Europas Peripherien

 

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich das Team Petr Baran, Petr Francán (beide JAMU / Kunstakademie Brno) und Gero Fischer (Institut f. Slawistik der Universität Wien) fotodokumentarisch mit Regionen, die sich (teilweise) im Umbruch befinden und die eine spezifische, kulturelle oder historische Affinität zu Zentraleuropa haben. Bei diesen „Rändern“  handelt es sich um „Peripherien“ in dem Sinne, dass sie, wenn überhaupt, bestenfalls als Schattenexistenzen boomender Wirtschaftsentwicklungen wahrgenommen werden.

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich das Team Petr Baran, Petr Francán und Gero Fischer fotodokumentarisch mit Regionen, die sich (teilweise) im Umbruch befinden und die eine spezifische, kulturelle oder historische Affinität zu Zentraleuropa haben. Bei diesen "Rändern" handelt es sich um „Peripherien“ in dem Sinne, dass sie, wenn überhaupt, bestenfalls als Schattenexistenzen boomender Wirtschaftsentwicklungen wahrgenommen werden. Kehrseiten und Hintergründe dieser Regionen am Rande oder sogar jenseits des Wahrnehmungshorizontes auszuleuchten, ist das gemeinsame Anliegen der dokumentarischen Arbeit des Teams und der "Galerie auf der Pawlatsche", die sich dabei als "west-östliche Schnittstelle" versteht und die als Forum für die Begegnung mit der osteuropäischen sozialdokumentarischen Fotografie den Dialog zwischen Fotodokumentation und Gesellschaftswissenschaft fördern soll.
So entstanden gemeinsame Fotodokumente (vorwiegend in SW, zusätzlich einige Diaserien und Videodokumente von Petr Baran) zu folgenden Themen: Verschwundene Orte (1993, SW): Grenzregionen in Südböhmen, Das Eigene und das Fremde Wien - Brno (2000, SW): Gemeinsames und Fremdes in Wien und Brno, Im Schatten Europas. Erkundungen im rumänischen Banat (2001, (SW, Dias, Videofilm von Petr Baran): Tschechische Dörfer im rumänischen Banat, Vernissage in Wien, Wanderausstellung im rumänischen Banat, Moldawien - Vergessenes Land zwischen Pruth und Dnjestr (2001, SW, Dias), Zwischen Wald und Tanz (2002, SW): Alltag in der Mährischen Walachei Vernissage in Wien, Wanderausstellung in Mähren, Bulgarien jenseits des Horizonts (2003, SW), Ökorebellen (2004, SW, Dias): Dokumentation der Lebensverhältnisse von Aussteigern in der mittleren Slowakei (SW, Dias, dazu Videofilm von Petr Baran), Brünner Vorstädte (2004, SW) Fotografische Expeditionen durch den Alltag der Brünner Vorstädte (SW, Dias), Ferner Nachbar Estland (2004, SW, Dias), Wałbrzych - eine Stadt stirbt (2005, SW, Video) Niedergang einer ehemals reichen Industrieregion in Südpolen (SW, dazu der mehrfach ausgezeichnete Videofilm von Petr Baran).

Mit dem Projekt “Europas Peripherien” in der Galerie auf der Pawlatsche sollen auch Studierende verschiedenster Fächer angesprochen und animiert werden, sich intensiver mit Dokumentarfotografie auch im Sinne einer eigenen zukünftigen beruflichen Perspektive zu beschäftigen.
 

 

Shailo Djekshenbaev

 

Steppen der Stadt

 

 

 

 

 

5. 12. 2006 - 7. 1. 2007

Mo - Frei: 9 - 18 Uhr
 

Vernissage

Mittwoch, 5. 12. 2006, 19 Uhr

 

Eröffnung durch einen Vertreter der Botschaft
der Republik Kirgisistan in Österreich

20 Uhr: Präsentation des Filmes: Saratan     

                  

Falter

 

 

Der kirgisische Fotograf Shailo Djekshenbaev gibt mit seinen Schwarz-weiß Fotografien Einblick in das heutige Kirgisistan, das durch den Zerfall der Sowjetunion und im Besonderen durch die Ereignisse der Tulpenrevolution 2005 und der aktuellen Situation von starken politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen betroffen ist.
Die sozialdokumentarischen Arbeiten Djekshenbaevs zeichnen sich durch seinen künstlerischen Blick auf das Geschehen aus. Seine Fotografien sind gekennzeichnet durch stille Zurückhaltung, trotz der bedeutungsvollen Sujets, die seine Bilder beinhalten. So zeigt er beispielsweise ein Foto das am Vorabend der Tulpenrevolution entstanden ist, auf dem die Freiheitsstatue, historische Ahnenfiguren (Balbal) und spielende Jugendliche zu sehen sind. Alles in einem unspektakulären Nebeneinander, wie in Nebel getaucht. Menschen und architektonische Räume in der Stadt, die meist menschenentleert wirken und den Eindruck von endloser Weite hinterlassen. Die zeitlosen Räume der kirgisischen Landschaft kommen hier in die Stadt, selbst dann wenn Menschen aus den Landregionen versuchen, unter schwierigsten Verhältnissen, neue Lebensräume und Existenzen am Rande der Hauptstadt Bishkek aufzubauen. Immer ist es das Gefühl der Stille, der Weite und Gelassenheit. Es ist ein Eintauchen in die Steppe und in das Innere der Menschen.
 

 

Shailo Djekshenbaev

Biographie:
geboren 1947 in Sailyk / Kirgisistan
1971 Diplom als Architekt, Frunze Polytechnic Institute
1972 Entwürfe für State Museum of Fine Arts in Bishkek (Architektenteam)
1973-74 Ausbildung zum Fotografen
1979-1981 Diplom als Filmdirektor, Filmakademie Goskino, Moskau
Mitarbeit im Film Studio "Kyrgyzfilm"

Filmdirektor für:
"Three brave friends", 1983
"A son saves his father", 1984
" Theater of Rustam the Buffon", 1986

1998 Mitbegründer des Art Studios "KUMAI"
2000 Zertifikat als Fotograf, Workshop bei Jean Gomi - Magnum Photo Agency Paris

Filmproduktionen:
"My brother Silkroad", 2001 ( Fotos, Art-director)
"The fly up", 2002 (Fotos, Art-director)

Teilnahme an Internationalen Ausstellungen u.a.:
"From Jurt to the White House", 1995, Lincoln, Nebraska USA
"Labyrinth", 1998, Fine Art Museum Bishkek
"Kyrgyzstan through eyes of Japanese", 2000, Kyoto, Osaka, Japan
"Inner Asia", 2002 Fine Art Museum Bishkek
"Trans-Forma", 2002, Centre Contemporair, Geneve, Schweiz
" No Mad´s Land", 2002, Haus der Kulturen der Welt, Berlin
"…and Others", 2004, Fine Art Museum Bishkek

Zahlreiche Auszeichnungen und Preise für Architekturdesign und Filme, u.a. für den Film "My brother Silkroad" Gold Montgolfier, Nantes 2002 Grand prix of 24th International Film Festival of 3 continents.
 

 

 

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