Blanka Lamrová
Prag anders

14. 1. - 12. 2. 2009
Blanka Lamrová
geboren 1949, lebt und arbeitet in Prag. 1968-72 Studium der Mittleren
graphischen Lehranstalt in Prag, Fach Fotografie. Seit 1972 in der beschäftigt
in der fotografischen Abteilung der tschechischen Nationalgalerie. Mitglied der
Assoziation der Fotografen der Tschechischen Republik.
Seit 1983 zahlreiche Einzelaus- und Kollektivausstellungen In- und Ausland
Prag anders
In ungewöhnlichen Sichtweisen und Perspektiven entdeckt die Autorin einen
indirekt wahrgenommenen Ausschnitt der Stadt Prag, wobei sie Verfremdungen
sucht, die sich durch Spiegelungen und durch Einrüstungen (bekannter)
architektonischer Objekte ergeben.
Martin Frouz
Archäologisches Mähren

18. 2. - 15.32. 2009
Martin Frouz
Jahrgang 1970, Bildredakteur von National Geographic (Česko), studierte
mechanische Optik und Fotografie in Prag, arbeitet mit mehreren Reklamefirmen
und Medien an verschiedenen kommerziellen Projekten zusammen.
Als freischaffender Fotograf setzt wer sich besonders mit den bereichen Porträt,
Akt, Landschaft auseinander. Einen Namen machte er sich aber besonders durch die
fotografische wissenschaftliche Dokumentation insbesondere von Ausgrabungen Mähren,
Ägypten), Rekonstruktion von Kunstdenkmälern (z.B. Karlsbrücke in Prag),
Dokumentation paläolitischer Kunst im In- und Ausland (Südmähren, Russland,
Deutschland, Slowakei usw.).
Ausstellungen im In- und Ausland
Zahlreiche Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und
Publikationen
Vernissage: Mittwoch, 18. 2. 09, 18 Uhr
Eugenia Maximova
Vorwärts und zurück
Bilder aus dem bulgarischen Alltag

18. 3. - 20. 4. 2009
Vernissage: Mittwoch, 18. 3. 09, 18 Uhr
Über die Ausstellung
Manche würden
mir unterstellen, ich suche tendenziell nach grotesken Situationen aus dem
bulgarischen Alltag. Für mich ist es aber bloß der kritischer Blick
einer Emigrantin gegenüber ihr nichtgleichgültigen Vaterland. Viele
diesen Bilder sind außerdem mit persönlichen Geschichten aus meiner
Kindheit verbunden wie das Schwimmbad, wo ich jahrelang meine
Sommerferien im kommunistischen Bulgarien verbrachte oder der Tennisplatz –
der Ort meines ersten Kusses. Antoine de Saint-Exupéry meinte, man solle
sich nicht vor seinen Feinden fürchten, im schlimmsten Fall könnten sie einen
umbringen, auch von den Freunden nicht, im schlimmsten Fall könnten sie
einen verraten. Man soll sich von den Gleichgültigen fürchten denn Dank
ihnen existieren Mord und Verrat... aber auch Vernachlässigung: tiefe und zerstörende
Vernachlässigung. Nicht nur der physische Zerfall spielt dabei eine Rolle, die
Vernachlässigung kreiert unter Umständen eine neue, ignorante
Gesellschaft.
Eugenia Maximova
Geboren 1973 in Ruse- Bulgarien
Studium der Richtungen Publizistik und Kommunikationwissenschaft und Russisch an
der Universität Wien
Seit 2004 eine intensive Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie.
Teilnahme an mehreren nationalen und internationalen Wettbewerbe und
Gruppenausstellungen in Bulgarien, Russland, USA unter anderen:
der Hauptpreis des Konica- Minolta Wettbewerbs – Bulgarien 2006
der Hauptpreis des ersten nationalen Foto- Treffens der bulgarischen Fotografen
Teteven 2008
2nd Place entry in People, Children – IPA 2008 aka International Photography
Award
Tomáš Pospěch
Common
Land

22.4. - 26.5.09
Vernissage: Mittwoch, 22.4.09 18 Uhr
Common Land repräseniert drei Zyklen eines längerfristigen Projektes, in dem das Genre der Landschaftsfotografie von verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird.
Der Zyklus Burgherren (2004–2005) befasst sich mit einem sapezifischen tschechischen Phänomen, der Schaffung von Gartenmodellen tatsächlicher oder imaginärer Burgen und Schlösser ihrer Funktion und ihres ästhetischen Akzentes eines Gartens, eines Dorfplatzes oder Bahnhofes. Es geht hier um die Beziehung dieser Gebäude zu ihren Besitzern und zu den ursprünglichen Vorbildern in heimatkundlichen, feierlich-patriotischen Publikationen über tschechische Burgen und Schlösser.
Der Zyklus Krajinky.jpg [Landschaftsbilder.jpg] (2002–2005) stellt Landschaften als künstliche Bilder dar. Sie kommen im Internet vor in Form von Computerspielen und drücken die Vorstellung aus, was der Begriff "Landschaft" bedeutet. 25 Kontaktkopien im Format 12x16 oder 12x24 verweisen auf die traditionelle Landschaftsfotografie (Sudek, Reich) mit den von ihr verwendeten traditionellen Verfahren.
Der jüngste Zyklus Zweckloser Spaziergang (2004-2008): "Dorfrand, Männer in der sonntäglichen Landschaft, die Hauptsache kein Ball. Ruhe, Warten, Weitwinkelobjektiv. Dieses Projekt habe ich allen Liebhabern des Grases, gefallener Blätter und des tschechischen Dorfes gewidmet." (T.P.)
Tomáš Pospěch
geb. (1974)
Fotograf, Kunsthistoriker, freier Kurator und Pädagoge des Institutes schöpferischer Fotografie derSchlesischen Universität in Opava. Befasst sich speziell mit der visuellen Kunst Mitteleuropas. Autor bzw. Koautor von mehr als 20 Büchern
Kuratierte eine Reihe von Ausstellungen, z.B. Marginale Architektur (Internationales Festival Lodz, Polen 2005), Via Lucis 1989-2009, Tschechsiche Gesellschaft in der Fotografii (Brüssel, 2008), Retrospektive von Jindřich Štreit (Nationalgalerie in Bratislava, 2006, Galerie hlavního města Prahy, 2007).
Regelmäßige Publikationen in den Zeitschriften Ateliér, Fotograf, Imago, Fotografie Magazín, Photonews, Reflex.
Zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland
Für sein freies Schaffen erhielt er den Hauptpreis Sittcomm Award 2006
Gero Fischer
Neue Heimat Wien
Porträts von ZuwandererInnen
Nika Bretschneiderová, Krzysztof Dobrek, Peter Gric, Lubomír Hnatovič, Ludvík Kavín, Vladimír Kočí, Ondřej Kohout,
Abbé J. Libanský, Saša Makarová, Magdalena Marszałkowska, Elisabeth Mnatsakanjan, Gerlinde Starzyński, Irena Rácek,
Otakar Slavík, Otakar Sliva, Josef Symon, Miroslava Symonová, Nina Wershbinskaja.-Rabinowich, Julia Rabinowich
Eva Voneš, Volkan Yücesu, Milada Zahnhausen, Magdalena żelasko

17.6. - 17.7.09
Vernissage: Mittwoch, 17.6.09 18 Uhr
Neue Heimat Wien: Porträts von ZuwandererInnen
Dieses Projekt ist aus einer Auftragsarbeit entstanden, tschechische und slowakische MalerInnen zu porträtieren für die Ausstellung
"Integration in der Emigration 40 Jahre Rückblick 1968 - 2008" (Wien 14.10 - 25.10. 2008). Seither wurde und wird die Serie Reihe
um Porträts verschiedener Persönlichkeiten ständig erweitert. In der aktuellen Ausstellung kann nur ein Teil der Porträts gezeigtz werden.
Die Bilder sind eine direkte Antwort auf die herrschende und immer wieder politisch ausgenutzte latente Xenophobie und das lächerliche
politisch lancierte Vorurteil, Wien sei keine Einwandererstadt. Ganz im Gegenteil, immer schon gewesen und ohne ZuwandererInnen
undenkbar. Diese Ausstellung ist eine Hommage an sie.
Gero Fischer
Slawist und Fotograf. Gründer und Leiter der Galerie auf der Pawlatsche
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
Jiří Ernest
Grenzlandschaften

Vernissage: Mittwoch 30.9.09, 18 Uhr
Jiří Ernest
Ausstellungen im In- und Ausland (z.T. vermittelt über die Tschechischen Zentren/ČC)
darunter:
„Fragmente“, ČC Stockholm, 2006; Reykjavik 2008
„Zeit“, Amsterdam, Utrecht, 2006
„Grenzgebiete - Geteilte Stadt České Velenice“, ČC Paris 2009
Verschiedene Preise und Anerkennungen
Grenzlandschaften
J.E. steht einerseits in der Tradition der Klassiker der Zwischenkriegszeit (Funke, Sudek, Štyrský), Nachkriegszeit Hák, Chochola, Reichmann, Sever, Medková, Kuklík Postupa, Reich u.a.) andererseits stellt er sich den zeitgenössischen Entwicklungen der internationalen Fotografie.
Im vorliegenden Projekt geht es dem Autor um das Festhalten von Veränderungen, die Suche nach Spuren menschlichen Wirkens in der Landschaft, um (fast) vergessene Monumente einer vergangenen Zeit, wie z.B. Reste des Eisernen Vorhanges, Reste von in Felder eingeackerten Kreuzwegen, ... Seine Fotografien sind ein Reflektieren über Vergangenheit, aber auch ein Auflehnen gegen Devastierung des kulturellen Erbes
Alena Dvořáková - Viktor Fischer
Eine besondere Biographie

4.11.09 - 24.11.09
Vernissage: 4.11. 18 Uhr
Alena Dvořáková (geb. 1970) und Viktor Fischer (geb
1967) treten seit 1992 als Autorenpaar auf. Ursprünglich arbeitete A.Dvořáková
im Gesundheitswesen (Rehabilitation) und V. Fischer im Bauwesen. Beide
fotografierten schon seit ihrer Jugend, A. Dvořáková studierte auf der
FAMU (Kunstakademie in Prag) Fotografie, V. Fischer am Institut für schöpferische
Fotografie. Sie haben sich der Dokumentarfotografie verschrieben, weil sie mit
ihr Menschen stärker mit heiklen Themen ansprechen können. Ihrer Meinung nach
hat das fotografische Dokument auch in der Tschechischen Republik längerfristig
gesehen mehr Anhänger. In anderen Ländern ist das anders, dort erfreut sich
die künstlerische Fotografie größerer Beliebtheit. Um den Lebensunterhalt zu
verdienen und Fotoprojekte zu finanzieren nehmen die beiden Fotografen auch
kommerzielle Aufträge an. Sie treten auch als Kuratoren von Ausstellungen des
von ihnen vertretenen Genres der humanistischen Fotografie in Erscheinung.
Eine besondere Biographie
Tomáš Pustina kam in Humpolec zur Welt.. Er ist 32 Jahre alt. Groß war er schon immer. Seine Probleme begannen im Alter von 18 Jahren nach einem schweren Unfall mit dem Fahrrad, als er operiert werden musste und ein Bein um 30 cm kúrzer blieb. Es war so verschraubt, dass er es nicht mehr abbiegen kann. Angesichts seiner heutigen Körpergröße von 232 cm und seines Gewichtes von 150 kg ist Tomáš mit einem Schlag aus der Gesellschaft gesunder und normal großer Mernschen ausgeschlossen öund absolut auf die Hilfe seiner Eltern angewiesen. Den Großteil seiner Zeit verbringt er zu Hause. Er kann sich kaum bücken um durch die Türen der Wohnanlage zu gehen, alleine kann er sich nicht ankleiden oder waschen. Die Stufen vom ersten Stock hinunter zu gehen und ins Auto einzusteigen würde für ihn eine unvorstellbare Anstrengung bedeuten. Als ihm vor einiger Zeit das Fußgelenk schmerzte, mussten ihn sechst Feuerwehrleute ins Krankenhaus zur Behandlung transportieren. Auch nach zwei Jahren Arbeit stoßen wir auf immer neue Probleme und unlösbare Situationen im Zusammenhang mit dem Leben in der Gesellschaft, die auf den sog. durchschnittlichen Menschen eingestellt ist, die übrigen befinden sich außerhalb ihres Interesses und ihrer Aufmerksamkeit.
Unsere
Absicht ist es, am von Tomáš Pustina auf die Situation der von der
Gessellschaft ausgeschlossenen Menschen und und ihre uns häufig unverstüändlichen
Probleme aufmerksam zu machen.
Die nach einem halben Jahr Arbeit entstandene erste Serie von Fotografien gewann
den Preis Czech Press Photo in der Kategorie Alltagsleben und der Gewinn des
Preises trug außerordentlich zur Sichtbarmachung der Probleme von Tomáš
Pustina bei und brachte einen unerhörten Erfolg der Spendensammlung, mit
deren Mitteln ein elektrischer Rollstuhl und ein speziell umgebauter älterer
Mikrobus angekauft wurden, um Tomášs Mobilität zu erhöhen. Als später
die Stadt Humpolec inen Aufzug einbaute, wandte sich sein Leben erkennbar zum
Besseren.
Die Ausstellung entstand unter der Patronanz der humanitären Organisation ADRA und unter der Unterstützung der Firma Centrum FotoŠkoda (Prag).
Kontakt
Svatoslavova 39, 140 00 Praha 4, CZ
+420 606 116 603, +420 608 216 212
www.choiceimages.org
www.afisphoto.com
afisphoto@email.cz
Petr Baran - Gero Fischer - Petr Francán
Am Fuße Europas

2. 12. 2009 - 19. 1. 2010
Vernissage: 2. 12. 09 18 Uhr
Petr Baran Fotograf, Filmemacher, Pädagoge an der JAMU (Kunstakademie) in Brno
Gero Fischer Linguist am Institut f. Slawistik/Uni Wien Fotograf
Petr Francán Fotograf, Multimediakünstler, Pädagoge an der JAMU (Kunstakademie) in Brno
Am Fuße Europas
Seit einer Reihe von Jahren bemühen wir uns Spuren ursprünglichen bzw. traditionellen Lebens in der Gegenwart zu dokumentieren. Meistens handelt es sich um Periferien Europas, wo scheinbar die Zeit stehengeblieben ist, wie z.B. tschechische Dörfer im rumänischen Banat, um „Ökorebellen“ in der Slowakei, oder um ländliche Alltagskultur in Albanien, Bulgarien, Griechenland, Estland, Russland, oder auch um Reste vergangener industrieller Hochkultur Polen u.a. Damit es zu keinem Missverständis kommt: Es geht uns nicht darum sozusagen die Ästhetik "lebendiger ethnischer Museen" zu beschwören sondern um das dokumentarische Festhalten der sich verändernden Lebensumwelten. Oft scheint es, dass das Neue mit dem Alten ringt und schließlich untergeht, wie z.B. die Kohleindustrie in Wałbrzych (Polen), wo die ursprünglichen Förderanlagen zum Inventar eines Industriemuseums mutierten. Auf der anderen Seite z.B. erhielten sich ursprüngliche, ökologische aber sehr arbeitsintensive Formen der Holzeinbringung in den Wäldern der Walachei / Valašsko (Nordmähren). Um diese Widersprüchlichkeiten und Widerständigkeiten geht es uns, wenn wir uns auf die Lebensbedingungen einlassen, unter denen Menschen, häufig unter harten Bedingungen leben, arbeiten, trauern, feiern, sich freuen .. . Wir konzentrieren uns besonders auf das Landleben, weil dort die Veränderungen am sichtbarsten verlaufen, möglicherweise auch am schnmerzhaftetesten ...
(Die Fotos entstanden seit 2001)
Gemeinsame fotodokumentarische Projekte
Das Eigene und das Fremde Wien - Brno (2000), Gemeinsames und Fremdes in Wien und Brno
Im Schatten Europas. Erkundungen im rumänischen Banat (2001) Tschechische Dörfer im rumänischen Banat
Zwischen Wald und Tanz (2002) Alltag in der Mährischen Walachei Vernissage in Wien, Wanderausstellung in Mähren
Ökorebellen (2004) Dokumentation der Lebensverhältnisse von Aussteigern in der mittleren Slowakei
Brünner Vorstädte (2004) Fotografische Expeditionen durch den Alltag der Brünner Vorstädte
Über uns
Kontakt