Kunst Macht Bildung
Positionen zur aktuellen Bildungsdebatte

Auf Initiative des Tanzquartier Wien sind die Universität Wien (Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften, Institut für Theater, Film- und Medienwissenschaft), das Tanzquartier Wien und das FWF-Forschungsprojekt „Materialität und Zeitlichkeit performativer Sprech-Akte“ für 2006 eine Forschungskooperation zum Thema Bildung eingegangen.

In den Studios des Tanzquartiers Wien wird temporär ein Forschungslaboratorium zum Thema "Education acts“ eingerichtet. Es soll Methoden des künstlerischen Lern- und Arbeitsprozesses analysieren und als potentiellen Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte überprüfen.

Die Ringvorlesung, die die künstlerische Arbeit im Forschungslabor des Tanzquartiers Wien flankiert, wird die Frage nach dem Un-/Wert von Bildung stellen. In Frage steht dabei nicht nur das Problem vom Nutzen und Nachteil der Bildung für das Leben, sondern grundsätzlicher noch die Frage, ob sich Bildung überhaupt aus dem Horizont einer Kosten-Nutzen-Rechnung bewerten lässt. Sollte Bildung kein kalkulierbarer Sachverhalt sein, dann erwiese sich eine Bildungsdebatte gerade als einer jener unzeitgemäßen Diskurse, die ein subversives Potential wider den herrschenden Diskurs von Zeitgewinn, Effizienz, Wertschätzung und Warenwelt in sich trügen.