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Der Begriff “Performanz” ist im 20. Jahrhundert nicht nur zu einem zentralen Terminus sprach-, sondern auch kulturphilosophischer Theorien geworden. Unser FWF-Forschungsprojekt geht der Frage nach, welche Bewandtnis es mit diesem “performative turn” in den Kulturwissenschaften aus philosophischer Perspektive auf sich hat. Die Forschungsarbeit findet auf 2 Ebenen statt:
Ebene 1: Erstens durch eine systematische und historische Analyse des “performative turns” im Sinne einer philosophischen Theoriebildung.
Ebene 2: Zweitens durch die Erarbeitung von lecture-performances in denen das Wissen über Performanz in performances zur Aufführung gebracht wird.

Philosophy On Stage #1 und #2

Im ersten Jahr des Forschungsprojekts (2005) sind 7 Lecture-Performances entstanden, die im Rahmen von “Philosophy On Stage #1″ vom 10.-12. November 2005 im Museumsquartier Wien uraufgeführt wurden.

Im laufenden Forschungsjahr 2006 werden die Erfahrungen von “Philosophy On Stage #1″ wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Ergebnisse dieser Auswertung werden 2006 in die Lecture Performances eingearbeitet und in eine Überarbeitung und Weiterentwicklung derselben münden. Von 17. bis 19. Juni 2007 werden diese im Schlosstheater Schönbrunn und im KosmosTheater in Wien im Rahmen der Veranstaltung “Philosophy On Stage #2″ neuerlich aufgeführt.

Die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse und das audio-visuelle Dokumentationsmaterial werden 2007 als DVD-Buch im Passagen Verlag publiziert.

Philosophy On Stage #1 Website: hier

Philosophy On Stage #2 Website: hier

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Education Acts

Auf Initiative des Tanzquartier Wien gingen im Mai und Juni 2006 die Universität Wien (Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften, Institut für Theater, Film- und Medienwissenschaft), das Tanzquartier Wien und das FWF-Forschungsprojekt „Materialität und Zeitlichkeit performativer Sprech-Akte“ für 2006 eine Forschungskooperation zum Thema Bildung ein.

In den Studios des Tanzquartiers Wien wurde temporär ein Forschungslaboratorium zum Thema “Education acts“ eingerichtet. Es sollte Methoden des künstlerischen Lern- und Arbeitsprozesses analysieren und als potentiellen Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte überprüfen.

Die Ringvorlesung, die die künstlerische Arbeit im Forschungslabor des Tanzquartiers Wien flankierte, stellte die Frage nach dem Un-/Wert von Bildung. In Frage stand dabei nicht nur das Problem vom Nutzen und Nachteil der Bildung für das Leben, sondern grundsätzlicher noch die Frage, ob sich Bildung überhaupt aus dem Horizont einer Kosten-Nutzen-Rechnung bewerten lässt. Sollte Bildung kein kalkulierbarer Sachverhalt sein, dann erwiese sich eine Bildungsdebatte gerade als einer jener unzeitgemäßen Diskurse, die ein subversives Potential wider den herrschenden Diskurs von Zeitgewinn, Effizienz, Wertschätzung und Warenwelt in sich trügen.

Education Acts Website: hier

Education Acts project description in English: here