Philosophy On Stage #1, 10.-12.11.2005, Museumsquartier Wien

 

…Gesten des Denkens

Im Fokus von Philosophy On Stage steht die Frage nach dem Stellenwert des Körpers in den heute gängigen Riten wissenschaftlicher Praxis. Die Ergebnisse dieser performativen Arbeit an der Schnittsstelle von Philosophie und Kunst wurden an drei Abenden im Museumsquartier Wien erstmals öffentlich gezeigt.

Performanz#1: Saskia Hölbling - Volker Gerhardt: Der Sinn des Sinns (10.11.2005)

Performanz#2: Eva Waniek - Saskia Hölbling: Anrufung des Weiblichen (10.11.2005)

Performanz#3: Robin Kelley - Pulsinger/Dafeldecker/Philipp: Monk’s Dance (10.11.2005)

Performanz#4: Chor Max Reinhardt Seminar - Elisabeth von Samsonow - Oya Erdogan: AntiElektra - Sprechakt Wasser (11.11.2005)

Performanz#5: GRENZfilm: Performanz der Toten (11.11.2005)

Performanz#6: Alfred Bast - Hans Dieter Bahr: Zeit der Muße - Zeit der Musen (12.11.2005)

Performanz#7: Sybille Krämer - Patrick Pulsinger: Was ist ein Medium? (12.11.2005)

In 7 Lecture-Performances, die von den kooperierenden PhilosophInnen und KünstlerInnen über Monate in einem Art-Laboratorium erarbeitet wurden, werden klassische Körperriten der Philosophie on stage hinterfragt und performativ neu erprobt.
Der vergessene Körper der Philosophierenden, der in der Geschichte der abendländischen Philosophie meistens bloß als Instrument und selbstloses Medium des Denkens in Erscheinung getreten ist, wird in Philosophy On Stage zum sprachlosen, aber viel sagenden materiellen Medium, dessen EigenSinn erst noch erforscht und philosophisch lesbar gemacht werden muss.