Renate Weberberger

Über die Kindheit des Denkens (i)

„Wir werden nicht als Frauen geboren, wir werden zu Frauen gemacht.“ (ii)

Dieser Satz von Simone de Beauvoir beschäftigt mich schon lange. Meine Unzufriedenheit mit der zugewiesenen Rolle, die ich als Frau spielen sollte und mein Gefühl, in etwas hineingedrängt zu werden, was mir nicht entspricht, lies mich die „Natürlichkeit“ des Frau- oder Mann-Seins anzweifeln. Die Auseinandersetzung mit Judith Butlers Arbeit, ihr Infragestellen der angeblich natürlichen Zweigeschlechtlichkeit, brachte mich schließlich zur Frage, ob und wenn ja, wie unsere Gefühle hergestellt werden. Wenn ich zur Frau gemacht worden bin – es also nicht von vorne herein bin – was bringt mich dann dazu, mich als Frau zu fühlen, als Frau zu fühlen? Unterscheidet sich mein Fühlen, unterscheiden sich meine Gefühle von den Gefühlen derer, die zu Männern gemacht wurden? Wie bin ich zu meinen Gefühlen gekommen, die sich von denen, die dem angeblich so anderen Geschlecht „angehören“ unterscheiden sollten? Wie lerne ich als Kind, mich als zu einem mir zugeschriebenen Geschlecht zugehörig zu fühlen, mich damit zu identifizieren? Lerne ich, wenn ich als Mädchen eingeordnet werde, eine andere Form von Wahrnehmung, von Gefühlen? Nehme ich als Mädchen dann die Welt anders wahr?

Jean-François Lyotard holt das Kind in die Philosophie. Dieses Kind, das noch nicht um seine Zuordnung, noch nicht um sich selbst weiß, ja vielleicht sich noch nicht als sich selbst weiß, weil es sich noch als ungetrennt erlebt. Er holt es nicht nur als „Idee“ in seinen Text, sondern in seiner Körperlichkeit, die es zu einem hilflosen, zu selbständigem Überleben unfähigen Wesen macht. Er bietet sowohl mit der Figur des Kindes, als auch mit seinem Versuch, das Gefühl als einen Satz zu lesen, mögliche Ansatzpunkte für meine Fragestellung. Lyotard verdoppelt die Figur des Kindes, indem er sich sowohl auf das Kind bezieht, auf diesen den Erwachsenen ausgelieferten Säugling, als auch auf das Kind in den Erwachsenen, dem die Erwachsenen durch das unbewusste Weiterwirken in ihnen ausgeliefert sind. Er verknüpft damit eine Kritik an einem logozentristischen Aufklärungsbegriff, der den vollständigen Ausgang aus einer Unmündigkeit fordert, der der Illusion der Emanzipation nachhängt und in Erwartung dieser Emanzipation dem Kind in uns, dem bleibenden Rest, keinen Raum zugesteht.

Die Zeit des infans, die eine noch unartikulierte Welt ist, die keinen Abstand kennt, ist zwar in Bezug auf das Auflesen der Welt, der Sinneseindrücke, die das Kind empfängt, eine stets schon durch die Sinne vermittelte, sie ist aber im Ausdruck des Kindes, das noch keinen Aufschub kennt, noch keine Reflexion, keine Wider-Spiegelung, eine Welt der Unmittelbarkeit, die auf die Welt der Mitteilbarkeit trifft. Sowohl in seinem körperlichen Überleben als auch in seinem Einbezogenwerden in die Gemeinschaft, die für sein psychisches Überleben notwendig ist, ist das Kind auf die Erwachsenen angewiesen und der Macht der Bedeutungsgebung ausgesetzt, die die Erwachsenen durch die Erziehung ausüben. Diese Macht ist in ihren ermöglichenden Aspekten eine notwendige Macht des Vorgängigen gegenüber dem Zukünftigen, die dem Kind das Material liefert für die Herstellung seines Selbst, seiner Körperlichkeit und seiner Persönlichkeit in der Gesellschaft, in die es hineingestellt ist. In dieser Form ist sie eine Ermächtigung. In ihrer anderen Form, in jener Form, die Eindeutigkeit fordert, Identifikation und Identität, ist diese Macht eine nicht notwendige, eine vermeidbare Gewalt gegenüber dem Kind. Sie äußert sich meiner Meinung nach u.a. in der eindeutigen Zuschreibung eines Geschlechts, die mit der Vorstellung einer Geschlechtsidentität und einem bestimmten Begehren verbunden ist.

Die Offenheit des Kindes, die ihm ein Hineinwachsen in jede Gesellschaft ermöglicht, seine Uneigentlichkeit, kann auch als eine Form des Inhumanen gelesen werden, die auf die Erziehung trifft. Aber auch die Erziehung ist inhuman, weil sie dem Kind die Wunde der Kindheit zufügt, indem es von ihm die Distanznahme von seinem noch unreflektierten, noch unerwägten, und damit in diesem Sinne unmittelbaren aber unmitteilbaren Erleben verlangt. Erst die Distanznahme vom Eindringenden der Sinne, von der direkten Lust am Spüren, vom „reinen“ Genießen und vom „reinen“ Leiden, diese Abstandnahme vom Spüren und vom reinen Ausagieren, das im ungezielten Bewegen und im unartikulierten, ungerichteten Schreien erfolgt, ermöglicht es, lesbare Formen der Mitteilbarkeit zu finden. Vorerst noch signalisiert das Kind für die Erwachsenen, ohne es zu wollen und zu wissen, etwas, das von den Erwachsenen als Schmerz oder Lust in den verschiedenen Abschattungen gelesen wird. Das Kind ist in seiner Unartikuliertheit auf das Gedeutet-Werden durch die Erwachsenen angewiesen. Dieses als Signal von den Erwachsenen Aufgelesene noch Unartikulierte suchen sie in eine Form zu bringen, ein vertrautes Muster darin zu erkennen, eine ihnen erinnerbare Form eines Gefühls.

Das Gefühl ist auch ein Satz, wie Lyotard sagt, aber ein spezieller Satz, der eben nicht artikuliert und nicht adressiert ist. Dem Gefühlssatz möchte Lyotard das gleiche Recht einräumen wie dem Satz der Logik, dem Satz der rationalen Vernunft. Es gibt keine Meta-Regel, die entscheiden könnte, welcher Satz nun Recht hat, weil es keine übergeordnete Macht gibt, die das Recht hat, diese Regel zu bestimmen. Diesen Raum zwischen den verschiedenen Diskursen, den verschiedenen Sprachspielen, um Lyotards Bezug auf Wittgenstein zu erwähnen, bezeichnet Lyotard als einen Zustand, der

„das Schweigen als einen negativen Satz [enthält (R.W.)], aber er appelliert auch an prinzipiell mögliche Sätze. Was diesen Zustand anzeigt, nennt man normalerweise Gefühl. ‘Man findet keine Worte’ usw. Es bedarf einer angestrengten Suche, um die neuen Formations- und Verkettungsregeln für die Sätze aufzuspüren, die dem Widerstreit, der sich im Gefühl zu erkennen gibt, Ausdruck verleihen können, wenn man vermeiden will, dass dieser Widerstreit sogleich von einem Rechtsstreit erstickt wird und der Alarmruf des Gefühls nutzlos war. Für eine Literatur, eine Philosophie und vielleicht sogar eine Politik geht es darum, den Widerstreit auszudrücken, indem man ihm entsprechende Idiome verschafft.“ (iii)
Die Übersetzung dessen, was die Eltern vom Kind auflesen, ist, wie jede Übersetzung, notwendigerweise nicht eindeutig, da sie abbildet. Die Weise der Abbildung hängt ab von der Art des Gelesenwerdens, die den Lesenden zum Großteil nicht bewusst ist. Sie ist einerseits geprägt von der Vorgängigkeit der Lesenden, von ihrer Geschichte und deren Interpretation, die wiederum abhängig ist von dem jeweiligen kulturellen, schicht- und geschlechtsspezifischen Hintergrund. Andererseits ist sie beeinflusst vom Wissen um das dem Kind zugeschriebenen Geschlecht.

Vielleicht lässt sich jene Uneigentlichkeit des Kindes, seine Inhumanität, dieser Zustand zwischen den Sprachspielen „begreifen“ – ich zögere, dieses Wort zu verwenden, es klingt zu stark, zu bestimmt für die Annäherung an etwas, das so unbegreiflich ist, sich so jeder Festlegung entzieht – als jener Ort, an dem die Einschreibung geschieht, jener
„Einschreibungsort, von dem klar gesagt wird, daß er in einer im übrigen a-logischen und a-chronischen, auch ana-chronischen Ordnung über die konstitutiven Oppositionen des Mytho-logischen als solchem, des mythischen Diskurses und des Diskurses über den Mythos, hinaus- oder diesen vorausgeht.“ (iv)
Dieser Ort, den Derrida als chora bezeichnet, oder auch jener Ort der Öffnung, der Exposition, wie Nancy sagt, ist durchlässig für die Wirklichkeit, er ist wie ein Fenster, durch das die Daten aufgelesen werden. Der anfänglich noch ungerichteten Offenheit der Sinne entspricht die Offenheit des Denkens, die keinen vorgegebenen schemata folgt, sondern das Staunen über das, was sich ereignet, über das „es geschieht“ erlaubt. Lyotard spricht vom „gestaltbildenden Plasma“, das offen ist für die Aufnahme der Daten. Das Denken, das sich keinem schema unterordnet, das nicht dem bestimmten Urteil mit seinen festgelegten Regeln folgt, das die Mannigfaltigkeit zulässt und nicht einer Eindeutigkeit opfert, braucht das Gefühl, um zu spüren. Es braucht Zeit, um die Vielfältigkeit aufzunehmen und eine Darstellung zu finden, die ihr gerecht wird.
Lyotard liest diese Form des Urteilens bei Kant als das reflektierende Urteil, das im freien Spiel seine eigenen Muster des Wiedererkennens sucht. Chora in ihrer Offenheit erlaubt das Einschreiben der verschiedensten Diskurse, die sich ineinander verschachteln. Vernunft und Gefühl, die Logik, die im Modus der eindeutigen Identifikation denkt und der Mythos, der im Modus des Sowohl-als-auch denkt, sie bleiben in ihrer Verschiedenheit, ihrem Dissens nebeneinander und erfassen chora doch nicht vollständig, da sie sich ihr nur anzunähern vermögen, sie aber nicht sagen können. Chora bleibt der Sprache fremd.

In einem Raum, in dem alles Ausdruck ist, als Ausdruck gelesen wird, entsteht Bedeutung durch das Herstellen eines Bezugs. Selbst das Antlitz eines Toten trägt für uns immer noch einen Ausdruck, wie Merleau-Ponty bemerkt. Oder eben auch das Gesicht eines Kindes, zu dem wir einen Bezug herstellen und damit auf etwas Bezug nehmen, das das Kind noch nicht weiß, noch nicht meint. Dieses Etwas, auf das Bezug genommen wird, wird in einem Prozess des Auswählens in eine Darstellung gebracht. Der Vorgang ist auf eine gewisse Weise ein willkürlicher aber nicht gänzlich willentlicher, weil er durch verschiedene Faktoren wie etwa Erziehung, Kultur usw. beeinflusst ist. Das Unsagbare muss in eine Form gebracht werden, die nicht alles erfassen und umsetzen kann, da jede Form eine gesetzte ist, die eben bestimmten Ordnungen gehorcht und immer nur eine Annäherung ist, die in einem nicht feststellbaren Abstand zum sinnlichen Erleben steht. Auch das sinnliche Erleben ist eine bereits geformte Art der Aufnahme, die nur möglich ist durch eine – immer auch begrenzte – Offenheit durch die Sinne, eine Fähigkeit des Spürens, ein Hingeben an die Öffnung, das Aufnehmen. Das Aufgenommene muss übersetzt werden in ein Gefühl, in einen Affekt, damit es in dieser spezifischen, differenzierten Weise gefühlt werden kann und schließlich ins Medium des Begrifflichen, dem das Spüren fremd ist, das aber ohne das Spüren nicht auskommt. Bei jeder dieser Übersetzungen gibt es keine Eindeutigkeit. Eine Vielzahl von Assoziationen, von Annäherungen ist möglich. Die Festlegung erfolgt durch kulturelle, gesellschaftliche Übereinkünfte, die häufig nicht bewusst sind und, oft verbunden mit der Forderung nach Eindeutigkeit, als naturgegeben verstanden werden. Die Vermittlung dieser Normen, die in ihrer naturalisierten Form nicht als solche gelesen werden, erfolgt durch die Erziehung des Kindes.

Das präreflexive Auflesen der Sinne kann das Gespürte noch nicht zuordnen, die Schema-Bilder des Verstandes müssen sich erst zu einem Schema-Begriff verdichten. Die wiederholten Antworten der Erwachsenen auf die von ihnen als Äußerungen gedeuteten Regungen des Kindes lassen das Kind schließlich Dinge wieder erkennen, wieder erinnern. Es erfasst Routinen und merkt, dass es durch bestimmte Formen von Äußerungen etwas auslösen kann. So lernt es seine Art von Hunger, die es später als die ihm eigene Form empfinden wird. Der Hunger wird je nach der Art der Beantwortung, die auch abhängt vom Geschlecht des Kindes, stärker oder schwächer und von verschiedenen Stimmungen der Annahme oder Ablehnung geprägt, ein erlaubter oder aber ein zu unterdrückender Hunger sein, aber immer noch Hunger heißen. Aus der Verflochtenheit der gespürten Eindrücke werden Themen mit der Bestimmtheit der Abstraktion herausgelöst.
Zugleich mit der Nahrung nimmt das Kind die Bedeutung auf, die die Eltern ihm anbieten, die sie schon in ihrer Beziehung zu ihren Eltern herausgearbeitet haben. Durch das Antworten der Erwachsenen, die von Annahmen ausgehen, die dem Kind eine differenzierte Gefühlswelt unterstellen, lernt das Kind, verschiedene Arten von Lust und Unlust zu unterscheiden und in Formen zu bringen, die lesbar sind für seine Bezugspersonen. Die Eltern stellen die ersten Bezüge auf einer körperlichen Ebene her, die ihnen zum Teil unbewusst sind, die aber die Offenheit des Kindes beantworten und so das Kind, das um leben zu können, auf die Antwort angewiesen ist, einbeziehen in die Gemeinschaft. Das Kind greift sich die es ansprechenden Elemente heraus, aus denen es seine ersten affektiven Landkarten erstellt, die ihm Orientierungspunkte in der unübersichtlichen Welt bieten.

So bildet es auch seine Karten der Geschlechtlichkeit aus den Erfahrungen der frühen Kommunikation mit seinen Bezugspersonen und aus seinen Körpererfahrungen. Die Weise der Beantwortung durch die Bezugspersonen erfolgt auf Grund seines Geschlechts, das ihm nach der Geburt zugeordnet wird und das als natürlich gegebenes angesehen wird. Butler beschreibt die Konstitution der Zweigeschlechtlichkeit an Hand der Auseinandersetzung mit dem Begriff „Materie“, der in der abendländischen Philosophie dem Geist entgegengesetzt und der Weiblichkeit zugesprochen wird. Der als materiell verstandene Körper muss die vorgegebenen Normen der jeweiligen Geschlechtlichkeit befolgen, deren Konstitution verschleiert wird, sodass sie als natürliche Gegebenheiten erscheinen. Körperlich nicht eindeutig feststellbare Geschlechter werden operativ in eindeutige verwandelt. Die durch juridische und anatomische Vorgaben erzeugte Binarität der Geschlechter ist laut Irigaray eine falsche Binarität, die das weibliche Geschlecht als negative Form des männlichen darstellt.

Auch die Annahme einer Geschlechtsidentität, die nach der gesellschaftlichen Norm dem als natürlich gelesenen Geschlecht entsprechen sollte, erfolgt in einem Lernprozess. Das Kind wird zumeist nach dem ihm zugeordneten Geschlecht von seinen Bezugspersonen gelesen und beantwortet. Sein Begehren hat ebenso gesellschaftlichen Normen zu entsprechen, die den Körper in Zonen erlaubter Lüste gliedern und Nichterlaubtes ausklammern.

Während frühere Entwicklungskonzepte die geschlechtsspezifische Behandlung von Kindern in ihrer präreflexiven Phase nicht berücksichtigen, zeigen die Ergebnisse der neueren Säuglingsforschung, dass selbst ganz kleine Kinder gesellschaftliche Wertungen und damit sehr wohl die Beziehungen und die damit verbundenen Hierarchien der Erwachsenen untereinander wahrnehmen. Sie lernen die Praktiken, an Hand derer sich Geschlechtlichkeit darstellt und üben sie ein. Geschlechtlichkeit findet in einem fortwährenden Prozess des Tuns statt, das keine/n TäterIn dahinter kennt, sondern diese erst im Handeln entstehen lässt. Durch ständiges Wiederholen wird die jeweilige Zugehörigkeit hergestellt und aufrechterhalten. Kinder wiederholen das, worin sie beantwortet werden. Handlungen, die von Erwachsenen nicht beantwortet werden, weil sie nicht ins schema der verordneten Geschlechtlichkeit passen, werden nicht wiederholt. Da es beim Wiederholen zu Abweichungen kommt, die „passieren“, sei es unbewusst oder bewusst, verändern sich die dadurch hergestellten Identitäten im Laufe der Zeit, wobei die dem Geschlecht zugeschriebenen Normen sehr rigide sind. Sie haben ein großes Beharrungsvermögen gegenüber Verschiebungen. (v)
Die Zuordnung von bestimmten festgeschriebenen Bedeutungen setzt eine Eindeutigkeit voraus, die dem Kind Gewalt antut, indem sie eine bestimmte Form von Geschlechtlichkeit vorgibt und ihm nicht den Freiraum lässt, sich die ihm entsprechenden Formen von Geschlecht, Identität und Begehren in ihrer möglichen Vielfältigkeit anzueignen. Erst die Anerkennung von Differenzen erlaubt dem Kind sich in seiner Mannigfaltigkeit wahrzunehmen und auszudrücken.

Vielleicht können wir für einen kurzen Augenblick all unser Vorwegnehmen beiseite lassen und das Kind willkommen heißen in einer Weise, die Teil nimmt an einer Kindheit des Denkens. Und dann kann passieren, dass „dies geschieht, als ob das Gemüt entdeckte, dass es noch anderes vermöge als wollen und begreifen. Glücklich sein ohne es verlangt und begriffen zu haben.“ (vi)
Literatur
Beebe, Beatrice; Lachmann, Frank M.: Säuglingsforschung und die Psychotherapie Erwachsener. Stuttgart, 2004
Beauvoir, Simone de: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. Reinbek bei Hamburg, Neuausgabe 2000
Böhler, Arno: Singularitäten. Vom zu-reichenden Grund der Zeit. Vorspiel einer Philosophie der Freundschaft. Wien, 2005
Butler, Judith: Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt am Main, 1991
Butler, Judith: Körper von Gewicht. Frankfurt am Main, 1997
Derrida, Jacques: Chōra. Wien, 1990
Diprose, Rosalyn; Ferrell, Robyn (Hg.): Cartographies. Poststructuralism and the mapping of bodies and spaces. St. Leonards, Australia, 1991
Irigaray, Luce: Speculum. Spiegel des anderen Geschlechts. Frankfurt am Main, 1989
Kant, Immanuel: Kritik der Urteilskraft. Werkausgabe Band X. Hg. Weischedel, Wilhelm. Frankfurt am Main, 1974
Kant, Immanuel: Kritik der reinen Vernunft. Stuttgart, 1998
Kant, Immanuel: Was ist Aufklärung. Stuttgart, 2000
Lyotard, Jean-François: Das Patchwork der Minderheiten. Für eine herrenlose Politik. Berlin, 1977
Lyotard, Jean-François: Grundlagenkrise. In: Neue Hefte für Philosophie, 1-33, Heidelberg, Jg. 1986
Lyotard, Jean-François: Der Widerstreit. München, 1987/1
Lyotard, Jean-François: Das Inhumane. Plaudereien über die Zeit. Wien, 2001
Lyotard, Jean-François: Das Elend der Philosophie. Wien, 2004
Nancy, Jean-Luc: Corpus. Berlin, 2003
Platon: Sämtliche Dialoge. Bd. VI, Hamburg, 1988
Rodulfo, Ricardo: Kinder, gibt es die? Die lange Geburt des Subjekts. Freiburg i. Br., 1996
Turnheim, Michael: Das Scheitern der Oberfläche. Autismus, Psychose und Biopolitik. Zürich, Berlin, 2005

Anmerkungen:

i Dieser Text ist Aufsatz über meiner Diplomarbeit „Kindheit des Denkens. Die Figur des Kindes bei Lyotard und die Einschreibung von Geschlecht.“
ii Simone de Beauvoir, 1949.
iii Lyotard, 1987/1, 33
iv Derrida, 1990, 49
v Derrida spricht im Zusammenhang mit dem Beharrungsvermögen von restance.
vi a.a.O., 19