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Alfred Bast Studium an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1995 Gründung einer Schule der Wahrnehmung „Kunstkloster — art research“. Er veranstaltet Workshops und Vorträge zur Förderung der schöpferischen Intelligenz. Alfred Bast beschäftigt sich eingehend mit Gestaltbildungsprozessen, Rhythmen und der Wechselwirkung von Klang und Form. Er pendelt zwischen Deutschland, Indien, Kanada und den USA. |
Einzel-Ausstellungen seit 1975 (Auswahl)
Kunst im öffentlichen Raum (Auswahl)
Veröffentlichungen
Internet

Philosophy On Stage
Ort: MQ (Ovalhalle Museumsquartier)
Zeit: 10. - 12. Nov. 2005, 19.00-21.45 Uhr
Lecture Performance von Alfred Bast am 12. Nov.
Titel: „Zeit der Muße – Zeit der Musen“
Dialog:
Alfred Bast (Bildende Kunst) & Hans-Dieter Bahr (Philosoph)

„Stellen wir uns das Unvorstellbare vor: die Geste des ersten Bildermachers. Er folgt weder dem Zufall noch einem Plan. Seine Hand tastet sich vor in eine Leere, die sich im Augenblick der Bewegung erst auftut und ihn von sich selbst trennt, anstatt sein Sein bruchlos in sein Handeln übergehen zu lassen.“
(Jean-Luc Nancy)
…Gesten des Denkens
In der Lecture-Performance Zeit der Muße – Zeit der Musen, wird Alfred Bast auf das älteste Malwerkzeug der Menschheitsgeschichte zurückgreifen – auf brennende Stöcke, die beim Verkohlen zu Zeichenstiften werden. Die Leinwand dient ihm dabei einerseits als visuelle Oberfläche für seine Brenn-Bilder, andererseits als akustische Membran, die die Geräusche seiner Kohlezeichnungen wiedergibt. Im Hören auf die Textmontage des Philosophen Hans Dieter Bahr wird die Leinwand so zu einem visuell-akustischen Resonanzkörper der philosophischen Lecture.
Alfred Bast setzt mit seinen spontanen Brennzeichnungen, die sich aus selbstorganisierenden Gestaltprozessen ergeben, Spuren frei, die an Zeichen unterschiedlicher Kulturen erinnern. Zeichen, die sich im Laufe der Menschheitsgeschichte als Träger von Kommunikation entwickelt haben. Die inhärente Deutungskraft dieser Chiffren wird im Akt des rhythmischen Zeichnens von ihm neu belebt.
Eine ähnliche Spur verfolgt er im Rückgriff auf Gegenstände der Natur, die er sammelt und deren Zeichencharakter er in einer Art handelndem Sehen studiert. Ein Prozess, in dem sich die Gegenstände aus dem gewohnten Bedeutungszusammenhang lösen und als Zeichen einer universalen Sprache ent-deckt werden.
