Robin Kelley     Robin Kelley ist Professor an der Columbia University in New York für Anthropologie and African-American Studies. Seine Position als Professor für Geschichte und Afrika an der New York University erhielt er bereits 1994 im Alter von 32 Jahren, sein Unterricht und seine Forschung kreisen seither um Themen, wie: die Afrikanische Diaspora, Urban Studies, Arbeiterbewegungen und Kulturgeschichte mit einem besondern Fokus auf Musik. Zurzeit schreibt er an einem Buch über Thelonious Monk “Misterioso: In Search of Thelonious Monk” (in Druck, The Free Press).

Publikationen (Auswahl)

  • A Disjointed Search for the Will to Live (2003)
  • Freedom Dreams: The Black Radical Imagination (2002)
  • White Architects of Black Education: Ideology and Power in America, 1865-1954 (2001)
  • Ellen Gallagher: Preserve (2001)
  • Discourse on Colonialism (2000)
  • Yo Mama’s Disfunktional (1998)
  • Though Justice Sleeps: African Americans, 1880-1900, Vol. 6 (1997)
  • Into the Fire: African Americans since 1970, Vol. 10 (1996)
  • Race Rebels: Culture, Politics, and the Black Working Class (1996)
  • Hammer and Hoe: Alabama Communists During the Great Depression (1990)
  • Internet

  • http://www.columbia.edu/cu/iraas/kelley.html
  • Philosophy On Stage

    Ort: MQ (Ovalhalle Museumsquartier)
    Zeit: 10. Nov. 2005, 19.00-21.45 Uhr

    Lecture Performance von Robin Kelley am 10. Nov.
    Titel: „Monk’s Dance“

    Dialog:
    Robin Kelley (Anthropologie) & Patrick Pulsinger, Werner Dafeldecker, Flip Phillipp (Musik)

    “As musician/critic Vijay Iyer explains, West African and African-American music, feature a body-based approach to music-making. By this I mean that they do not regard the body as an impediment to ideal musical activity, and that instead, many musical concepts develop as an extension of physical activities such as walking or repetitive tasks.”
    (Robin Kelley)

    …Gesten des Denkens

    Robin Kelley wird in seiner Lecture Monk’s Dance der Bedeutung des performativ-theatralischen Aspekts in der Musik von Thelonious Monk nachgehen. Ins Zentrum seiner Überlegungen wird dabei der „musische Körper“ der Jazzlegende treten: Monk’s Körper Performance; – waren Monk’s Auftritte doch nicht nur Musik, sondern auch ein theatralisches Spektakel, in dem er nicht selten zu einem seiner legendären Tänze ansetzte. Immer wieder verließ er sein Klavier, um sich der musikalischen Stimmung im Raum tanzend anheim zu geben:
    – So, als ob er bei seinen Auftritten seinen Körper insgesamt zum Instrument und Resonanzraum der atmosphärischen Stimmung machen wollte, die seine Musik freisetzte.
    – So, als ob ihm die Bewegung, mit der er seine Hand über die Tasten des Klaviers gleiten ließ, physisch nicht mehr genügen würde.
    – So, als ob seine Musik den Einsatz des ganzen Körpers verlangen würde, um der polyphonen Vielfalt der Stimmen, die in ihm lebten und leibten, einen adäquaten physischen Ausdruck zu verleihen.

    Die Körper-Performance von „Monk“ – als einer in sich stimmigen physischen Vielfalt, die sich auf keine Einfalt reduzieren lässt –, wurzelt für Robin Kelley „in a longer African American tradition of embodied performance, one in which music, dance, performance (comedic and tragic) and a sense of style are inextriceably linked to music making.“

    Gemeinsam mit den Musikern Patrick Pulsinger, Werner Dafeldecker und Flip Phillipp wird sich Robin Kelley in Monk’s Dance aber nicht nur auf die Suche nach den Afro-Amerikanischen Wurzeln der „embodied performance“ von Monk begeben, sondern den kulturellen Register einer solchen Performanceform mit den Musikern „on stage“ selbst beschwören.