Saskia Hölbling präsentiert ihre ersten Choreografien bereits während ihrer Tanzausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. Sie setzt ihre Studien an der von Anne Teresa De Keersmaeker geleiteten Tanzakademie P.A.R.T.S in Brüssel fort.Das 1995 entstandene Stück Sendeschluss ist Ausgangspunkt für die Gründung ihres Ensembles DANS.KIAS, für das sie folgende Stücke kreiert: Duras-Trilogie (1995–1997), Do your desires still burn (1998), Distance.Two.Near (1999), Chat Gap (1999), in.tent//frame I (2000), in.tent//frame II (2001), other feature (2002), exposition corps (2003), superposition corps (2004), Your body is the shoreline (2005), Jours Blancs (2006).Parallel zu ihren eigenen Choreografien tritt sie in Stücken von Bob Wilson (USA), Cie W. Dorner (Österreich), Laurent Pichaud (Frankreich) und Benoît Lachambre (Kanada) auf.1998 erhält sie den Prix d’auteur du Conseil Général de Seine-Saint-Denis 2000/Bagnolet für Do your desires still burn, 2002 wird ihr für other feature der Österreichische Tanzproduktionspreis 2002 verliehen.

2001 entsteht in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Benoît Lachambre und dem Videokünstler Laurent Goldring das Solostück rrr…, das bei der Eröffnung des Tanzquartier Wien präsentiert wurde. 2002 nimmt sie am AJ project teil, einem Kulturaustauschprojekt zwischen Österreich und Japan. Im selben Jahr inszeniert sie im Rahmen des Festivals Wien Modern die Opern II Combattimento di Tancredi e Clorinda von Monteverdi sowie A-ronne von Luciano Berio, ein Kooperationsprojekt mit der Wiener Taschenoper und dem Vokalensemble Nova unter der musikalischen Leitung von Peter Rundl.
2004 entsteht ihr zweites Musiktheaterprojekt Labyrinth in Kooperation mit der Wiener Taschenoper: eine Zusammenarbeit mit Wolfgang Mitterer (Komposition) Alexej Paryla (Projektion) und Saskia Hölbling (Choreografie).

Ihr aktuelles Stück: F on a pale ground wird am 24., 25. und 26. Mai 2007 im Rahmen der rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis à Montreuil präsentiert.

Choreografien DANS.KIAS

  • „F on a pale ground“ (2007)
  • „Jours Blancs“ (2006)
  • “Your body is the shoreline” (2005)
  • “superposition corps” (2004), “exposition corps” (2003)
  • “other feature” (2002)
  • “in.tent//frame 2” (2001)
  • “in.tent//frame 1” (2000)
  • “Chat Gap” (1999)
  • “Distance.Two.Near” (1999)
  • “Do Your Desires Still Burn” (1998)
  • “Duras-Trilogie” (1995-1997)
  • Gastchoreographien für das Wiener Staatsopernballett und das TanzTheaterWien
  • Kollaborationsprojekte

  • Inszenierung “Il combattimento“/Monteverdi & “A-ronne”/Berio (2002) und “Labyrinth” (2004) mit Wolfgang Mitterer (Musik) und Alexej Paryla (Video) beides in Zusammenarbeit mit der Wiener Taschenoper
  • “rrr…” – solo performance (2001) mit Benoit Lachambre/Can und Laurent Goldring/F
  • Internet

  • http://www.dans.kias.at/
  • Philosophy On Stage #2

    Ort: KosmosTheater
    Zeit: 17. Juni 2007, 20.00 Uhr

    Lecture Performance
    Titel: „Der Sinn des Sinns“
    Dialog:
    Saskia Hölbling (Tanz) & Philipp Hauß (Schauspiel) & Volker Gerhardt (Philosophie)

    „Wer von den Heutigen hat noch eine Ahnung davon, dass Denken eine Form des Tanzens sein könnte?“

    (Friedrich Nietzsche)

    …Gesten des Denkens

    Die entscheidende Erweiterung gegenüber der gleichnamigen Lecture-Performance vom Nov. 2005 im Museumsquartier Wien wird darin bestehen, dass der Schauspieler Philipp Hauß (Burgtheater Wien) die Texte des Philosophen Volker Gerhardt (Humboldt Universität zu Berlin) bei Philosophy On Stage #2 nun gemeinsam mit Saskia Hölbling (Tanz) on stage zur Sprache bringen wird. Durch das Performative der beiden Künste Tanz & Theater soll das Verhältnis zum philosophischen Text “Der Sinn des Sinns” neu gewichtet und IN-DIFFERENZ wiederholt werden.

    In ihrer Auseinandersetzung und Erforschung physischer Innenräume will Saskia Hölbling sensorische und emotionale Erfahrungslandschaften transparent und mittelbar machen, die sich einer schnellen und hinlänglich bekannten Interpretation entziehen.

    Für Philosophy On Stage recherchiert sie die physische Übersetzung philosophischer Texte. Volker Gerhardt beschreibt in seinem Text Der Sinn des Sinns die Wege, die das Denken im Produzieren von Gedanken beschreitet. Saskia Hölbling repliziert diese Wege und geistigen Landschaften in ihrer Tanz-Lecture, um die In-tentionalität des Textes räumlich – also ex-tensional – sichtbar werden zu lassen.
    Dabei übersetzt und veräußert sie die Gedankengänge des Textes von Volker Gerhardt, gibt ihnen Raum und Körper, exponiert sie als solche oder konstruiert komplexe gestische Metaphern - spricht den Text, wird zum Text, lässt ihn für sich stehen und konfrontiert ihn mit EigenSinn