Michael Wetzel studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Linguistik und Erziehungswissenschaft an den Universitäten Bochum und Düsseldorf. Seit 2002 ist er Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Filmwissenschaft an der Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Literatur und Literaturverfilmung, der Geschichte des Autor- und Künstlerbegriffs und in der Untersuchung von Ton - Bild - Text als Gegenstände einer vergleichenden Medienwissenschaft. Außerdem ist Michael Wetzel als freier Autor für verschiedene Zeitungen tätig.

Publikationen (Auswahl):

  • Ethik der Gabe. Denken nach Derrida, Paris/Berlin 1993 [mit H.Wolf]
  • Der Entzug der Bilder. Visuelle Realitäten, München 1994 [mit H.Wolf]
  • Die Wahrheit nach der Malerei, München 1997
  • Mignon. Die Kindsbraut als Phantasma der Goethezeit, München 1999

Internet:

Philosophy On Stage #2

Ort: Schlosstheater Schönbrunn Zeit: 17. Juni 2007, 13.15 Uhr

Lecture von Michael Wetzel

Titel: „Das Ereignis zwischen Eräugnis und Bewegung“


Ausgehend von Jacques Derridas Theorie des Ereignisses als Aufschub soll noch einmal auf Heideggers Kritik der naiven Zeitvorstellung eingegangen werden. Die Struktur der Gegenwart als Präsent einer Präsenz wird einerseits auf das Erblicken des “Augen-Blicks” und andererseits auf das Spuren bahnende Wagnis eines Wegs zurückgeführt, den das Ereignis nicht nur zurücklegt, sondern auch hervorbringt.