Online: Landrecht, Policey: Gerichts-, Malefitz- vnd andere Ordnungen. Der Fürstenthumben Obern vnd Nidern Bayrn 1616

Maximilian <Bayern, Kurfürst, I.> [Hrsg.]
Landrecht, Policey: Gerichts-, Malefitz- vnd andere Ordnungen. Der Fürstenthumben Obern vnd Nidern Bayrn
München, 1616

Bibliographische Information
Sammlung

Persistente URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/drwBayernLR1616
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-19183

Quelle: “Rechtsquellen der frühen Neuzeit – digital” der [...]

Auswahlbibliographie: “Policey” in der Frühen Neuzeit (2005)

Prof. Gerd Schwerhoff (TU Dresden) hat anlässlich einer Vorlesung im SS 2005 eine wertvolle Auswahlbibliographie online gestellt:

„Policey“ in der Frühen Neuzeit. Obrigkeitliche Reglementierung des Alltags zwischen Norm und [...]

Die Behandlung der Sittlichkeitsdelikte

Bettina Günther, Die Behandlung der Sittlichkeitsdelikte in den Policeyordnungen und der Spruchpraxis der Reichsstädte Frankfurt am Main und Nürnberg im 15. bis 17. Jahrhundert (= Rechtshistorische Reihe 289), Frankfurt am Main u.a. 2004.

221 S.; EUR 41,40
ISBN: 3-631-52330-0

Diese rechtshistorische Arbeit befasst sich mit den Ordnungen, mittels derer die Reichsstädte Frankfurt am Main und Nürnberg Materien der «guten Policey» [...]

Uli Kahmann: ‘Es sey Gutes oder Böses und allerhand Partikularia’.

Uli Kahmann, Herford

‘Es sey Gutes oder Böses und allerhand Partikularia’.
Das amtliche Berichtswesen im Königreich Preußen im 18. und 19. Jahrhundert.

Im Juli 1730 erinnerte der preußische König Friedrich Wilhelm I. die Kriegs- und Domä-nenkammer zu Minden “in Gnaden, aber ernstlich” daran, “daß Wir von allem, was in Unsern Provinzen vorfällt, und nur einigermaßen zu referieren meritieret, berichtet seyn wollen: Es sey Gutes oder Böses und allerhand Partikularia”. Drei Jahre zuvor, 1727, hatte die Minde-ner Kammer, wie alle unteren Regierungsbehörden in Preußen, den königlichen Befehl erhalten, künftig regelmäßig einmal im Monat einen schriftlichen Bericht über die Verhältnis-se und Vorfälle in ihren Bezirken zu erstatten. Gemeldet werden sollten nicht allein heraus-ragende Ereignisse, sondern das ganz normale Geschehen des Alltags. Ein weites Informa-tionsnetz wurde über das preußische Land gespannt, das die großen Städte ebenso erfaßte wie die kleinen Dörfer bis hinab in die tiefste Provinz. Es bildete mehr als 100 Jahre lang das amtliche Berichtswesen im Königreich Preußen. Die folgende Darstellung bezieht sich auf die Aktenbestände in den Staatsarchiven Münster, Osnabrück und Detmold, wo hunderte dieser Zeugnisse aufbewahrt sind.

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Miloš Vec: Alles halb so wild

Der Richter und sein Baldachin: Titelblatt eines Formularbuches, Frankfurt 1553

Miloš Vec

Alles halb so wild.
Frühneuzeitliche Staatsräson: Die besten Gesetze sind die, die nicht durchgesetzt werden

Kleiderordnungen würden nur von den Nägeln gehalten, mit denen sie an die Kirchentüren geschlagen seien, spotteten die Zeitgenossen im Absolutismus. Die Geschichtswissenschaft sah es lange anders. Sie erzählte die Erfolgsgeschichte des frühmodernen Staates auch als Erfolgsgeschichte seiner Gesetzgebung. Parallel zum Prozeß der Entstehung der Institutionen sei die Etablierung der obrigkeitlichen Herrschaft durch wirkungsvolle Gesetze verlauten. Schon Bodins legendäre Definition der Souveränität setzte die Gesetzgebung theoretisch ins Zentrum der Staatsgewalt. In der Praxis war ein sich ständig verdichtendes Geflecht von obrigkeitlich gesetzten Normen aller Art zu beobachten, das scheinbar direkt auf den modernen Interventionsstaat zulief. Continue reading Miloš Vec: Alles halb so wild

Henkers Hetzbruder

Andrea Bendlage, Henkers Hetzbruder. Das Strafverfolgungspersonal der Reichsstadt Nürnberg im 15. und 16. Jahrhundert (= Konflikte und Kultur 8). Konstanz: UVK 2003. 330 S.

EUR 34,00
ISBN: 3-89669-729-3

Die Durchsetzung eines staatlichen Straf- und Gewaltmonopols in der frühen Neuzeit war ein historischer Vorgang, in dessen Verlauf sich die souveräne Staatsgewalt herausbildete. In diesem Prozess kam dem Aufbau [...]

Gesetz und Verfassung

Phillip Dubach: Gesetz und Verfassung. Die Anfänge der territorialen Gesetzgebung im Allgäu und im Appenzell im 15. und 16. Jahrhundert (=Oberschwaben – Geschichte und Kultur 6). Tübingen: bibliotheca academica 2001. 340 S.

EUR 39,00
ISBN: 3-928471-34-1

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Rolle die Verfassung eines Gemeinwesens bei der Entfaltung der territorialen Gesetzgebung spielte. Zu diesem Zweck werden zwei Gebiete [...]

Normsetzung in der Krise

Lothar Schilling, Normsetzung in der Krise. Zum Gesetzgebungsverständnis im Frankreich der Religionskriege (= Studien zur europäischen Rechtsgeschichte 197), Frankfurt am Main: Klostermann 2005.

XI, 514 S.; EUR 89,00
ISBN 978-3-465-03454-4

Glaubensspaltung, Bürgerkrieg und Konflikte um Regentschaft und Thronfolge bedingten im Frankreich der zweiten Hälfte des 16. und der ersten Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts eine schwere, lediglich durch kurze [...]

›Bonne police‹. Frühneuzeitliches Verständnis von der guten Ordnung eines Staates in Frankreich

Andrea Iseli, ›Bonne police‹. Frühneuzeitliches Verständnis von der guten Ordnung eines Staates in Frankreich (= Frühneuzeit-Forschungen), Epfendorf/Neckar: bibliotheca academia 2003, 400 S.

EUR [...]

“Gute Policey” und lokale Gesellschaft im Staat des Ancien Régime

André Holenstein: “Gute Policey” und lokale Gesellschaft im Staat des Ancien Régime. Das Fallbeispiel der Markgrafschaft Baden(-Durlach) (= bibliotheca academica), 2003, 2. Bde., 940 S.

EUR [...]