Jorun Buresch

Haubenlärche

Jorun Buresch


Auswirkungen räumlich-zeitlicher Veränderungen der Habitatverfügbarkeit auf den Bestand der Haubenlerche (Galerida cristata) in Wien.

Im 19. Jhd verbreitete sich die Haubenlerche (Galerida cristata). durch die voranschreitende Industrialisierung über ganz Mitteleuropa und etablierte stabile Populationen. Mitte des 20. Jhd. kam es aber zu massiven Rückgängen der Bestände, sodass die Haubenlerche heute auch in Österreich als gefährdet eingestuft wird. Um räumlich - zeitliche Veränderungen des Bestandes und der Habitatverfügbarkeit zu dokumentieren, wurde in dieser Studie eine Kartierung des Wiener Raums durchgeführt. Die Datenaufnahme erstreckte sich von März bis Mai 2013 und konzentrierte sich vor allem auf Industriegebiete und ähnlich strukturierte Flächen in fünf Randbezirken von Wien. Es konnten 41 Reviere ermittelt werden. Beim Vergleich der Daten dieser Studie mit den Daten einer Studie aus 2003 konnte eine signifikante Abnahme des Bestandes und der Verteilung in den letzten zehn Jahren festgestellt werden. Die Gründe für den bisherigen Rückgang der Bestände sind auf hohe Anteile von Grünflächen und Begrünungsmaßnahmen im untersuchten Gebiet zurück zu führen. Aber auch die zunehmende Gebäudedichte hat stark negative Auswirkungen auf die Haubenlerche. Flachdächer hingegen wirken sich positiv auf das Vorkommen von Haubenlerchen aus und bilden damit eine sehr wichtige Habitatkomponente. Durch die Erhaltung von Brachen und vegetationsarmer, offener Flächen könnte die Populationsabnahme aufgehalten werden. Ein jährliches Monitoring der Art und der sich verändernden Habitatparameter ist zu empfehlen.