Paul Schmidt Yáñez

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Effect of Rubus control on arthropod abundance and diversity of Scalesia forest sites on Santa Cruz, Galápagos.

in collaboration with Georg-August University Göttingen, Germany

Invasive animal and plant species pose an increasing threat to biodiversity worldwide. This is particularly true for island ecosystems, which developed in isolation and have a lower resilience towards novel threats. A large number of different introduced species is currently threatening the endemic flora and fauna of the Galápagos Archipelago. One of these is the introduced bramble Rubus niveus. On Santa Cruz Island this species forms thickets of up to four meters height and is widespread in farmland as well as the endemic Scalesia forests. High cover of R. niveus has led to significantly lower native plant species richness and cover, as well as to changes in the Scalesia forest structure. National Park management measures to control the R. niveus invasion threatening the last remnants of the Scalesia forest include the application of strong herbicides and mechanical control and lead to the complete removal of the understory.

The aim of the present study is to evaluate the effect of these management measures on the native fauna. To measure the impact of habitat change on arthropod diversity and abundance we conducted a field experiment in the Scalesia forest of Santa Cruz, where we implemented three study plots of different degree of R. niveus control: (1) area with recent herbicide control measures, (2) area controlled four years ago and (3) uncontrolled area heavily invaded by R. niveus. We focused on arthropods because the diversity of this species group is unique, consisting of over 50% endemic species. There is not much work on terrestrial invertebrate conservation on the islands yet and we hope this study will provide national park authorities with useful information to minimize the negative impacts on the native fauna.


Der Einfluss von Rubus Kontrollmaßnahmen auf Arthropodenabundanz und –diversität in Scalesia-Wäldern auf Santa Cruz, Galápagos

Invasive Arten sind weltweit eine wachsende Bedrohung für die Biodiversität. Dies ist besonders problematisch bei Inselökosystemen, welche in Isolation entstanden und dadurch keine Abwehrmechanismen gegen Bedrohungen von außen entwickeln konnten. Die Anzahl invasiver Arten auf Galapagos wächst stetig und bedroht die dortige endemische Flora und Fauna. Eine dieser invasiven Arten ist die Brombeere Rubus niveus, welche auf Santa Cruz vier Meter hohe, dichte Gebüsche bildet und auf Landwirtschaftsflächen und in den endemischen Scalesia Wäldern weit verbreitet ist. Rubus führt durch die hohe Dichte zu einem starken Rückgang der einheimischen Pflanzen und verändert deutlich die Waldstruktur. Der Nationalpark wendet starke Herbizide und mechanische Methoden an, um die verbleibenden Scalesia Wälder zu retten, was zu einer kompletten Entfernung des Unterwuchses führt.

Ziel dieser Studie ist es die Auswirkungen der Management Maßnahmen auf die einheimische Fauna genauer zu untersuchen. Wir führten ein Feldexperiment in der Scalesia-Zone auf Santa Cruz durch, um den Einfluss der Lebensraumveränderung auf Arthropodendiversität und -abundanz abzuschätzen. Wir richteten drei Untersuchungsgebiete mit unterschiedlich starker Rubus Kontrolle: (1) ein Gebiet, welches kürzlich mit Herbiziden behandelt wurde, (2) ein Gebiet, welches vor vier Jahren das letzte Mal behandelt wurde und (3) ein Gebiet, welches nicht mit Herbiziden behandelt wurde und stark von Rubus niveus überwuchert ist. Wir beschäftigten uns hauptsächlich mit Arthropoden wegen ihrer wichtigen Funktionen im Ökosystem und der hohen Rate an endemischen Arten (ca. 50%) auf Galapagos. Bisher gibt es nur wenige Studien, die sich mit dem Schutz der Arthropoden auf Galapagos beschäftigt haben und wir hoffen, dass diese Studie dem Nationalpark ermöglichen wird die negativen Effekte der Herbizide auf die einheimische Fauna auf ein Minimum zu beschränken.