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Ein Projekt am Institut für
Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
der Universität Wien
A-1180 Wien, Schopenhauerstr. 32

Studienjahr 1996/1997

Im Studienjahr 1996/1997 wurde zum ersten Mal im Rahmen der Umweltpublizistik ein praktisches Projekt in Angriff genommen. Über zwei Wochen lang waren Studenten und Tutoren in der südlichen Steiermark unterwegs, um zu recherchieren und zu filmen. Das Projekt wurde aus den Interreg-II-Mitteln der Europäischen Union sowie der Steiermärkischen Landesregierung gefördert. Bei diesem Projekt haben wir zum ersten Mal hautnah erfahren, daß zwischen einem Konzept und dessen endgültiger Ausführung manchmal Welten liegen - was allerdings durchaus als positiv gewertet werden kann. Das ursprüngliche Konzept wurde im Laufe der Recherche und Dreharbeiten zu einem neuen Projekt umgearbeitet. Dabei entstand eine 20-minütige Dokumentation über die grenzübergreifenden Umweltprojekte zwischen Slowenien und dem Land Steiermark. Dieses Video wurde von der Steiermärkischen Landesregierung zu Informationszwecken für Journalisten genutzt. Außerdem wurde ein "Making-Of"-Video produziert, das die Dreharbeiten und die Produktion dokumentiert. Weiters hat das Institut für Publizistik- und Kommunikaitonswissenschaft einen Teil des gefilmten Materials dem EU-Contact-Magazin (Fernsehmagazin für EU-Drittstaaten) zur Verfügung gestellt.

Einen kleinen Einblick in die Dreharbeiten gibt es im Video
"Umweltpublizistik - Ein Projekt stellt sich vor"

Konzept zur TV-Dokumentation "Unteres Murtal" (Arbeitstitel)
Im Rahmen einer mehrsemestrigen Ausbildung zum Thema Umweltjournalismus am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien produzieren wir im Sommersemester 1997 eine 45-minütige Fernsehdokumentation über das Untere Murtal. Unser Hauptinteresse gilt dabei Projekten, die dem "Interreg II Programm" zugeordnet sind und die, im weitesten Sinne, im Verlauf der Mur entlang der slowenischen Grenze angesiedelt sind. Diese Projekte sind für uns gerade deshalb so interessant, weil Interreg II ein Wirtschaftsförderungsprogramm ist, das in seinen Grundanliegen Umweltschutz und Umweltverträglichkeit festgeschrieben hat. Zudem liegt es noch in einem Gebiet, das in mehrfachem Sinn eine Grenze bildet, nicht nur Staatsgrenze, sondern auch EU-Außengrenze, sowie Grenze zwischen einem "traditionell westlichen" und einem Reformstaat. Außerdem galt die Mur früher als stärkst verschmutzter Fluß Österreichs, hat aber in den letzten Jahren in dieser Beziehung große Fortschritte gemacht. Ein weiterer Punkt, der gerade dieses Gebiet so interessant macht, ist, daß hier viele umweltrelevante Faktoren, wie Industrie, Landwirtschaft, Tourismus, Auwald, usw. auf relativ engem Raum beisammen liegen. Nicht zuletzt liegt das untere Murtal auch im "Einzugsbereich" mehrerer regionaler, nationaler und internationaler Fernsehanstalten, was die Chancen auf Ausstrahlung unserer Dokumentation wesentlich erhöht, wie das Interesse von RTS (Maribor - SLO) deutlich beweist.

ZUM INHALT:
Die personifizierte Mur (Flußnymphe) erzählt einen kurzen Abriß über die Geschichte der Region, die politische und wirtschaftliche Situation und natürlich über die Umweltsituation. Dabei sollen auch Vor- und Nachteile und die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Bestandteilen wie Fremdenverkehr, Arbeitsmarkt, Landwirtschaft, Grenzüberwachung und ähnliche aufgezeigt und analysiert werden. Ziel ist es, in "schönen Bildern" vor allem positive Dinge zu zeigen, die als Beispiele für Problemlösungen anderorts dienen könnten. In kurzen Interviews sollen Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie auch Betroffene zu Wort kommen. Natürlich wird es auch einen Blick über die Grenze geben, da ja einige der Interreg II Projekte grenzüberschreitend sind und es zudem in Slowenien das PHARE-CBC Programm gibt, daß dem Interreg II ähnlich ist.

 

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Stand: März 2000