Studienjahr 1996/1997
Im Studienjahr 1996/1997 wurde zum ersten Mal im Rahmen der Umweltpublizistik ein praktisches
Projekt in Angriff genommen. Über zwei Wochen lang waren Studenten und Tutoren
in der südlichen Steiermark unterwegs, um zu recherchieren und zu
filmen. Das Projekt wurde aus den Interreg-II-Mitteln der Europäischen Union sowie der
Steiermärkischen Landesregierung gefördert. Bei diesem Projekt haben wir zum ersten Mal
hautnah erfahren, daß zwischen einem Konzept und dessen endgültiger Ausführung manchmal
Welten liegen - was allerdings durchaus als positiv gewertet werden kann. Das
ursprüngliche Konzept wurde im Laufe der Recherche und Dreharbeiten zu einem neuen
Projekt umgearbeitet. Dabei entstand eine 20-minütige Dokumentation über die
grenzübergreifenden Umweltprojekte zwischen Slowenien und dem Land Steiermark.
Dieses Video wurde von der Steiermärkischen Landesregierung zu Informationszwecken für
Journalisten genutzt. Außerdem wurde ein "Making-Of"-Video
produziert, das die Dreharbeiten und die Produktion dokumentiert. Weiters hat das Institut
für Publizistik- und Kommunikaitonswissenschaft einen Teil des gefilmten Materials dem
EU-Contact-Magazin (Fernsehmagazin für EU-Drittstaaten) zur Verfügung gestellt.
Einen kleinen
Einblick in die Dreharbeiten gibt es im Video
"Umweltpublizistik - Ein Projekt stellt sich vor"
Konzept zur TV-Dokumentation "Unteres Murtal" (Arbeitstitel)
Im Rahmen einer mehrsemestrigen Ausbildung zum Thema Umweltjournalismus am Institut für
Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien produzieren wir im
Sommersemester 1997 eine 45-minütige Fernsehdokumentation über das Untere Murtal. Unser
Hauptinteresse gilt dabei Projekten, die dem "Interreg II Programm" zugeordnet
sind und die, im weitesten Sinne, im Verlauf der Mur entlang der slowenischen Grenze
angesiedelt sind. Diese Projekte sind für uns gerade deshalb so interessant, weil
Interreg II ein Wirtschaftsförderungsprogramm ist, das in seinen Grundanliegen
Umweltschutz und Umweltverträglichkeit festgeschrieben hat. Zudem liegt es noch in einem
Gebiet, das in mehrfachem Sinn eine Grenze bildet, nicht nur Staatsgrenze, sondern auch
EU-Außengrenze, sowie Grenze zwischen einem "traditionell westlichen" und einem
Reformstaat. Außerdem galt die Mur früher als stärkst verschmutzter Fluß Österreichs,
hat aber in den letzten Jahren in dieser Beziehung große Fortschritte gemacht. Ein
weiterer Punkt, der gerade dieses Gebiet so interessant macht, ist, daß hier viele
umweltrelevante Faktoren, wie Industrie, Landwirtschaft, Tourismus, Auwald, usw. auf
relativ engem Raum beisammen liegen. Nicht zuletzt liegt das untere Murtal auch im
"Einzugsbereich" mehrerer regionaler, nationaler und internationaler
Fernsehanstalten, was die Chancen auf Ausstrahlung unserer Dokumentation wesentlich
erhöht, wie das Interesse von RTS (Maribor - SLO) deutlich beweist.
ZUM INHALT:
Die personifizierte Mur (Flußnymphe) erzählt einen kurzen Abriß über die Geschichte
der Region, die politische und wirtschaftliche Situation und natürlich über die
Umweltsituation. Dabei sollen auch Vor- und Nachteile und die Wechselwirkungen zwischen
den einzelnen Bestandteilen wie Fremdenverkehr, Arbeitsmarkt, Landwirtschaft,
Grenzüberwachung und ähnliche aufgezeigt und analysiert werden. Ziel ist es, in
"schönen Bildern" vor allem positive Dinge zu zeigen, die als Beispiele für
Problemlösungen anderorts dienen könnten. In kurzen Interviews sollen Experten aus
Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie auch Betroffene zu Wort kommen. Natürlich wird
es auch einen Blick über die Grenze geben, da ja einige der Interreg II Projekte
grenzüberschreitend sind und es zudem in Slowenien das PHARE-CBC Programm gibt, daß dem
Interreg II ähnlich ist.