Hans Scheirl

Geboren in Salzburg (A), ist freischaffender Filmemacher, Performanz-Künstler und Maler, lebt und arbeitet zurzeit in Wien. 1980 machte er seinen Abschluss des Studiums Konservierung und Technologie an der Akademie der Bildenden Künste, Wien (A). 1985-86 absolvierte er das Video-Training in der Medienwerkstatt Wien. 2003 schloss er ein Postgraduate-Studium der Bildenden Kunst (Malerei/Installation) auf dem Central Saint Martins College of Art&Design ab. Er ist Empfänger des Österreichischen Staatsstipendiums für Bildende Kunst 2006.
Seine Super-8 und Kinofilme (u.a. „Rote Ohren fetzen durch Asche“ 1992, „Dandy Dust“, 1998) werden im Kino, in Museen und bei Festivals gezeigt. Hans Scheirl ist Teil einer „transgendered“ Gruppe neuer Männer in London, die sich selbst Cyborg nennen und an Transformation interssiert sind. Scheirls überdimensionale Bilder, direkt auf die Wand oder auf Leinwand gemalt, sind spielerische, bewusst auf regressive Formen reduzierte Kürzel für Sexualität, für die Grenzüberschreitung der Geschlechter, für Hermaphroditismus und körperliche Transformation. Scheirls immer auch witziger, auf Comics anspielender, neo-poppiger Einsatz von Farben und formalen Codes für Sexualität stellt zugleich einen performativen Akt dar, in dem er seine eigene Geschichte thematisiert. Geboren als Angela hatt er sich seit den frühen 1980er Jahren auch als Filmemacherin mit Themen von Sexualität und Gender beschäftigt.
Seine letzten Ausstellungen waren:
„Hans im auto“. Kunstraum Auto, Löwengasse 7/3, Wien, 19. Juli bis 9. August 2005.
„Hans im Taxi – Inneneier Begleitprogramm“. Galerie im Taxipalast, Innsbruck, 4. Februar bis 19. März 2006.
 

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