Österreichische Gesellschaft für Kirchenrecht

Donnerstag, 26. 3. 2015
Schottenbastei 10-16, Juridicum, Dachgeschoß
19.00 c.t.

Prof. Dr. Michael Germann, Halle-Wittenberg

Positive und negative Religionsfreiheit im deutschen Verfassungsrecht

Konflikte um Religion und Religionsausübung werden oft als eine Konkurrenz zwischen "positiver" und "negativer" Religionsfreiheit gedeutet: zwischen einer Freiheit "zur" Religion und einer Freiheit "von" Religion. Aus grundrechtsdogmatischer Sicht bilden sich darin vor allem heuristische Merkmale zur Erfassung der abwehrrechtlich geschützten Interessen ab. Die Frage nach einem Rangverhältnis führt hingegen in die Auseinandersetzung über religionspolitische Programme.

Der Vortrag wird die diversen Assoziationen, die das Verhältnis zwischen "positiver" und "negativer" Religionsfreiheit aufruft, anhand der Auslegung und Anwendung des Art. 4 des deutschen Grundgesetzes erörtern und zur Diskussion stellen.

© Österreichische Gesellschaft für Kirchenrecht, Webmaster, letzte Änderung: 16. 06. 2015