Der Itsukushima Schrein und sein Torii

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Bernhard Scheid, „Der Itsukushima Schrein und sein Torii.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 2.10.2014). URL: http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Bauten:Bekannte_Schreine/Itsukushima?oldid=43236

Die heilige Insel Miyajima Miyajima 宮島 Schreininsel nahe Hiroshima; s.a. Itsukushima Schreinsiehe auch→ Schreine/Torii→ Bekannte Schreine→ Shinto-Goetter mit dem Itsukushima Itsukushima 厳島 auch Miyajima, Schrein bei Hiroshimasiehe auch→ Bekannte Tempel/Berg Koya→ Bekannte Schreine→ Gluecksgoetter/Benzaiten Schrein als spirituellem Zentrum gilt als eine der drei bedeutendsten Sehens­würdig­keiten Japans und wurde als UNESCO Welt­kultur­erbe aus­ge­zeich­net. Das vom Meer umspül­te torii torii 鳥居 Torii, Schreintorsiehe auch Torii → Schreine→ Shinto→ Schreine/Shimenawa→ Schreine/Schreinbilder→ Tempel/Tempeltore → mehr des Schreins ist zusam­men mit dem Berg Fuji und dem Shinkansen zu einem ikonographischen Symbol für Japan selbst geworden, auf das kaum ein Japan-Prospekt oder Reiseführer verzichtet.

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Torii von Miyajima

Schreintor, torii (Holz). 1875; Präfektur Hiroshima; Höhe: 16,6m
Bild © UNIDAM, Japanologie Wien. (Letzter Zugriff: 2014/9)

Auf dieser handkolorierten Photographie aus der Meiji-Zeit sieht man das torii in unbemaltem Zustand. Dabei erkennt man deutlicher, dass die Hauptpfeiler aus unbehandelten Baumstämmen bestehen.

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Itsukushima torii bei Ebbe

Schreintor, torii (Holz, bemalt). 1875; „Nationalschatz“; Höhe: 16,6m
Bild © Eve's Apple, 2010. (Letzter Zugriff: 2014/9/30)
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Torii von Miyajima

Schreintor, ryōbu torii (Holz); Miyajima, Präfektur Hiroshima
Bild © Melissa Rose Chasse, flickr 2002. (Letzter Zugriff: 2012/1)

Das berühmte Torii von Miyajima steht im seichten Meerwasser und ist gegen die Wellen mit einer speziellen Konstruktion verstärkt. Man nennt diese Bauart ryōbu torii.

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Ein fotogener Hirsch in Miyajima

Miyajima, Präfektur Hiroshima
Bild © Chiba Akio, 2004. (Letzter Zugriff: 2014/9)
. 1. 2. 3. 4
Das berühmte, im seichten Wasser errichtete torii

Schreinanlage

Die Schreininsel Miyajima befindet sich in der Bucht von Hiroshima. Der eigentliche Name des Schreins, Itsukushima, bedeutet wörtlich „Tabu-Insel“, ein Hinweis auf die beson­dere Heilig­keit dieses Ortes. So ist z.B. das Töten von Tieren, aber auch die Bestat­tung von Menschen hier streng verboten. Wie die Anlage des Kasuga Schreins Kasuga Taisha 春日大社 Kasuga Schrein, Nara; ehemals Ahnenschrein der Fujiwarasiehe auch Bekannte Schreine → Bekannte Tempel→ Bekannte Schreine/Kasuga→ Mandala→ Shinto-Goetter → mehr in Nara ist die ganze Insel von zahmen Hirschen und zahl­losen Affen bevölkert. In alter Zeit soll hier außer­dem ein „Bau-Tabu“ bestanden haben, d.h. es durften keine Bau­werke auf der Insel er­richtet werden. Daher konnte die Schrein­anlage – oder genauer die Bühne, auf der die rituellen Tänze für die Gottheiten stattfanden – auch nicht auf der Insel selbst stehen, sondern wurde auf Pfählen im Wasser errichtet. Anschei­nend änderte sich diese Bestimmung jedoch, als der Schrein überregionale Bedeutung erlangte. Jedenfalls gab es wohl schon in der Kamakura Kamakura 鎌倉 Stadt im Süden der Kantō Ebene, Sitz des Minamoto Shogunats 1185–1333 (= Kamakura-Zeit)siehe auch Kamakura → Ikonographie→ Bekannte Tempel/Berg Koya→ Jizo→ Shinto-Goetter → mehr -Zeit einige Nebengebäude auf der Insel, die in der Edo Edo 江戸 Sitz der Tokugawa Shogune, 1600–1867 (= Edo-Zeit); heute: Tokyosiehe auch Geschichtsperioden → Buddhismus→ Bekannte Tempel→ Shinto→ Stereotype/Herrigels Zen→ Bekannte Tempel/Berg Koya → mehr -Zeit schließlich zu einer kleinen Stadt anwuchsen (s. Bild unten).

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Itsukushima im japanischen Mittelalter

Querbildrolle (Farbe und Tusche auf Papier) von En'i (Kopist anon.), Detail; aus Ippen shonin eden, Bd. 10, 1299; National Diet Library; Höhe: 38cm
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2014/9/30)

Die Anlage von Itsukushima, mit ausgebauter Seebühne und torii im Wasser, das allerdings noch nicht seitlich stabilisiert ist. Auf einer Bühne findet ein Tanz statt, die Korridore sind voll mit Zusehern. Kopie einer Querbildrolle aus der Kamakura-Zeit, die vom Leben des Wanderpredigers und Begründers der Ji-Schule Ippen handelt. Das Original entstand 1299, der Text stammt von Ippens Schüler Shōkai (1261–1323), die Bilder von einem Malermönch namens En'i.

. 6 Die Schreinanlage im 13. Jh., mit einfachem torii
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Schreinanlage von Miyajima

Querbildrolle, Detail. Edo-Zeit, 1720
Bild © S_Minaga. (Letzter Zugriff: 2011/7)
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Miyajima und die Stadt Hiroshima

Panoramabild von Yoshida Hatsusaburō, Detail. 1926
Bild © Tokushima Bunri University. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Panorama Bild der Schreininsel Miyajima und der Stadt Hiroshima (rechts oben), Ansicht von Süden. Ausschnitt eines Panaromabilds der Regionen Shikoku und Chūgoku.

. 7 . 8 Die Schreinanlage in den Jahren 1720 und 1926

Schreingebäude

Nicht nur das berühmte torii, auch andere Teile der Anlage sind so angelegt, dass sie bei Flut auf dem Wasser zu schwimmen scheinen. Es handelt sich dabei aber nicht um die Hautpthalle (honden honden 本殿 Hauptgebäude eines Schreinssiehe auch Schreine → Bekannte Schreine→ Bekannte Schreine/Hachiman ) des Schreins, sondern um Zeremonienhallen, in denen Tänze und Gesänge gleichsam vor den Augen der Götter abgehalten werden. Diese Tänze, die ehemals vornehmlich von Frauen durchgeführt wurden, haben eine lange Tradition und trugen mit dazu bei, dass der Schrein immer weiter ausgebaut wurde. Itsukushima ist, mit einem Wort, die größte und spektakulärste Seebühne des vormodernen Japan.

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Der dazu gehörige Itsukushima Schrein...

Schrein (Holz); Miyajima, Präfektur Hiroshima
Bild © Bohuslav Kotal, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2011/7)
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Gänge des Itsukushima Schreins

Schreinhalle (Holz, bemalt). Edo-Zeit; „Nationalschatz“; Miyajima, Präfektur Hiroshima
Bildquelle: Japan Foundation, Photographie von Miyoshi Kazuyoshi. (Letzter Zugriff: 2012/1)
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Korridore des Itsukushima Schreins

Schreinhalle (Holz, bemalt). Frühe Edo-Zeit; „Nationalschatz“; Miyajima, Präfektur Hiroshima
Bild © Jani Patokallio, 2001
. 9. 10. 11
Die Korridore des Schreins

Schreingeschichte

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torii von Miyajima

Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige; aus der Serie Rokujūyoshu meisho zue (Sehenswürdigkeiten aus den mehr als 60 Provinzen), 1853-56
Bild © hiroshige.org.uk. (Letzter Zugriff: 2011/7)
. 12 Das torii von Miyajima auf einem Holzschnitt von Andō Hiroshige (um 1855)

Der Schrein wurde laut Grün­dungs­le­gende im Jahr 593 unter Kaiserin Suiko Suiko Tennō 推古天皇 Kaiserin(!) Suiko (33. Tenno Japans, 554–628, r. 593–628)siehe auch Frühzeit → Fruehzeit gegrün­det und wäre dem­zu­folge einer der ältes­ten Schreine Japans.1 Die ganze Anlage besteht aus einer Viel­zahl von Einzel­schrei­nen für die unter­schied­lichs­ten Gott­heiten, die Haupt­halle be­her­bergt aber drei weib­liche Gott­heiten, die nament­lich kaum bekannt sind und stets als Trio auftreten (s.u.). In den Neben­schrei­nen werden aber auch be­kann­te mytho­lo­gische Gott­hei­ten wie Ama­terasu Amaterasu 天照 Sonnengottheit, Ahnherrin des Tennōsiehe auch Goetter des Himmels → Shinto→ Ise Izumo→ Shinto/Jindo→ Ise Izumo/Schreinanlage Ise→ Ise Izumo/Izumo Schrein → mehr oder Susanoo Susanoo 須佐之男 mytholog. Trickster-Gott; Sturmgott, Mondgottsiehe auch Goetter der Erde → Schreine/Shimenawa→ Matsuri→ Gluecksgoetter→ Gluecksgoetter/Daikoku → mehr verehrt. In der Edo-Zeit war Itsuku­shima außer­dem als Heilig­tum der Glücks­göttin Benzaiten Benzaiten 弁才天/ 弁財天 Glücksgöttin, Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Bentensiehe auch Benzaiten → Ikonographie→ Schreine/Torii→ Bekannte Schreine→ Matsuri/Hadaka matsuri → mehr bekannt. In einem Sei­ten­tem­pel(!) befindet sich noch immer eine Statue dieser eigent­lich bud­dhis­tischen Gott­heit, die als eine der „Drei Großen Benten“ gilt, aller­dings nur einmal im Jahr zu sehen ist.

Welche Kami kami japanische Gottheitsiehe auch Shinto → Buddhismus Lehre→ Schreine→ Weltbild→ Ikonographie→ Omairi → mehr aber auch immer hier verehrt werden, sie sind zum über­wie­genden Teil weiblich und haben großen Ein­fluss auf das Meer und die Schiff­fahrt. Diesem Einfluss ver­dankt der Schrein wohl auch seine Bedeu­tung. Ende der Heian-Zeit wurde er vom damals ein­fluss­rei­chen Krieger­adels­haus der Taira zum Familien­schutz­schrein erhoben und diente ihnen zugleich als wichtige Zwischenstation auf dem Seeweg von der Hauptstadt nach Kyushu und Korea. 1168, unter Taira no Kiyomori Taira no Kiyomori 平清盛 1118–1181; Feldherr und Diktator am Ende der Heian-Zeit; unterlag im Genpei-Krieg den Minamotosiehe auch→ Moenche , erhielt die Anlage die heute noch erkennbare Struktur. Dieser Diktator der späten Heian-Zeit baute den Schrein in einer Weise aus, dass er selbst Kaisern als vorübergehendes Domizil dienen konnte.2 Obwohl er und seine Nachkommen schließlich im Genpei Genpei Gassen 源平合戦 Krieg zwischen den Minamoto (Gen) und den Taira (Hei, bzw. Pei), 1180–1185siehe auch Kamakura → Schreine/Shimenawa→ Tempel/Tempeltore→ Dainichi/Daibutsu→ Hoellen/Hoellenbilder → mehr Krieg vernichtend geschlagen wurden, überdauerte der Schrein das Schicksal der Taira und wurde selbst nach ihrem Unter­gang von ihren einstigen Gegnern verehrt. Die ältesten rezenten Gebäude gehen auf das sechzehnte Jahrhundert zurück.

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Kiyomori in Itsukushima

Blockdruck (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. 1842/43; 36,7 x 73,7 cm

Das Bild illustriert eine Legende, laut der Kiyomori versuchte, die Sonne durch Bannsprüche am Untergehen zu hindern. Der Grund war sein Schwur, den Ausbau der Schreinanlage von Itsukushima bis zu einem bestimmten Tag zu vollenden. Als das Vorhaben knapp zu scheitern drohte, wollte er den Tag nicht enden lassen, um sein Vorhaben doch noch zu realisieren. Kiyomori wird im übrigen zurecht mit Mönchstonsur dargestellt, da er dem buddhistischen Laienmönchsstand beigetreten war.

. 13 Taira no Kiyomori versucht, die Sonne am Untergehen zu hindern

Mythologische Ursprünge, Munakata Schrein

Die Hauptgöttinnen von Itsuku­shima heißen Ichikishima-hime (von ihr dürf­te „Itsukushima“ ab­ge­lei­tet sein), Tagori-hime und Tagitsu-hime. Es handelt sich um drei Göttinnen der Schifffahrt und/oder des Meeres, die ihren Hauptschrein ursprünglich in Kyushu, im Groß­schrein von Munakata Munakata Taisha 宗像大社 Großschrein von Munakata, Kyushusiehe auch Bekannte Schreine nahe der Stadt Fukuoka hatten. Munakata um­fasst genau ge­nom­men drei Schreine: Hetsu-miya an der Küste Kyu­shus, Nakatsu-miya auf einer vor­ge­lagerten Insel und Okitsu-miya auf der 60 km ent­fern­ten Insel Oki. Diese Inseln waren ehe­mals wichtige Stütz­punkte bei der Über­fahrt nach Korea. Ins­be­son­dere die kleine Insel Oki scheint als eine Art Schatz­haus fungiert zu haben, wie Aus­gra­bun­gen in jüngster Zeit be­legen. Obwohl die ganze Insel einer weib­lichen Gott­heit geweiht ist, besteht noch heute ein altes Tabu, dem­zu­folge Frauen die Insel nicht be­tre­ten dürfen. Es leben also nur männ­liche Schrein­priester auf Oki.

Schon in den ältesten Chroniken Japans, Kojiki Kojiki 古事記 „Aufzeichnung alter Begenheiten“; älteste jap. Chronik (712)siehe auch Mythentexte → Schreine/Torii→ Ise Izumo→ Ise Izumo/Izumo Schrein→ Gluecksgoetter → mehr und Nihon shoki Nihon shoki 日本書紀 Zweitältestes Schriftwerk und erste offizielle Reichschronik Japans (720)siehe auch Mythentexte → Opfergaben→ Schreine/Torii→ Ise Izumo→ Shinto/Jindo→ Ise Izumo/Izumo Schrein → mehr , sind die drei Göttinnen erwähnt. Sie ent­standen aus einem Schwert des Susanoo, das seine Schwester, Amaterasu, in Stücke schlug und zerkaute (s. Ama­terasus „jung­fräu­liche Emp­fäng­nis“). Die so ent­stan­denen Göt­tin­nen wurden später von Ama­terasu nach Kyushu entsendet, um die Her­ab­kunft ihres Enkels Ninigi Ninigi 瓊瓊杵 mytholog. Gottheit, Enkel Amaterasussiehe auch Götter des Himmels → Ise Izumo/Schreinanlage Ise→ Goetter des Himmels→ Goetter der Erde→ Tengu → mehr vorzu­berei­ten. Es gibt aber Wider­sprüche inner­halb der Quellen hin­sicht­lich der Frage, welche Gott­heit für welchen Schrein zuständig ist. Dies könnte darauf hin­deu­ten, dass die Ver­bindung zu den Töch­tern Ama­terasus eine nach­träg­liche Kon­struk­tion darstellt, um den Schrein­komplex von Munakata in die of­fiziel­len Mythen der Yamato-Dynastie zu integrieren.

Politisch war die Integration Munakatas jedenfalls erfolgreich. Neben dem Schrein Itsuku­shima gibt es ein über ganz Japan aus­ge­dehntes Netzwerk von Zweig­schrei­nen, die meist ent­weder Munakata oder Itsukishima heißen und den Munakata Schrein als ihren Stamm­schrein ansehen.

Verweise

Fußnoten

  1. Diese Angabe stützt sich allerdings auf mittelalterliche Schreinchroniken, während der Schrein in Texten wie dem Nihon shoki Nihon shoki 日本書紀 Zweitältestes Schriftwerk und erste offizielle Reichschronik Japans (720)siehe auch Mythentexte → Opfergaben→ Schreine/Torii→ Ise Izumo→ Shinto/Jindo→ Ise Izumo/Izumo Schrein → mehr (720) nicht genannt wird.
  2. Blair 2013.

Bilderläuterungen

  1. Itsukushima torii meiji.jpg

    Torii von Miyajima

    Schreintor, torii (Holz). 1875; Präfektur Hiroshima; Höhe: 16,6m
    Bild © UNIDAM, Japanologie Wien. (Letzter Zugriff: 2014/9)

    Auf dieser handkolorierten Photographie aus der Meiji-Zeit sieht man das torii in unbemaltem Zustand. Dabei erkennt man deutlicher, dass die Hauptpfeiler aus unbehandelten Baumstämmen bestehen.

  2. Itsukushima torii ebbe.jpg

    Itsukushima torii bei Ebbe

    Schreintor, torii (Holz, bemalt). 1875; „Nationalschatz“; Höhe: 16,6m
    Bild © Eve's Apple, 2010. (Letzter Zugriff: 2014/9/30)
  3. Miyajima torii2.jpg

    Torii von Miyajima

    Schreintor, ryōbu torii (Holz); Miyajima, Präfektur Hiroshima
    Bild © Melissa Rose Chasse, flickr 2002. (Letzter Zugriff: 2012/1)

    Das berühmte Torii von Miyajima steht im seichten Meerwasser und ist gegen die Wellen mit einer speziellen Konstruktion verstärkt. Man nennt diese Bauart ryōbu torii.

  4. Miyajima hirsch.jpg

    Ein fotogener Hirsch in Miyajima

    Miyajima, Präfektur Hiroshima
    Bild © Chiba Akio, 2004. (Letzter Zugriff: 2014/9)
  5. Itsukushima bird.jpg

    Luftbild des Itsukushima Schreins

    Photographie von Watanabe Manabu. 2006
    Bild © Discovering Japan, Nipponia 37. (Letzter Zugriff: 2011/7)
  6. Ippen miyajima.jpg

    Itsukushima im japanischen Mittelalter

    Querbildrolle (Farbe und Tusche auf Papier) von En'i (Kopist anon.), Detail; aus Ippen shonin eden, Bd. 10, 1299; National Diet Library; Höhe: 38cm
    Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2014/9/30)

    Die Anlage von Itsukushima, mit ausgebauter Seebühne und torii im Wasser, das allerdings noch nicht seitlich stabilisiert ist. Auf einer Bühne findet ein Tanz statt, die Korridore sind voll mit Zusehern. Kopie einer Querbildrolle aus der Kamakura-Zeit, die vom Leben des Wanderpredigers und Begründers der Ji-Schule Ippen handelt. Das Original entstand 1299, der Text stammt von Ippens Schüler Shōkai (1261–1323), die Bilder von einem Malermönch namens En'i.

  7. Itsukushima 1720.jpg

    Schreinanlage von Miyajima

    Querbildrolle, Detail. Edo-Zeit, 1720
    Bild © S_Minaga. (Letzter Zugriff: 2011/7)
  8. Miyajima panorama.jpg

    Miyajima und die Stadt Hiroshima

    Panoramabild von Yoshida Hatsusaburō, Detail. 1926
    Bild © Tokushima Bunri University. (Letzter Zugriff: 2011/7)

    Panorama Bild der Schreininsel Miyajima und der Stadt Hiroshima (rechts oben), Ansicht von Süden. Ausschnitt eines Panaromabilds der Regionen Shikoku und Chūgoku.

  9. Itsukushima.jpg

    Der dazu gehörige Itsukushima Schrein...

    Schrein (Holz); Miyajima, Präfektur Hiroshima
    Bild © Bohuslav Kotal, flickr 2008. (Letzter Zugriff: 2011/7)
  10. Itsukushima korridor.jpg

    Gänge des Itsukushima Schreins

    Schreinhalle (Holz, bemalt). Edo-Zeit; „Nationalschatz“; Miyajima, Präfektur Hiroshima
    Bildquelle: Japan Foundation, Photographie von Miyoshi Kazuyoshi. (Letzter Zugriff: 2012/1)
  11. Itsukushima korridor2.jpg

    Korridore des Itsukushima Schreins

    Schreinhalle (Holz, bemalt). Frühe Edo-Zeit; „Nationalschatz“; Miyajima, Präfektur Hiroshima
    Bild © Jani Patokallio, 2001
  12. Torii miyajima hiroshige.jpg

    torii von Miyajima

    Holzschnitt (Papier, Farbe) von Utagawa Hiroshige; aus der Serie Rokujūyoshu meisho zue (Sehenswürdigkeiten aus den mehr als 60 Provinzen), 1853-56
    Bild © hiroshige.org.uk. (Letzter Zugriff: 2011/7)
  13. Kiyomori miyajima.jpg

    Kiyomori in Itsukushima

    Blockdruck (Papier, Farbe) von Utagawa Kuniyoshi. 1842/43; 36,7 x 73,7 cm

    Das Bild illustriert eine Legende, laut der Kiyomori versuchte, die Sonne durch Bannsprüche am Untergehen zu hindern. Der Grund war sein Schwur, den Ausbau der Schreinanlage von Itsukushima bis zu einem bestimmten Tag zu vollenden. Als das Vorhaben knapp zu scheitern drohte, wollte er den Tag nicht enden lassen, um sein Vorhaben doch noch zu realisieren. Kiyomori wird im übrigen zurecht mit Mönchstonsur dargestellt, da er dem buddhistischen Laienmönchsstand beigetreten war.

Links

Letzte Überprüfung der Linkadressen: Aug. 2010

Literatur

  • Heather Blair 2013
    „Rites and Rule: Kiyomori at Itsukushima and Fukuhara.“ Harvard Journal of Asiatic Studies 73:1 (2013), S. 1–42.
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