Shimenawa Grenzmarkierungen der Götter

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Bernhard Scheid, „Shimenawa Grenzmarkierungen der Götter“ (Stand: 2012-01-26). In: ders. (Hg.), Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch (Universität Wien, seit 2001). URL: http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Bauten:Schreine/Shimenawa?oldid=30711
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Vermählte Kampferbäume (meoto kusunoki)

Götterbaum, shinboku; Kumano Sanso Ōmiwa Jinja, Halbinsel Kii, Präfektur Wakayama
Bildquelle: 663highland, Wikimedia Commons, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)
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Heiliger Ginkgo-Baum

Götterbaum, shinboku; Tsurugaoka Hachiman Schrein, Kamakura
Bild © czarcats, flickr 2009. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Vor diesem Baum wurde der unglückliche Shogun Minamoto no Sanetomo (1192–1219) Opfer eines Mordanschlags. Der Mörder, sein eigener Neffe Kugyō (1200–1219), soll dem Shogun im Schutz dieses Baumes aufgelauert haben. Ob der Baum damals allerdings schon groß genug dafür war, ist zweifelhaft. Im März 2010 fiel der Baum, der eines der Wahrzeichen von Kamakura darstellte, einem Taifun zum Opfer.

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Heiliger Kampferbaum

Götterbaum, shinboku; Atsuta Schrein, Nagoya
Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)
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Heilige Zeder mit Götterseil

Götterbaum, shinboku; Yuki Jinja,Kurama-san, Kyoto
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Feldgottheit (ta no kan-san)

Statue (Stein)

Ungewöhnliche Darstellung einer Feldgottheit mit shimenawa.

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Sumo-Ringer Futabayama Sadaji, der 35. Großmeister (Yokozuna) des modernen Sumo, mit zeremoniellem shimenawa

Portraitphoto. Um 1940
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Der Sumo-Ring wird von einer Art shimenawa umschlossen. Am Beginn und Ende eines Wettlkampfs treten die Ringer in besonders prächtigen Schürzen auf, die mit einem shimenawa zusammengehalten werden. Der Titel „Yokozuna“ (in etwa „an der Seite des Seils“) spielt ebenfalls auf das shimenawa an.

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Fruchtbarkeitsritus (hōnenmatsuri)

Götterseil, shimenawa; Präfektur Nara
Bild © VikingSlav, flickr 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

In diesem Fruchtbarkeitsritus werden die menschlichen Geschlechtsorgane durch shimenawa dargestellt. In der Szene auf dem Bild ist es gerade zur Vereinigung von Mann und Frau gekommen.

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Riesen-Götterseil, Izumo

Götterseil, shimenawa (Reisstroh); Izumo Schrein (Nebengebäude), Shimane-ken
Bild © Shinto Online Network Association. (Letzter Zugriff: 2011/7)
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Shimenawa mit Zickzackpapier

Götterseil (Stroh)

Eher dünnes Seil mit prächtigem Zickzackpapier (shide) an einem Schreingebäude.

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Shimenawa eines Schreins in Hokkaido

Götterseil (Reisstroh)
Bild © Tomo Yun, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)
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Shimenawa als Neujahrsschmuck

Götterseil (Reisstroh); privates Wohnhaus in Shikoku
Bild © NanKuruNaiSa, flickr 2009
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Vermählte Felsen (meoto iwa)

Felsformation; in der Bucht von Ise, Futami, Mie-ken
Bildquelle: Wikimedia Commons (jap.), 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Ein „männlicher“ und ein „weiblicher“ Felsen sind hier durch ein Götterseil ehelich verbunden.

Shimenawa Motive (Bilder anklicken)

Götterseile (shimenawa (shimenawa 注連縄Shintoistisches „Götter-Seil“ )) findet man häufig an torii (torii 鳥居Torii, Schreintor …mehr ⇒) oder an Schrein­gebäuden, sie werden aber auch verwendet, um ein­drucks­volle natürliche Objekte, vor­nehmlich Bäume oder Felsen, als „heilige“, mit einer spirituellen Aura versehene Orte zu kenn­zeichnen. Eine ganz ähnliche Symbolik besitzen auch die Zickzack-Streifen aus weißem Papier (shide (shide 四手Papierstreifen in Zickzackform, rituelles Emblem des Shintō …mehr ⇒)), die oft in die Götter­seile mit eingeflochten sind. Shimenawa und shide spielen auch in der Symbol­sprache des Sumo-Sports eine große Rolle.

Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Jahr für Jahr wird in einer kleinen Stadt auf der Insel Shikoku ein 45 Meter langes Götterseil hergestellt. Zahlreiche Freiwillige beteiligen sich an der öffentlichen Zeremonie.

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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Im Seil sind Zettel mit Bitten an die Gottheit des lokalen Kashima-Schreins eingeflochten.

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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Die behelmten Helfer sind Angehörige der lokalen Feuerwehr.

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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Die Helfer nehmen an der Einweihung des fertigen Seils durch einen Shinto-Priester teil.

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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Das Seil wird auf einem Felsriff unweit der Stadt installiert.

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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Noch ein Job für die Feuerwehr.

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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Eine letzte Zermonie beendet die Aktion. Die typische Robe des Shinto-Priesters ist hier gut zu erkennen.

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Zeremonielle Herstellung eines Riesen-Götterseils

Shikoku

Die fertige Installation. Ein torii und ein Minischrein auf dem Riff dienen zusätzlich zur Kennzeichnung des sakralen Ortes.

Bilder zum Vergrößern bitte anklicken

Die obigen Bilder zeigen die Herstellung und Einweihung eines riesigen shimenawa, das hier dazu dient, eine ein­drucks­volle Formation von Riffen in der Nähe der Stadt Hōjo auf der Insel Shikoku als sakralen Ort zu kenn­zeichnen. Die Zeremonie findet jährlich Ende April statt. Sie führt ihre Tradition auf Kōno Michinobu (–1223), einen Feldherrn des Genpei (Genpei gassen 源平合戦Krieg zwischen den Minamoto (Gen) und den Taira (Hei, bzw. Pei), 1180–1185 …mehr ⇒)-Krieges zurück. Dieser soll durch die Her­stellung des Riesen­seils einen Drachengott um eine ruhige See gebeten haben.

Die Bilder dokumentieren die Zeremonie im Jahr 2000 und stammen von einer nicht mehr existenten Website. Ähnliche Zeremonien gibt es auch in anderen Teilen Japans.

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