Drachen und Drachenpaläste

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Drache als Dachdekoration

Schnitzwerk (Holz). 7. Jh.; Haupthalle, Hōryū-ji
Bild © Ron Reznick, 2004
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Drachenportrait

Schnitzwerk (Holz); Shinshō-ji, Narita, Präfektur Chiba
Bild © Reggie Thomson, 2002. (Letzter Zugriff: 2011/8)
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Drachen

Schnitzwerk (Holz, Farbe) von Hidari Jingoro(?). Frühe Edo-Zeit; Chichibu Schrein, Präfektur Saitama, nordwestl. von Tokyo
Bild © indulgence boy, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2011/9)

Dieser Drache soll vom legendären Bildhauer Hidari Jingoro geschaffen worden sein. Er ist auch als Schöpfer der „Schlafenden Katze“ von Nikkō bekannt.

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Drache als Wasserspender

Statue (Bronze) von Okazaki Sessei (1854–1921), Detail. Meiji-Zeit, 1897; Rinnō-ji, Nikkō
Bild © Luica Mak, flickr 2007. (Letzter Zugriff: 2011/8)

Brunnenfigur an einem der bekanntesten Sightseeing-Spots Japans.

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Drache als Wasserspender

Statue (Bronze); Nōten Ōkami Schrein, Yoshino, Nara-ken
Bild © Skydancer. (Letzter Zugriff: 2011/10)
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Drachen als Wasserspender

Statue. 1861; Kiyomizu Tempel, Kyoto
Bild © Foundation J.-E. Berger. (Letzter Zugriff: 2011/7)
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Brüllender Drache (Naki ryū)

Deckengemälde von Katayama Nanpū (1887–1980). 1968; Yakushi-Halle in Nikkō
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Drachen

Deckengemälde; Shōkoku-ji, Kyoto

Besonders in den Zen-Tempeln Kyotos sind Drachengemälde beliebt.

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Drache

Deckengemälde von Kano Tan'yu (1602–1674); Zen Tempel Myōshin-ji, Kyoto
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Drachenpaar (sōryū-zu)

Deckengemälde von Koizumi Junsaku. 2002; Zen-Tempel Kennin-ji, Kyoto
Bild © Kenninji Gallery. (Letzter Zugriff: 2011/8)

Der Kennin-ji ist der älteste Zen-Tempel Kyotos. Dennoch — oder vielleicht gerade deshalb — besaß er als einziger unter den sieben großen Tempeln des Rinzai Zen keine Halle mit Drachenbild an der Decke. Dies änderte sich erst 2002, als der Tempel anlässlich seines 800jährigen Bestehens dieses Deckengemälde vom damals 77-jährigen Künstler Koizumi Junsaku anfertigen ließ.

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Blauer Drache (seiryū)

Wandmalerei (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.
Bild © Asuka Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Bei diesem Drachen handelt es sich um ein chinesisches Emblem des Ostens.
1972 entdecktes takamatsuzuka, einem der späten kofun-Gräber.
Die Embleme der Himmelsrichtungen an den Wänden der Grabkammer und die Deckenbemalung sind Hinweise auf die Bedeutung der chinesischen Kosmologie und des taoistischen Polarstern-Glaubens der Asuka-Zeit.

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Drache (Ryūzu)

Hängerollbild (Papier, Tusche) von Maruyama Ōkyo (1733–1795); 134,7 x 89,4 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2011/6)
William Sturgis Bigelow Collection

Zu diesem Bild existiert noch ein weiteres Drachenportrait mit geöffnetem Mund.

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Drache und Fuji (Tōryū no Fuji)

Buchillustration von Katsushika Hokusai (1760-1849). Edo-Zeit; aus Fugaku hyakkei („Hundert Ansichten des Fuji“), Bd. 2, 1835; Buchseite ca. 23 x 16 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/9)
Jack Hillier Collection

Ein aufsteigender Drache gilt als besonders glücksverheißend, ebenso der Berg Fuji.

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Die wahre Gestalt der Toyotama-hime (Toyotama-hime no hontai)

Buchillustration von Katsushika Hokusai (1760-1849). Edo-Zeit; aus Ehon sakigake (Bilderbuch der Vorreiter), 1836
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/10)

Toyotama-hime, die Tochter des Drachenkönigs, gebiert in ihrer wahren Gestalt einen Sohn. Der Vater, Hikohohodemi wirft einen verbotenen Blick in die Gebärhütte. Dies wird die Drachenfrau veranlassen, ins Meer zurückzukehren. Der lebhafte Knabe, der den Bauch der Drachenmutter wie eine schwere Decke von sich stemmt, hat den komplizierten Namen Hiko-nagisa-takeugaya-fukiaezu. Er wird später seine Tante, ebenfalls eine Drachenfrau heiraten und mit ihr den ersten Tennō, Jinmu, zeugen.

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Drache als Symbol kaiserlischer Herrschaft

Stickerei
Bildquelle: Imperial Politics and Symbolism in Ancient Japan. The Tenmu Dynasty, 650-800., Herman Ooms, Honolulu: University of Hawai'i Press, 2008 (Umschlagbild)

Drachendarstellung auf einem Zeremonialgewand von Kōmei Tenno, r. 1847–1866.

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Oben einige Beispiele von Drachen als dekorative Elemente der religiösen Ikono­graphie und Architektur. Vor allem an Brunnen vor Tempeln und Schreinen sind Drachen, die Hüter des Wassers, sehr häufig zu finden. Etliche bud­dhis­tische Tempel tragen zudem das Zeichen für „Drache“, 龍 ryū oder ryō, in ihrem Namen. Drachen waren aber auch Symbole der kaiser­lichen Herrschaft, sowohl in China als auch in Japan.

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Drachenkönig

Blockdruck, surimono (Farbe auf Papier, Gold, Silber) von Totoya Hokkei (1780-1850)
Bild © Richard Kruml, Japanese Prints, London. (Letzter Zugriff: 2009/9)

Der Drachenkönig präsentiert seine Juwelen, mit denen er Ebbe und Flut kontrolliert.

Der Drachenkönig präsentiert seine Juwelen, mit denen er Ebbe und Flut kontrolliert.
Blockdruck von Totoya Hokkei (1780–1850)

Drachenpalast-Tore

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Drachenpalast-Tor (Ryūgū no mon)

Schreintor (Stein, Holz, Metall). Frühe Edo-Zeit, 17. Jh.; Taiyū-in, Nikkō

Der offizielle Namen dieses Tores ist dem Heian-zeitlichen Kaiserpalast entlehnt und lautet Kōka-mon 皇嘉門, „Tor des kaiserlichen Ruhms“. Architektonisch orientiert sich das Tor jedoch an Vorbildern aus der chinesischen Ming-Dynastie. Es ist Teil des Mausoleums von Tokugawa Iemitsu (1604–1651), dem 3. Tokugawa-Shogun. Dieses Mausoleum befindet sich neben dem Tōshō-gū in Nikkō. Unter Iemitsu wurde die gesamte Anlage prachtvoll ausgebaut und erhielt ihre heutige Gestalt.

Drachenpalast-Tor (Ryūgū no mon) des Taiyū-in, frühe Edo-Zeit.
Dieses Tor ist Teil des Mausoleums von Tokugawa Iemitsu (neben dem Tōshō-gū in Nikkō)

Drachenpalast-Tore (Ryūgū-mon (Ryūgū-mon 龍宮門wtl. Tor des Drachenpalastes; chinesisch angehauchtes Tempeltor …⇒)) sind durch die Verwendung von verputztem Mauerwerk ge­kenn­zeichnet, das im Unterschied zur traditionellen Tempel­architektur auch optisch eine tragende Rolle spielt (vgl. Tempeltore). Die Mauern haben überdies eine besondere Form: sie sind unter dem Dach­ansatz ab­ge­rundet. Man findet solche Tore in Japan erst ab der Edo (Edo 江戸Sitz der Tokugawa Shogune, 1600–1867 (= Edo-Zeit); heute: Tokyo …⇒)-Zeit. Sie sind an­geblich vom Baustil der Ming-Zeit beeinflusst. In China, wo ganz generell mehr mit Ziegeln als mit Holz gebaut wurde, scheint es die Be­zeichnung „Drachenpalast-Tor“ nicht zu geben. Die Vorstellung, dass auch der Drachenkönig in solch einem chinesischen Palast haust, entstand offenbar in Japan.

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Bahnhof von Enoshima

Bauwerk (Stahlbeton); Fujisawa-shi, Kanagawa-ken (südwestlich von Tokyo)
Bild © Wada Toshio, 2007. (Letzter Zugriff: 2011/6)

Modernes Beispiel eines Gebäudes, das in Anspielung auf den Drachenpalast des Meeres entworfen wurde. Vor allem der Eingang ist nach dem Muster der traditionellen Drachenpalasttore gestaltet. Der Bahnhof wird heute in erster Linie von Strandtouristen genützt, unweit davon befindet sich aber auch die bekannte Schreininsel von Enoshima, die ihren Ursprung von einer Drachensage herleitet.

Bahnhof von Enoshima, im SW Tokyos.
Modernes Beispiel eines Ge­bäudes, das in An­spielung auf den Drachenpalast des Meeres ent­worfen wurde. Enoshima ver­fügt nicht nur über einen be­liebten Bade­strand, sondern auch über einen be­kannten Schrein, der sich von einer Drachensage herleitet.
Mythen: Legendäre Tiere (Hauptartikel)
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