Asiatische Namen und Fachausdrücke A—J

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Auf dieser Seite

A

Abe no Seimei 安部清明 Yin Yang Meister des 10. Jh.s (921?–1005)
Abe no Yasuna 保名 Heian-zeitlicher Höfling und angebl. Vater des → Abe no Seimei
A-gyō 阿形 Bez. für einen Typ von Wächter­gottheit; wtl. A-Form (Figur, die ein „A“ ausspricht)
Aizen Myōō 愛染明王 wtl. Mantra-König der Liebe
akusō 悪僧 Kriegermönch; wtl. „schlechter Mönch“
ama no jaku 天邪鬼 buddhistischer Dämon, wtl. „böser Himmelsgeist“
Amaterasu 天照 Sonnengottheit, Ahnherrin des Tennō
ama-tsu-kami 天神 Götter des Himmels
Ame-no-Hohi 天穂日命 Himmelsgottheit, Sohn von Amaterasu oder Susanoo
Ame no Koyane 天児屋/天児屋根 mytholog. Gottheit; Ahnengottheit der → Fujiwara
Ame no Uzume 天鈿女/天宇受賣 mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaters
Amida 阿弥陀 Buddha Amitabha
Amidakyō 阿弥陀経 Kleines Amida Sutra
Amida Nyorai 阿弥陀如来 Buddha Amitabha
aoi 青い blau
arahitogami 現人神 (der Tennō als) Gottheit in menschlicher Gestalt
aramitama 荒魂 wtl. rauer (wilder) Geist; gewalttätige Natur einer Gottheit (im Ggs. zu → nigimitama, milder Geist)
Arima Harunobu 有馬晴信 Christlicher Daimyo in Kyushu, 1561?–1612
Asahara Shōkō 麻原 彰晃 (1955–) Führer der Aum-Sekte, als Drahtzieher des Tokyoter Giftgasanschlags (1995) zum Tode verurteilt
Asakusa-dera 浅草寺 Tempel in Tokyo; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
Ashikaga 足利 Kriegerfamilie, die 1336 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Ashikaga Shogunat, 1336–1573
ashura 阿修羅 kämpfende Geister, eine von sechs Formen der Wiedergeburt; skt. asura
Asuka-dera 飛鳥寺 Erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. Ende 6. Jh. von → Soga no Umako
Asuka jidai 飛鳥時代 Asuka Zeit, 587–710, benannt nach den Residenzen der → Soga in der Asuka Region
Awa Kenzō 阿波研造 Meister des Bogenschießens (1880–1939)
Azuchi-Momoyama jidai 安土桃山時代 Zeit der Reichseinigung, 1573–1600

B

bakemono 化け物 Gespenst, Geist; wtl. verwandeltes Wesen
baku Baku, elefantenartiges legendäres Tier, das Träume frisst; auch:Tapir
bakufu 幕府 wtl. „Zeltregierung“; Militärregierung, Shogunat
bakumatsu 幕末 Ende des Shōgunats, 1853–1867
Batō Kannon 馬頭観音 Kannon mit dem Pferdekopf, eine zornvolle Manifestation → Kannons
Benkei 弁慶 legendärer Kriegermönch des Genpei-Krieges (?–1189)
Benten 弁天 Glücksgöttin; Kurzform von → Benzaiten
Benzaiten 弁才天/ 弁財天 Glücksgöttin, Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten
Birushana 毘盧遮那 Buddha Vairocana (→ Dainichi)
Bishamon-ten 毘沙門天 Himmelswächter des Nordens, Glücksgott
biwa 琵琶 jap. Laute
biwa hōshi 琵琶法師 Spieler der Biwa-Laute in vormoderner Zeit, in der Regel blinde Mönche
(O)Bon (お)盆 Bon-Fest (Ahnenfest)
bon'odori 盆踊 Bon-Tänze
Bosatsu 菩薩 Bodhisattva, buddhistische Heilsgestalt
Budai 布袋 chinesischer Mönch (10. Jh.); gilt als Inkarnation von Bodhisattva Maitreya; jap. → Hotei
bukkyō 仏教 Lehre des Buddha, Buddhismus
bushi 武士 Krieger, Samurai
butsudan 仏壇 buddh. Hausaltar
Byakue Kannon 白衣観音 Kannon im weißen Gewand

C

Chan (chin.) jap. Zen, wtl. Meditation; chin. Bez. des Zen Buddhismus
chigi 千木 ornamentale Dachsparren
chiken-in 智拳印 Mudrā der Weisheitsfaust
chinkonsai 鎮魂際 Zeremonie zur Beruhigung der Totengeister
chi no ike 血の池 Blutsee
Chōgen 重源 Mönch der → Shingon-shū (1121–1206) , bekannt für die Wiedererrichtung des → Tōdaiji
chūsei 中世 japanisches Mittelalter, ca. 12.–16. Jh.

D

Daibutsu 大仏 Großer Buddha
Daigo Tennō 醍醐天皇 60. Kaiser Japans, 885–930, r. 897–930.
Daiitoku Myōō 大威徳明王 skt. Yamantaka, einer der Fünf Großen Myōō
daijō bukkyō 大乗仏教 Mahayana Buddhismus, wtl. „Lehre des Großen Fahrzeugs“
Daijō-kan 太政官 oberstes Regierungsamt der Nara- und Heian-Zeit
Daikoku 大黒 Glücksgott; skt. Mahakala = „Großer Schwarzer“
Dai-monji 大文字 Das Zeichen „Groß“, das beim Bon-Fest in Kyoto mit Feuer gebildet wird
Daimyō 大名 Territorialfürst, Titel des Kriegeradels
Daimyōjin 大明神 kami-Titel, wtl. Große Leuchtende Gottheit
Dainichi 大日 Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
Dainichi-kyō 大日経 Dainichi Sutra; wichtiger Text des esoterischen Buddhismus; früheste bekannte Version aus China, 8. Jh.
Dainichi Nyorai 大日如来 Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
Dakini 荼枳尼 weibl. buddhist. Schutzgottheit, identifiziert mit → Inari; skt. Dākinī; auch: menschenfressende Dämonin
Daruma 達磨 Spitzname des Mönchs Bodhidarma; Daruma-Puppe
dashi 山車 Prozessionswagen bei Schreinfesten
Datsueba 奪衣婆 wtl. die Alte, die die Kleider wegnimmt
Dayanta (chin.) 大雁塔 „Große Wildgans Pagode“ in Xian, China, err. 652
Dazaifu Tenman-gū 大宰府天満宮 Dazaifu Tenman Schrein (Kyushu)
Dengyō Daishi 伝教大師 Ehrentitel des Mönchs → Saichō
Weg, Lehre
Dōgen 道元 → Dōgen Kigen.
Dōgen Kigen 道元希玄 Begründer des Sōtō Zen (1200–1253). Auch Eihei Dōgen.
dōji 童子 wtl. Knabe; oft Begleiterfigur („Page“) einer buddhistischen Gestalt, manchmal auch „böser Knabe“ = Dämon (z.B. → Shuten Dōji)
Dōkyō 道鏡 Nara-zeitl. Mönch (?–772); buddhistischer Staatsmann
dōsojin 道祖神 Wegegott, auch sae no kami; volksrel. Figuren, manchmal in phallischer Form
doyōsei 土曜星 wtl. Erdplanet, Saturn

E

Ebisu 恵比寿 Glücksgott der Händler und Fischer; andere Schreibung: 夷 oder 戎
Ebisu Saburō 夷三郎 Beiname des Glücksgottes Ebisu
Edo 江戸 Sitz der Tokugawa Shogune, 1600–1867 (= Edo-Zeit); heute: Tokyo
eirei 英霊 „Heldenseele“; bezeichnet v.a. die im → Yasukuni Schrein verehrten Kriegshelden
ema 絵馬 Votivbild; wtl. Bild-Pferd
Enbudai 閻浮提 skt. Jambudvipa. Kontinent der irdischen Welt in der trad. indischen Kosmologie. Im Buddhismus Kontinent südlich des Weltenbergs Sumeru
engi 縁起 Tempel- oder Schrein-Chronik
engimono 縁起物 Glücksbringer
Engishiki 延喜式 „Bestimmungen der Engi Ära“; Gesetzeswerk mit zahlreichen religionspol. Bestimmungen, v.a. zum Schreinzeremoniell, aus dem 10. Jh.
Enma 閻魔 skt. Yama, König oder Richter der Unterwelt
Enma-ten 閻魔天 skt. Yama, Wächtergottheit; s.a. → Enma
enmusubi no kami 縁結びの神 wtl. „Gottheit, die Verbindungen knüpft“; Gottheit für Verliebte, japanischer Amor
Ennin 円仁 Mönch des Tendai Buddhismus, 794–864; Schüler → Saichōs
En no Gyōja 役行者 Legendärer Begründer des Shugendō (um 700); auch: En no Ozunu/Ozuno
Enoshima 江ノ島 rel. Zentrum nahe Kamakura
Enryaku-ji 延暦寺 Haupttempel des Hiei Klosterbergs

F

Fudaraku 補陀落 paradisische Insel des Kannon (Avalokiteshvara), abgeleitet von skt. Potalaka
Fudō Myōō 不動明王 prominentester japanischer Myōō (Mantra-König), wtl. „der Unbewegliche“
Fugen 普賢 Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des → Shaka Nyorai
Fugen Bosatsu 普賢菩薩 Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des → Shaka Nyorai
Fujiwara 藤原 mächtigste Adelsfamilie im jap. Altertum
Fukurokuju 福禄寿 Glücksgott, Gott des Langen Lebens
fumie 踏み絵 „Bildertreten“ (zur Entlarvung von Christen)
funzōe 糞掃衣 Bezeichnung für das → kesa im Zen-Buddhismus; wtl. in etwa „Kloputzfetzen“
furigana 振り仮名 Lesehilfe für Kanji in Silbenschrift (kana)
Fushimi Inari Taisha 伏見稲荷大社 Großschrein der Gottheit Inari in Fushimi, im Süden Kyotos
Futsunushi 経津主 Mythologischer Schwertgott
Fūjin 風神 Windgott; auch Fū-ten
Fuxi (chin.) 伏羲 Erster von drei mythologischen Herrschern in China, Begründer der chinesischen Kultur; jap. Fukugi

G

gaki 餓鬼 Hungergeist; skt. preta
Gaki zōshi 餓鬼草紙 Illustierte Querbildrollen der Hungergeister
gakuzuka 額束 Schrifttafel eines torii (Schreintors)
Gangō-ji 元興寺 Nachfolge Tempel des Hōkō-ji (Asuka-dera), des ältesten japanischen Tempels (gegr. 593). Der Tempel wurde unter dem Namen Gangō-ji 718 nach Nara verlegt.
gasshō-in 合掌印 Mudrā des Händefaltens
Gekū 外宮 Äußerer Schrein von → Ise, Toyouke geweiht
gendai 現代 geschichtliche Gegenwart (ab WK 2)
Genpei gassen 源平合戦 Krieg zwischen den Minamoto (Gen) und den Taira (Hei, bzw. Pei), 1180–1185
Genshin 源信 Tendai-Mönch (942–1017); Autor des → Ōjō yōshū; Wegbereiter der → Jōdo-shū
genze riyaku 現世利益 (religiöse) Belohnung in diesem Leben
Gion Matsuri 祇園祭 Gion Fest; größtes Matsuri Kyotos
Godai Myōō 五大明王 die Fünf Großen Myōō
gogyō 五行 Fünf Wandlungsphasen; Prinzip der chin. Naturphilosophie
gohei 御幣 Papieropfergabe, Zickzack-Papier
gojū-tō 五重塔 fünfstöckige Pagode
gokuraku 極楽 Paradies; identisch mit dem Reinen Land → jōdo
gokusotsu 獄卒 Folterknechte der buddhistischen Hölle
goma 護摩 buddh. Feuerritus, skt. Homa
goma gyōji 護摩行事 buddh. Feuerritus, skt. Homa
gon vorläufig (im Ggs. zu jitsu, „wirklich“)
Gongen 権現 buddh. Titel für kami; wtl. „vorläufige Erscheinung“
Gongen-sama 権現様 volkstüml. Bezeichnung für den 1. Tokugawa Shogun, Ieyasu, der als Tōshō Dai-Gongen vergöttlicht wurde
gongen-zukuri 権現造 Architekturstil des Tōshō Schreins, abgeleitet von Tōshō Dai-Gongen, dem vergöttlichten → Tokugawa Ieyasu
goningumi 五人組 Nachbarschaftsgruppe (wtl. „Fünfergruppe“)
go-on 呉音 wtl. „Lesung [nach dem Chinesisch] der Wu [Dynastie]“; alte chin. Lesung; bes. häufig bei buddh. Begriffen
gorintō 五輪塔 Grabsteinform; „Stupa der Fünf Elemente“
goryō 御霊 „erhabener“ [Rache]Geist
goryō-e 御霊会 Zeremonie zur Geisterbesänftigung
goryō shinkō 御霊信仰 Glaube an Totengeister
Go-Shirakawa Tennō 後白河天皇 77. Kaiser Japans, 1127–1192, r. 1155–1158
gōzanze-in 降三世印 Mudrā des zornvollen Gōzanze Myōō
Gōzanze Myōō 降三世明王 skt. Trailokyavijaya, einer der Fünf Großen Myōō
gozan 五山 wtl. „Fünf Berge“; Kloster­organisation des Zen Buddhismus
Gozu Tennō 牛頭天王 „Ochsenköpfiger Himmelskönig“, Seuchengott; wird manchmal mit → Susanoo identifiziert
Guanyin (chin.) 観音 chin. Namen von Avalokiteshvara; jap. → Kannon
Gundari Myōō 軍荼利明王 skt. Kundali, einer der Fünf Großen Myōō
-gū Shinto Schrein, andere Lesung: miya
gūji 宮司 kami-Priester
Guze Kannon 救世観音 wtl. Kannon, der Weltenretter; berühmte Kannon Statue im Hōryū-ji, Halle der Träume
Gyōki 行基 Nara-zeitlicher Mönch (668–749), Popularisierer des Buddhismus

H

Hachiman 八幡 Shinto Gottheit, Ahnengottheit des Tenno und des Kriegeradels
hadaka matsuri 裸祭 wtl. Nackt-Fest; religiöses Fest
hagoita 羽子板 Federball-Schläger
haiden 拝殿 Zeremonienhalle eines Schreins
haka Grab
(o)haka mairi (お)墓参り Grabbesuch
Hakuin Ekaku 白隠 慧鶴 Zen Mönch und Künstler, 1685–1768
hamaya 破魔矢 Glückspfeil, wtl. Dämonentöter-Pfeil
hamayumi 破魔弓 Glücksbogen, wtl. Dämonentöter-Bogen
han Lokales Feudalfürstentum, Spätmittelalter bis Edo-Zeit
haniwa 埴輪 frühgeschichtliche Grabbeigaben aus Ton, meist in Form einfacher Skulpturen
hannyaharamitta 般若波羅蜜多 „vollkommene Weisheit“, abgeleitet von skt. prajnaparamita
Hannyaharamitta-kyō 般若波羅蜜多経 „Sutra der vollkommenen Weiheit“
Hannya shingyō 般若心経 „Herz Sutra der vollkommenen Weisheit“
harae Purifikation, Weihezeremonie, Exorzismus
haraegushi 祓串 Harae-Wedel (auch haraigushi); rituelles Instrument für Reinigungszeremonien des Shinto
Hase-dera 長谷寺 Kannon-Tempel in Sakurai, Nara-ken; errichtet in der Nara-Zeit. Hauptattraktion ist eine über 10m hohe Statue des Elfköpfigen Kannon. Ein Zweigtempel mit ebensolcher Statue befindet sich in Kamakura (Kamakura Hase-dera)
hashihaka 箸墓 wtl. Essstäbchen-Grab, Grabhügel nahe Berg Miwa
hashira Pfeiler, Pfosten; auch: Zählwort für Gottheiten (kami)
hatsumōde 初詣 Schrein-Neujahrsbesuch
Hayashi Razan 林羅山 Neo-Konfuzianischer Gelehrter, 1583–1657
Heian 平安 alter Name Kyotos; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)
Heike monogatari 平家物語 Mittelalterliches Kriegerepos
Heisei 平成 Äranamen von Kaiser Akihito; Heisei-Zeit (seit 1989)
henro 遍路 Pilger; Pilgerschaft
hibutsu 秘仏 wtl. „geheimer Buddha“; geheim gehaltene Buddha-Statue
Hiei-zan 比叡山 Klosterberg Hiei bei Kyoto, traditionelles Zentrum des Tendai-Buddhismus
Hie Taisha 日吉大社 Schutzschrein von Berg → Hiei bei Kyoto; moderne Aussprache Hiyoshi Taisha; auch: Sannō Schrein
Higashi Hongan-ji 東本願寺 Östlicher Hongan-Tempel; einer der Haupttempel des Jōdo-Shin Buddhismus in Kyoto; Gegenstück des Westlichen Hongan-Tempels
Himegami 比売神 wtl. „göttliche Gemahlin oder Tochter“; oft anonymes weibl. Gegenstück zu einer männl. Schreingottheit
Himiko 卑弥呼 frühgeschichtliche Priesterkönigin; auch: Pimiko; chin. Pei-mi-hu
Hina Matsuri 雛祭 „Puppenfest“; jahreszeitliches Fest am 3.3.
Hirata Atsutane 平田篤胤 Kokugaku-Gelehrter, 1776–1843
Hiru-ko 蛭子 wtl. Blutegel-Kind; erstes (missratenes) Kind von → Izanagi und Izanami
hiwatari 火渡り Feuer-Gang, Gang durch glühende Kohlen
Hoke-kyō 法華経 Lotos Sutra; auch Hokke-kyō, → Myōhō renge kyō
Hokke shū 法華宗 Andere Bez. des → Nichiren Buddhismus
hokora Miniaturschrein (innerhalb einer Schreinanlage oder am Wegrand)
hokuto 北斗 Sternbild des Großen Wagens (chin. Nördlicher Schöpflöffel)
honden 本殿 Hauptgebäude eines Schreins
hondō 本堂 Haupthalle eines Tempels
hongan 本願 Gelübde des Buddha → Amida, alle Lebewesen zu retten
Hongan-ji 本願寺 Tempel in Kyoto
hongsalmun (kor.) 紅箭門, 홍전문 Koreanisches Zeremonialtor, wtl. „Rotes Pfeiltor“; jap. kōzenmon
honji 本地 (buddhistische) Urform (eines kami)
honji suijaku 本地垂迹 wtl. Grundform und herabgelassene Spur; Theorie der Angleichung von Kami und Buddhas
honzon 本尊 Hauptheiligtum eines Tempels
Hossō-shū 法相宗 Schulrichtung des frühen jap. Buddhismus, eine der Sechs Nara-Schulen
Hotei 布袋 Glücksgott; Inkarnation von Bodhisattva Maitreya
hotoke Buddha; ugspr. auch: Totenseele; andere Lesung: butsu
buddhistischer Dharma, wtl. Gesetz
hōanden 奉安殿 Schreine zur Aufbewahrung des kaiserlichen Portraits (1880er Jahre bis 1945); meist in Schulhöfen
hōben 方便 geschicktes Mittel; skt. upāya
hōjō-e 放生会 Rituelle Freilassung von gefangenen Tieren
Hōjōki 方丈記 dt. „Bericht aus meiner Hütte“, Traktat von Kamo no Chōmei, geschrieben 1212
hōken 奉献 Spende, Opfergabe, Widmung
Hōkō-ji 方広寺 Tempel in Kyoto, erbaut 1586-95 als Ahnentempel des → Toyotomi Hideyoshi. Einstmals im Besitz der größten Buddha Statue Japans
Hōnen 法然 Gründer der Jōdo Schule (1133–1212)
hōnenmatsuri 豊年祭 Erntebitt-Fest, Fruchtbarkeitsfest
Hōrai 蓬莱 daoistische Insel der Unsterblichkeit, chin. Penglai
Hōryū-ji 法隆寺 Tempel in Ikaruga bei Nara, gegr. 607; wtl. „Tempel des prosperierenden [Buddha]-Gesetzes“
hōsōgami 疱瘡神 Pockengott; Sinnbild für und Wirkmacht gegen die Pocken
Hōzō Bosatsu 宝蔵菩薩 skt. Dharmākara; Bodhisattva-Namen des Buddha → Amida
huabiao (chin.) 華表 Chinesische Zeremonialstele; jap. kahyō
Huiguo (chin.) 惠果 (746–806) ältere Schreibung Hui-kuo; chin. Lehrer Kūkais
Huike 慧可 Chin. Chan Patriarch (487–593); ältere Umschrift: Hui k‘o
hyakki 百鬼 wtl. „hundert Geister“; Sammelbezeichnung für Geisterwesen
hyakuman tō 百万塔 Miniatur-Stupas, wtl. Millionen-Stupas
Hyōgo Daibutsu 兵庫大仏 11m hohe Statue des Dainichi Nyorai im Tempel Nōfuku-ji in Kōbe, err. 1891

I

iemoto 家元 traditionelles System von Handwerkern und Künstlern als hierarchisch organisierte, quasi-familiäre Betriebe
ihai 位牌 Ahnentäfelchen
ikkō ikki 一向一揆 Aufstände der Ikkō Anhänger
Ikkō-shū 一向宗 Ikkō Sekte, eine Fraktion des Buddhismus vom Reinen Land (→ Jōdo-shū)
Ikkyū Sōjun 一休宗純 (1394–1481) Zen Mönch und Dichter
Imamiya Ebisu Jinja 今宮戎神社 Ebisu Schrein in Osaka
-in Suffix für Institutionen, z.B. buddhistischer Tempel
Inari 稲荷 Reisgottheit, häufig von Fuchswächtern bewacht
insei 院生 Regierung der „Klosterkaiser“ (späte Heian-Zeit)
inzō 印相 Handzeichen, skt. Mudrā
Ise 伊勢 Schreinanlage von Ise, Präfektur Mie
Ise Jingū 伊勢神宮 kaiserlicher Ahnenschrein (wtl. Götterpalast) von Ise, Präfektur Mie
itako イタコ blinde Priesterin oder Shamanin
Itsukushima 厳島 auch Miyajima, Schrein bei Hiroshima
Iwashimizu Hachiman-gū 石清水八幡宮 Iwashimizu Hachiman Schrein (bei Kyoto)
iwashi no atama mo shinjin kara 鰯の頭も信心から „Für den Gläubigen zählt selbst ein Sardinenkopf ...“ (Der Glaube kann Berge versetzen)
Izanagi 伊耶那岐 / 伊奘諾 Göttervater; auch Izanaki (ki hier männliche Endung)
Izanami 伊耶那美 / 伊奘冉 Göttermutter, Göttin der Unterwelt (mi hier weibliche Endung)
Izumo 出雲 alter Namen der Präfektur Shimane in West-Japan
Izumo fudoki 出雲風土記 Lokalchronik, 733
Izumo Taisha 出雲大社 Großschrein von Izumo, Präfektur Shimane
Izuna Gongen 飯縄権現 Gottheit in Tengu-Gestalt

J

jaki 邪鬼 buddhistischer Dämon, Podest der Himmelswächter
-ji buddhistischer Tempel; andere Lesung: tera
jigoku 地獄 wtl. „[unter]irdischer Kerker“, buddhistische Hölle
jiin 寺院 buddhistischer Temple, Kloster
jikkai 十界 Zehn Welten des buddhistischen Jenseits
jingi 神祇 wtl. Götter des Himmels und der Erde; Synonym von → kami
jingi-dō 神祇道 Synonym von → Shinto
Jingi-kan 神祇官 Götteramt
Jingi-shō 神祇省 „Götter Ministerium“, Ministerium für Shinto-Schreinangelegenheiten, 1871–1872
jingū 神宮 „Götterpalast“; Ahnenschrein des Kaiserhauses, meist → Ise
Jingū Kōgō 神功皇后 mytholog. Kaiserin
jinja 神社 Shinto Schrein
jinja shintō 神社神道 Schreinshinto; im Ggs. zu „Sektenshinto“, ...
Jinja Taishō 深沙大将 wtl. Wüstengeneral; dämonische Erscheinungsform Bishamon-tens
Jinmu Tennō 神武天皇 wtl. „göttlicher Krieger“; gemäß den japanischen Mythen der erste menschliche Herrscher (→ Tenno) Japans
Jinnō shōtō ki 神皇正統記 „Über die Wahre Abfolge der Göttlichen Herrscher“, Traktat von Kitabatake Chikafusa, 1340
jiriki 自力 wtl. eigene Kraft; buddhistisches Konzept
Ji-shū 時宗 Amida-Schulrichtung aus der Kamakura-Zeit
Jiten 地天 Göttin der Erde
Jitō Tennō 持統天皇 41. japanische Kaiserin, 645–703, r. 686–697
jitsu wirklich (im Ggs. zu gon, „vorläufig“)
jitsu no kami 実神 „wahre kami“ = kami ohne buddhistsische Urform (→ honji)
Jizō 地蔵 populäre Bodhisattva Figur; skr. Kshitigarbha, wtl. „Schatzhaus oder Mutterleib der Erde“
Jizō Bosatsu 地蔵菩薩 Bodhisattva (Bosatsu); skr. Kshitigarbha, „Speicher oder Mutterleib der Erde“
jōdo 浄土 Reines Land
Jōdo Shinshū 浄土真宗 Shin-Buddhismus, bzw. Jōdo Shin-Buddhismus; wtl. „Wahre Schule des Reinen Landes“
Jōdo-shū 浄土宗 Schule des → Amida-Buddhismus
jōin 定印 Mudrā der Meditation
jōrokubutsu 丈六仏 Standardgröße einer Buddhastatue von einem sechs shaku (4,8m)
jōzabu bukkyō 上座部仏教 Theravada Buddhismus, wtl. „Lehre der Ordensältesten“
ju 寿 Langes Leben
Jurōjin 寿老人 Glücksgott
jūdō 柔道 Judo Kampfkunst, wtl. Weicher Weg
Jūichimen Kannon 十一面観音 Kannon mit den Elf Gesichtern
jūni-kyū 十二宮 wtl. „Zwölf Paläste“; trad. jap. Bez. f. die 12 Sternzeichen der westl. Astrologie
jūni shi 十二支 die Zwölf Erdzweige, auch: Tierkreiszeichen
Jūni Shinshō 十二神将 Die Zwölf Göttlichen Generäle
Jūō 十王 Die Zehn Könige oder Richter der Unterwelt
Jūō-kyō 十王経 Sutra der Zehn Könige; apokryphe chinesische Schrift aus China, 8. oder 9.Jh.
juzu 数珠 Buddhistische Gebetskette; skt. Mala
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