Gorintō — Stupa der Fünf Elemente

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Bernhard Scheid, „Gorintō — Stupa der Fünf Elemente.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 21.7.2014). URL: http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Alltag:Friedhof/Gorinto?oldid=37319
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Grabmal

Gorintō (Stein). 1898; Amidagatake, Kyoto
Bild © Kyoto o kanjiru hibi, 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Grab des Toyotomi Hideyoshi (1537-1598) im gorintō-Stil (Meiji-zeitliche Rekonstruktion).

Grabmal des Toyotomi Hideyoshi im gorintō-Stil (Meiji-zeitliche Rekonstruktion). Kyoto, Amidagatake, errichtet 1898
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Grabsteine

Gorintō (Stein); Oku-no-in, Berg Kōya
Bild © Gregor Hohpe, flickr 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Gorintō-Grabsteine, Oku-no-in, Berg Kōya
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Grab von Hōjō Akitoki (1248-1301)

Grabmal, gorintō (Stein); Shōmyō-ji, Yokohama
Bild © Akita Yoshitaka. (Letzter Zugriff: 2005/10)
Grabstein von Hōjō Akitoki (1248-1301), Shōmyō-ji, Yokohama
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Gorintō, Mimizuka, Kyoto

Grabmonument (Stein). Errichtet 1773
Bild © Frank Gualtieri, Wikimedia Commons 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Das Monument in Form eines gorintō-Grabsteins ist mit deutlich erkennbaren Sanskrit-Zeichen versehen, die die fünf Elemente der buddhstischen Naturlehre symbolisieren. Es befindet sich auf dem Mimizuka ("Ohrenhügel") in Kyoto, wo die Nasen und Ohren der koreanischen Kriegsgegner, die im Zuge von Toyotomi Hideyoshis Korea-Invasion (1592–98) getötet wurden, beigesetzt sind. Zugleich ein Zeichen des Triumphes und der Bitte um Vergebung.

Gorintō auf dem Mimizuka („Ohrenhügel“), Kyoto, mit deutlich erkennbaren Sanskrit-Zeichen

Gorintō gorintō 五輪塔 Grabsteinform; „Stupa der Fünf Elemente“siehe auch Friedhof → Bekannte Tempel/Berg Koya , wtl. „stupa स्तूप stūpa (skt., m.) „Hügel“, Grabmonument; jap. 塔 oder sotoba 卒塔婆siehe auch →  Stupa → Tempel/Pagoden→ Bekannte Schreine/Nikko→ Friedhof→ Shaka/Buddhas Leben → mehr der Fünf Ringe“, ist ein Stil japanischer Grabsteine. Bis zur Meiji Meiji 明治 posthumer Name von Kaiser Mutsuhito; nach ihm wird auch die Meiji-Zeit (1868–1912) benanntsiehe auch Geschichtsperioden → Sandkiste→ Shinto→ Shinto/Jindo→ Jahr→ Matsuri → mehr Zeit waren die meisten Grab­steine im gorintō-Stil gestaltet. Ursprünglich leiten sich die gorintō ebenso wie die land­läufigen japanischen Pagoden von den Stupas, also den Grab­monumenten des Buddha बुद्ध Buddha (skt., m.) „Der Erleuchtete“; jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀siehe auch →  Shaka → Buddhismus→ Buddhismus Lehre→ Bekannte Tempel→ Tempel→ Ikonographie → mehr ab. Die fünf Ab­schnitte (gorin, wtl. „Fünf Ringe“) verkörpern die Fünf Elemente des Bud­dhis­mus. Von oben nach unten sind dies:

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  1. Raum (Juwel)
  2. Wind (Halbkreis)
  3. Feuer (Dreieck)
  4. Wasser (Kreis)
  5. Erde (Viereck)

Die Fünf Elemente repräsen­tieren die Bestand­teile, aus denen sich das gesamte Uni­ver­sum zusam­men­setzt. Diese Kon­zeption weist zwar viele Parallelen zur chine­sisch-dao­istischen Fünf-Ele­mente, bzw. Fünf-Phasen-Lehre auf, scheint aber unab­hängig davon bereits in vor-bud­dhis­tischer Zeit von der indischen Natur­philo­sophie ent­wickelt worden zu sein.

Inbesondere im esoterischen Buddhismus hat sich um die Fünf Ele­mente eine reiche sym­bo­lische Be­deutungs­viel­falt heraus­gebildet. So sind sie z.B. jeweils mit einer Himmels­richtung verbunden. Sie können auch durch Sanskrit­zeichen (jap, shuji shuji 種子 Symbolische Sanskrit-Zeichen; wtl. Samen (Skt. bija)siehe auch Pilgerschaft → Mandala/Ryogai Mandara , wtl. „Samen-Zeichen“ oder bonji 梵字) repräsentiert werden, die auf der Grafik rechts in japanischer Aus­sprache und in Sanskrit-Aus­sprache (in Klammer) wieder­gegeben sind.

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