Buddhistische Grundlehren
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Im Laufe seiner Verbreitung über ganz Asien machte der Buddhismus zahlreiche Veränderungen durch, was in einer großen Anzahl regionaler Ausformungen resultierte. Unabhängig von diesen Unterschieden gibt es allerdings gewisse Grundannahmen, die in allen Richtungen Geltung haben. Auf dieser Seite werden zunächst die wichtigsten Lehrsätze kurz erläutert. Außerdem geht es um das Verhältnis des Buddhismus zu anderen Religionen. Abschließend werden die Unterschiede innerhalb der buddhistischen Hauptströmungen thematisiert.
Lehrsätze und Konzepte
Die Vier Wahrheiten
Der Kern der Lehre des Buddha lässt sich in etwa folgendermaßen zusammenfassen: Alle irdische Existenz ist von Begierden geleitet, die in letzter Konsequenz auf Leiden (skt. duhkha (दुःखduḥkha (skt., n.) — „Leiden“ ) ) hinauslaufen. Was immer man an irdischen Dingen erhofft, wird früher oder später zu Schmerz und Enttäuschung führen. Nur die Einsicht in die Wahrheit des Buddha (skt. prajnaparamita (प्रज्ञापारमिताprajñāpāramitā (skt., f.) — „Vollkommene Weisheit“ …mehr ⇒) , jap. satori (satori 悟り — Erleuchtungserfahrung (bes. im Zen Buddhismus) …mehr ⇒), dt. in etwa „Erleuchtung“) führt zur Befreiung von Leid. Dieses buddhistische Grunddogma wird traditionellerweise in Form der Vier Edlen Wahrheiten und des Achtgliedrigen Pfads ausgedrückt. Aus diesem Kernsatz geht hervor, dass das Ziel des Buddhismus im Erreichen der „Erleuchtung“ liegt. (Den genauen Wortlaut dieser Lehrsätze findet man auf der Sidepage Vier Wahrheiten.) Der Erleuchtung stehen Begierden oder Leidenschaften (skt. klesha (क्लेशkleśa (skt., m.) — „Leid“, auch: Leidenschaft, die den Menschen ans Diesseits bindet ) ) gegenüber, die zusammengefasst auch als „Unwissenheit“ bezeichnet werden. Unwissenheit ist somit ein Synonym für das gesamte normale Alltagsbewusstsein. Das Gegensatzpaar Erleuchtung und Unwissenheit spiegelt sich auch auf anderen Ebenen, etwa im Gegensatz Nirvana (निर्वाणNirvāṇa (skt., n.) — „Auslöschung“, Ort der Erlösung von allem Leid ) und Samsara (संसारSaṃsāra (skt., m.) — „Beständiger Fluss“, Kreislauf der Wiedergeburten, Diesseits ) (s.u.) wider. Der Buddhismus definiert auf diese Weise — ähnlich wie z.B. auch das Christentum — ein metaphysisches Ziel außerhalb oder jenseits der sichtbaren Welt, was es in vielen anderen Religionen — etwa im Shinto — nicht gibt.
Vergänglichkeit
Eng mit dem Dogma vom irdischen Leiden verbunden ist die Erkenntnis der Endlichkeit alles Irdischen. Endlich bedeutet vergänglich, nicht von Dauer. Da alles Irdische früher oder später zum Untergang verurteilt ist, ist es in gewisser Weise nicht real. Der flüchtigen Natur des Irdischen steht die ewige Existenz der buddhistischen Wahrheit gegenüber. Sie ist unvergänglich und damit „real“, was auch „wahr“ bedeutet. Wer hingegen an irdischen Dingen festhält (sie für das Maß aller Dinge hält, nicht über das diesseitige Leben hinaus denkt), unterliegt einer Illusion. Das Konzept der illusorischen Qualität des Diesseits führte innerhalb des Mahayana (महायानMahāyāna (skt., n.) — „Großes Fahrzeug“, buddhistische Richtung …mehr ⇒) Buddhismus zur Idee von zwei Ebenen der Realität, einer sichtbaren, aber eben letztlich illusorischen, und einer absoluten, die sich hinter der sichtbaren Welt verbirgt.
Samsara und Nirvana
Unerleuchtete bzw. unwissende Existenzen, die sich den Illusionen des irdischen Daseins hingeben, sind im Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) gefangen. Die Vorstellung der Wiedergeburt existierte schon vor dem Buddhismus und besagt, dass jedes Wesen nach seinem physischen Tod in neuer Form wiedergeboren wird. Diese Idee hat im Buddhismus jedoch nichts Tröstliches, sondern läuft nur auf eine Fortsetzung von Leid hinaus. Daher strebt der gläubige Buddhist nach einem Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburten. Dieser Austritt beendet das Leid endgültig. Er ist zugleich der Eintritt ins Nirvana, das dem Samsara als absolutes Jenseits gegenüber steht. Dies erklärt, warum Nirvana im Buddhismus als „Auslöschung“ und zugleich als oberstes spirituelles Ziel verstanden wird.
Karma
Sanskrit Vokabeln
Buddhistische Hauptrichtungen:
- Shravakayana (श्रावकयानŚrāvakayāna (skt., n.) — „Fahrzeug der Schüler“, Richtung des Buddhismus …mehr ⇒) – Fahrzeug der Schüler
- Theravada (थेरवादTheravāda (pali, m.) — „Schule der Ordensälteren“, buddhistische Richtung (hier in Pali angegeben; skt: Sthaviravada) …mehr ⇒) – Weg der Alten
- Mahayana (महायानMahāyāna (skt., n.) — „Großes Fahrzeug“, buddhistische Richtung …mehr ⇒) – Großes Fahrzeug
- Hinayana (हीनयानHīnayāna (skt., n.) — „Kleines Fahrzeug“, buddhistische Richtung …mehr ⇒) – Kleines Fahrzeug
- Vajrayana (वज्रयनVajrayāna (skt., n.) — „Vajra-Fahrzeug“, Tantrismus, esoterischer Buddhismus ) – Vajra-Fahrzeug (Tantrismus, esoterischer Buddhismus)
Konzepte:
- Dharma (धर्मDharma (skt., m.) — Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha) ) – Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha)
- Karma (कर्मKarma (skt., n.) — „Tat“, auch „konsequente Folge“; moralische Bilanz der gesetzten Handlungen ) – wtl. „Tat“; konsequente Folge
- Samsara (संसारSaṃsāra (skt., m.) — „Beständiger Fluss“, Kreislauf der Wiedergeburten, Diesseits ) – Kreislauf der Wiedergeburten, Diesseits
- Nirvana (निर्वाणNirvāṇa (skt., n.) — „Auslöschung“, Ort der Erlösung von allem Leid ) – Auslöschung, Jenseits
Heilsgestalten:
- Buddha (बुद्धBuddha (skt., m.) — „Der Erleuchtete“ …mehr ⇒) – Erleuchteter;
- Bodhisattva (बोधिसत्त्वBodhisattva (skt., m.) — „Erleuchtetes Wesen“ ) – Vorstufe zur letzen Stufe der Erleuchtung, noch nicht ins Nirvana eingegangener Buddha;
Technische Begriffe:
- sutra (सूत्रsūtra (skt., n.) — „Faden“, Lehrrede des Buddha, kanonische Schrift …mehr ⇒) – wtl. „Kettfaden“; Lehrrede des Buddha, kanonische Schrift
- tantra (तन्त्रtantra (skt., n.) — „Gewebe“, im Buddhsmus Lehrschrift des esoterischen Buddhismus (ähnlich → Sutra, aber meist mit rituellem Inhalt) …mehr ⇒) – wtl. „Schussfaden“; Lehrschrift
- mantra (मन्त्रmantra (skt., n.) — Gebetsformel ) – Gebetsformel
- mudra (मुद्राmudrā (skt., f.) — „Siegel“, Gebetsgeste …mehr ⇒) – Gebetsgeste
- sangha (संघsaṃgha (skt., m.) — „(Mönchs-)Gemeinde“ ) – (Mönchs-) Gemeinde
Innerhalb des Samsara, der Wiedergeburten, regiert das Gesetz des Karma (कर्मKarma (skt., n.) — „Tat“, auch „konsequente Folge“; moralische Bilanz der gesetzten Handlungen ) . Karma bezeichnet die schicksalshaften Konsequenzen (Vergeltungen), die aus den Handlungen aller Wesen, Menschen ebenso wie Tiere, Geister, Götter, etc., resultieren. Die Karma Lehre (die im übrigen nicht allein auf den Buddhismus beschränkt ist) geht hierbei von moralischen Wertmaßstäben aus: Gute Taten führen über kurz oder lang zu karmischer Belohnung, schlechte Taten zu karmischer Bestrafung. Ähnlich den Zehn Geboten in den monotheistischen Religionen, gibt es diverse Listen mit moralisch besonders hochstehenden bzw. verabscheuungswürdigen Verhaltensweisen. Am wichtigsten sind die fünf Laiengebote (die natürlich auch von Mönchen zu befolgen sind):
- nicht töten;
- nicht stehlen;
- keine [unstatthaften] sexuellen Beziehungen;
- nicht lügen;
- keine berauschenden Getränke (dieses generelle Alkoholverbot wird heute in Japan selbst von buddhistischen Mönchen nicht eingehalten).
Besonders im Mahayana Buddhismus gilt darüber hinaus das „Mitleid mit allen Lebewesen“ als die zentrale ethische Maxime. Für Mönche gibt es je nach spezifischer Richtung eine mehr oder weniger große Zahl weiterer Gebote.
Konsequenzen aus moralischem oder unmoralischem Verhalten können sich innerhalb eines Erdenlebens, oft aber erst im folgenden Leben auswirken (was scheinbare „Ungerechtigkeiten“, also das Ausbleiben unmittelbarer karmischer Vergeltung erklärt). Das Karma eines einzelnen resultiert aus der Summe aller seiner moralischen und unmoralischen Verhaltensweisen innerhalb einer langen Folge von Existenzen. Buddhistische Rituale können individuelles Karma beeinflussen, ersetzen also bis zu einem gewissen Grade individuelles moralisches Verhalten.
Dharma
Das Universum gehorcht keinem einzelnen Gott oder Buddha (बुद्धBuddha (skt., m.) — „Der Erleuchtete“ …mehr ⇒) , sondern dem Dharma (धर्मDharma (skt., m.) — Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha) ) (jap. hō (hō 法 — buddhistischer Dharma, wtl. Gesetz ), „Gesetz“). Der Dharma nimmt im Buddhismus jene Stelle ein, die im Christentum „Gottvater“ bzw. dem Schöpfergott zukommt. Der Dharma ist jedoch unveränderlich und ohne Intention, also nicht strafend oder belohnend wie eine Gottheit. Er ist lediglich das Regelwerk, nach dem das Universum funktioniert. Insofern lässt sich der Buddhismus auch als „atheistische Religion“ bezeichnen. Erleuchtung wird mit der vollkommenen Erkenntnis des Dharma gleichgesetzt. Umgekehrt kann „Dharma“ auch die Lehre des Buddha bezeichnen, die zur Erleuchtung führt.
Buddha
Buddhaschaft ist die höchste Daseinsform im Universum des Buddhismus. Sie wurde nicht nur vom historischen Buddha, sondern auch von zahlreichen Vorgängern erreicht, die alle als Buddha bezeichnet werden. Im Mahayana Buddhismus gibt es außerdem die Bodhisattvas (बोधिसत्त्वBodhisattva (skt., m.) — „Erleuchtetes Wesen“ ) , die wie die Buddhas Erleuchtung erfahren haben, aber im Samsara verbleiben um andere Wesen zur Erleuchtung zu führen. Aus diesem Grunde erscheinen sie immer wieder in der Welt der Unerleuchteten und vollführen mitunter auch Wunder. Theoretisch sind weder der historische Buddha noch seine Vorgänger oder Nachfolger mit einem monotheistischen Gott zu vergleichen, denn sie sind keine Weltenschöpfer. Buddhas und Bodhisattvas sind jedoch über das Karma erhaben und daher ideale Adressaten, um eine karmische Verbesserung zu erreichen. Insofern genießen sie in der Praxis häufig einen gottähnlichen Status (s.a. Ikonographie).
Drei Schätze
Die drei wichtigsten Elemente des Buddhismus werden als die Drei Schätze (auch „Drei Kleinodien“) bezeichnet. Es sind der Buddha, der Dharma, und der sangha (संघsaṃgha (skt., m.) — „(Mönchs-)Gemeinde“ ) , also die buddhistische (Mönchs-) Gemeinschaft.
Drei Körbe
Die kanonischen Schriften des Buddhismus sind in drei Grunddisziplinen unterteilt, die als die Drei Körbe bezeichnet werden. Es sind (1) die Lehrreden des Buddha, die Sutren (सूत्रsūtra (skt., n.) — „Faden“, Lehrrede des Buddha, kanonische Schrift …mehr ⇒) ; (2) die monastischen Ordensregeln (vinaya (विनयvinaya (skt., m.) — „Disziplin“, die monastischen Ordensregeln ) ); und (3) die Kommentarwerke (abhidharma (अभिधर्मabhidharma (skt., m.) — Kommentarwerke des buddh. Kanons ) ). Der Theorie nach ist alles, was in den Drei Körben festgelegt ist, für alle buddhistischen Richtungen gültig. In der Praxis unterscheidet sich der Inhalt der Drei Körbe aber von Epoche zu Epoche, von Region zu Region und von Schule zu Schule.
Unterschiede zwischen buddhistischen Richtungen
Während etwa die Schulen des Theravada (थेरवादTheravāda (pali, m.) — „Schule der Ordensälteren“, buddhistische Richtung (hier in Pali angegeben; skt: Sthaviravada) …mehr ⇒) Buddhismus die Erleuchtung oder den Eintritt ins Nirvana (निर्वाणNirvāṇa (skt., n.) — „Auslöschung“, Ort der Erlösung von allem Leid ) erst nach vielen Wiedergeburten als Mönch für möglich erachten, zeichnen sich die Mahayana Schulen dadurch aus, dass sie die Buddhawerdung (= Erleuchtung) in diesem Leben anstreben. Die Methoden, dieses Ziel zu erreichen, sind allerdings sehr verschieden und machen die Hauptunterschiede zwischen den einzelnen Mahayana Schulen aus. Meditation wird zwar allgemein geübt, steht aber vor allem im Zen Buddhismus im Vordergrund (Zen (Zen 禅 — chin. Chan, wtl. Meditation; Zen Buddhismus …mehr ⇒) bedeutet wörtlich „Meditation“). Daneben benutzt der Zen Buddhismus die Irritation durch paradoxe Fragen (kōan (kōan 公案 — Koan, paradoxes Zen-Rätsel …mehr ⇒)), um konventionelles Wissen (Alltagsbewusstsein = „Unwissenheit“) zum Einsturz zu bringen. Andere Schulen erachten die Rezitation von Gebetstexten für entscheidend. Dabei kann es sich entweder um ganze Sutren handeln oder bloß um den Namen eines Sutra oder eines Buddha, etwa im Fall des Amida Buddhismus. Im esoterischen Buddhismus, der in Japan heute vor allem in Form der Shingon (Shingon-shū 真言宗 — Shingon Schule, wtl. Schule des Wahren Wortes …mehr ⇒) Schule präsent ist, wird der rituellen Praxis besonderes Gewicht beigemessen, wobei das Ziel ist, durch eine Kombination von Gebetsformeln (mantra (मन्त्रmantra (skt., n.) — Gebetsformel ) ), Handzeichen und -gesten (mudra (मुद्राmudrā (skt., f.) — „Siegel“, Gebetsgeste …mehr ⇒) ) sowie geistiger Konzentration zur Buddhaschaft zu gelangen. Die genauen Formen dieser verbalen, gestischen und imaginierten Zeichen sind „geheim“, das heißt, es bedarf eines Meisters, der eine rituelle Initiation vornimmt und den Schüler Schritt für Schritt in die Geheimnisse dieser Lehre einführt. Daher die Bezeichnung „esoterisch“ bzw. auf Japanisch mikkyō (mikkyō 密教 — esoterischer Buddhismus, Tantrismus; wtl. geheime Lehre ), wtl. „geheime Lehre“. (Weitere Unterschiede werden im Kapitel Geschichte eingehender besprochen.)
Buddhismus und andere Religionen
Andere Religionen führen nach buddhistischer Auffassung zwar nicht direkt zum Pfad der Erleuchtung, können aber unter Umständen mit dem Buddhismus vereinbare Werte verbreiten. Sie können sogar dem Plan eines Buddha entsprechen, um die Unwissenden schrittweise an seine Lehre heranzuführen. Religionen, die den Buddhismus nicht ihrerseits ablehnen (also z.B. der Shinto), werden daher als Umwege, aber nicht als Irrwege aufgefasst.
Ebenso wird die Existenz von Gottheiten anderer Religionen nicht geleugnet. Allerdings sind auch die Götter im Geburtenkreislauf gefangen. Gottsein ist also eine mögliche Form der Wiedergeburt. Vor allem indische Götter wurden in dieser Form konzipiert (sie erhalten oft die Funktion eines Beschützers des Buddhismus). Japanische Götter (kami (kami 神 — japanische Gottheit …mehr ⇒)) gelten hingegen in vielen Richtungen des japanischen Buddhismus als Manifestationen von Buddhas. Buddhas bedienen sich demnach der Form von Kami, um die Menschen an sich heran zu führen.
In diesen Konzeptionen von nicht-buddhistischen Göttern spiegelt sich ein gemeinsames Grundmuster wider: Außerhalb des Buddhismus liegende Vorstellungen werden von diesem nicht bekämpft oder negiert, sondern nach Möglichkeit integriert. Man hat diese Verfahrensweise u.a. auch als „Inklusivismus“ bezeichnet. Monotheistische Religionen wie Christentum oder Islam gehen hier meist einen anderen Weg (Verneinung, Diffamierung, Verfolgung), den man in diesem Zusammenhang als „exklusivistisch“ bezeichnen könnte. Solchen exklusivistischen Religionen oder Sekten gegenüber zeigte sich umgekehrt auch der Buddhismus von einer intorleranten Seite und zwar genau dann, wenn diese Religionen sich gegen die Vereinnahmung durch den Buddhismus zur Wehr setzten oder diese von vornherein ausschlossen. Christen und andere religiöse Gruppen mit exklusivem Absolutheitsanspruch wurden daher in Japan auch im Namen des japanischen Buddhismus auf ähnliche Weise verfolgt wie „Ketzer“ und „Heiden“ in der europäischen Religionsgeschichte (s. Kap. Geschichte, Das christliche Jahrhundert).
Links
Einführungen in die Lehre des Buddha gibt es im Internet wie Sand am Meer, viele sind allerdings durch den Blick einer spezifischen Richtung des Buddhismus gefärbt. Andererseits gibt es viele Linksammlungen, die teilweise veraltet oder ungeordnet sind. Hier eine kleine Auswahl von Links, die bereits länger funktionieren:
- Buddhanet's Buddhist Studies, Buddha Dharma Education Association (en.)
Eine umfangreiche und informative Site mit einem religiösen Background (Kong Meng San Kloster, Singapur). - Digital Dictionary of Buddhism, Charles Muller
Ein für Spezialisten sehr brauchbares online-Wörterbuch. Chinesisch - Englisch mit englischen Erläuterungen (login als „guest“). - Buddhist Studies WWW Virtual Library (en.)
Eine der anerkanntesten akademischen Meta-Sites, mit Links zu diversen Subthemen. - East Asian Buddhist Studies: A Reference Guide, William M. Bodiford (en.)
Eine kommentierte Bibliographie der wichtigsten Ressourcen (Quellensammlungen, Wörterbücher, ...) für alle die sich wissenschaftlich mit dem Buddhismus auseinandersetzen. - Dictionary of the History of Ideas - Buddhism, Nakamura Hajime (en.)
Online Fassung eines einführenden Artikels des berühmten Buddhismuskundlers Nakamura Hajime aus dem Jahr 1961. Nicht mehr ganz neu, aber fundiert.Letzte Überprüfung der Linkadressen: Aug. 2010
Literatur
Auch die Einführungsliteratur in den Buddhismus ist unübersehbar und zugleich von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus meist nicht befriedigend. 2011 ist jedoch ein Band zur Geschichte des japanischen Buddhismus erschienen, der von der Zielsetzung viel mit dem Kapitel Geschichte gemeinsam hat, allerdings wesentlich ausführlicher auf einzelne Punkte eingeht:
- Christoph Kleine 2011
Der Buddhismus in Japan: Geschichte, Lehre, Praxis. Tübingen: Mohr Siebeck.
Zum indischen Buddhismus gibt es einige Klassiker, die zwar nicht mehr ganz aktuell sind, aber gut und allgemein verständlich geschrieben:
- Edward Conze 1995
Buddhismus: Wesen und Entwicklung. Stuttgart: Kohlhammer. [Engl. Originalausgabe: Buddhism. Its Essence and Development, 1951.]
- Erich Frauwallner 1993
Geschichte der Indischen Philosophie, Bd. 1. Salzburg: Otto Müller Verlag. [Erste Auflage Berlin 1958.]
Etwas moderner und zudem sehr handlich:
- Axel Michaels 2011
Buddha: Leben, Lehre, Legende. München: C. H. Beck.
- Bernard Faure 1998a
Buddhismus. Bergisch Gladbach: Lübbe. [Französische Originalausgabe: Le Buddhisme, 1997.]
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