Einleitung: Die religiöse Ikonographie Japans
Die japanische Ikonographie ist stark vom Buddhismus geprägt, daher sind die höchsten buddhistischen Wesen, Buddhas (बुद्धskt. Buddha (m.) „Der Erleuchtete“, → mehr dazu) und Bodhisattvas (बोधिसत्त्वskt. Bodhisattva (m.) „Erleuchtetes Wesen“, → mehr dazu), auch am häufigsten abgebildet. Doch die Buddhas lassen auch Gottheiten anderer Religionen zu: Zusammen mit den einheimischen japanischen Göttern (kami (kami 神 = japanische Gottheit→ mehr dazu)) und importierten Gottheiten aus Indien, China und Korea formen sie ein Pantheon, in dem die Grenzen zwischen den einzelnen Konfessionen und Religionen verschwinden. In diesem Kapitel werden die wichtigsten, am häufigsten anzutreffenden Gestalten dieses japanischen Pantheons vorgestellt und ihre ikonographischen Erkennungsmerkmale kurz beschrieben. Es handelt sich allerdings nur um einen kleinen Ausschnitt dessen, was man an Figuren und Themen in der Religion Japans vorfindet.
Zunächst soll es einmal darum gehen, in der verwirrenden Vielfalt buddhistischer Figuren eine Art Orientierung zu finden. In der japanischen Kunstgeschichte gibt es zu diesem Zweck vier hierarchisch angeordnete Kategorien:
Auf dieser Seite |
Nyorai oder Buddha-Gruppe
Buddha
- Buchillustration. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryukoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/12/03)
Buddha Amida Nyorai in seiner klassischen Haltung, sitzend und mit der Mudra der Meditation.
Die Abbildung geht auf das älteste japanische Handbuch der buddhistischen Ikonographie zurück. Das Werk ist unter den Titeln Zuzōshō 図像抄 („Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“) oder Jikkanshō 十巻抄 („Abriss in zehn Bänden“) bekannt und wird wahlweise Byōdōbō Yōgon (1075–1151) oder Shōjōbō Ejū (1060–1144) zugeschrieben. In jedem Fall gehörte der Autor der Shingon Schule an. Die Details der Darstellungen haben sich seit der ersten Abfassung des Werkes bemerkenswert wenig geändert.
Die vorliegende Abbildung entstammt der Abschrift einer Abschrift des originalen Zuzōshō und wurde laut Kolophon 1702 (Genroku 15) angefertigt.
Nyorai (Nyorai 如来 = Buddha-Titel) ist ein Ehrentitel eines Buddhas, die Übersetzung von skt. Tathagata (तथागतskt. Tathāgata (m.) Ehrentitel eines Buddhas, ). Buddhas sind streng genommen keine Götter, werden aber ähnlich wie Götter dargestellt. Trotz der verschiedenen Namen sind die meisten Buddhas äußerlich (und wohl auch innerlich) beinahe identisch. In den buddhistischen Schriften werden ihnen 32 Merkmale zugesprochen, durch die sie sich von gewöhnlichen Sterblichen unterscheiden. In den bildlichen Darstellungen sind davon meist nur einige zu sehen, z.B. der Schädelauswuchs (Sitz besonderer spiritueller Fähigkeiten); das Stirnmal (eigentlich eine weiße leuchtende Haarlocke zwischen den Augenbrauen, meist als kleine Erhebung dargestellt); oder die lang gedehnten Ohrläppchen. Abgesehen davon weisen die meisten Buddhas folgende Gemeinsamkeiten auf: einfaches Mönchsgewand, entspannte Körperhaltung, entspannte Gesichtszüge, kein (oder kaum ein) Schmuck. Buddhas sitzen häufig im Meditations- oder Lotos-Sitz, es gibt aber auch stehende Buddha-Statuen, die dann meistens von zwei Bodhisattvas flankiert sind. Die Darstellung des Körpers ist im allgemeinen schlicht und realistisch. Nur wenige Buddhas besitzen individuelle Merkmale. Daher lassen sie sich oft nur durch unterschiedliche Handzeichen (mudra (मुद्राskt. mudrā (f.) „Siegel“, Gebetsgeste, → mehr dazu)) unterscheiden. In diesem Kapitel wird auf die Buddhas Amida (Amida 阿弥陀 = Buddha Amitabha→ mehr dazu), Dainichi (Dainichi 大日 = Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“→ mehr dazu) und Shaka (Shaka 釈迦 = Buddha Shakyamuni→ mehr dazu) genauer eingegangen. Besonders im Altertum war neben diesen auch Yakushi Nyorai (Yakushi Nyorai 薬師如来 = Buddha der Medizin; skt. Bhaisajyaguru), der „heilende Buddha“ oder „Buddha der Medizin“ von großer Bedeutung.
Bosatsu oder Bodhisattva-Gruppe
Senju Kannon
- Buchillustration. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Bodhisattva Kannon mit den tausend Händen. Kopie des verlorenen Zuzōshō (1239).
Das Wort Bosatsu (Bosatsu 菩薩 = Bodhisattva, buddhistische Heilsgestalt) geht auf den Sanskritbegriff Bodhisattva (बोधिसत्त्वskt. Bodhisattva (m.) „Erleuchtetes Wesen“, → mehr dazu) zurück und bedeutet „Erleuchteter“. Bodhisattvas sind eine Schöpfung des Mahayana (महायानskt. Mahāyāna (n.) „Großes Fahrzeug“, buddhistische Richtung, → mehr dazu) Buddhismus und verkörpern nach dieser Lehre die unmittelbare Vorstufe zur Existenz als Buddha. Funktionell sind sie in vieler Hinsicht mit christlichen Heiligen zu vergleichen. Mit ihrer Hilfe versuchte der Mahayana Buddhismus — im Gegensatz zu dem auf das Mönchswesen fokussierten Theravada (थेरवाद Theravāda (m.) „Schule der Ordensälteren“, buddhistische Richtung (hier in Pali angegeben; skt: Sthaviravada), → mehr dazu) — den Weg zur Buddhawerdung auch für die buddhistischen Laien gangbar und attraktiv erscheinen zu lassen.
Bodhisattvas sind zwar vollkommen erleuchtet aber noch nicht ins Nirvana (निर्वाणskt. Nirvāṇa (n.) „Auslöschung“, Ort der Erlösung von allem Leid, → mehr dazu) eingegangen und stehen somit gleichsam mit einem Bein im Diesseits. Sie sind leichter zugänglich als die weltabgewandten Buddhas. Voll von mildem Verständnis für menschliche Schwächen sind sie jederzeit bereit, den Gläubigen bei der Überwindung schlechten Karma (कर्मskt. Karma (n.) „Tat“, konsequente Folge, → mehr dazu)s zur Seite zu stehen.
Zu den bekanntesten japanischen Bodhisattvas zählen Kannon Bosatsu (Kannon Bosatsu 観音菩薩 = Bodhisattva Avalokiteshvara, wtl. „der den Klang der Welt erhört“; chin. Guanyin; „Bodhisattva des Mitleids“→ mehr dazu), Jizō Bosatsu (Jizō Bosatsu 地蔵菩薩 = Bodhisattva (Bosatsu); skr. Kshitigarbha, „Speicher oder Mutterleib der Erde“→ mehr dazu), Seishi Bosatsu (Seishi Bosatsu 勢至菩薩 = Bodhisattva Mahasthamaprapta; Begleiter → Amidas) und Fugen Bosatsu (Fugen Bosatsu 普賢菩薩 = Bodhisattva Samantabhadra; Begleiter des → Shaka Nyorai). Oft wirken sie prächtiger als Buddhas, auch können sie vier, sechs oder gar „tausend“ Arme besitzen und sind mit zahlreichen Schmuckstücken und Gegenständen ausgestattet. Ähnlich den christlichen Heiligen kann ein Bodhisattva die Hauptverehrungsfigur eines Tempels (honzon (honzon 本尊 = Hauptheiligtum eines Tempels→ mehr dazu)) darstellen. Daher sind Bodhisattvas im allgemeinen Bewusstsein der Japaner ebenso bekannt und oft sogar populärer als so mancher Buddha. Wenn sie aber mit Buddhas zusammen dargestellt sind, wird allein durch die Größenunterschiede klar, wer höher steht.
In diesem Kapitel wird auf Kannon und Jizō genauer eingegangen. Die in der Titelzeile abgebildete Figur ist Fugen Bosatsu, der meist auf einem Elefanten reitet, aber auch als Begleiter Shakyamunis (शाक्यमुनिskt. Śākyamuni (m.) „Der Weise des Shakya-Klans“, Gautama Siddhartha, → mehr dazu) fungiert.
Myōō oder Vidyārāja-Gruppe
Fudō Myōō
- Buchillustration (Papier, Farbe). Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Fudō mit Schwert und Flammen-Nimbus. Kopie des verlorenen Zuzōshō (1239).
Myōō (Myōō 明王 = wtl. „Licht-König“ oder „Mantra-König“; auch „Weisheits-König“; skt. Vidyārāja→ mehr dazu) (skt.Vidyārāja (विद्याराजskt. Vidyārāja (m.) „Mantra-König, Weisheits-König“, )) bedeutet „Mantra-König“ und verrät damit bereits eine Nahebeziehung zu esoterischen Gebetsformeln (Mantren (मन्त्रskt. mantra (n.) Gebetsformel, → mehr dazu)). Im Unterschied zu Buddhas und Bodhisattvas tragen Myōō fast immer grimmige Züge und Waffen. Der in Japan bekannteste Mantra-König ist Fudō Myōō (Fudō Myōō 不動明王 = prominentester japanischer Myōō (Mantra-König), wtl. „der Unbewegliche“→ mehr dazu), man trifft aber auch immer wieder auf Aizen Myōō (Aizen Myōō 愛染明王 = wtl. Mantra-König der Liebe→ mehr dazu), oder die Gruppe der Fünf Großen Myōō.
Myōō spielen vor allem im esoterischen Buddhismus eine wichtige Rolle. Sie gelten hier streng genommen nicht als eigene Gestalten, sondern als zornvolle, furchteinflößende Erscheinungsformen von Buddhas und Bodhisattvas. Solche zornvollen, furchteinflößenden Figuren sind vor allem aus den tantristischen (तन्त्रskt. tantra (n.) „Gewebe“, im Buddhsmus Lehrschrift des esoterischen Buddhismus (ähnlich → Sutra, aber meist mit rituellem Inhalt), → mehr dazu) Traditionen des tibetischen Buddhismus bekannt, sie waren und sind aber auch in Japan, v.a. im Shingon-shū (Shingon-shū 真言宗 = Shingon Schule, wtl. Schule des Wahren Wortes→ mehr dazu) Buddhismus stark präsent. Mehr dazu auf der Myōō-Seite.
Tenbu oder Deva-Gruppe
Bishamon-ten oder Tamon-ten
- Abbildung. Edo-Zeit, 1702
Bild © Ryūgoku University Library. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Der Hüter des Nordens. Kopie des verlorenen Zuzōshō (1239).
Die Angehörigen dieser Gruppe sind meist ursprünglich indische Götter (deva (देवskt. deva (m.) „Gottheit“, oberste Klasse indischer Götter, )), die der Buddhismus als Beschützer des Dharma (धर्मskt. Dharma (m.) Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha), → mehr dazu) in sein Pantheon aufnahm und als solche nach Ostasien brachte. Der Begriff „Deva“ wurde in China meist mit -tian (jp. -ten), wtl. „Himmel“, übersetzt, daher spricht man auch von der „Himmels-Gruppe“ (tenbu (tenbu 天部 = Gruppe der indischen, bzw. aus Indien übernommene Gottheiten (skt. Deva)→ mehr dazu)). Manche Devas werden aber auch, gleich den Myōō, als „König“ (ō) bezeichnet. Zu den bekanntesten zählen Enma-ten (Enma-ten 閻魔天 = skt. Yama, Wächtergottheit; s.a. → Enma→ mehr dazu), Benzaiten (Benzaiten 弁才天/ 弁財天 = Glücksgöttin, Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten→ mehr dazu), die Vier Himmelskönige (Shi-Tennō (Shi-Tennō 四天王 = Die 4 Himmelskönige (Weltenwächter)→ mehr dazu)), die Niō (Niō 仁王 = Wächterfigur, Torwächter→ mehr dazu), u.a.m. Sie haben meistens Wächterfunktionen (z.B. Wächter des Tempeltores), es können ihnen aber auch eigene Tempel geweiht sein. Manche dieser Götter sind im Laufe der Geschichte in Japan zu populären Kami, also zu Shinto-Gottheiten, mutiert und haben dabei ihre schreckenerregenden Züge verloren. Mehr dazu auf der Tenbu-Seite.
Ikonographisch gesehen verschwimmen die Grenzen zwischen diesen Kategorien natürlich immer wieder. Buddhas und Bodhisattvas lassen sich jedoch meist recht deutlich von Myōō und Tenbu unterscheiden: Sie strahlen innere Ruhe, Milde und Mitgefühl aus. Tenbu und Myōō sind dagegen eher furchteinflößende Gestalten. Sie sind außerdem den mildtätigen Buddhas und Bodhisattvas deutlich untergeordnet. Obwohl sie mitunter an christliche Teufel und Dämonen erinnern, darf man nicht den Fehler begehen, sie als böse oder sündhaft anzusehen. Sie bilden mit den Buddhas ein System, das milde und strenge Wege kennt, um die Lebewesen auf den rechten Weg zu führen. Oft werden Devas und Myōō auch als Inkarnationen oder Manifestationen, also Erscheinungen in veränderter Form, eines Buddhas oder Bodhisattvas angesehen.
Geschichtlicher Überblick der buddhistischen Ikonographie
Bodhisattva Maitreya
- Statue (Stein). Gandhara, Pakistan, 2. od. 3. Jh. u.Z.; im Besitz des Norton Simon Museums
Bild © Ron Reznick. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Bodhisattva
- Statue (Holz). Asuka-Zeit, 7. Jh.; im Besitz des Hōryū-ji, Nara
Bild © Foundation J.-E. Berger. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Möglicherweise handelt es sich um Maitreya (jap. Miroku), den „Buddha der Zukunft“
Im Buddhismus herrschte ursprünglich, ähnlich wie in den semitischen Religionen, ein Bilderverbot. Der Buddha sollte lediglich in symbolischer Form, z.B. als Rad der Lehre, abgebildet werden. Erst unter dem Einfluss des Mahayana Buddhismus (ab dem zweiten vorchr. Jh.) verschwand dieses Verbot, wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Tatsache, dass sich das Mahayana besonders um die Verbreitung der Lehre unter den Laien bemüht. Die frühesten Darstellungen des Buddha stammen aus dem ersten Jahrhundert unserer Zeit aus Madura (N-Indien) und Gandhara (गन्धारskt. Gandhāra (m.) ehemaliges Königreich im 1. bis 3. Jh. im heutigen Pakistan, ) (Pakistan). Besonders an den Statuen aus Gandhara fällt ein starker hellenistischer Einfluss auf, oft erinnern sie an Götter der griechisch-römischen Antike.
Mit der Ausbreitung des Buddhismus nach China erfuhren die indischen und zentralasiatischen Motive — ebenso wie die Lehre des Buddha selbst — einige stilistische Veränderungen. Die oft sehr bewegten indischen Gestalten werden etwas ruhiger, in sich gekehrter. Viele ikonographische Details werden jedoch beibehalten und in streng kodifizierter Form von Epoche zu Epoche weiter tradiert.
In Japan übernahm man in der Regel sowohl die Stilrichtungen als auch die ikonographische Symbolik der chinesischen Buddhastatuen, ja in der Frühzeit kamen auch die Bildhauer selbst aus China oder Korea. Daher ähneln japanische Statuen sehr stark chinesischen oder koreanischen, die wiederum Varianten von indischen oder zentral-asiatischen Grundmustern sind. Die allmählichen, subtilen Ausprägungen eines spezifisch japanischen Stils sind auf den ersten Blick nur schwer erkennbar. Es ist auch nicht einfach, das Alter einer buddhistischen Figur abzuschätzen. Lediglich der schlichte Stil aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus (6.–8. Jh.) lässt sich verhältnismäßig leicht identifizieren. In der Heian (Heian 平安 = alter Name Kyotos; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)→ mehr dazu)-Zeit (9.–11. Jh.) entstand schließlich der klassisch-japanische Stil, der besonderen Wert auf die innere Ruhe legt, die von den Skulpturen ausgeht, auf individuelle oder dynamische Merkmale jedoch weitgehend verzichtet.
In der Kamakura (Kamakura 鎌倉 = Stadt im Süden der Kantō Ebene, Sitz des Minamoto Shogunats 1185–1333 (= Kamakura-Zeit)→ mehr dazu)-Zeit (12.–14. Jh) erlebte die buddhistische Bildhauerkunst eine besondere Blüte. Aus dieser Zeit sind sogar die Biographien der Künstler bekannt, während man sonst kaum mehr als den Namen der Maler und Bildhauer kennt. Die berühmtesten Statuen der Kamakura-Zeit entstammen der sog. Kei-Schule, deren Mitglieger häufig die Silbe „kei“ im Namen tragen. Ihre kreativsten Neuerungen liegen in dynamischen, psychologisch raffinierten Darstellungen, die in der realistischen Darstellung von zornvollen Gottheiten und Dämonen am deutlichsten hervortritt. Aber auch zahlreiche Portraitskulpturen von hochrangigen Mönchen stammen aus der Kamakura-Zeit.
Später, vielleicht bedingt durch einen allgemeinen Bedeutungsverlust buddhistischer Tempel, entstanden nur noch wenige bildhauerische Werke von vergleichbarer Qualität. Zu neuartigen Überschneidungen von Kunst- und Religiongeschichte kam es vor allem im Zen-Buddhismus, der die monochromen, oft humorvollen Tuschebilder von buddhistischen Heiligen und Patriarchen hervorbrachte, sowie im neunzehnten Jahrhundert in der Kunst der ukiyo-e (Holzblock-Drucke), die u.a. die einheimischen Gottheiten als graphisches Sujet „entdeckten“.
In diesem Kapitel
In diesem Kapitel liegt der Schwerpunkt auf der buddhistischen Plastik, mit deren Hilfe die Grundkategorien der japanisch-buddhistischen Götterwelt erläutert werden (s.o.). Zunächst werden aber die Begriffe Mandala und Mudrā vorgestellt, um die man bei der Besprechung buddhistischer Kunst nicht herumkommt. Die Kami, die in der japanischen Kunst erstaunlich unterrepräsentiert sind, kommen am Schluss des Kapitels zu Wort. Als Überleitung ist die Seite der Sieben Glücksgötter anzusehen, die meist aus dem Buddhismus kommen, heute aber oft in Shinto-Schreinen verehrt werden. Im Kapitel Mythen, gibt es darüber hinaus Beschreibungen von Geistern und Dämonen sowie von Tieren und Fabelwesen mit überirdischen Fähigkeiten.
Weiterführende Informationen
- Dictionary of Japan's Buddhist Deities, Mark Schumacher (en.)
Reich illustriertes Online-Wörterbuch: sehr ausführlich, sehr informativ, sehr ansprechend gemacht. - E-kokuhō
Mehrsprachig und ausführlich dokumentierte „Nationalschätze“ der japanischen Kultur. - darumamuseumgallery.blogspot.com , Gabriele Greve
Diese Blogsite enthält unglaublich viele Informationen zur japanischen Ikonographie in Englisch und Deutsch, u.a. die online Fassungen von zwei Büchern der Autorin: - Gabriele Greve 1994
Buddhastatuen, Who is Who: Ein Wegweiser zur Ikonografie von japanischen Buddhastatuen. Kamakura: Paradise Publishers. (2. Auflage.) [S.a. online-Fassung.] - Gabriele Greve 1996
Buddhistische Kultgegenstände Japans. Kamakura: Paradise Publishers. [S.a. online-Fassung.] - Tokyo National Museum (en.)
- Kyoto National Museum (jap., en.)
- Nara National Museum (jap.)
Auch in Englisch verfügbar.Letzte Überprüfung der Linkadressen: Aug. 2010
- Web-Projekt
- Hauptseite
- Konzept
- Technisches
- Japan
- Geographie
- Geschichtsperioden
- Formales
- Glossare
- Kanji A–J
- Kanji K–R
- Kanji S–Z
- Sanskrit
- Quellen
- Literatur
- Links
- Autor
- Bernhard Scheid
- Kapitel 1
- Einleitung
- Buddhismus
- Buddh. Lehren
- Zitat:
- Vier Wahrheiten
- Shinto
- Essay:
- Shintō und jindō
- Stereotype
- Essay:
- Herrigels Zen
- Weltbild
- Kapitel2
- Einleitung
- Tempel
- Was ist ein Tempel?
- Spezialthemen:
- Tempeltore
- Pagoden
- Stupas
- Bekannte Tempel
- Schreine
- Was ist ein Schrein?
- Essay:
- Torii
- Bilder:
- Schreinbilder
- Götterseile
- Ise und Izumo
- Spezialthemen:
- Baustil Ise
- Izumo Schrein
- Bekannte Schreine
- Spezialthemen:
- Fushimi
- Tenjin
- Itsukushima
- Nikko
- Kasuga
- Kapitel 3
- Einleitung
- Öffentlich
- Tempel- & Schreinbesuch
- Spezialthema:
- Omairi Knigge
- Opfergaben
- Spezialthema:
- Votivbilder (ema)
- Glücksbringer
- Spezialthema:
- Glückslose
- Jahreszyklus
- Bilder:
- Neujahr
- O-Bon, Fest der Lichter
- Volksfeste (Matsuri)
- Spezialthemen:
- Nacktfeste
- Feuergang
- Fruchtbarkeits- und Phalluskulte
- Pilgerschaft
- Gastartikel:
- Fire walk
- Privat
- Religion und Familie
- Spezialthema:
- Der Kinder Segen
- Totenriten
- Essay:
- Modernes Jenseits
- Ahnenkult
- Hausschrein
- Friedhof
- Spezialthema:
- Grabsteine
- Priester und Mönche
- Buddhistische Mönche
- Spezialthemen:
- Mönchstracht
- Würdenträger
- Schreinpriester
- Yamabushi
- Spezialthema:
- En no Gyoja
- Ikonographie
- Kapitel 4
- Einleitung
- Mandala
- Spezialthema:
- Mandalas der beiden Welten
- Mudra
- Buddhas
- Amida
- Dainichi
- Essay:
- Daibutsu Statuen
- Shaka
- Spezialthemen:
- Buddhas Leben
- 32 Merkmale Buddhas
- Bodhisattvas
- Kannon
- Spezialthema:
- Pferdekopf-Kannon
- Jizo
- Spezialthema:
- Osorezan, der Angstberg
- Zornige
- Myōō
- Wächtergötter
- Spezialthemen:
- Niō Wächter
- Wind und Donner
- Sonstige Gottheiten
- Glücksgötter
- Shinto-Götter
- Spezialthema:
- Kasuga Mandala
- Kapitel 5
- Einleitung
- Göttermythen
- Götter des Himmels
- Spezialthemen:
- Ame no Uzume
- Trickster-Gottheiten
- Götter der Erde
- Essay:
- Ōkuninushi
- Jenseitsglaube
- Jenseits
- Spezialthemen:
- König Enma
- Kriegerische Geister
- Paradiese
- Höllen
- Spezialthemen:
- Höllenbilder
- Hungergeister
- Geisterwesen
- Totengeister
- Spezialthemen:
- Horror Klassiker
- Itako Shamaninnen
- Tengu
- Bilder:
- Tengu Motive
- Oni und Kappa
- Märchen:
- Der Alte mit der Beule
- Tiere
- Legendäre Tiere
- Bilder:
- Drachenbilder
- Komainu
- Verwandlungskünstler
- Spezialthemen:
- Kitsune
- Inari Fuchswächter
- Tanuki
- Symboltiere
- Essays:
- Tauben und Krieg
- Drei Affen
- Erdbeben-Wels
- Kapitel 6
- Einleitung
- Altertum
- Frühzeit
- Spezialthema:
- Shōtoku Taishi
- Zitat:
- Königliche Empfehlung
- Nara Zeit
- Spezialthema:
- Miniaturstupas
- Frühe Kami Kulte
- Spezialthema:
- Himiko
- Heian Zeit
- Saichō
- Kūkai
- Zitat:
- Kukais Initiation
- Honji suijaku
- Mittelalter
- Kamakura
- Spezialthema:
- Rituelle Verwünschungen
- Amidismus
- Zitat:
- Amidas Gelübde
- Zen Buddhismus
- Bilder:
- Bodhidharma
- Zitat:
- Ein Kōan
- Nichiren Buddhismus
- Mittelalterl. Shinto
- Essay:
- Götterwinde
- Frühe Neuzeit
- Reichseinigung
- Christentum
- Zitat:
- Kopfgeld für Christen
- Inquisition
- Neo-Konfuzianismus
- Kokugaku
- Moderne
- Staatsshinto
- Zitat:
- Kaiserl. Erziehungserlass
- Spezialthema:
- Yasukuni Schrein
- Neue Religionen
- Kapitel 7
- Einleitung
- Yin und Yang
- Spezialthema
- Tierkreiszeichen
- Himmelskunde
- Spezialthema
- Astrologie
- Mythentexte
- Sutren
- Suchen
- Wiki-Suche
- Wiki-Seitenindex
- Schlagwortverzeichnis
- Sitemap
- Updates
- Letzte Änderungen
- Neue Bilder
- Sonstiges
- Statistik
- Zufällige Seite
- Spezialseiten
- Druckversion