Die Ikonographie der Kami

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Bernhard Scheid, „Die Ikonographie der Kami.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 26.3.2014). URL: http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Ikonographie:Shinto-Goetter?oldid=35955

Seit jeher nennt man die einheimischen Götter in Japan kami (kami japanische Gottheit …mehr ⇒). Doch was Kami bewirken, wo sie sich auf­halten und wie sie aus­sehen, darüber lassen sich im Unter­schied zu bud­dhis­tischen Gestalten kaum ver­bindliche Aus­sagen fest­machen. Bildliche Dar­stel­lungen von Kami in mensch­licher Gestalt sind aus alter Zeit allenfalls in stark stilisierter Form bekannt. Erst der Ein­fluss der buddhistischen Kunst brachte es mit sich, dass Kami als realistische Menschen dar­ge­stellt wurden. Aller­dings gab und gibt es viel weniger Bilder von Kamis als von Buddhas.

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Frühe Darstellungen

Einige ur- und frühgeschichtliche Grabbeigaben (so z.B. einige haniwa (haniwa 埴輪frühgeschichtliche Grabbeigaben aus Ton, meist in Form einfacher Skulpturen …mehr ⇒) Tonfiguren der Kofun-Zeit, 3.–6.Jh.) können als Götter­dar­stel­lungen gedeutet werden, doch scheint diese altertümliche Ikonographie mit dem Aufkommen des Buddhismus so voll­kommen ab­ge­schafft worden zu sein, dass heute nur noch spekulative Interpretationen über die Ver­bindung von haniwa und Kami möglich sind. Das einzige, was sich in Ver­bindung mit Götter­dar­stel­lungen aus vor-buddhistischer Zeit bis heute er­halten hat, sind spezifisch ge­formte shintai (shintai 神体heiliges Objekt eines Shinto Schreins; wtl. „Gottkörper“ …mehr ⇒) (Gottkörper). Shintai stellen die Haupt­heilig­tümer shintoistischer Schreine dar. Sie repräsentieren jedoch streng ge­nommen nicht die Gott­heit selbst, sondern stellen ihren Aufenthaltsort in dem jeweiligen Schrein dar.

Shintai

Typische shintai sind Spiegel, Schwert und Krummjuwelen (magatama (magatama 勾玉Krummjuwelen; archaischer Schmuck, Teil der Insignien des Tenno …mehr ⇒)). Sie bilden auch die „drei göttlichen Schätze“, die — vor allem in früheren Zeiten — als Insignien der kaiserlichen Macht galten und so den Herr­schafts­an­spruch des Tennō (Tennō 天皇jap. „Kaiser“-Titel, wtl. Herrscher des Himmels …mehr ⇒) legitimierten. Shintai können aber auch ganz andere Formen an­nehmen, z.B. Papier­opfer­gaben (gohei (gohei 御幣Papieropfergabe, Zickzack-Papier …mehr ⇒)) oder figurative Dar­stellungen. Doch auch in diesem Fall handelt es sich streng ge­nommen nicht um die tat­säch­liche Gestalt der Kami sondern um ihren Wohnort.

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    Weibliche Gottheit

    Statue. Heian-Zeit; Matsunoo Schrein, Kyoto
  • matsunoo_dansei.jpg

    Gottheit mit shaku-Zepter

    Statue (Holz). Heian-Zeit; Matsunoo Schrein, Kyoto

    Siehe auch Kapitel Ikonographie.

Wenn shintai in menschlicher Form dargestellt werden, so sind sie zumeist wie Hofadelige ge­kleidet. Das trifft schon auf die archaisch wirkenden Gott­heiten des Matsunoo Schreins (Matsu(no)o Taisha 松尾大社Matsu(no)o Schrein, Kyoto …mehr ⇒) zu, die als die ältesten Beispiele figurativer Kami-Dar­stel­lungen gelten. Die männliche Figur (u.r.) hält eine Art Szepter (shaku (shaku Zeremonielles Zepter …mehr ⇒)) in der Hand, das noch heute in Shinto Zeremonien zum Einsatz kommt, ursprünglich aber ein Insignium weltlicher Herrscher war.

Multiple Identitäten

Was die Kami-Ikonographie verwirrend macht, ist unter anderem die Tatsache, dass es oft gar nicht leicht zu er­kennen ist, welcher Gott in einem bestimmten Schrein verehrt wird. Größere Schrein­an­lagen bestehen immer aus mehreren Einzel­schreinen, die ver­schiedenen Gott­heiten geweiht sind. Selbst in der Haupthalle eines Schrein können mehrere Gott­heiten zu Hause sein oder es existieren mehrere gleich­rangige Haupt­hallen neben einander. Dies ist wohl mit ein Grund, warum Schreine in Japan häufig unter ihrem Ort­namen, nicht unter dem Namen ihrer Gott­heit bekannt sind. In früherer Zeit wurde dieser Orts­namen sogar mit eigenen Gottes-Titeln versehen. Die ver­schiedenen Gott­heiten eines Schreins wurden also auch als eine einzige multiple Gottheit aufgefasst.

Beispiel Kasuga

kasuga hirschmandala.jpg

Die Kasuga Götter verlassen den Kashima Schrein (Kashima tatsu shineizu)

Hängerollbild (Tusche und Farbe auf Seide). Muromachi Zeit, 14. Jh.; im Besitz des Nara National Museums; 140,6 x 40,2 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2011/11/23)

Auf den Hirschen die Götter von Kashima und Katori (Kantō Region), darunter ihre Fujiwara Nachkommen, welche die Kantō Region für den kaiserlichen Hof verwalteten.

Kasuga Kami

Der Kasuga (Kasuga Taisha 春日大社Kasuga Schrein, Nara; ehemals Ahnenschrein der → Fujiwara …mehr ⇒) Schrein in Nara (Nara 奈良Hauptstadt und Sitz des Tenno, 710–784 (= Nara-Zeit); ehemals: Heijō-kyō …mehr ⇒) ist ein besonders an­schau­liches Beispiel für multiple Gott­heiten. Er wurde als Ahnen­schrein der mächtigen Adels­familie Fujiwara (Fujiwara 藤原mächtigste Adelsfamilie im jap. Altertum …mehr ⇒) gegründet und birgt vier Haupt­gott­heiten, die von den Fujiwara als ihre Vor­fahren erachtet wurden. Im Mittel­alter taucht neben den vier einzelnen Namen aber auch die Gott­heit Kasuga Daimyōjin (Daimyōjin 大明神kami-Titel, wtl. Große Leuchtende Gottheit …mehr ⇒) auf. Kasuga Daimyōjin wird zwar als Einzel­gott­heit verstanden und sogar ab­gebildet, ersetzt die ein­zelnen Kami in Kasuga aber nicht rest­los, sondern fasst sie zu einer Art kollektiven Supergottheit zusammen.

Es gibt darüber hinaus auch einige namhafte Zweigschreine des Kasuga Schreins, etwa den Yoshida Schrein (Yoshida Jinja 吉田神社Yoshida Schrein, Kyoto …mehr ⇒) in Kyoto. Auch er war ur­sprüng­lich ein Ahnen­schrein der Fujiwara und diente der Ver­ehrung des gleichen Ensembles von vier Göttern. Später wurden auch diese Gott­heiten zu einer einzigen ver­schmolzen, die diesmal den Namen Yoshida Daimyōjin erhielt. Die einzelnen Ahnen­götter waren zwar die gleichen wie im Kasuga Schrein, als Ensemble an einem anderen Ort bildeten sie aber eine neue Gottheit.

Der mühelose Wechsel von Einzahl und Mehrzahl und das Ver­schmelzen von mehreren Einzel­figuren zu einer einzigen wird wahr­schein­lich jedem, der mit japanischen Manga vertraut ist, bekannt vor­kommen. Auch hier vereinigen sich Einzel­figuren zu einem Superhelden, um sich nach ge­mein­samen Kampf wieder zu individualisieren. Kann es sein, dass dieser fließende Über­gang von einzel­per­sön­lichen und kollektiven Identitäten etwas mit der Bedeutung der Gruppe in der japanischen Ge­sell­schaft zu tun hat? Oder erleichtert die Tatsache, dass es im Japanischen keinen grammatikalischen Unter­schied zwischen Singular und Plural gibt, derartige Vorstellungen?

Amaterasu

In der japanischen Mythologie fällt auf, dass weiblichen Figuren eine wichtige, manch­mal sogar führende Rolle zukommt. Prominentestes Bei­spiel ist natürlich die Sonnen­gott­heit Amaterasu (Amaterasu 天照Sonnengottheit, Ahnherrin des Tennō …mehr ⇒), aber auch die mythische Kaiserin Jingū (Jingū Kōgō 神功皇后mytholog. Kaiserin …mehr ⇒) führt zu ihrer Zeit das Zepter über eine ganze Nation. Zur Zeit der Ab­fassung der Mythen waren weibliche Tenno tat­säch­lich keine Selten­heit. Im Laufe des japanischen Alter­tums scheint die Stellung der Frau jedoch schwächer ge­worden zu sein. Das wirkte sich auch in der Welt der Götter aus. Offen­bar tat man sich immer schwerer damit, die wichtigste Ahnen­gott­heit des Tenno in weiblicher Gestalt zu ver­ehren. Auf den seltenen Dar­stel­lungen aus dem Mittel­alter erscheint Amaterasu daher meist als Mann. Noch in der frühen Edo (Edo 江戸Sitz der Tokugawa Shogune, 1600–1867 (= Edo-Zeit); heute: Tokyo …mehr ⇒)-Zeit herrschte die Dar­stel­lung von Amaterasu als Jüngling vor. In dieser Zeit wurde der Name Amaterasu Ōmikami im übrigen sino-japanisch Tenshō Daijin (Tenshō Daijin 天照大神sinojap. Lesung von → Amaterasu Ōmikami …mehr ⇒) aus­ge­sprochen. Erst später, als unter dem Einfluss der kokugaku (kokugaku 国学„Lehre des Landes“, Nationale Schule, Nativismus …mehr ⇒)-Gelehrten der einheimische Mythos wieder deutlicher ins all­gemeine Bewusst­sein trat, etablierte sich die heute gängige Form, wie sie etwa auf dem Holz­schnitt rechts zu sehen ist.

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Tenshō daijin

Männlicher Amaterasu in einer mittelalterlichen Darstellung.

Amaterasu als Mann
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Amaterasu tritt aus der Höhle

Blockdruck (Papier, Farbe) von Utagawa Kunisada (1786–1865), Detail. 1857
Bild © Fuji Arts. (Letzter Zugriff: 2011/8)

Die Darstellung stammt aus einem Tryptichon mit dem Titel „Ursprung des Tanzes vor der Felsenhöhle“ (Iwato kagura no kigen). Dieser Tanz stellt die mythologische Szene nach, in der Amaterasu durch den Tanz von Ame no Uzume aus ihrer Felsenhöhle gelockt wird. Solche Kagura-Tänze werden auch heute noch häufig aufgeführt. In der Darstellung ist deutlich die Kabuki-artige Schminke der Darsteller zu erkennen.

Amaterasu als Frau

Ganz allgemein kann man aus diesen Beispielen schließen, dass die persönliche Identität einer Schrein­gott­heit wesentlich variabler ist als man aus der Sicht einer mono­theistischen Religion vermuten würde. In vielen Fällen werden Schreine daher mit ihrem Ortsnamen identifiziert. Selbst der Haupt­schrein von Amaterasu, der Ahnen­schrein des Tenno in Ise (Ise 伊勢Schreinanlage von Ise, Präfektur Mie …mehr ⇒) wird nicht als „Amaterasu Schrein“ sondern als „Götter­palast von Ise“ (Ise Jingū (Ise Jingū 伊勢神宮kaiserlicher Ahnenschrein (wtl. Götterpalast) von Ise, Präfektur Mie …mehr ⇒)) bezeichnet. Dass die verehrte Gottheit Amaterasu heißt, mag in diesem Fall noch all­ge­mein bekannt sein. Aber welche Gott­heit ihren Sitz im eben­so populären Izumo Schrein (Izumo Taisha 出雲大社Großschrein von Izumo, Präfektur Shimane …mehr ⇒) hat, ist selbst in Japan weithin unbekannt. Man besucht die be­rühmten Schreine von Nikkō (Nikkō 日光Tempel-Schreinanlage im Norden der Kantō Ebene, Präf. Tochigi; beherbergt u.a. den → Tōshō-gū Schrein …mehr ⇒) oder Miyajima (Miyajima 宮島Schreininsel nahe Hiroshima; s.a. Itsukushima Schrein …mehr ⇒) und bringt ihren Gott­heiten den ge­bührenden Respekt ent­gegen, aber man spricht immer nur vom Orts­namen dieser Schreine, kaum je von der dort ver­ehrten Gott­heit. Aus­nahmen stellen Hachiman (Hachiman 八幡Shinto Gottheit, Ahnengottheit des Tenno und des Kriegeradels; auch „Yawata“ ausgesprochen …mehr ⇒)-, Inari (Inari 稲荷Reisgottheit, häufig von Fuchswächtern bewacht …mehr ⇒)- und Tenjin (Tenjin 天神wtl. „Himmelsgott“, s.a. „Tenman Tenjin“ …mehr ⇒)-Schreine (s. Bekannte Schreine) dar. Interessanter­weise sind all dies Gott­heiten, die erst in historischer Zeit und unter bud­dhis­tischem Einfluss entstanden sind.

Buddhistische Kami

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Hachiman in höfischer Tracht

Statue (Holz) von Kyōkaku. 1326; Akane Hachiman-gū, Shimane-ken; 71,6 cm
Bild © Harris, 2001, S. 145
Hachiman als Herrscher
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Hachiman in buddhistischer Tracht (Sōgyō Hachiman)

Statue (Holz, bemalt). Heian-Zeit, späteres 9. Jh.; Yasumigaoka Hachiman-gū, Nara; Höhe: 38,6 cm

Der Yasumigaoka Schrein befindet sich innerhalb des buddhistischen Tempels Yakushi-ji. Hachiman fungiert dort als Schutzgottheit (chinjujin) des Buddhismus.

Hachiman als Mönch

Obwohl wie ein buddhistischer Mönch gekleidet, ist auch die Figur rechts ein Kami. Es ist Hachiman (Hachiman 八幡Shinto Gottheit, Ahnengottheit des Tenno und des Kriegeradels; auch „Yawata“ ausgesprochen …mehr ⇒), ein Gott, der ur­sprüng­lich von der West­insel Kyushu stammt aber bereits seit der Nara (Nara 奈良Hauptstadt und Sitz des Tenno, 710–784 (= Nara-Zeit); ehemals: Heijō-kyō …mehr ⇒) Zeit (710–784) landes­weit ver­ehrt wurde. Der Hachiman Glaube wurde be­sonders vom Buddhismus gefördert, denn Hachiman wurde als einer der ersten Kami in das buddhistische Pantheon integriert und als zum Bud­dhis­mus bekehrte Gott­heit angesehen. Um das Jahr 800 erhielt Hachiman den Titel Bosatsu (Bosatsu 菩薩Bodhisattva, buddhistische Heilsgestalt …mehr ⇒) (Bodhisattva (बोधिसत्त्वBodhisattva (skt., m.)„Erleuchtetes Wesen“ …mehr ⇒) ) und wurde ab da meist in Mönchs­tracht dar­ge­stellt. In späterer Zeit wurde Hachiman aber auch als Schutz­patron des Krieger­standes verehrt. In dieser Funktion wird er als weltlicher Herrscher gezeigt. Somit scheint es, als ob Hachiman rück­wirkend wieder in den Laien­stand ver­setzt worden wäre. Tatsächlich weiß die Hachiman Legende jedoch von verschiedenen Existenzen dieser Gottheit im (buddhistischen) Zyklus der Wiedergeburten zu berichten. Daher bezieht sich die weltliche Darstellung auf jene Existenz, als Hachiman in Gestalt des Ōjin Tennō (Ōjin Tennō 応神天皇mytholog. Tennō …mehr ⇒) auf Erden wandelte. Dieser Gestalten­reich­tum erklärt wahr­scheinlich auch Hachimans flexible Ein­satz­fähigkeit. Noch heute ist er einer der populärsten Kami Japans. (Siehe auch: Hachiman Schreine.)

Hachiman war jedoch nicht der einzige einheimische Gott, der im Laufe der japanischen Religions­ge­schichte in den Dienst des Bud­dhis­mus trat. Viel­mehr wurden im Grunde sämt­liche Kami früher oder später in das bud­dhis­tische Pantheon integriert und als Schutz­gott­heit des Buddhismus oder als Inkarnation einzelner Buddhas oder Bodhisattvas aufgefasst. (Mehr dazu im Kapitel „Geschichte“, Honji-suijaku.) Besonders deutlich ist dies auf den Mandalas von Kami-Schreinen zu erkennen.

Schrein Mandalas

Ab der Kamakura (Kamakura 鎌倉Stadt im Süden der Kantō Ebene, Sitz des Minamoto Shogunats 1185–1333 (= Kamakura-Zeit) …mehr ⇒) Zeit (13. Jh.) findet man japanische Gott­heiten auch auf sog. Mandalas (jp. mandara (mandara 曼荼羅skt. Mandala …mehr ⇒)) dar­ge­stellt. Es handelt sich dabei aber meist nicht um die abstrakten geo­metrischen Strukturen, die wir von den klassischen Mandalas (मण्डलmaṇḍala (skt., n.)„Kreis“, schematische Dar­stel­lung der kosmischen Ordnung …mehr ⇒) des Buddhismus kennen. Vielmehr scheinen die ver­gleichs­weise freien Dar­stel­lungen buddhistischer Paradiese, die ebenfalls als Mandalas be­zeichnet wurden, für die Schrein Mandalas Pate gestanden zu haben.

Auf den Mandalas berühmter Schreine sieht man Kami häufig paarweise mit Buddhas (बुद्धBuddha (skt., m.)„Der Erleuchtete“ …mehr ⇒) abgebildet. Diese Dar­stel­lung ist Aus­druck einer be­stimmten Auf­fassung vom Ver­hältnis zwischen Buddhas und Kami, die von der Heian (Heian 平安alter Name Kyotos; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit) …mehr ⇒)-Zeit bis zum Beginn der Meiji (Meiji 明治posthumer Name von Kaiser Mutsuhito; nach ihm wird auch die Meiji-Zeit (1868–1912) benannt …mehr ⇒)-Zeit gängig war: Buddhas wurden als „Urform“ (jap. honji (honji 本地(buddhistische) Urform (eines kami) …mehr ⇒)), Kami als deren „Spur“ (suijaku (suijaku 垂迹wtl. kami-Spur (eines Buddha); buddh. Bezeichnung für → kami …mehr ⇒)), d.h. als sekundäre Er­scheinungs­form angesehen. Jede einzelne Gott­heit war demnach die Inkarnation eines bestimmten Buddhas. Diese Ver­mischung von bud­dhis­tischer und ein­heimischer Ikono­graphie stellte bis zur Meiji-Zeit kaum ein Problem dar. Man war lediglich unter­schied­licher An­sicht, welcher Kami zu welchem Buddha ge­hörte. Die Schrein Mandalas dienten u.a. dazu, die spezifische Inter­pre­ta­tion bestimmter Kami und ihrer Urformen zu illustrierten.

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