Ältere Malereien und Zeichnungen in Farbe (Werke vor ca. 1600)

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Bernhard Scheid, „Ältere Malereien und Zeichnungen in Farbe (Werke vor ca. 1600).“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 15.8.2016). URL: https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Metalog:Bilder/Malerei_alt?oldid=65166
Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1772 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Malerei“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

Werke namentlich bekannter Künstler 37 Bilder  + anonyme Werke

Kublai khan.jpg Anige

Kubilai Khan

Hängerollbild, kakemono (Seide, Tusche, Farbe) von Anige. 1294; National Palace Museum, Taipei; 59,4 x 47 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Portrait von Kubilai Khan.

Anige Kubilai Khan
Luohan8 guanxiu.jpg Anon. nach Guanxiu

Arhat 8

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Anon. nach Guanxiu (832–912); aus der Serie Sechzehn Arhats; Kōdai-ji; 129,1 x 65,7 cm
Bildquelle: 圖博館. (Letzter Zugriff: 2013/9)

Arhat, der sich mit einem Rückenkratzer (in Japan existiert dafür der Ausdruck „Hand des Enkels“) den Rücken kratzt. Nach der angegebenen Quelle (ein taiwanesischer Blog) Arhat 8.

Anon. nach Guanxiu Arhat 8
Luohan4 guanxiu.jpg Anon. nach Guanxiu

Arhat 4

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Anon. nach Guanxiu (832–912); aus der Serie Sechzehn Arhats; Kōdai-ji; 129,1 x 65,7 cm
Bildquelle: 圖博館. (Letzter Zugriff: 2013/9)

Arhat mit knorrigem Stock, betend. In Mönchstracht auf einem Stuhl aus unbehandelten Holz sitzend. Mit ausgeprägter Nase und starker Körperbehaarung. Nach der angegebenen Quelle — ein taiwanesischer Blog — Arhat 4.

Anon. nach Guanxiu Arhat 4
Ikkyu2.jpg Bokusai

Ikkyū Sōjun

Hängerollbild, kakemono (Papier, Tusche, Farbe) von Bokusai, Detail. Muromachi-Zeit, 15. Jh.; Tōkyō National Museum; 43,7 x 26,1 cm
Bild © e-Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der Dichter und Mönch Ikkyū Sōjun (1394–1481) zählt zu den bekanntesten und exzentrischsten Figuren des japanischen Zen. Aus seiner Zeit (Muromachi-Zeit) existieren zahlreiche Portraits von hochrangigen Mönchen, viele davon äußerst realistisch. Dennoch ist dieses Bild dank seines lebendigen und zugleich bekümmerten Ausdrucks außergewöhnlich. Es spiegelt eine Art von Weltschmerz wider, die auch in Ikkyūs Lyrik zu finden ist.

Bokusai Ikkyū Sōjun
Ippen miyajima.jpg En'i (Kopist anon.)

Itsukushima im japanischen Mittelalter

Querbildrolle (Farbe und Tusche auf Papier) von En'i (Kopist anon.), Detail; aus Ippen shonin eden, Bd. 10, 1299; National Diet Library; Höhe: 38cm
Bild © National Diet Library. (Letzter Zugriff: 2014/9/30)

Die Anlage von Itsukushima, mit ausgebauter Seebühne und torii im Wasser, das allerdings noch nicht seitlich stabilisiert ist. Auf einer Bühne findet ein Tanz statt, die Korridore sind voll mit Zusehern. Kopie einer Querbildrolle aus der Kamakura-Zeit, die vom Leben des Wanderpredigers und Begründers der Ji-Schule Ippen handelt. Das Original entstand 1299, der Text stammt von Ippens Schüler Shōkai (1261–1323), die Bilder von einem Malermönch namens En'i.

En'i (Kopist anon.) Itsukushima im japanischen Mittelalter
Honen chionin2.jpg Fujiwara no Tadanobu

Hōnen

Hängerollbild, kakemono von Fujiwara no Tadanobu (1142–1205), Detail. Kamakura-Zeit; Chion-in, Kyōto

Portrait des Mönchs Hōnen (1133–1212), des Begründers der Jōdo-shū.

Fujiwara no Tadanobu Hōnen
Rakan11 kunaicho.jpg Guanxiu

Arhat 11 (Guanxiu)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Guanxiu (832–912); Kaiserliches Hofamt (Kunaichō), Tokyo
Bild © Nihon no bijutsu 234 (1985), S. 6, Abb. 6

Arhat 11 aus einer Serie im Besitz des japanischen Kaiserpalastes, die angeblich von Guanxiu (also aus dem 10. Jh.) stammen soll, jedenfalls aber eine getreue Kopie darstellt. Eine viel spätere Kopie findet sich auf den Steinstelen des Kaisers Qianlong (1764). Laut Takasaki Fujihiko (Nihon no bijutsu 234, S. 39) hinterließ Guanxiu auf diesem Bild eine Inschrift, wonach diese Serie zwischen 880 und 896 entstand. Rakan 11 ist Rahula, der einzige Sohn des historischen Budda. Das Portrait, das gegenüber den anderen der gleichen Serie weniger grotesk wirkt, wird traditionellerweise als Selbstportrait des Künstlers gedeutet.

Guanxiu Arhat 11 (Guanxiu)
Rakan15 kunaicho.jpg Guanxiu

Arhat 15 (Guanxiu)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Guanxiu (832–912); Kaiserliches Hofamt (Kunaichō), Tokyo
Bild © Nihon no bijutsu 234 (1985), S. 6, Abb. 6

Arhat 15 aus einer Serie im Besitz des japanischen Kaiserpalastes, die angeblich von Guanxiu (also aus dem 10. Jh.) stammen soll, jedenfalls aber eine getreue Kopie darstellt. Eine viel spätere Kopie findet sich auf den Steinstelen des Kaisers Qianlong (1764). Laut Takasaki Fujihiko (Nihon no bijutsu 234, S. 39) entstand diese Serie zwischen 880 und 896. Guanxiu fertigte laut einer Inschrift auf Bild 11 die ersten zehn Portraits im Tempel 和安寺 an, wo er auch zum Mönch ausgebildet worden war. Die Serie wurde bald darauf von 景昭 zum Tempel 懐玉山 in 信州 gebracht und dort aufbewahrt.

Guanxiu Arhat 15 (Guanxiu)
Nyoirin jukkansho.jpg Ingen

Kannon mit Wunschjuwel (Nyoirin Kannon)

Buchillustration, bosatsu (Tusche und Farbe auf Papier) von Ingen. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; aus Jikkanshō 十巻抄, Bd. 6 „Kannon“; Entsū-ji, Berg Kōya
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 116, Abb. 41-1

Bodhisattva Kannon auf einem Felsen sitzend und mit sechs Armen, ein Wunscherfüllungsjuwel (nyoi no tama) zur Brust haltend. Die Abbildung geht auf eine relativ frühe Kopie des Jikkanshō 十巻抄 („Abriss in zehn Bänden“) zurück. Dieses älteste japanische Handbuch der buddhistischen Ikonographie stammt aus dem 11. Jahrhundert ist auch unter dem Titel Zuzōshō 図像抄 („Abriss von Skizzen [buddhistischer] Statuen“) bekannt. Hier handelt es sich um eine Kopie durch Ingen 印玄, einen Mönch des Ninna-ji in Kyōto.

Ingen Kannon mit Wunschjuwel
Shinran narahaku.jpg Jōga?

Shinran (1173–1262) in traditioneller Mönchstracht

Hängerollbild, kakemono (Seide, Tusche, Farbe) von Jōga?, Detail. Kamakura-Zeit, 13.-14. Jh.; im Besitz des Jōfuku-ji, Kyōto, heute Nara National Museum; 120,2 x 81,1 cm
Bild © e-kokuhō. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Shinran trägt hier ein schwarzes kesa, eine Gebetskette und eine zum Schal gefalteten Mönchskapuze (mōsu). Besonders charakteristisch der Stock, der vor Shinrans Füßen liegt.

Jōga? Shinran (1173–1262) in traditioneller Mönchstracht
Hotei masanobu.jpg Kano Masanobu

Hotei

Hängerollbild, fukujin (Papier, Tusche, Farbe) von Kano Masanobu (1434–1530). Muromachi-Zeit; 81,5 x 44,8 cm
Bildquelle: Awakenings, Zen Painting in Medieval Art. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)
The John C. Weber Collection

Ein besonders freundlicher Hotei, dessen Bauch durch seinen Sack ausbalanciert wird. Sein äußeres Erscheinungsbild (gedrungene Statur, dicker Bauch, fleischige Ohrläppchen, ...) ähnelt bereits den Sieben Glücksgöttern (Shichi Fukujin), deren Kombination etwa zur gleichen Zeit (15. oder 16. Jh.) erstmals als Bildmotiv auftaucht.

Kano Masanobu Hotei
Hideyoshi.jpg Kano Mitsunobu

Toyotomi Hideyoshi

Hängerollbild von Kano Mitsunobu (1565–1608), Detail; Uwajima Date Bunka Hozonkai
Bild © Date Museum, Ehime-ken. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Portrait des Toyotomi Hideyoshi in Staatsrobe aus den Beständen des Daimyō-Hauses Date. Das Bild stammt von Kano Mitsunobu, der als eine Art Hofmaler Hideyoshis fungierte.

Kano Mitsunobu Toyotomi Hideyoshi
Nanbanbune.jpg Kano Naizen

Schiff der Südlichen Barbaren (nanban-bune)

Wandschirm von Kano Naizen (1570-1616), Detail; 154,5 × 363,2cm
Bild © Kobe City Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Motiv europäischer „Barbaren“ (nanban byōbu).

Kano Naizen Schiff der Südlichen Barbaren
Enma china13jh.jpg Lu Xinzhong

Der fünfte Richter, König Yanlou

Hängerollbild, tenbu (Seide) von Lu Xinzhong. China, 13. Jh.; aus der Serie Jūōzu (Bilder der Zehn Könige); „Nationalschatz“; 83,2 x 47 cm
Bild © e-museum, Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Enma in einer chinesischen Abbildung aus dem 13. Jh. aus einer Serie, die alle Zehn Könige darstellt. Im Vordergrund der verräterische Spiegel, davor ein Angeklagter. Außerdem ein rinderköpfiger Höllenknecht und andere Schergen von Enmas Gericht.

Lu Xinzhong Der fünfte Richter, König Yanlou
Daruma shokokuji.jpg Mushō Jōshō

Bodhidharma meditiert in einer Höhle

Malerei (Seide, Farbe) von Mushō Jōshō (1234-1306). Kamakura-Zeit; 107,5 x 54,5 cm
Bild © Jotenkaku Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Bodhidharma bei der Meditation. In der oberen Hälfte befindet sich ein Gedicht.

Mushō Jōshō Bodhidharma meditiert in einer Höhle
Kamatari waseda.jpg Ono no Takamura

Fujiwara no Kamatari

Hängerollbild, kakemono (Papier, Farbe) von Ono no Takamura; 58,5 × 42,3 cm
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Laut Bildinschrift handelt es sich um die Kopie einer Portraitzeichnung, die vom Heian-zeitlichen Gelehrten Ono no Takamura (802–853) angefertigt wurde. Im Vordergrund sind die nicht ausgeführten Silhuetten von Kamataris Untergebenen zu erkennen.

Ono no Takamura Fujiwara no Kamatari
Arhat16 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 16 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Cūda Panthaka) mit Kapuze, in einer Höhle meditierend (Meditationsmudra). Europide Gesichtszüge. Das Motiv erinnert an Darstellungen Bodhidharmas.

Ryōzen Arhat 16 (Longmian-Stil)
Arhat2 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 2 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Kanakavatsa) mit Fliegenwedel (hossu), mit den Fingern schnippend. In Begleitung eines chinesischen weltlichen Würdenträgers.

Ryōzen Arhat 2 (Longmian-Stil)
Arhat11 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 11 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Rahūla), mit hochgezogenem Bein (Pose der Gelassenheit) auf einem Felsen sitzend; bekommt von einer Gemse (Hirsch?) eine Blume dargereicht. Vom Typus her entspricht dieser Arhat als einziger in dieser Serie einem Han-Chinesen, während er altersmäßig zu den jüngsten zählt.

Ryōzen Arhat 11 (Longmian-Stil)
Arhat12 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 12 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Nāgasena), eine Schriftrolle lesend. Mit dunkler Haut, auch der Diener mit Kraushaar wirkt indisch oder afrikanisch. Im Hintergrund ein Bananenbaum.

Ryōzen Arhat 12 (Longmian-Stil)
Arhat3 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 3 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Kanaka Bharadvāja), mit Gebetskette auf dem Stuhl eines Klosterabts, begleitet von einem dreiäugigen Dämon.

Ryōzen Arhat 3 (Longmian-Stil)
Arhat15 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 15 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Ajita) auf einem Felsen, mit Edelstein in der Hand. Ein betagter Verehrer in chinesischer Tracht hat ihm den Stein überreicht (oder ist bereit, ihn in Empfang zu nehmen). Im Hintergrund ein Baum.

Ryōzen Arhat 15 (Longmian-Stil)
Arhat8 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 8 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Vajraputra) als kräftiger Mann, einen zahmen Drachen streichelnd. Im Hintergrund Wolken.

Ryōzen Arhat 8 (Longmian-Stil)
Arhat10 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 10 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Panthaka), nur mit einem kesa bekleidet, mit Rauchopfergefäß. Ein Mönchsdiener platziert Blumen vor dem Arhat. (In einer ansonsten identischen Parallelserie ist dieser Arhat mit Arhat 14 vertauscht. S. Komazawa University Library.)

Ryōzen Arhat 10 (Longmian-Stil)
Arhat7 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 7 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Kālika) im halben Meditationssitz auf einem Felsen, einen gezähmten Tiger streichelnd. Im Hintergrund eine Kiefer.

Ryōzen Arhat 7 (Longmian-Stil)
Arhat5 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 5 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Nakula) als Asket mit Fächer, in Begleitung eines jungen Mönchs. Im Hintergrund Mandarinenten.

Ryōzen Arhat 5 (Longmian-Stil)
Arhat6 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 6 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat (Bhadra), als greiser Klosterabt mit ringförmiger Gebetskette. Im Hintergrund Blumenvase und Gefäß für Räucherstäbchen. Eine von zwei Figuren der Serie ohne Begleiter.

Ryōzen Arhat 6 (Longmian-Stil)
Arhat9 ryozen.jpg Ryōzen

Arhat 9 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 113,3 x 85,2 cm
Bild © Freer/Sackler Collection, Smithonian's Museums of Art, Gift of Charles Lang Freer. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat Jīvaka, als Klosterabt mit Fliegenwedel (hossu). Bekommt von einer himmlischen Schönheit Pfirsiche (ein daoistisches Symbol der Langlebigkeit) serviert.

Ryōzen Arhat 9 (Longmian-Stil)
Rakan tenneiji.jpg Ryōzen

Arhat 2 (Longmian-Stil)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Ryōzen. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats; Tennei-ji 天寧寺, Fukchiyama-shi, Kyoto; 113,3 x 85,2 cm
Bild © [1], Fukuchiyama-shi no bunkazai. (Letzter Zugriff: 2013/11)

Arhat mit hochgezogenem Bein (Pose der Gelassenheit) auf einem Felsen sitzend; bekommt von einer Gemse eine Blume dargereicht.

Ryōzen Arhat 2 (Longmian-Stil)
Tenkawa benzaiten2.jpg Shiba Rinken

Tenkawa Benzaiten Mandara (Detail)

Hängerollbild (Seide) von Shiba Rinken, Detail. 1546
Bild © Präfektur Nara. (Letzter Zugriff: 2010/8)

Das Bild stellt die besonderen Fähigkeiten der Benten des Tenkawa Schreins in der Nähe von Nara dar.

Shiba Rinken Tenkawa Benzaiten Mandara (Detail)
Tenkawa benzaiten.jpg Shiba Rinken

Mandala der Benzaiten von Tenkawa (Tenkawa Benzaiten Mandara)

Hängerollbild (Seide) von Shiba Rinken. Muromachi-Zeit, 1546
Bild © Präfektur Nara. (Letzter Zugriff: 2010/8)

Das Bild stellt die besonderen Fähigkeiten der Benten des Tenkawa Schreins in der Nähe von Nara dar. Wunschjuwelen (nyoi no tama) symbolisieren die Kraft der Gottheit, die Wünsche der Gläubigen zu erfüllen. Auch Reisopfergaben sind dargestellt. Am unteren Bildrand sieht man außerdem Füchse und eine weiße fuchsschwänzige Frauengestalt (Inari?, Dakiniten?), die mit einem männlichen Gott mit Schlange auf dem Haupt (Uga-jin?) tanzt. Diese Darstellungen deuten auf Verbindungen zwischen dem Benten-Kult von Tenkawa und der Fuchsgottheit Inari hin. An den Bildrändern sind die kindlichen Gehilfen (dōji) der Benzaiten dargestellt.

Shiba Rinken Mandala der Benzaiten von Tenkawa
Hokekyo 25.jpg Sugawara Mitsushige

Lotos Sutra, Kap. 25

Querbildrolle, nyorai (Papier, Farbe, Gold) von Sugawara Mitsushige, Detail; aus der Serie Myōhō renge-kyō, Kanzeon bosatsu fumon-bon 観世音菩薩普門品 (Das universelle Tor des Bodhisattva Avalokiteshvara), 1257; 24,6 × 934,9 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2015/9/1)

Eröffnungsszene des 25. Kapitels des Lotos Sutra (Hoke-kyō), in dem es um die Vorzüge von Bodhisattva Kannon geht. Das Kapitel besteht aus einem Dialog zwischen Buddha Shakyamuni (durch Aureole gekennzeichnet) und dem „Bodhisattva Unerschöpfliche Absicht“ (ihm gegenüber am Boden sitzend), in dem die Eigenschaften Kannons als Helfer der notleidenden Lebewesen gepriesen werden. Kannon selbst tritt in dem Kapitel nur am Rande in Erscheinung. Die Illustration entstammt einer reichhaltig bebilderten Schriftrolle aus der Kamakura-Zeit, die lediglich das Kannon-Kapitel des Lotos Sutra enthält und sich vor allem auf die bildliche Darstellung der unzähligen Erscheinungsformen dieses Bodhisattvas konzentriert.

Sugawara Mitsushige Lotos Sutra, Kap. 25
Bishamon hokekyo.jpg Sugawara Mitsushige

Bishamon-ten

Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe, Gold) von Sugawara Mitsushige, Detail; aus Kanzeon bosatsu fumon-bon 観世音菩薩普門品 (Das universelle Tor des Bodhisattva Avalokiteshvara, Kap. 25 des Lotos Sutra), 1257; 24,6 × 934,9 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2015/9/1)

Bishamon-ten in klassischer Form, mit Pagode und Dreizack, auf einem Dämon stehend. Darstellung aus einer illustrierten Fassung des 25. Kapitels des Lotos Sutra (Hoke-kyō), in dem es um die Vorzüge von Bodhisattva Kannon geht. Obwohl Bishamon-ten zumeist als eigenständige Figur bzw. als Anführer der Vier Himmlischen Könige (Shi-Tennō) auftritt, verrät das Lotos Sutra, dass auch Kannon imstande ist, die Form des Bishamon anzunehmen. Die Identitäten der buddhistischen Wesenheiten sind daher äußerst fließend.

Sugawara Mitsushige Bishamon-ten
Arhat yuan.jpg Tai Shan 蔡山

Arhat (luohan)

Hängerollbild, rakan (Farbe auf Seide) von Tai Shan 蔡山. Yuan-Zeit, 14. Jh.; Kongō sanmai-in, Berg Kōya; 113,3 x 53.9cm
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Arhat mit knorrigem Bambusstock im halben Meditationssitz, auf einem Felsen. Indische Physignomie. Laut Inschrift wurde das Bild 1346 von Ashikaga Tadayoshi an das Kloster auf Berg Kōya verschenkt. „Wichtiges Kulturgut“.

Tai Shan 蔡山 Arhat
Kasugagongen kenki1.jpg Takashina Takakane

Höllenszenen

Querbildrolle, emakimono (Papier, Farbe) von Takashina Takakane, Detail. Kamakura-Zeit, 1309; aus Kasuga gongen kenki (Wunder der Gottheit des Kasuga Schreins) 6; Kopie aus dem Jahr 1870
Bild © National Diet Library, Tōkyō. (Letzter Zugriff: 2015/11)

Darstellung der Hölle (jigoku) in einer hochwertigen Querbildrolle der Kamakura-Zeit (reproduziert in der frühen Meiji-Zeit). Die vorliegende Episode erzählt von einem Tänzer des Kasuga Schreins, der von der Gottheit davor bewahrt wird, in die Hölle zu gelangen. (Der Verstorbene und die Gottheit sind rechts im Bild zu sehen.) Als Grund gibt die Gottheit die Tugend der kindlichen Pietät an. Die Hölle wird in allen Einzelheiten bildlich dargestellt. Die einzelnen Stationen sind (von rechts nach links): a) Schwarzseil-Hölle (kokujō jigoku 黒縄地獄) mit glühendem Eisenseil, auf dem ein Flammenmeer durchquert werden muss, mit anschließender Verfolgung durch bewaffnete Dämonen; b) Hölle des Zermalmens (shūgō jigoku 衆合地獄): ochsen- und pferdeköpfige Höllenknechte treiben die Sünder zwischen Felsen, wo sie zerquetscht werden; andere werden zwischen Steinplatten, wieder andere in einem Mörser zermalmt; Hölle der Schreie (kyōkan jigoku 叫喚地獄): die Sünder werden in ein brennendes Haus getrieben, in einem Kessel gekocht, und bekommen siedendes Kupfer zu trinken; Große Hölle der Schreie (daikyōkan jigoku 大叫喚地獄): den Sündern wird die Zunge herausgerissen; [nochmals Hölle des Zermalmens:] Schwerterbaum: auf diesem sitzt eine schöne Frau, die die Sünder zu erreichen versuchen und sich dabei an den Schwertern aufschlitzen oder die männlichen Sünder werden auf die Spitze des Baums gesetzt und schlitzen sich beim Hinunterklettern auf. Die Szenen entsprechen den Schilderungen des Ōjō yōshū. (Quelle: Kōbe setsuwa kenkyūkai, Kasuga gongen kenki, 2005, S. 79–80.)

Takashina Takakane Höllenszenen
Hyakkiyako.jpg Tosa Mitsunobu

Nächtliche Parade der Geister (Hyakki yakō)

Querbildrolle, yōkai von Tosa Mitsunobu (1434?–1525), Detail
Bild © Ntl. Museum of Japanese History. (Letzter Zugriff: 2010/9)

Die Szene beruht auf dem Glauben an die sogenannten tsukumogami, Geister (yōkai), die aus altem Hausrat (insbesondere bereits hundert Jahre alte Gegenstände) entstanden sind. Die hier abgebildete Parade dieser Geister wurde zum Vorbild für zahllose ähnliche Darstellungen.

Tosa Mitsunobu Nächtliche Parade der Geister
Dojojiengi.jpg Tosa Mitsushige

Dōjō-ji engi emaki

Querbildrolle (Papier, Farbe) von Tosa Mitsushige, Detail. Um 1400
Bildquelle: Wikimedia Commons (jap.). (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die in eine Schlange verwandelte Kiyo-hime bringt die Glocke, unter der sich ihr Liebhaber versteckt, zum Glühen.
Es handelt sich um eine illustrierte Chronik des Tempels Dōjō-ji, wo sich die Geschichte im Jahr 928 abgespielt haben soll.

Tosa Mitsushige Dōjō-ji engi emaki
Dieses Web-Handbuch beinhaltet 1772 Illustrationen und Bilddokumente. Die vorliegende Seite enthält Bilder zum Thema „Malerei“. Die Thumb-Images sind mit Bild-Seiten verlinkt, die zusätzliche Informationen (u.a. zu Quelle und Copyright) enthalten und jene Artikelseiten anzeigen, welche das jeweilige Bild benützen.

Werke ohne Angabe zum Künstler 136 Bilder

Zegaibo emaki.jpg yōkai

Zegaibō emaki

Querbildrolle, yōkai, Detail. Muromachi-Zeit, 1354
Bild © Saichō to Tendai kokuhō, 2006, Abb. 221

Gefangennahme und Züchtigung des Zegaibō, eines tengu aus China, durch Tempelknaben auf Berg Hiei. Illustration einer mittelalterlichen Legende, die von einem chinesischen tengu erzählt, der im Jahr 966 Japan besucht, um sich hier mit den wunderkräftigsten Mönchen auf Berg Hiei zu messen. Er erleidet dabei drei mal hintereinander herbe Demütigungen. Schließlich erbarmen sich japanische tengu ihres Kollegen, pflegen ihn gesund und schicken ihn zurück nach China.

Zegaibō emaki
Tenguzoshi.jpg yōkai

Versammlung hochrangiger Mönche

Querbildrolle, yōkai, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Tokyo, Nezu Museum
Bild © Cultural Heritage Online. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die versammelten Mönche aus verschiedenen Schulen des mittelalterlichen Buddhismus sind durch ihre Schnäbel als Tengus zu erkennen. Das Tengu zōshi bringt in seinen Lehrerzählungen das Tenguwesen mit den typischen Verfehlungen des Mönchsstandes, vor allem Arroganz und Hochmut, in Zusammenhang.

Versammlung hochrangiger Mönche
Dakini taizokai.jpg tenbu, mandara

Dakinis im Taizōkai mandara

Hängerollbild, tenbu, mandara (Seide, Farbe), Detail. Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,6 x 164,2 cm
Bildquelle: Katō Yoshihira, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Detail aus dem Taizōkai mandara Mandara, dem Mandala der Mutterschoß-Welt des Shingon Buddhismus (Gesamtansicht links oben). Drei Dakinis beim Verzehr einer Leiche. Es ist nicht ganz klar, ob die Dämoninnen hier dem indischen Vorbild entsprechend als Frauen dargestellt sind.

Dakinis im Taizōkai mandara
Enma-ten.jpg tenbu

Enma-ten

Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe); 112,4 × 63,6cm
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/7/29)

Enma als deva-Gottheit auf einem Büffel, flankiert von einem roten Dämon und einem friedvollen Jüngling. Trotz der Bodhisattva-ähnlichen Gestalt gemahnt der Stab mit dem Kopf (der Enma über die Taten der Verstorbenen berichtet) an Enmas Rolle als Richter der Totenwelt.

Enma-ten
Shitenno jikkansho.jpg tenbu

Die Vier Himmelskönige (Shitennō)

Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Jikkanshō
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Die Vier Himmelskönige (von rechts nach links: Osten = Jikoku-ten , Süden = Zōjō-ten, Westen = Kōmoku-ten, Norden = Tamon-ten) in einem ikonographischen Handbuch namens Jukkan-shō (auch Zuzō-shō oder Ejū-shō). Es ist vielleicht kein Zufall, dass Tamon-ten (auch bishamonten) hier als Anführer der Grupp leicht erhöht dargestellt ist. . Das vorliegende Werk ist eine Kopie aus der Kamakura-Zeit, das Original stammt dem Jahr 1139 und gilt als eines der frühesten Standardwerke der buddhistischen Ikonographie Japans. Andere Kopien (Kamakura-Zeit, Edo-Zeit) zeigen, dass die Darstellungen der Figuren weitgehend gleich geblieben sind.

Die Vier Himmelskönige
Daikoku tenshin.jpg tenbu

Daikoku Tenshin

Tenbu. Späte Heian-Zeit, 1139; aus Zuzōshō, 図像抄
Bild © Ryūkoku Daigaku, Bibliothek der buddhistischen Universität, Kyoto. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Abbildung des Daikoku aus dem ältesten Kompendium der buddhistischen Ikonographie Japans. Das Werk enthält 142 Vorlagen von buddhistischen Abbildungen. Die vorliegende Bildfassung stammt aus einer Kopie des Werks aus dem Jahr 1702.

Daikoku Tenshin
Vajrapani dunhuang.jpg tenbu

Vajrapani (Kongōshu)

Buddhistisches Banner, tenbu (Seide, Farbe). Tang Zeit, China, 9. Jh.; aus der „Verborgenen Bibliothek“ der Mogao Höhlen in Dunhuang, China; 79,5 x 25,5 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Collected by Sir Marc Aurel Stein

Abbildung des Vajrapani. Im British Museum gibt es mehrere Banner dieser Art, die belegen, dass die in Japan seit dem achten Jahrhundert bekannten Torwächter in ähnlicher Form auch in China existiert haben müssen. Allerdings treten sie hier offenbar auch in Vierer- oder Achtergruppen (Schutz der Himmelsrichtungen?) auf.

Vajrapani
Dakini kamakura.jpg tenbu

Gottheit Dakini

Hängerollbild, tenbu. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 68 x 39 cm
Bild © Ruth and Sherman Lee Institute. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Dakini auf einem weißen Fuchs (kitsune).

Gottheit Dakini
Shitenno met.jpg tenbu

Die Vier Himmelskönige (Shitennō)

Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Jikkanshō, Rolle 9; 30,5 x 1623,3 cm
Bild © Metropolitan Museum, New York. (Letzter Zugriff: 2016/9)

Die Vier Himmelskönige (von rechts nach links: Osten = Jikoku-ten , Süden = Zōjō-ten, Westen = Kōmoku-ten, Norden = Tamon-ten) in einem ikonographischen Handbuch namens Jukkan-shō (auch Zuzō-shō oder Ejū-shō). Das vorliegende Werk ist eine Kopie aus der Kamakura-Zeit, das Original stammt dem Jahr 1139 und gilt als eines der frühesten Standardwerke der buddhistischen Ikonographie Japans. Andere Kopien (Kamakura-Zeit, Edo-Zeit) zeigen, dass die Darstellungen der Figuren weitgehend gleich geblieben sind.

Die Vier Himmelskönige
Enmaten enmao.jpg tenbu

Enma-ten und Enma-ō

Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe, Gold). Kamakura-Zeit; 151,9 x 62,2 cm
Bild © Freer and Sackler Gallery, (#F1904.340a-h). (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Enma als deva-Gottheit. Am unteren Bildrand ist seine Rolle als Richter der Unterwelt dargestellt.

Enma-ten und Enma-ō
Kitanotenjin engi metny.jpg tenbu

Chronik des Kitano Tenjin Schreins (Kitano tenjin engi)

Querbildrolle, tenbu, Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; 29,8 x 863 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Fletcher Fund, 1925

Sugawara no Michizanes Geist in Gestalt eines zürnenden Donnergottes (Raijin).

Chronik des Kitano Tenjin Schreins
Bishamon zennishi.jpg tenbu

Bishamon-ten und Zennishi Dōji

Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 113 x 65,5 cm
Bild © Princeton University Art Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Bishamon-ten in Begleitung seines Sohnes Zennishi Dōji und eines Dämonen, möglicherweise Jinja Taishō.

Bishamon-ten und Zennishi Dōji
Kisshoten.jpg tenbu

Kisshō-ten

Hängerollbild, tenbu (Leinen, Farbe). Nara-Zeit; „Nationalschatz“; Yakushi-ji, Nara; 53,3 x 32 cm
Bild © Gap. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Kisshō-ten, oder Kichijō-ten, skt. Lakshmi, eine Schutzgottheit des Goldglanz Sutras auf dem ältesten erhaltenen Farbbild Japans aus dem 8. Jahrhundert. Die Göttin soll die Züge der Hauptfrau (701–760) des Shōmu Tennō tragen, deren posthumer Name Kōmyō wiederum dem Goldglanz Sutra (Konkōmyō-kyō) entnommen ist. In der Nara-Zeit entstand ein besonderer Bußritus um Kichijō-ten, Kichijō keka, der Mitte des ersten Monats vollzogen wurde. Dank dieses Ritus überflügelte Kichijō-ten eine andere Göttin aus dem Goldglanz Sutra, Benzaiten (welche heute jedoch die bekanntere ist). Das vorliegende Bild entstand wahrscheinlich im Zusammenhang mit diesem Bußritus.

Kisshō-ten
Enmaten tnm.jpg tenbu

Enma-ten und Gefolge

Tafelbild, tenbu (Holz, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13.–14. Jh.
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7, entzerrt)

König Enma auf einem Büffel. Mandala-artige Komposition, die Enmas Funktionen als Richter der Unterwelt und als Wächter des Dharma vereint. Das Bild befindet sich auf der Rückwand eines Miniaturaltars (zushi), in dem eigentlich eine Statue des Aizen Myōō im Zentrum steht.

Enma-ten und Gefolge
Bishamon kamakura.jpg tenbu

Bishamon-ten

Tenbu. Kamakura-Zeit, um 1200
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Bishamon-ten mit einem bunten Gefolge aus unterworfenen Dämonen und edlen Gestalten.

Bishamon-ten
Bishamon familie.jpg tenbu

Bishamon mit Kichijō-ten und Zennishi

Hängerollbild, tenbu (Seide, Farbe). 13. Jh.; Kōdai-in, Berg Kōya; 110,3 x 60,6 cm
Bild © Kūkai and Mount Kōya, Treasures of a Sacred Mountain. (Austellungskatalog) Kyōto National Museum, 2003, Abb. 93.

Die beiden Begleiter, Bishamons „Gattin“ Kichijō-ten und ihrer beider Sohn Zennishi Dōji, kehren Bishamon-tens Eigenschaften als Gott des Reichtums hervor.

Bishamon mit Kichijō-ten und Zennishi
Bishamon hekija.jpg tenbu

Bishamon bekämpft Krankeiten

Querbildrolle, tenbu (Papier, Farbe), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; 25,8 x 76,5 cm
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

In der linken unteren Ecke sieht man einen Mönch mit einer aufgeschlagenen Sutrenrolle. Wahrscheinlich handelt es sich um das Konkōmyō-kyō, den Haupttext der Bishamon-ten (oder Himmeslwächter) Verehrung. Der Rest des Bildes illustriert einen Aspekt dieses Sutras, nämlich die Wirkkraft Bishamon-tens im Kampf gegen Krankheiten. Die Krankheiten werden als Tengu-artige Dämonen dargestellt, die Bishamon-ten mit Pfeil und Bogen erlegt. Das Bild ist Teil einer Querbildrolle, mit dem Namen hekija-e, „Bilder von der Vernichtung des Übels“. Darin werden mehrere besonders effektive Gottheiten dargestellt. Stilistisch ist diese Querbildrolle mit den Höllen-Bildrollen (jigoku zōshi), die unter Ex-Kaiser Shirakawa hergestellt wurden, verwandt. Anlass waren wohl nicht nur die Kriege des 12. Jahrhunderts, sondern auch die epidemischen Krankheiten, die in dieser Zeit das größte gesellschaftliche Problem darstellten.

Bishamon bekämpft Krankeiten
Kasuga hirschmandala.jpg shinzō

Die Kasuga-Götter verlassen den Kashima Schrein (Kashima tatsu shineizu)

Hängerollbild, shinzō (Tusche und Farbe auf Seide). Muromachi Zeit, 14. Jh.; im Besitz des Nara National Museums; 140,6 x 40,2 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Auf den Hirschen sind die Götter von Kashima und Katori zu sehen, die sich von der östlichen Kantō-Region auf den Weg zum Kasuga Schrein in Nara machen. Unter ihnen sind zwei Angehörige der Fujiwara Familie zu sehen, welche die Götter begleiteten und in Nara zu Priestern des Kasuga Schreins wurden. Die Legende erzählt genau genommen nur davon, dass Takemikazuchi, der Gott von Kashima, in den Jahren 766–68 auf diese Weise nach Nara übersiedelte, doch da der Kashima Schrein in der Nähe des Katori Schreins liegt und dessen Gottheit Futsunushi auch zu den Göttern des Kasuga Schreins zählt, war es für die mittelalterlichen Künstler offenbar logisch, dass sie die Reise gemeinsam antraten.

Die Kasuga-Götter verlassen den Kashima Schrein
Takamatsuzuka seiryu.jpg ryū

Blauer Drache (Seiryū)

Wandmalerei, ryū (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Takamatsu-zuka, Präf. Nara
Bild © Asuka Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Bei diesem Drachen (ryū) handelt es sich um ein chinesisches Emblem des Ostens. Das Bild stammt aus einem Hügelgrab (kofun) der Asuka-Zeit (7. Jh.), dem Takamatsu-zuka. Dass chinesische Embleme in dieser Zeit in Grabkammern festgehalten wurden, verdeutlicht den Einfluss der chinesischen Kosmologie und des daoistischen Polarstern-Glaubens im Japan der Asuka-Zeit.

Blauer Drache
Arhat13 ryozen.jpg rakan

Arhat 13 (Longmian-Stil)

Entwurf, rakan (Farbe auf Papier). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm
Bild © Komazawa University Library. (Letzter Zugriff: 2013/9)

Arhat (Angaja) auf einem Felsen, mit aufgestelltem Bein (Haltung der Gelassenheit), sich einem weißen Löwen zuwendend. Im Hintergrund goldene Wolken. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von Ryōzen in der Sammlung Freer, in der dieses Bild fehlt.

Arhat 13 (Longmian-Stil)
Arhat9 ryozen detail.jpg rakan

Arhat 9 (Longmian-Stil)

Entwurf, rakan (Farbe auf Papier), Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm
Bild © Komazawa University Library. (Letzter Zugriff: 2013/9)

Arhat (Jivaka). Detail einer Arhat-Skizze; vgl. Arhat 9 von Ryōzen. Arhat9 ryozen.jpg

Arhat 9 (Longmian-Stil)
Arhat14 ryozen.jpg rakan

Arhat 10 [oder 14] (Longmian-Stil)

Entwurf, rakan (Farbe auf Papier). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm
Bild © Komazawa University Library. (Letzter Zugriff: 2013/9)

Arhat (Panthaka oder Vanavāsin) als Wanderasket mit dunkler Haut und langen Fingernägeln, auf einen Stock gestützt. Zur Seite gedreht. Ein Diener rückt einen Schemel vor seinen Hocker. Daneben ein Tisch mit eingewickelter Bettelschale und Blumenvase. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von Ryōzen in der Sammlung Freer. In dieser ansonsten vollkommen parallelen Serie sind lediglich die Figuren 10 und 14 vertauscht. Allerdings lässt sich in den Skizzen der beiden erkennen, dass die Namen auf eigene Zetteln geschrieben und (nachträglich?) aufgeklebt wurden.

Arhat 10 [oder 14] (Longmian-Stil)
Arhat10 ryozen detail.jpg rakan

Arhat 14 [oder 10] (Longmian-Stil)

Entwurf, rakan (Farbe auf Papier), Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm
Bild © Komazawa University Library. (Letzter Zugriff: 2013/9)

Arhat (Panthaka oder Vanavāsin). Detail einer Arhat-Skizze; vgl. Arhat 10 von Ryōzen. Arhat10 ryozen.jpg

Arhat 14 [oder 10] (Longmian-Stil)
Arhat1 ryozen.jpg rakan

Arhat 1 (Longmian-Stil)

Entwurf, rakan (Farbe auf Papier). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm
Bild © Komazawa University Library. (Letzter Zugriff: 2013/9)

Arhat (Pindola Bharadvaja), eine Miniaturpagode mit Buddhafigur hochhaltend. Sitzt auf einem Felsen, im Hintergrund Meer. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von Ryōzen in der Sammlung Freer, in der dieses Bild fehlt.

Arhat 1 (Longmian-Stil)
Arhat4 ryozen.jpg rakan

Arhat 4 (Longmian-Stil)

Entwurf, rakan (Farbe auf Papier). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie 16 Arhats des Tōfuku-ji (Heian-ki Higashiyama Sanshō Gokoku Zenji jōjū [jūroku rakan]); 115 × 57cm
Bild © Komazawa University Library. (Letzter Zugriff: 2013/9)

Arhat (Angaja) mit vajra und Vajra-Glocke (in Ausübung eines esoterischen Rituals), in Begleitung eines Königs oder Generals in prunkvollem Gewand (Rüstung?). Der Begleiter ist von einem grünlichen Flammenkranz umgeben. Möglicherweise Entwurf oder Kopie der gleichnamigen Serie von Ryōzen in der Sammlung Freer, in der dieses Bild fehlt.

Arhat 4 (Longmian-Stil)
Gosonzomandara.jpg nyorai, mandara

Mandala der Fünf Erhabenen (gosonzō mandara)

Nyorai, mandara. Kamakura-Zeit
Bild © Yamaguchi Sumio, Kyōto shiseki sansaku kai. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Dargestellt sind Shōtoku Taishi und Kūkai zu Füßen des Dainichi Nyorai.

Mandala der Fünf Erhabenen
Juichimen kannon.jpg nyorai

Jūichimen Kannon

Hängerollbild, nyorai (Seide, Farbe, Blattgold), Detail. Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; Hokki-ji, Nara-ken; 169 x 90 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Die Ausgestaltung der elf Köpfe, die Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) hier auf dem eigenen Kopf trägt, ist einem Sutra entnommen, das sich ausschließlich mit dieser Erscheinungsform des Bodhisattvas befasst (jap. Jūichimen jinjushin-gyō) und 656 vom Pilgermönch Xuanzang ins Chinesische übertragen wurde. Hierin heißt es, dass drei der Köpfe mild, drei weitere streng blicken, drei hätten nach oben stehende Zähne, einer ein wildes Grinsen und einer das Aussehen eines Buddhas (Kajitani Ryōji in Epprecht 2007, S. 133-134). Niels Gülberg beschreibt die Köpfe folgendermaßen:

... am Scheitel ein Kopf des Tathâgata; zur Stirnseite drei milde lächelnde Bodhisattvamasken; zur linken Seite die drei sog. "Zornesaugenmasken", die Übel abwehren sollen; zur rechten Seite drei gestrenge Gesichter mit nach oben weisenden Eckzähnen, die den Menschen zum Praktizieren des Guten anhalten sollen; und auf der Rückseite ein in Gelächter ausbrechendes Gesicht, das die schlechten Taten der Menschen tadeln soll. (Niels Gülberg, „Michizane und die Kannon von Hase: Ergänzende Anmerkungen zum mittelalterlichen Tenjin-Kult.“ Asiatische Studien 48 (1994), S. 207.)

In der vorliegenden Darstellung tragen alle Zusatzköpfe bis auf den obersten Buddha-Kopf wiederum eine Art Kopfputz, der einen Buddha (wahrscheinlich Amida) darstellt. In der linken Hand hält Kannon das für ihn typischste Attribut: eine Vase mit Lotosblüte.

Jūichimen Kannon
Raigo chionin.jpg nyorai

Amida

Hängerollbild, nyorai (Seide, Farbe). Kamakura-Zeit; „Nationalschatz“; im Besitz des Chion-in Tempels in Kyōto
Bild © Wada Yoshio. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Amida kommt mit einem Gefolge von 25 Bodhisattvas zum Haus eines Sterbenden, um ihn ins Reine Land (jōdo) zu geleiten. Das Bild stammt aus dem Haupttempel der Jōdo-shū, Chion-in.

Amida
Mudra amidahoryuji.jpg nyorai

Mudrā des predigenden Amida

Wandgemälde, nyorai; Hōryū-ji, Präfektur Nara

Mudra des Dharma-Rad-Drehens, tenbōrin-in, des Amida Buddha.

Mudrā des predigenden Amida
Dainichi sonsho mandara.jpg nyorai

Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas (Sonshō mandara)

Hängerollbild, nyorai (Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit; Hōju-in, Berg Kōya; 117,9 x 62,1 cm
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 120, Abb. 44

Buddha Dainichi in der Mitte des Sonshō Mandara, auf dem Dainichi von acht Bodhisattvas umgeben ist. Dainichi formt die für ihn typische mudra der Weisheitsfaust. Das Mandala wurde in Riten zur Abwehr von Katastrophen, sicherer Geburt und Bitte um Regen eingesetzt.

Dainichi als zentrale Figur eines Mandalas
Alchi buddha birth.jpg nyorai

Geburt Buddhas

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh
Bild © Christian Luczanits & Jaroslav Poncar. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Königin Maya hält sich während der Geburt an den Zweigen eines Baumes fest.

Geburt Buddhas
Amida yamagoe 13jh.jpg nyorai

Amida hinter den Bergen

Hängebildrolle, nyorai. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; „Nationalschatz“; 120,6 x 80,3 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Kyōto National Museum

Das Bild zeigt „Amida, der die Berge überschreitet“. Er tut dies, um einem Sterbenden entgegenzugehen und ihn in sein Reines Land zu geleiten. Dieses Motiv ist in den Amida-Darstellungen der Kamakura-Zeit besonders häufig anzutreffen.

Amida hinter den Bergen
Alchi buddha predigt.jpg nyorai

Buddha predigt seinen Schülern

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh

Der historische Buddha Shakyamuni hält seinen Schülern Lehrreden.

Buddha predigt seinen Schülern
Alchi buddha excursion.jpg nyorai

Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast

Nyorai

Siddhartha, der historische Buddha (auch Shakyamuni; jap. Shaka Nyorai), verlässt erstmals seine Geburtsstätte, den Königspalast, um die legändären Vier Ausfahrten zu machen.

Siddhartha verlässt erstmals den Königspalast
Amida horyuji.jpg nyorai

Amida mit der Geste des Predigens

Wandgemälde, nyorai, Detail. Spätes 7. Jh.; 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Präfektur Nara
Bild © Yamashina Reiji. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

In Fresco-Technik an der Haupthalle des Tempels Hōryū-ji, Abbildung des Amida Buddha mit der mudra-Geste des Predigens.

Amida mit der Geste des Predigens
Alchi buddha ascetism.jpg nyorai

Siddhartha kleidet sich in Leichentücher

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh

Siddhartha treibt die Askese soweit, dass er nur die Kleider von Toten als Schutz vor der Witterung akzeptiert.

Siddhartha kleidet sich in Leichentücher
Alchi buddha seduction.jpg nyorai

Verführung unter dem Bodhi-Baum

Wandmalerei, nyorai. Indien; Kloster Sumtseg in Alchi, Ladakh
Bild © Heinzjimmybaumgartner, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Siddhartha ist während der Meditation unter dem bodhi-Baum Verführungen und Einflüsterungen ausgesetzt.

Verführung unter dem Bodhi-Baum
Butsu nehanzu.jpg nehanzu

Eintritt des Buddha ins Nirvana

Hängerollbild, nehanzu (Seide). Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm
Bild © Kongōbu-ji „Butsu nehanzu“. Kokuhō no bi (National treasures of Japan) #20 (2010), S. 4–5.

Standardisierte Darstellung vom Ableben des hist. Buddha (skt. Shakyamuni): Umgeben von Bodhisattvas, Schülern, Gottheiten und Tieren haucht der Buddha in einem Hain von Shala-Bäumen sein irdisches Leben aus, um ins Nirvana einzutreten. Traditionellen Vorstellungen gemäß überragt er alle anderen an Körpergröße, hat auch im Alter von achtzig Jahren ein ewig jugendliches Aussehen und eine goldene Haut. Darstellungen dieser Art wurden für buddhistische Feiern zu Buddhas Todestag (15. 2.) angefertigt. Das vorliegende Bild ist das älteste und berühmteste Beispiel dieses Genres in Japan.

Eintritt des Buddha ins Nirvana
Nehanzu.jpg nehanzu

Eintritt des Buddha ins Nirvana

Hängerollbild, nehanzu (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 × 188,6 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Bei Buddhas Tod, der gleichzeitig seinen Eintritt ins nirvana bedeutet, klagen nicht nur seine menschlichen Schüler. Auch diverse Schutzgottheiten können sich vor Schmerz kaum fassen. Lediglich die edlen Bodhisattvas sind in der Lage, ihre Gefühle im Zaum zu halten.

Eintritt des Buddha ins Nirvana
Acala xixia 1226.jpg myōō

Acala

Tangka, myōō. Königreich Xi Xia, 1226
Bild © Himalayan Art, Museum of Tibet, Lhasa. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Laut Beschreibung auf Himalayan Art stammt dieses Bild des Acala aus dem chinesischen Vasallenstaat Xi Xia (Tangutien) im Grenzgebiet zwischen China und Tibet, das seit Dschingis Khan zu China gehört.

Acala
Aizen nezu.jpg myōō

Aizen Myōō

Hängerollbild, myōō (Seide, Farbe). Kamakura-Zeit; Tōkyō; 123,8cm x 95,0 cm
Bild © Nezu Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Drei Augen, sechs Arme, mit Pfeil und Bogen bewaffnet, thront Aizen Myōō hier auf einer Lotosblüte, umrahmt von einer roten Mondscheibe. Die Ikonographie beruht auf dem Yugi-kyō, einem wahrscheinlich in China entstandenen Sutra des esoterischen Buddhismus, das Aizen ein eigenes Kapitel widmet.

Aizen Myōō
Acala 12jh.jpg myōō

Acala (der Unbewegbare)

Tangka, myōō (Baumwolle, Erdfarben), Detail. Tibet, 12. Jh.; 17,2 x 35,6 cm
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Collection of Shelley & Donald Rubin

Abbildung des Acala

Acala (der Unbewegbare)
Fudo rockefeller.jpg myōō

Fudō

Hängerollbild, myōō (Seide, Farbe, Tusche, Gold). 14. Jh.; 182,9 x 114,3 cm
Bild © Rockefeller Collection of Asian Art. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Fudō Myōō (skt. Acala), begleitet von Seitaka dōji (l.) und Kongara dōji (r.).

Fudō
Fudo doji.jpg myōō

Fudō mit Begleitern

Hängerollbild, myōō (Seide, Farbe, Gold). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 196,9 x 74,4 cm
Bild © Smithonian Institution. (Letzter Zugriff: 2016/7/29)
Freer Gallery of Art (#F1907.639)

Fudō Myōō als stehende Figur, begleitet von jugendlichen Gehilfen namens Kongara Dōji und Seitaka Dōji.

Fudō mit Begleitern
Bato kannon.jpg myōō

Kannon mit dem Pferdekopf (Batō Kannon)

Seidenrollbild, myōō (Tusche, Farbe, Gold, Silber), Detail. Heian-Zeit, 12. Jh.; Museum of Fine Arts, Boston; 190,5 x 93,3 cm
Bild © Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Im oberen Teil des Kopfes des Batō Kannon ist undeutlich ein Pferd zu erkennen.

Kannon mit dem Pferdekopf
Hie mandara.jpg mandara

Mandala des Sannō Schreins (Sannō-miya mandara)

Hängerollbild, mandara (Farbe und Tusche auf Seide). Muromachi-Zeit, datiert 1447; im Besitz des Nara National Museum; 120,7 x 68,1 cm
Bild © E-Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Das Motiv dieses Bildes ist der Berg Hachiōji, ein Teil des Hiei-Massivs. Hiei ist der zentrale Klosterberg des Tendai Buddhismus. Es ist vielleicht kein Zufall, dass der dargestellte Berg einem Affen ähnelt, denn auch die Schutzgottheit des Berges, Sannō, wird gelegentlich als Affe dargestellt. Diese Schutzgottheit besitzt einen Schrein am Fuße des Berges, der hier detailreich dargestellt ist. Seine Einzelgottheiten (die kollektiv die Gottheit Sannō bilden) sind in der oberen Bildleiste abgebildet (s. Detailabbildung). Die Schreinanlage ist als shintoistischer Wächter des buddhistischen Klosters konzipiert.

Mandala des Sannō Schreins
Kasuga hirsch.jpg mandara

Kasuga Hirsch Mandala

Hängerollbild, mandara (Seide, Farbe). 14. Jh.; Nara National Museum; 76,5 x 40,5cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Schrein-Mandala des Kasuga Taisha, der hier lediglich durch einen Hirsch, das Botentier der Kasuga-Götter, repräsentiert ist. Aus dem Sattel des Hirsches wächst ein Baum, dessen Zweige die fünf Hauptschreingötter verkörpern.

Kasuga Hirsch Mandala
Pagoden mandala.jpg mandara

Pagode aus Goldlettern

Hängerollbild, mandara (Goldtinte auf blauschwarzem Grund). 12. Jh.; „Nationalschatz“; Chūson-ji, Hiraizumi, Iwate-ken
Bild © Izutsuya no kigō, (Blog) 2011. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Mandala aus Schriftzeichen (Kinji hōtō mandara), welche eine zehnstufige Pagode () bilden. Die Schriftzeichen ergeben zusammen ein Kapitel des Goldglanz Sutras (Konkōmyō-kyō).

Pagode aus Goldlettern
Hie sanno mandala.jpg mandara

Mandala des Sannō Schreins (Sannō-miya mandara)

Hängerollbild, mandara (Farbe und Tusche auf Seide), Detail. Muromachi-Zeit, 1447; im Besitz des Nara National Museum; 120,7 x 68,1 cm
Bild © e-Kokuhō. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Buddhas und kami des Hie (Hiyoshi) Schreins (auch Sannō Schrein) am Fuße des Klosterbergs Hiei-zan, nach dem honji suijaku-Schema. In der oberen Reihe die buddhistische „Urform“, in der unteren die „Spur“, also die unmittelbare Erscheinungsform der wichtigsten Schreingottheiten. Siehe auch Gesamtbild

Mandala des Sannō Schreins
Kongokai.jpg mandara

Vajra-Welt Mandala (Kongōkai mandara)

Hängerollbild, mandara (Seide, Farbe). Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,5 x 163 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Der Hauptbuddha dieses Kongōkai mandara, Dainichi mit der Weisheits-mudra, befindet sich im mittleren, oberen Feld. Dieses Mandala ist einer Hauptstadt mit dem Palast im Norden nachempfunden. (s.a. ten Grotenhuis 1999, Japanese Mandalas, plate 6.)

Vajra-Welt Mandala
Iwashimizu mandara.jpg mandara

Iwashimizu Schrein Mandala

Schrein-Mandala, mandara, Detail. 14. Jh.; Nezu Museum, Tōkyō
Bild © Yamashiro Iwashimizu Hachimangū, S. Minaga. (Letzter Zugriff: 2013/11)

Im oberen Bildteil ist die Anlage des Hauptschreins des Iwashimizu Hachiman-gū, in deren Mitte die doppelte Haupthalle im Hachiman-Stil zu erkennen ist. Der Haupteingang ist im Süden (links). Im Vordergrund (Osten), etwas unterhalb des Schreins sieht man das Gebäude des Gokoku-ji, eines buddhistischen Tempels. Zwischen Tempel und Schrein ist eine Pagode () zu erkennen. Die buddhistischen Gebäude gibt es heute nicht mehr, insgesamt ist die Anlage aber trotz mehrmaliger Zerstörungen heute nicht allzu verschieden von diesem Bild.

Iwashimizu Schrein Mandala
Taizokai kamakura.jpg mandara

Mutterschoßwelt Mandala (Taizōkai mandara)

Hängerollbild, mandara (Seide, Farbe). Heian-Zeit, 9. Jh.; „Nationalschatz“; Saiin Kyōōgokoku-ji (Tōji Tempel), Kyōto; 183,6 x 164,2 cm
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Hauptbuddha dieses Taizōkai mandara-Mandalas, Dainichi mit der Meditations-mudra, befindet sich im Zentrum des Bildes. Dieses Mandala ist einem Palast nachempfunden. (s.a. ten Grotenhuis 1999, Japanese Mandalas, plate 8.)

Mutterschoßwelt Mandala
Pagoden mandala detail.jpg mandara

Mandala einer Schatzpagode aus Goldlettern

Hängerollbild, mandara (Goldtinte auf blauschwarzem Grund), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; Chūson-ji, Hiraizumi, Iwate-ken
Bild © Bamse, 2011, Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Detail eines Mandalas aus Schriftzeichen ( Kinji hōtō mandara), welches eine zehnstufige Pagode (), zeigt. Die Schriftzeichen ergeben zusammen ein Kapitel des Goldglanz-Sutras (Konkōmyō saishōō-kyō 金光明最勝王経).

Mandala einer Schatzpagode aus Goldlettern
Kasugamandala 4.jpg mandara

Kasuga mandara

Hängerollbild, mandara (Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 159,4 x 68,9 cm
Bild © Victor Harris, Shintō (Tōkyō: Seikandō bunko, 2001), S. 167.

Schreinmandala (mandara) des Kasuga Taisha.

Kasuga mandara
Kasugamandala 3b.jpg mandara

Kasuga

Schreinanlage, mandara (Seide), Detail
Bild © Kamigraphie. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Detaildarstellung des Kasuga Schreins.

Kasuga
Kasugamandala 1.jpg mandara

Kasuga mandara

Hängerollbild, mandara (Seide), Detail. 14. Jh.; 159,4 x 68,9 cm
Bild © Victor Harris, Shintō (Tōkyō: Seikandō bunko, 2001), S. 167.

Darstellung der Götter des Kasuga Schreins in kami-Form (suijaku), unterste Reihe, und darüber in Buddha-Form (honji). Die oberste Gottheit (ganz oben) wurde offenbar zwei Buddha-Gestalten, Shaka (re.) und Kannon (li.) zugeordnet.

Kasuga mandara
Kasuga miya mandara.jpg mandara

Mandala des Kasuga Schreins

Schrein, mandara (Seide, Farbe, Tusche). Kamakura-Zeit, 14. Jh.
Bildquelle: Blätter zur japanischen Geschichte und Religion, Niels Gülberg, 2009. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Schreine von Kasuga Taisha mit den fünf Hauptgöttern in buddhistischer Gestalt (honji). Im Vordergrund die Pagoden des Kōfuku-ji.

Mandala des Kasuga Schreins
Wakasa komainu.jpg komainu

Schrein mit Komainu

Querbildrolle, komainu (Papier, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit; „Besonderes Kulturgut“; Wakasahiko Jinja, Obama, Fukui-ken; 31,3 x 1407 cm
Bild © Kyoto National Museum, AK262. (Letzter Zugriff: 2015/11/15)

Detail aus der illustrierten Legende des Wakasa Ichinomiya Schreins aus der Kamakura-Zeit. Darstellung eines Schreingebäudes der damaligen Zeit sowie eines Priesters. Die komainu haben offenbar einen höheren Status als in den meisten modernen Schreinen. Sie sind aus Holz, bemalt und zum Schutz vor der Witterung auf der Veranda des Schreins unterhalb des Daches aufgestellt. Ähnliche Arrangements findet man heute noch im Hie Taisha.

Schrein mit Komainu
Komainu koya.jpg komainu

Komainu

Hängerollbild, komainu, Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; 94,9 x 40,6 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Details aus einem Mandala, das vier einheimische Schutzgottheiten des Klosterbergs Kōya darstellt. Hier ist deutlich zu erkennen, dass es im Mittelalter zwei leicht unterschiedliche komainu-Varianten gab, mit Horn und ohne Horn.

Komainu
Kukai koya myojin.jpg kami

Kōbō Daishi und die beiden Gottheiten Niu und Kōya (Kōbō daishi Niu Kōya ryōmyōjin zō)

Hängerollbild, kami (Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jh.; Kongōbu-ji, Berg Kōya; 212 x 127,5cm
Bild © Kūkai mandara: Kōbō Daishi to Kōya-san (Katalog), Reihōkan 2006, S. 39, Abb. 10

Kūkai in der klassischen Darstellung mit vajra in der rechten Hand, auf dem Sessel eines Tempelabtes, flankiert von den beiden Schutzgöttern von Berg Kōya: Die Göttin Niu-tsu-hime in chinesisch anmutender Tracht und der Jäger Kariba (hier Kōya Myōjin) in klassischer Hoftracht. Oberhalb der drei Gestalten ist undeutlich eine Abbildung von Kūkais Mausoleum, Oku no In, zu sehen, unterhalb eine Abbildung des Amano Niu Schreins am Fuße von Berg Kōya. Das Bild wurde für einen bestimmten Ritus zur Verehrung der Gottheiten angefertigt, der sich mondōkō 問答講, wtl. Frage und Antwort Vortrag, nannte und 1291 begonnen wurde.

Kōbō Daishi und die beiden Gottheiten Niu und Kōya
Aisawa seishisai.jpg kakemono

Aizawa Seishisai

Hängerollbild, kakemono, Detail
Bild © Bakumatsu Guide. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Mito-Gelehrte Aizawa Seishisai, 1782–1863.

Aizawa Seishisai
Baku2.jpg kakemono

Baku und Shishi

Hängerollbild, kakemono, Detail. 11. Jh.; „Nationalschatz“; Kyōto National Museum; 160 x 229,5 cm
Bild © e-Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Aus einer Darstellung von Buddhas Ableben (nehanzu). In dieser Abbildung aus dem Altertum erscheinen baku und shishi in der gleichen ikonographischen Gestalt, in der sie heute noch im Schnitzwerk von Tempeln zu bewundern sind.

Baku und Shishi
Eisai kenninji.jpg kakemono

Zenmeister Eisai

Hängerollbild, kakemono (Farbe auf Seide). Muromachi-Zeit, 14.–15. Jh.; Ryōsoku-in, Kennin-ji, Kyōto
Bildquelle: Kurokawa Takao no Bi. (Letzter Zugriff: 2014/6)

Myōan Eisai war der Begründer des japanischen Rinzai-Zen und Abt des Kennin-ji. Die charakteristische Schädelform findet sich auf anderen Portraits von ihm. Eisai sitzt auf dem traditionellen Abtsessel, in der Hand den Stock Linjis. Man beachte, dass Eisai zwar auf einem erhöhten Stuhl sitzt, die Schuhe aber ausgezogen und die Beine überkreuzt hat. Diese Sitzweise ist auch auf vielen anderen Mönchsportraits zu beobachten.

Zenmeister Eisai
Kobodaishi kind.jpg kakemono

Der Meister als Kind (Chigo daishi)

Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit; 86,7 x 48., cm
Bildquelle: Kōbō Daishi Kūkai and the Sacred Treasures of Mount Kōya, 2003, Abb. 2

Kūkai als frühkindliches Genie, betend auf einer Lotusblume. Ähnlich wie um Prinz Shōtoku ranken sich auch um Kūkai zahlreiche Legenden, die von seinen erstaunlichen frühen Begabungen erzählen. Die vorliegende Abbildung stützt sich auf einen Auszug aus Kūkais angebliches Testament (Goyuigo), der einer anderen Version des Bildes als Textteil eingeschrieben ist:

Long ago, when I was living in my parents' home, sometime between the age of five or six, I always had visions of myself in my dreams seated on an eight-petaled lotus conversing with the buddhas. However, I didn't tell anyone, not even my parents, much less anyone else. [...]
Nach: Christine Guth, „The Divine Boy in Japanese Art.“ Monumenta Nipponica 42/1 (1987), S. 2.

Der Meister als Kind
Shukuyo.jpg kakemono

Karazu 火羅図

Hängerollbild, kakemono, Detail; Museum des Tōji Tempels, Kyōtō
Bild © Tōji no mikkyō zuzō (Bildwerke des Tōji Tempels; Ausstellungskatalog), 1999, Abb. 12

Abgebildet sind die 12 Tierkreiszeichen (jūni shi) und die „Neun Planeten“ (kuyōsei), die kleinen Figuren im inneren Bereich stellen die chinesischen Sternbilder dar. In der Mitte befindet sich Bodhisattva.

Karazu 火羅図
Shotoku Taishi eden schlacht.jpg kakemono

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Kampf gegen Monobe no Moriya

Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2013/5/21)
H. O. Havemeyer Collection

Rechts: Der Prinz betet zu den Vier Himmelskönigen. Mitte: Der Prinz im Heer der Soga. Links: Mononobe no Moriya (auf einer Mauer stehend) wird von einem Pfeil getroffen, fällt und wird enthauptet.

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Kampf gegen Monobe no Moriya
Saicho ichijoji.jpg kakemono

Dengyō Daishi Saichō

Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe), Detail. Heian-Zeit, 11. Jh.; „Nationalschatz“; Ichijō-ji
Bild © Saichō to Tendai no kokuhō, 2006, Abb. 5-5

Saichō, der Begründer der japanischen Tendai-Schule des Buddhismus, mit Mönchskapuze (mōsu). Eines von zehn Bildern aus der Serie „Portraits von Tendai-Patriarchen“ (Tendai kōsōzō 天台高僧像) des Tempels Ichijō-ji, die als Ganzes zu den japanischen Nationalschätzen zählt. Die Serie enthält auch Portraits von indischen Mönchen wie Nagarjuna und interessanterweise den Prinzen Shōtoku Taishi. Unter den japanischen Tendai-Mönchen sind nur Saichō und sein Schüler Ennin (793–864) vertreten.

Dengyō Daishi Saichō
Shotoku Taishi eden geburt.jpg kakemono

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Geburt vor dem Pferdestall

Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2013/5/21)
H. O. Havemeyer Collection

Dargestellt wird die überlieferte Geburt von Shōtoku Taishi vor einem Pferdestall.

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, Geburt vor dem Pferdestall
Jion daishi.jpg kakemono

Portrait des Jion Daishi (Jion daishi zō)

Hängerollbild, kakemono (Seide, Tusche, Farbe, Gold), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 80,9 x 41,4 cm
Bildquelle: Museum of Fine Arts. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Jion Daishi (632-682, chin. Kuiji) ist der chinesische Begründer der Hossō-Schule, die auch im Japan des 8. Jahrhunderts großen Einfluss hatte. Die individuellen Gesichtszüge des Dargestellten gehen auf ein Portrait zurück, das im Jahr 838 seinen Weg von China nach Japan fand.

Portrait des Jion Daishi
Shotoku taishi.jpg kakemono

Shōtoku Taishi

Hängerollbild, kakemono (Tinte und Farbe auf Papier). Kopie eines Originals aus dem 8. Jh.; Sannomaru Shōzōkan, Museum of Imperial Collections

Shōtoku Taishi als junger Regent von zwei kindlichen Prinzen begleitet. Der Prinzregent ist bereits erwachsen und trägt ein Zepter (shaku) als Zeichen seiner weltlichen Macht. Bei den beiden Knaben soll es sich um Shōtokus Sohn sowie um seinen jüngeren Bruder handeln. Das Motiv soll auf eine Vision eines koreanischen Prinzen (Asa Taishi) zurückgehen. Das Original dieser Darstellung befand sich ursprünglich im Besitz des Tempels Hōryū-ji und ist heute öffentlich unzugänglich im Besitz des kaiserlichen Palastamtes (Ku'naichō).

Shōtoku Taishi
Shotoku Taishi eden bettler.jpg kakemono

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, 2

Hängerollbild, kakemono (Tusche, Farbe und Gold auf Seide), Detail. Kamakura-Zeit, 14. Jh.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2013/5/21)
H. O. Havemeyer Collection

Begegnung Shōtoku Taishis mit dem Bettler von Kataoka.

Illustrierte Biographie Prinz Shōtokus, 2
Shotoku taishi kamakura.jpg kakemono

Kōyō Taishi mit Rauchopferschale

Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, frühes 14. Jh.; 105 x 51,5 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Shōtoku Taishi bei der Abhaltung eines buddhistischen Rauchopfers.

Kōyō Taishi mit Rauchopferschale
Seimei.jpg kakemono

Portrait des Abe no Seimei

Hängerollbild, kakemono (Seide, Farbe). 14. Jh.; im Besitz des Abe Ōji Schreins, Osaka
Bild © Osaka City. (Letzter Zugriff: 2011/8)

Der Yin Yang-Meister Abe no Seimei (921?–1005). Im Abe Schrein, wo dieses Bild herstammt, wird auch Seimeis angebliche Mutter, die Füchsin Kuzunoha, verehrt.

Portrait des Abe no Seimei
Gakizoshi ausspeisung.jpg gaki

Geschichten über die Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Kyōto National Museums; 27,1 x 552,3 cm
Bild © e-kokuhō. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ausspeisung der Hungergeister (gaki) durch buddhistische Mönche.

Geschichten über die Hungergeister
Gakizoshi friedhof.jpg gaki

Bildrolle der Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12.–13. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Tokyo National Museums; 26,9 x 380,2 cm
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Die gaki streunen um die Gräber und teilen sich das Aas mit den Hunden.

Bildrolle der Hungergeister
Gakizoshi urabon.jpg gaki

Geschichten über die Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Kyōto National Museums; 27,1 x 552,3 cm
Bild © e-kokuhō. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Trankopfer für die Hungergeister (gaki) beim O-bon-Fest.

Geschichten über die Hungergeister
Gakizoshi geburt.jpg gaki

Bildrolle der Hungergeister (Gaki zōshi)

Querbildrolle, gaki (Papier, Farbe), Detail. 12.–13. Jh.; „Nationalschatz“; 26,9 x 380,2 cm
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Ein Hungergeist (gaki) beobachtet eine Geburt — zweifellos in der Hoffnung auf Nahrung.

Bildrolle der Hungergeister
Daikoku koya.jpg fukujin

Daikoku

Fukujin. Späte Kamakura-Zeit; Hōju-in, Berg Kōya
Bild © Kōbō Daishi and the Sacred Treasures of Mount Kōya, 2003, Abb. 31

Darstellung des Daikoku.

Daikoku
Benzaiten muromachi.jpg fukujin

Benzaiten, männlich

Hängerollbild, fukujin (Seide, Farbe, Gold). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; 135,5 x 57,4 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Benzaiten als (offensichtlich männlicher) Bodhisattva mit feinem Bart. Die Darstellung erinnert stark an Abbildungen von Bodhisattva Kannon in seinem Reinen Land, symbolisiert durch einen Felsen im Meer. Spezifisch für Benzaiten ist jedoch die Laute. Interessant auch der Wasserfall im Hintergrund.

Benzaiten, männlich
Mokoshurai ekotoba1.jpg emakimono

Suenaga's tollkühner Angriff

Querbildrolle, emakimono. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus der Serie Mōkō shūrai ekotoba
Bild © Scrolls of the Mongol Invasions of Japan. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Die Angriffe der Mongolen auf Japan, die Götterwinde (kamikaze) und die Bedeutung der Religion im Krieg; in Auftrag gegeben von Takezaki Suenaga.

Suenaga's tollkühner Angriff
Ingakyo meditation.jpg emakimono

Buddha in Meditation

Querbildrolle, emakimono (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus E-inga-kyō (Illustriertes Sutra von Ursache und Wirkung)
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. Auf dem Bild sind links die Töchter des Mara zu sehen, die ihn verführen sollen während rechts die Krieger des Mara erfolglos auf den Buddha schießen: Die Pfeile werden einfach umgeleitet.

Buddha in Meditation
Versuchungen ingakyo.jpg emaki

Meditation und Versuchung des Buddha

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt). Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Inga-kyō; 27.8 x 156.5cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Am Ende seiner Lehrjahre meditiert Buddha, um schließlich die volle Erleuchtung zu erfahren. In dieser Zeit wird er von diversen Versuchungen durch den Dämon Mara heimgesucht. In dieser Version des Inga-kyō sind die Bestien, die dabei zum Einsatz kommen, besonders drastisch ausgeführt.

Meditation und Versuchung des Buddha
Mokoshurai ekotoba2.jpg emaki

Japanische Krieger kapern ein mongolisches Boot

Querbildrolle, emaki. Kamakura-Zeit, 1275-1293; aus der Serie Mōkō shūrai ekotoba
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/9/6)

Angriff auf ein mongolisches Boot während der ersten Mongoleninvasion; in Auftrag gegeben von Takezaki Suenaga. S.a. Scrolls of the Mongol Invasions of Japan (T. Conlan)

Japanische Krieger kapern ein mongolisches Boot
Honen predigt2.jpg emaki

Hōnen erteilt Ratschläge

Querbildrolle, emaki (Papier, Farbe). Kamakura-Zeit; aus der Serie Hōnen shōnin eden
Bild © Makura no sōshi, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Hōnen spricht zu einer gemischten Zuhörerschaft aus niederrangigen Mönchen und Nonnen, sowie Männern und Frauen in Alltagsgewand. Er geht dabei ganz offensichtlich auf deren individuelle Fragen ein.

Hōnen erteilt Ratschläge
Buddha predigt ingakyo.jpg emaki

Buddha, predigend

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; 25,7 × 27,3 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Flankiert von seine Schülern (erkennbar am geschorenen Haupt) predigt Buddha zu frommen Laien.

Buddha, predigend
Ausfahrt ingakyo.jpg emaki

Ausfahrt des Prinzen Siddhartha

Querbildrolle, emaki (Papier), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; „Nationalschatz“; Ōhara Bijutsukan, Okayama
Bild © Bunka Isan. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Kranken. Nach weiteren Begegnungen mit einem Alten, einem Toten und einem Asketen beschließt er, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Ausfahrt des Prinzen Siddhartha
Askese ingakyo.jpg emaki

Siddhartha als Asket

Querbildrolle, emaki (Papier, bemalt), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus E-inga-kyō; 28,3 x 40,3 cm
Bild © Museum of Fine Art, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Prinz Siddhartha übt sechs Jahre lang strengste Askese.

Siddhartha als Asket
Ennogyoja skelett.jpg emaki

En no Gyōja und das Skelett

Bildrolle, emaki (Papier, Farbe), Detail. Muromachi Zeit, 1531; aus Taimadera engi, Rolle 1; Taima-dera, Nara-ken (heute Nara Ntl. Museum); Höhe: 35 cm
Bildquelle: Taima-dera, gokuraku jōdo e no akogare (Ausstellungskatalog). Nara National Museum 2013, Abb. 11, S. 45

En no Gyōja findet im Ōmine Gebirge ein Skelett, dass einen vajra fest umklammert. Abbildung aus einer illustrierten Ursprungslegende des Taima-dera, der únweit des Berges Katsuragi errichtet wurde, wo En seine spirituelle Basis errichtete. Der Legende nach soll En dem Bau des Tempels ausdrücklich zugestimmt haben.

En no Gyōja und das Skelett
Fudo engi.jpg emaki

Abe no Seimei vollzieht ein Ritual

Querbildrolle, emaki (emaki), Detail. Muromachi-Zeit, 14. Jh.; aus der Serie Fudō riyaku engi emaki; 28,4 x 947,5 cm
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Heian-zeitliche Magier Abe no Seimei vollzieht ein Ritual, um mit Hilfe von Geistern die Krankheit eines alten Meisters auf dessen Schüler zu übertragen. Das Bild zeigt ihn beim Rezitieren eines rituellen Textes.

Abe no Seimei vollzieht ein Ritual
Daibutsu shigisanengi.jpg daibutsu

Der vergoldete Nara Daibutsu

Querbildrolle, daibutsu (Papier, Farbe). 12. Jh.; aus Shigisan engi; „Nationalschatz“; 31,8 x 1417,4 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die einzige bekannte Abbildung der Statue des Dainichi Daibutsu (Vairocana) vor der Zerstörung von 1181. Vor der Statue sind undeutlich menschliche Figuren zu erkennen. Es handelt sich um die Protagonistin der dargestellten Episode, die vor dem Buddha eine Nacht in Gebet und Meditation verbringt, um den Aufenthaltsort ihres Bruders geweissagt zu bekommen.

Der vergoldete Nara Daibutsu
Nyoirin kannon 14c.jpg bosatsu

Nyoirin Kannon

Hängerollbild, bosatsu (Seide). Späte Heian-Zeit; „Nationalschatz“; 169 x 90 cm
Bild © www.emuseum.jp. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Kannon (skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) mit der Wunscherfüllungsperle (nyoi no tama) in meditativer Haltung, in seinem Reinen Land, Fudaraku. Die Darstellung mit sechs Armen entspricht der geläufigsten Form dieses Motivs.

Nyoirin Kannon
Kannon fresco horyuji.jpg bosatsu

Shō Kannon

Wandgemälde (fresco secco), bosatsu, Detail. Nara-Zeit, 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Nara
Bild © Yamashina Reiji, aus Haruyama Takematsu, Hōryūji no hekiga 法隆寺壁画 (1947). (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Bodhisattva Kannon (auch Kanzeon; skt. Avalokiteshvara; chin. Guanyin) als Begleiter von Amida in Fresco-Technik. Die photographische Aufnahme entstand vor dem Brand des Hōryū-ji im Jahr 1949.

Shō Kannon
Fukukensaku kannon.jpg bosatsu

Fukukensaku Kannon mit Shūkongō-jin und Bishamon-ten

Hängerollbild, bosatsu (Seide). Kamakura-Zeit; 123,1 x 87,6 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Fukūkensaku Kannon (wtl. Kannon mit dem niemals leeren [rettenden] Seil) ist eine Form Kannons, die erst mit dem esoterischen Buddhismus (ab dem 8. Jh.) aufkam. Als Begleiter des Bodhisattvas fungieren auf dieser Darstellung Shūkongō-jin (Vajrapani) und Bishamon-ten. Die Darstellung des Shūkongo-jin erinnert stark an die gleichnamige Nara-zeitliche Statue aus dem Tōdaiji. Die Kombination dieser drei Gottheiten ist ungewöhnlich und beruht auf keiner textlichen Grundlage (vgl. British Museum).

Fukukensaku Kannon mit Shūkongō-jin und Bishamon-ten
Jizo dunhuang.jpg bosatsu

Bodhisattva Dizang (Jizō) und die Zehn Könige

Querbildrolle, bosatsu (Fragment). Tang Zeit, 10. Jh.; Dunhuang, Nord-China; 30 x 56 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Jizō und die Zehn Könige (Jūō). Deckblatt einer illustrierten Ausgabe des Sutras der Zehn Könige. Aus Höhle 17 der sogenannten „Tausend Buddha Höhlen“.

Bodhisattva Dizang (Jizō) und die Zehn Könige
Miroku kamakura obama.jpg bosatsu

Bodhisattva Maitreya (Miroku)

Seidenbild, bosatsu. Kamakura-Zeit; Chōgen-ji, Stadt Obama
Bild © Wakasa Obama no dejitaru bunkazai. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Bodhisattva Maitreya hier in orthodoxer Erscheinungsform.

Bodhisattva Maitreya
Jizo 14c.jpg bosatsu

Abstieg des Bodhisattva Jizō (Jizō bosatsu raigō zu)

Hängerollbild, bosatsu (Seide, Tusche, Farbe, Gold). Muromachi-Zeit, 14. Jh.; 94,7 x 38,9 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/8)
William Sturgis Bigelow Collection

Jizō (skt. Kshitigarbha) mit Pilgerstab und Wunscherfüllungsperle (nyoi no tama), auf zwei Lotusblättern stehend, unterwegs auf einer Wolke, um Sünder aus der Hölle zu erretten.

Abstieg des Bodhisattva Jizō
Kannonfresco horyuji.jpg bosatsu

Shō Kannon

Wandgemälde, bosatsu, Detail. Nara-Zeit, 1949 durch Brand zerstört; Hōryū-ji, Nara
Bild © Yamashina Reiji, aus Haruyama Takematsu, Hōryūji no hekiga 法隆寺壁画 (1947). (Letzter Zugriff: 2016/8/23)

In Fresco-Technik an der Haupthalle des Tempels. Die photographische Aufnahme entstand vor 1949.

Shō Kannon
Daihannyakyo.jpg Sutra

Daihannya-kyō

Querrolle, Sutra (Indigo-farbenes Papier, Goldtinte). Heian-Zeit, ca. 1175; Chūson-ji, Hiraizumi, Nordost-Japan; 25,4 x 18,1 cm
Bild © Metropolitan Museum, 2003, Abb. 28. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)
Dr. and Mrs. Roger G. Gerry Collection

Abschrift des Daihannya-kyō aus der Heian-Zeit.

Das Titelblatt stellt Buddhas erste Predigt im Hirschpark von Sarnarth in Indien dar. Der Buddha und zwei Bodhisattvas sitzen auf Lotos-Blüten, dahinter die fünf Asketen, mit denen Buddha ehemals gemeinsam praktizierte, sowie die friedlichen Hirsche.

Das sutra wurde auf Bestellung von Fujiwara Hidehira (–1187) angefertigt, um für die Seele seines verstorbenen Vaters Motohira (–1157) zu beten. Dieser Zweig der Fujiwara begründete Ende der Heian-Zeit in Hiraizumi, Nordost-Japan ein florierendes geistig-religiöses Zentrum.

Daihannya-kyō
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Taizōkai mit shūji-Zeichen

Mandala. Heian-Zeit, 9. Jh.
Bild © Bukkyō no benkyōshitsu. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Taizōkai mandara mit shuji (skt. bija), Silben­zeichen in einer in­dischen Schrift namens siddham, die jeweils für einen Buddha stehen.

Taizōkai mit shūji-Zeichen
Buddha geburt dunhuang.jpg

Buddhas Geburt

Hängerollbild (Seide, bemalt), Detail. Tang-Zeit, 9. Jh.; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen)
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)

Zwei Szenen von Buddhas Geburt, nämlich die Waschung des Babies und die ersten Schritte. Die Geburt selbst (aus der rechten Taille seiner Mutter) ist hier nicht dargestellt. Die Waschung wird von neun nagas überwacht, die hier als chinesische Drachen dargestellt sind.

Buddhas Geburt
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Roter Vogel (Suzaku)

Wandmalerei (Farbe). Goguryo-Zeit (vor 668), wahrscheinlich 7.Jh.; Kanso Middle Tomb, Nordkorea
Bildquelle: Jun's Memo, Blog. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Der Rote Vogel des Südens (jap. suzaku). Wandbild aus dem Inneren eines Hügelgrabs (kofun) des koreanischen Königreichs Goguryeo.

Roter Vogel
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Daigo Tennōs Eintritt in den Mönchsstand

Querbildrolle (Papier), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; aus Kitano Tenjin engi; Höhe ca. 30cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2014/8/5)

Nach einer Reihe von Katastrophen, die dem zürnenden Totengeist eines zu unrecht exilierten Höflings (Sugawara no Michizane) zugeschrieben werden, tritt Daigo Tennō (885–930) von seinem Amt zurück und lässt sich zum Mönch weihen. Zwei Mönche führen die Tonsur und begleitende Rituale aus, während einige Höflinge in Tränen ausbrechen.

Daigo Tennōs Eintritt in den Mönchsstand
Buddha palast.jpg

Buddha als Prinz

Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; „Besonderes Kulturgut“; 26,4 x 115,9cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Siddhartha, der zukünftige Buddha, genießt das angenehme Leben eines Prinzen. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Buddha als Prinz
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Weißer Tiger (byakko)

Wandmalerei (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Kitora Grabhügel, Präf. Nara
Bildquelle: Ohitsuji-za no hitorigoto, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Das chinesische Symboltier des Westens, dem die Farbe Weiß zugeordnet ist. Es handelt sich um keinen realistischen Tiger, da er mit flügelartigen Federn ausgestattet ist.

Weißer Tiger
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Berg Kōya

Querbildrolle, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Höhe: ca. 30 cm
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Die Tempelanlage auf Berg Kōya in einer mittelalterlichen Darstellung. Die Anlage ist hier auf drei essenzielle Bestandteile reduziert: Die Große Pagode (Daitō), die Tempelhalle zu Ehren Kūkais (Miei-dō) und die Kiefer (Sanko no Matsu), auf der der Vajra landete, den Kūkai von China aus in Richtung Japan geschleudert hatte.

Berg Kōya
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König von Khotan

Wandgemälde. Südl. Song-Zeit, 10. Jh.; Dunhuang, Mogao Grotte 98
Bild © Cave Temples of Dunhuang (Ausstellungskatalog, Los Angeles, Getty 2016), S. 21, Abb. 1. (Letzter Zugriff: 2018/5/31)

Li Shengtian, der König von Khotan, der mit einer Tochter des Herrschers von Dunhuang verheiratet war und daher in den dortigen Höhlentempeln verewigt wurde. Die Darstellung stattet ihn mit Elementen der khotanesischen Vaishravana-Legende aus, nämlich die ihn tragende Erdgöttin (jap. Jiten), die am unteren Bildrand nur undeutlich zu erkennen ist, sowie zwei engelhafte Kinder im oberen Teil des Bildes, die wohl den Sohn repräsentieren, den Vaishravana einst dem Königshaus von Khotan schenkte.

König von Khotan
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Vajrapani?

Hängerollbild (Seide, Farbe, Gold). Kamakura-Zeit; 192,3 x 75,8 cm
Bildquelle: Freer Collection, (bildbearbeitet). (Letzter Zugriff: 2016/8)
Gift of Charles Lang Freer

Laut Freer Collection handelt es sich um die „Yaksa form of Vajrapani (Blue Fudo)“. Mit Fudō hat diese Figur allerdings nur den Biss auf die Unterlippe gemeinsam. Möglicherweise ist Kongō Yasha (skt. Vajra yaksha) gemeint, einer der „Untergebenen“ des Fudō in der Gruppe der Fünf Myōō. Da auch diese Figur klassischerweise recht anders aussieht, tendiere ich eher dazu, die Figur mit Shukongōjin oder Kongō dōji zu identifizieren. Beide führen den Vajra (jap. kongō) im Namen, den diese Figur als einziges Erkennungsmerkmal in der Hand hält, und leiten sich direkt oder indirekt von Vajrapani ab.

Vajrapani?
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Siddhārtha begegnet einem Asketen

Querbildrolle (Papier, bemalt), Detail. Nara-Zeit, 8. Jh.; aus Kako genzai e-inga-kyô; 26,4 x 115,9cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, verlässt den Palast seines Vaters und begegnet einem Asketen. Zuvor hat er erstmals einen Alten, einen Kranken und einen Toten gesehen und verstanden, das alle irdische Existenz auf Leid hinausläuft. Er beschließt nun, selbst Asket zu werden. Die Illustration stammt aus einer der ältesten illustrierten Versionen der Buddha-Vita aus der der Nara-Zeit.

Siddhārtha begegnet einem Asketen
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Amoghavajra

Hängerollbild (Seide, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 1314; aus der Serie Shingon hasso sō 真言八祖像 (Die acht Patriarchen des Shingon)
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/5)

Der esoterische Mönch Amoghavajra (705–774), der vom Shingon Buddhismus als vierter Patriarch angesehen wird. Er spielte für die Popularisierung des esoterischen Buddhismus (mikkyō) in China eine entscheidende Rolle und schuf damit die Grundlage für die später von Kūkai in Japan entwickelten Lehren. Das Portrait beruht wahrscheinlich auf chinesischen Originalen. Die zentralasiatischen Züge des Mönchs (er stammt aus Samarkand im heutigen Usbekistan) sind nach wie vor zu erkennen.

Amoghavajra
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Vajrapani

Wandmalerei (Farbe), Detail. Ajanta (Nord-Dekhan, Indien), Höhle #1, 7. Jh.
Bildquelle: Wikimedia Commons. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Wandmalerei des Vajrapani.

Vajrapani
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Vaishravana (Bishamon) und Gefolge

Hängerollbild (Seide, Farbe). Tang-Zeit, 9. Jh.; Dunhuang; 37,6 x 26,6 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)

Vaishravana durchmisst auf einer lila Wolke und in Begleitung seines göttlichen Gefolges, das er um das Doppelte überragt, sein Reich am Fuße des Weltenbergs Sumeru. Er hält Dreizack und Stupa (auf einer eigenen Wolke) in Händen, aus seinen Schultern schlagen Flammen, er tägt eher eine Krone als einen Helm. Vor ihm seine Gefährtin (Lakshmi) mit Blumen auf einem Teller. Hinter ihm ein Greis, zwei Jugendliche (Söhne), und diverse Yaksha-Dämonen. Schließlich ein Bogenschütze, der möglicherweise den geflügelten Dämon im oberen Bildteil abschießen möchte.

Vaishravana (Bishamon) und Gefolge
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Bodhidharma auf dem Schilfhalm

Hängerollbild (Seide, Farbe). 14. Jh.; 69 x 40,6 cm
Bild © Museum of Fine Arts, Boston. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
William Sturgis Bigelow Collection

Illustration der Legende von Bodhidharmas Flucht in den Norden Chinas, im Zuge derer er den Yangtse auf einem Schilfhalm überquerte.

Bodhidharma auf dem Schilfhalm
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Oku-no-in auf Berg Kōya

Querbildrolle, Detail. Kamakura-Zeit, 1296; aus Tengu zōshi; Höhe: ca. 30 cm
Bild © Tōkyō National Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Das Mausoleum Kūkais auf Berg Kōya auf einer mittelalterlichen Darstellung. Die Grabkapelle befindet sich links auf dem Bild und ist durch einen Zaun von der Tempelhalle davor getrennt. Entlang des Zugangsweges befinden sich Grabmonumente. Während diese heute zumeist aus Stein sind, handelt es sich auf dieser Darstellung zumeist um hölzerne Stäbe (sotoba).

Oku-no-in auf Berg Kōya
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Tenkawa Benzaiten und Begleiter

Hängerollbild (Seide, Farbe). Muromachi-Zeit, 16. Jh.; Taima-dera, Naka no bō; Präf. Nara (heute Nara National Museum); 95,1 x 39,9 cm
Bildquelle: Taima-dera, gokuraku jōdo e no akogare (Ausstellungskatalog). Nara National Museum 2013, Abb. 126, S. 189

Das Bild stellt die besonderen Fähigkeiten der Benten des Tenkawa Schreins in der Nähe von Nara dar. Benzai-ten hält diverse schutzbringende Gegenstände in ihren acht Händen. Auf ihrem Kopf Ugajin in Schlangengestalt. Im Vordergrund fünfzehn Begleiter, die verschiedene Berufe und deren Produkte verkörpern, sowie ein mit Reisballen beladenes Boot. Neben den Begleitern außerdem eine kleine Figur des Daikoku-ten, mit dunkler Haut. Im Hintergrund der tausendarmige Kannon als „Urform“ (honji) der Benzaiten.

Tenkawa Benzaiten und Begleiter
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Buddhas Geburt

Hängerollbild (Seide, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit, 15. Jh.; 75 x 111,5 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art, New York. (Letzter Zugriff: 2016/10/5)

Im Blumengarten von Lumbini erblickt der zukünftige Buddha zum letzten Mal das Licht der Welt. Er wird dabei aus der rechten Seite seiner Mutter geboren, ein Zeichen, dass er die „Unreinheit“ der Geburt nicht erfahren hat.

Buddhas Geburt
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Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit

Hängerollbild (Seide, bemalt). Tang-Zeit; Dunhuang, Qianfo Dong (Tausend Buddha Höhlen)
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2016/10/9)
Marc Aurel Stein

Prinz Siddhartha, der zukünftige Buddha, begegnet auf seinen sog. Vier Ausfahrten erstmals dem menschlichen Leid, in Form von Alter, Krankheit, Tod und Askese, was ihn schließlich auf den Weg der Entsagung bringt. Das Banner mit zwei Darstellungen dieser Episode trägt die Inschriften „Wie der Prinz die Stadt durch das Osttor verließ und einen Alten sah“ und „Wie der Prinz die Stadt durch das Südtor verließ und einen Kranken sah“. Es gehörte wahrscheinlich zu einem Set von Illustrationen zu Buddhas Leben.

Buddha begegnet dem Alter und der Krankheit
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Totengericht

Schriftrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. China, 10. Jh.; gefunden in den Höhlentempeln von Dunhuang; 29 x 491cm
Bild © Intenational Dunhuang Project, (British Library)

Hier wird der Gerichtshof im buddhistischen Jenseits in vielen Einzelheiten gemäß dem Tang-zeitlichen Sutra der Zehn Könige (Jūō-kyō) dargestellt. Hier die Szene vor dem Zweiten König. Die Totenseelen werden durch einen Fluss getrieben. Die hölzernen Joche zeigen die Totenseelen gemäß der vormodernen chinesischen Rechtspraxis als Delinquenten.

Totengericht
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Hōnen predigt zu Schülern und Laien

14. Jh.; aus Hōnen shōnin eden
Bild © Chionin, Kyoto

Aus der illustrierten Hōnen-Biografie.

Hōnen predigt zu Schülern und Laien
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Hayagriva

Thangka (Baumwolle). Tibet, 16. Jh.
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Im Unterschied zu japanischen Darstellungen besitzt dieser Hayagriva drei Pferdeköpfe als Kopfputz.

Hayagriva
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Ochsenköpfiger Höllenknecht (gozu)

Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh., Kitano tenjin engi
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2016/8)
Fletcher Fund, 1925

Die Abbildung entstammt einer illustrierten Chronik des Kitano Schreins (Kitano tenjin engi), des Schreins von Sugawara no Michizane. Ein ochsenköpfiger Höllenknecht fungiert als Reiseführer der Hölle im Zuge der Jenseitswanderung des Mönchs Nichizō. Von dieser Reise bringt Nichizō die Informationen über Michizanes Schicksal mit, die schließlich zur Errichtung des Kitano Tenjin Schreins führen.

Ochsenköpfiger Höllenknecht
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Begräbnis des Michizane

Querbildrolle (Papier, Farbe). Kamakura-Zeit, 15. Jh.; aus der Serie Kitano tenjin engi, Rolle b; 28,8 x 763 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2011/8)

Ein Ochs entscheidet die Stelle, wo Michizane begraben werden soll.

Begräbnis des Michizane
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Jigoku zōshi

Querbildrolle (Seide, Farbe), Detail. Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Tokyo National Museums; 26,9 x 249,3 cm
Bild © e-museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Blutteich (chi no ike)

Jigoku zōshi
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Jigoku zōshi

Querbildrolle (Papier, Farbe), Detail. Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Nara National Museums; 26,5 x 454,7 cm
Bild © e-museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Hölle (jigoku) des Eisernen Mörsers.

Jigoku zōshi
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Jigoku zōshi

Querbildrolle (Papier, Farbe), Detail. Späte Heian-Zeit, 12. Jh.; „Nationalschatz“; im Besitz des Nara National Museums; 26,5 x 454,7 cm
Bild © e-museum. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Die Hölle (jigoku) des Maßnehmens.

Jigoku zōshi
Kongorikishi nehanzu.jpg

Kongō-rikishi

Hängerollbild (Seide), Detail. Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm
Bild © Kokuhō Butsu nehanzu: Ōtoku sannen mei. Kōyasan Reihōkan 2000, S. 61.

Detail aus einem Butsu nehanzu, einem Bild von Buddhas Sterbeszene (s. Ikonographie/Shaka). In der rechten unteren Ecke des Bildes befindet sich auch ein verzweifelter Tempelwächter (Niō, bzw. Kongō-rikishi), der sich vor Schmerz nicht mehr auf den Beinen halten kann.

Kongō-rikishi
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Der Tod des Shakyamuni im Kreis seiner Jünger

Hängerollbild (Seide). Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongobu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271,2 cm
Bild © Nara National Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Der Tod des Shakyamuni im Kreis seiner Jünger
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Zwei Jünger des Buddha

Hängerollbild (Seide), Detail. Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm
Bild © Kokuhō Butsu nehanzu: Ōtoku sannen mei. Kōyasan Reihōkan 2000, S. 48–49.

Detail aus einem Butsu nehanzu, einem Bild von Buddhas Sterbeszene (s. Ikonographie/Shaka). Die Namen der beiden dargestellten Jünger (jap. Ribata 離波多 und Kuchira 倶絺羅) sind dem Bild beigefügt. Im Gegensatz zu den ebenfalls anwesenden Bodhisattvas, sind sie nicht im Stande, ihre Gefühle zu unterdrücken, und werden von Trauer übermannt.

Zwei Jünger des Buddha
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Abbildung aus dem Kitano tenjin engi

Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh.; 29,8 x 863 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art
Fletcher Fund, 1925

Der abgedankte Kaiser Daigo (885-930) lässt sich anlässlich seines Eintritts in den Laienmönchsstand von einem professionellen Mönch das Haupt scheren.

Abbildung aus dem Kitano tenjin engi
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Drachen verschlingen Soldaten

Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Muromachi-Zeit; aus Hachiman Daibosatsu goengi, 1389; 29,8 x 1412,8 cm
Bildquelle: Hachiman Digital Handscrolls, Universität Heidelberg. (Letzter Zugriff: 2015/11/1)
Courtesy of Asian Art Museum of San Francisco, The Avery Brundage Collection, B64D6. Photograph © Asian Art Museum of San Francisco

Detail aus einer der frühesten illustrierten Querbildrollen der Legenden rund um die Gottheit Hachiman. Die Szene zeigt den Angriff japanischer Truppen auf Korea unter der Führung der Kaiserin Jingū Kōgō. Drachen (ryū) kommen der japanischen Flotte zu Hilfe und verschlingen einige koreanische Soldaten. Die Drachen sind im Unterschied zu späteren Darstellungen mit Rüsseln ausgestattet.

Drachen verschlingen Soldaten
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Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 1

Hängerollbild (Tusche, Farbe und Gold auf Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jhdt.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
H. O. Havemeyer Collection

Auf dem ersten von zwei Rollbildern sind Empfängnis, Geburt, Kindheit und Jugend von Shōtoku Taishi dargestellt. Ähnlich der Biographie Buddhas und anderer religiöser Figuren sind diese Episoden von wundersamen Vorzeichen und übernatürlichen Erscheinungen begleitet. Insgesamt sind auf beiden Hängerollbildern 62 Szenen der Shōtoku Legende dargestellt. Die Episoden sind chronologisch nur lose geordnet, eher gehen Szenen, die räumlich mit einander verbunden sind, in einander über. Der Prinz ist meist in Orange gekleidet, die schriftlichen Erklärungen auf weißem Grund enthalten meist sein jeweiliges Lebensalter.

Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 1
Kasugamandala 2.jpg

Kasuga

Mandala (Seide), Detail

Detaildarstellung des Heiligen Hirschs.

Kasuga
Ryuo nehanzu.jpg

Drachenkönig

Hängerollbild (Seide), Detail. Heian-Zeit, 1086; „Nationalschatz“; im Besitz des Kongōbu-ji, Berg Kōya; 267,6 x 271.2 cm ×108 cm
Bild © Kokuhō Butsu nehanzu: Ōtoku sannen mei. Kōyasan Reihōkan 2000, S. 61.

Detail aus einem nehanzu, einem Bild von Buddhas Sterbeszene (s. Ikonographie/Shaka). Im Vordergrund des Bildes befindet sich der Drachenkönig (bzw. der König der indischen Nāgas) der Herrscher des Meeres. Ein kleiner Drache (ryū), der sich aus dem Kragen des Königs auf seinen Kopf hinauf gewunden hat, verdeutlicht die Rolle der dargestellten Figur.

Drachenkönig
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Eintritt des Buddha ins Nirvana (Nehanzu)

Hängerollbild (Seide). Kamakura-Zeit; im Besitz des Ryūgen-ji, Suzuka, Mie-ken; 130,9 ×108 cm
Bild © Ryūgen-ji. (Letzter Zugriff: 2011/8)

Standardisierte Darstellung von Buddhas Ableben: Umgeben von Schülern, Gottheiten und Tieren haucht der Buddha in einem Hain von Shala-Bäumen sein irdisches Leben aus, um ins Nirvana einzutreten. Traditionellen Vorstellungen gemäß überragt er alle anderen an Körpergröße, hat auch im Alter von achtzig Jahren ein ewig jugendliches Aussehen und eine goldene Haut.

Eintritt des Buddha ins Nirvana
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Schwarze Schildkröte (genbu)

Wandmalerei (Farbe). Wahrscheinlich 7.Jh.; Kitora Grabhügel, Präf. Nara
Bildquelle: Ohitsuji-za no hitorigoto, (Blog). (Letzter Zugriff: 2016/9/18)

Das chinesische Symboltier des Nordens stellt eigentlich eine Kombination von Schlange und Schildkröte dar. Der Name bedeutet wörtlich „Dunkler Krieger“.

Schwarze Schildkröte
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Fuxi und Nüwa

Tang-Zeit; National Museum China
Bild © Wikimedia. (Letzter Zugriff: 2016/8)

Der mythologische Kaiser Fuxi und seine Schwester/Gemahlin Nüwa. Neben den Trigrammen erfand Fuxi auch das Winkelmaß, das er hier in der Hand hält.

Fuxi und Nüwa
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Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 2

Hängerollbild (Tusche, Farbe und Gold auf Seide). Kamakura-Zeit, 14. Jhdt.; 171,8 x 84,5 cm
Bild © MET Museum. (Letzter Zugriff: 2016/9/19)
H. O. Havemeyer Collection

Auf dem zweiten von zwei Rollbildern sind Erwachsenenalter, Tod und Apotheose von Shōtoku Taishi dargestellt.

Insgesamt sind auf beiden Hängerollbildern 62 Szenen der Shōtoku Legende dargestellt. Die Episoden sind chronologisch nur lose geordnet, eher gehen Szenen, die räumlich mit einander verbunden sind, in einander über. Der Prinz ist meist in Orange gekleidet, auf weißen Schildern ist sein jeweiliges Lebensalter verzeichnet.

Siehe auch: Bild:Shotoku_Taishi_eden1.jpg

Illustierte Biographie Prinz Shōtokus, 2
Metalog:Bilder (zurück zum Hauptartikel)
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