Namen und Fachausdrücke: Japanisch, A–D

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135 Einträge
  • A

  • Abe no Seimei 安部清明
    921?–1005; Yin-Yang Meister des 10. Jh.s
  • Abe no Yasuna 安部保名
    Heian-zeitlicher Höfling und angebl. Vater des Abe no Seimei
  • Abe no Yasunari 安倍泰成
    fiktionale Persönlichkeit der Heian Zeit; Yin Yang-Meister
  • A-gyō 阿形
    Bez. für einen Typ von Wächtergottheit mit geöffnetem Mund; wtl. „A-Form“ (Figur, die ein „A“ ausspricht); Gegenstück von UN-gyō
  • Aizawa Seishisai 会沢正志斎
    1781–1863; Gelehrter der Mito Schule; wichtiger Vertreter der sonnō jōi-Ideologie
  • Aizen Myōō 愛染明王
    wtl. Mantra-König der Liebe
  • Aizu 会津
    Fürstentum im Norden der Kantō-Ebene, heute zum überwiegenden Teil auf dem Gebiet von Fukushima-ken
  • aka-e 赤絵
    „Rotbilder“; in rot gehaltene Bilder zur Abwehr der Pocken; rot gilt auch als Farbe der Dämonenabwehr (mayoke); unabhängig davon wurden auch Farbholzschnitte der Meiji-Zeit wegen ihrer hervorstechenden Rotfärbung als aka-e bezeichnet
  • Akechi Mitsuhide 明智光秀
    1526–1582; Kriegsherr des Spätmittelalters; General und Mörder Oda Nobunagas
  • akusō 悪僧
    Kriegermönch; wtl. „schlechter Mönch“
  • ama 海女
    Traditionelle, japanische Fischersfrau bzw. Perlentaucherin; ursprünglich bezog sich der Ausdruck ama 海士 auf sämtliche Fischer, wobei Männer in Booten fischten, während Frauen tauchten; im Laufe der Zeit wurde ama auf Frauen eingegrenzt und dem entsprechend 海女 („Meerfrau“) geschrieben
  • amagoi 雨乞い
    Regenmachen durch rituelles Gebet und Zauber
  • ama no jaku 天邪鬼
    buddhistischer Dämon, wtl. „böser Himmelsgeist“
  • Amaterasu 天照
    Sonnengottheit; Ahnherrin des Tennō-Geschlechts
  • ama-tsu-kami 天津神
    Götter des Himmels
  • Ame no Hohi 天穂日
    Himmelsgottheit, Sohn von Amaterasu oder Susanoo
  • Ame no Koyane 天児屋/天児屋根
    mytholog. Gottheit; Ahnengottheit der Fujiwara
  • Ame no Uzume 天鈿女/ 天宇受賣
    mythologische Gottheit, Ahnherrin des Theaters
  • Amida 阿弥陀
    Buddha Amitabha; Hauptbuddha der Schulen des Reinen Landes (Jōdo-shū bzw. Jōdo Shinshū)
  • Amida-kyō 阿弥陀経
    Kleines Amida Sutra
  • Amida Nyorai 阿弥陀如来
    Buddha Amitabha
  • Anahobe no Hashihito 穴穂部間人
     ?–622; Hauptfrau des Yōmei Tennō und Mutter von Shōtoku Taishi
  • Anraku-ji 安楽時
    ältester Zen-Tempel in der Präfektur Nagano, Gründung in der Kamakura-Zeit
  • aoi 青い
    blau
  • arahitogami 現人神
    (der Tennō als) Gottheit in menschlicher Gestalt
  • arakan 阿羅漢
    buddhistische Heilsgestalt; abgeleitet von skt. arhat (oder Arhant); Kurzfom: rakan
  • aramitama 荒魂
    wtl. rauer (wilder) Geist; gewalttätige Natur einer Gottheit (im Ggs. zu nigimitama, milder Geist)
  • Arima Harunobu 有馬晴信
    1561?–1612; christlicher Daimyō in Kyūshū
  • asagutsu 浅沓
    Zeremonielles Schuhwerk der Schreinpriester
  • Asahara Shōkō 麻原 彰晃
    1955– ; Führer der Aum-Sekte; als Drahtzieher des Tōkyōter Giftgasanschlags (1995) zum Tode verurteilt
  • Asakusa-dera 浅草寺
    Tempel in Tōkyō; offizielle (sino-jap.) Lesung: Sensō-ji
  • Asakusa Jinja 浅草神社
    Schutzschrein des Tempels von Asakusa (Sensō-ji) in Tōkyō
  • Ashikaga 足利
    Kriegerfamilie, die 1336 eine neue Herrschaftsdynastie begründete: Ashikaga Shōgunat, 1336–1573
  • Ashikaga Takauji 足利尊氏
    1305–1358; Feldherr, Staatsmann; regierte als erster Ashikaga Shōgun 1338–1358
  • Ashikaga Yoshimitsu 足利義満
    1358–1408, 3. Ashikaga-Shōgun, r. 1368–1394; besonderer Förderer des Zen und des Nō-Theaters; unter ihm endete das Schisma im Tennō-Haus (Nord-Süd Hof)
  • ashura 阿修羅
    kämpfende Geister, eine von sechs Formen der Wiedergeburt; skt. asura
  • Asuka 飛鳥
    Asuka Region im Süden des Yamato-Beckens (Nara), wo sich in der Frühzeit die Residenzen der Soga befanden; Asuka-Zeit (587–645 oder auch 587–710)
  • Asuka-dera 飛鳥寺
    erster historisch fassbarer Tempel Japans, gegr. 593 (Nihon shoki) von Soga no Umako; wurde unter anderem als Hōkō-ji (Tempel des beginnenden Dharmas) bezeichnet, später aber unter dem Namen Gangō-ji (Tempel des ursprünglichen Beginns) nach Nara verlegt; unter Asuka-dera versteht man heute den ursprünglichen Standort in der Asuka Region
  • Atsuta Jingū 熱田神宮
    wichtigster und ältester Schrein in Nagoya
  • Atsuta no Enneme 熱田縁采女
    auch En’uneme; Heldin einer Edo-zeitlichen Schlangenlegende
  • Awa Kenzō 阿波研造
    1880–1939; Meister des Bogenschießens (kyūdō)
  • Azuchi-Momoyama Jidai 安土桃山時代
    Zeit der Reichseinigung zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit, 1573–1600
  • Azuma kagami 吾妻鏡/ 東鑑
    historische Chronik (ca. 1300), die Ereignisse des Kamakura- Shōgunats verzeichnet
  • azusa
    Katalpe oder Trompetenbaum; oft auch Bezeichnung für Bögen (azusayumi) aus diesem Holz, die bei shamanistischen Seancen zum Einsatz kommen
  • azusa miko 梓神子
    Miko mit Katalpa-Bogen (azusa); Edo-zeitl. Bezeichnung für Geisterseherinnnen (itako)
  • B

  • bakemono 化け物
    Gespenst, Geist; wtl. verwandeltes Wesen
  • baku
    Baku, elefantenartiges legendäres Tier, das Träume frisst; auch:Tapir
  • bakufu 幕府
    wtl. „Zeltregierung“; Militärregierung, Shōgunat
  • bakumatsu 幕末
    Ende des Shōgunats, 1853–1867
  • bateren 伴天連
    christlicher Priester; Missionar
  • Bateren tsuihōrei 伴天連追放令
    Verordnung zur Vertreibung der christl. Missionare durch Tokugawa Ieyasu; 1613
  • Batō Kannon 馬頭観音
    Kannon mit dem Pferdekopf, eine zornvolle Manifestation Kannons
  • Benkei 弁慶
    legendärer Kriegermönch des Genpei-Krieges (?–1189)
  • Benten 弁天
    Glücksgöttin; Kurzform von Benzaiten
  • Benzaiten 弁才天/ 弁財天
    Glücksgöttin, Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Benten
  • Bidatsu Tennō 敏達天皇
    538–585; 30. Tennō Japans (r. 572–585)
  • Binzuru 賓頭盧
    Skt. Pindola, ein Schüler Buddhas; auch: Bindora Baradaja (Pindola Bhāradvāja)
  • Birushana 毘盧遮那
    Buddha Vairocana; ältere jap. Namensform von Dainichi
  • Bishamon-ten 毘沙門天
    Himmelswächter des Nordens, Glücksgott; abgeleitet von einem indischen Gott des Reichtums, Vaishravana
  • biwa 琵琶
    japanische Kurzhalslaute mit vier oder fünf Saiten, wird mit einem großen Plektron angeschlagen
  • biwa hōshi 琵琶法師
    Spieler der Biwa-Laute in vormoderner Zeit, in der Regel blinde Mönche
  • Biwa-ko 琵琶湖
    Biwa-See; größter Süßwassersee Japans mit 3174 km², in der Präfektur Shiga gelegen; sein Name rührt der Legende nach von seiner Form her, die einer biwa — einer japanischen Laute — gleicht
  • Bon
    Bon-Fest (Ahnenfest); in der Alltagssprache meist O-bon
  • bon'odori 盆踊
    Bon-Tänze
  • bosatsu 菩薩
    Bodhisattva, buddhistische Heilsgestalt
  • Bōshin Sensō 戊辰戦争
    Bōshin-Krieg (1868–1869); Bürgerkrieg zwischen Tennō-Loyalisten und Shōgunatstruppen am Beginn der Meiji-Zeit. Bōshin bezeichnet das Jahr 1868
  • Budō 武道
    Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste; wtl. Weg des Krieges
  • buke 武家
    Kriegeradel; die führenden Kriegerklans
  • bukkyō 仏教
    Lehre des Buddha, Buddhismus
  • Bunbuku chagama 分福茶釜
    Märchen über einen tanuki der die Gestalt eines Teekessels annimmt, um sich von seinem Retter aus Dank verkaufen zu lassen
  • Bunji 文治
    japanische Ära-Bezeichnung; von 1185–1190
  • bunmei kaika 文明開化
    „Aufklärung und Öffnung“; Modernisierungs-Slogan des 19. Jh.s
  • Bunraku 文楽
    Traditionelle, japanische Form des Puppentheaters, 1684 in Ōsaka entstanden; viele Stücke des Kabuki wurden ursprünglich für Bunraku geschrieben
  • bushi 武士
    Krieger, Samurai
  • Bushidō 武士道
    Verhaltenskodex bzw. Philosophie des japanischen Militäradels; wtl. Der Weg des Kriegers
  • butsudan 仏壇
    buddh. Hausaltar
  • Butsuzō zui 仏像図彙
    buddh. Bildenzyklopädie von Tosa Hidenobu, 1783.
  • Byakue Kannon 白衣観音
    Kannon im weißen Gewand
  • C

  • chigi 千木
    ornamentale Dachsparren
  • chiken-in 智拳印
    Mudrā der Weisheitsfaust
  • Chikubushima 竹生島
    kleine Insel im nördlichen Biwa-See in Nagahama, Präf. Shiga
  • chinkonsai 鎮魂祭
    Zeremonie zur Beruhigung der Totengeister
  • chi no ike 血の池
    Blutsee
  • chinowa 茅の輪
    wtl. Ring aus Schilfgras; Schilfgraskranz zur rituellen Reinigung
  • chinowa kuguri 茅の輪くぐり
    Ritual, bei welchem man mehrmals durch einen Schilfgraskranz steigt, um Körper und Seele von Unreinheit und Krankheit zu befreien; wtl. Durchschreiten des Schilfgraskranzes
  • Chion-in 知恩院
    Haupttempel des Jōdo Buddhismus in Kyōto, err. 1234
  • Chokugo engi 勅語衍義
    „Kommentar zum Kaiserlichen Erziehungserlass“; Traktat von Inoue Tetsujirō, 1891
  • Chōgen 重源
    1121–1206; Mönch der Shingon-shū, bekannt für die Wiedererrichtung des Tōdaiji
  • Chōshū 長州
    auch Nagato; alte Provinz im Westen von Japans Hauptinsel Honshū, heute Teil von Yamaguchi-ken.
  • chūin 中陰
    wtl. mittlere Dunkelheit; Totenwelt; Übergangsperiode zwischen zwei Phasen der Wiedergeburt; im engeren Sinne: sieben mal sieben Tage nach dem Tod
  • chūsei 中世
    japanisches Mittelalter, ca. 12.–16. Jh.
  • D

  • Daian-ji 大安寺
    Buddhistischer Tempel in Nara, err. 729, geht auf ältere Vorgänger zurück
  • Daibutsu 大仏
    Großer Buddha; monumentale Buddha Statue
  • Daigo-ji 醍醐寺
    Buddhistischer Tempel in Kyōto
  • Daigo Tennō 醍醐天皇
    60. Kaiser Japans, 885–930, r. 897–930.
  • Daiitoku Myōō 大威徳明王
    skt. Yamantaka, einer der Fünf Großen Myōō
  • daijō bukkyō 大乗仏教
    Mahayana Buddhismus, wtl. „Lehre des Großen Fahrzeugs“
  • Daijō-kan 太政官
    oberstes Regierungsamt der Nara- und Heian-Zeit
  • Daikoku 大黒
    Glücksgott; skt. Mahakala = „Großer Schwarzer“; auch Daikoku-ten
  • daimoku 題目
    wtl. „Titel [des Lotos Sutras]“; Gebetspraxis des Nichiren Buddhismus
  • dai-monji 大文字
    Das Zeichen „Groß“, das beim Bon-Fest in Kyōto mit Feuer gebildet wird
  • Daimyō 大名
    Territorialfürst, Titel des Kriegeradels
  • Daimyōjin 大明神
    kami-Titel, wtl. Große Leuchtende Gottheit
  • Dainichi 大日
    Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
  • Dainichi-kyō 大日経
    Dainichi Sutra; wichtiger Text des esoterischen Buddhismus; früheste bekannte Version aus China, 8. Jh.
  • Dainichi-kyō sho 大日経疏
    Kommentar zum Dainichi-kyō erstellt zwischen 724 und 727 von Yixing (683–727); T1796
  • Dainichi Nyorai 大日如来
    Buddha Vairocana, der „kosmische Buddha“; wtl. „Großes Licht“ oder „Große Sonne“
  • Dai Nihon-shi 大日本史
    Gesamtdarstellung der japanischen Geschichte bis 1392 in 397 Bänden, verfasst zw. 1657 und 1906
  • Daisen Kofun 大仙古墳
    Größtes Hügelgrab Japans in Sakai, Ōsaka, Nintoku Tennō zugeschrieben
  • Dakini 荼枳尼
    weibl. buddhist. Schutzgottheit, identifiziert mit Inari; skt. Dākinī; auch: menschenfressende Dämonin
  • dan
    „Stufe“, „Rang“; Bezeichnung der Fortgeschrittenen- bzw. Meistergrade in den Kampfsportarten, Budō
  • danka seido 檀家制度
    System zur Führung von Familienregistern durch örtliche Tempel; siehe auch terauke seido
  • danna 旦那
    Gönner, Patron (eines Tempels) oder auch ein Mann, der für die Lebenskosten einer Frau aufkommt (z.B. für eine Geisha)
  • Daruma 達磨
    Spitzname des Mönchs Bodhidharma; Bezeichnung der daruma-Puppe als Glücksbringer
  • daruma だるま
    Glücksbringer aus Pappmaché, der dem Zen-Patriarchen Daruma (skt. Bodhidharma) nachempfunden ist
  • dashi 山車
    Prozessionswagen bei Schreinfesten
  • Date Masamune
    1567–1636; Kriegsherr und mächtiger Landesfürst (Daimyō) in Nord-Japan zur Zeit der japanischen Reichseinigung
  • Datsueba 奪衣婆
    wtl. die Alte, die die Kleider wegnimmt; Dämonin des Totenreichs
  • Dazaifu 太宰府
    Stadt in Nord-Kyūshū, südöstlich der Stadt Fukuoka
  • Dazaifu Tenman-gū 大宰府天満宮
    Dazaifu Tenman Schrein (Kyūshū), einer der beiden Hauptschreine für Sugawara no Michizane, gegr. 919
  • Deguchi Nao 出口なお
    1837–1918; Gründerin der Shintō-nahen Neureligion Ōmoto
  • Dejima 出島
    künstliche Insel in der Bucht von Nagasaki; während der Edo-Zeit war hier der einzige europäische Handelsstützpunkt
  • Dengyō Daishi 伝教大師
    Ehrentitel des Mönchs Saichō

  • Weg, Lehre, im erweiterten Sinne auch „Religion“; s.a. Dōkyō (Daoismus)
  • Dōgen 道元
    s. Dōgen Kigen
  • Dōgen Kigen 道元希玄
    1200–1253; Begründer des Sōtō Zen; auch Eihei Dōgen.
  • dōji 童子
    wtl. Knabe; oft Begleiterfigur („Page“) einer buddhistischen Gestalt, manchmal auch „böser Knabe“ = Dämon (z.B. → Shuten Dōji)
  • Dōkyō 道鏡
     ?–772; Nara-zeitl. Mönch; buddhistischer Staatsmann
  • Dōkyō 道教
    Daoismus, wtl. Lehre des Weges, chin. Daojiao; philosophisch-rel. Strömung Chinas; s.a.
  • dōsojin 道祖神
    Wegegott, auch sae no kami; volksrel. Figuren, manchmal in phallischer Form
  • Doyōsei 土曜星
    wtl. Erdplanet, Saturn
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