Namen und Fachausdrücke: Chinesisch und Koreanisch

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83 Einträge
  • An Lushan (chin.) 安禄山
    703–757; chinesischer General, der sich 755 erfolgreich an die Spitze des chinesischen Reiches putschte, bald aber vom eigenen Sohn ermordet wurde; er löste damit die nach ihm benannte An Lushan Rebellion aus, die das Tang-Reich von 755 bis etwa 765 in den größten Bürgerkrieg seiner Geschichte stürzte
  • Anxi (chin.) 安西
    wtl. „Befriedung des Westens“; chinesische Garnisonsstadt am Knotenpunkt zweier Hauptrouten der Seidenstraße nahe der heutigen Stadt Guazhou, später auch Name der umgebenden Region
  • Baekje (kor.) 百濟/백제
    Ehemaliges Königreich in Korea, das sich zu seiner Blütezeit im 5. Jh. über die gesamte Westküste Südkoreas erstreckte; 660 vom benachbarten Silla erobert
  • Budai (chin.) 布袋
    chinesischer Mönch (10. Jh.); gilt als Inkarnation von Bodhisattva Maitreya; jap. Hotei
  • Chan (chin.) 禅
    jap. Zen, wtl. Meditation; chin. Bez. des Zen Buddhismus
  • Chen Shou (chin.) 陳壽
    233–297; Autor der Chroniken der drei Reiche (Sanguo zhi); auch bekannt unter seinem Großjährigkeitsnamen Chengzuo 承祚
  • Dayanta (chin.) 大雁塔
    „Große Wildgans Pagode“ in Xian, China, err. 652
  • Dschingis Khan (chin.) 成吉思汗
    ca. 1162-1227; war ein mongolischer Khan, der die mongolischen Stämme einte und weite Teile Zentralasiens und Nordchinas eroberte.
  • Dunhuang (chin.) 敦煌
    Oasenstadt an der Seidenstraße und ehem. buddh. Zentrum im NW Chinas
  • Faxian (chin.) 法顯
    früher chin. Pilgermönch (337?–422?), Autor eines Reiseberichts
  • Fazhuji (chin.) 法住記
    buddh. Text, 654 übersetzt von Xuanzang; „Bericht von der Fortdauer des Dharmas“; jap. Hōjūki
  • fenghuang (chin.) 鳳凰
    mythologisches Vogelwesen aus China; im Westen auch als chin. Phönix bezeichnet
  • Feng Shui (chin.) 風水
    chin. Raumkonzept auf der Grundlage von Yin und Yang; für zeremonielle Architektur wichtig
  • Fu-lu-shou (chin.) 福禄寿
    wtl. Glück, Wohlstand und Langes Leben; in China Gruppe von drei Göttern, die diese Eigenschaften symbolisieren. In Japan zur Figur des Fukurokuju verschmolzen.
  • Fuxi (chin.) 伏羲
    Erster von drei mythologischen Herrschern in China, Begründer der chinesischen Kultur; jap. Fukugi
  • Guanxiu (chin.) 貫休
    buddh. chin. Abt und Maler-Mönch (832–912); auch Chanyue 禅月 (jap. Zengetsu, „Meditationsmond“) genannt
  • Guanyin (chin.) 観音
    chin. Namen von Avalokiteshvara; jap. Kannon
  • Han (chin.) 漢
    chin. Han-Dynastie (207 v.u.Z.–220 u.Z.)
  • hongsalmun (kor.) 紅箭門, 홍전문
    Koreanisches Zeremonialtor, wtl. „Rotes Pfeiltor“; jap. kōzenmon
  • huabiao (chin.) 華表
    Chinesische Zeremonialstele; jap. kahyō
  • Huainanzi (chin.) 淮南子
    philosophisches Werk aus der Han-Zeit, 2. Jh. u.Z.
  • Huangdi (chin.) 黃帝
    „Gelber Kaiser“; legendäre Regierungsdaten 2698–2598; Kulturheroe und mytholog. Reichsgründer Chinas
  • Huiguo (chin.) 惠果
    746–806; ältere Schreibung Hui-kuo; chin. Lehrer Kūkais
  • I-yü (chin.) 壹與
    235–?; Tochter der japanischen Königin Himiko (da der Name nur aus chin. Chroniken bekannt ist, ist die jap. Aussprache unklar)
  • Jiangong Shenshe (chin.) 建功神社
    jap. Kenkō Jinja; Schrein zur Verehrung von jap. Kriegs­helden in Taipei, welcher 1928, in der Zeit der japanischen Besatzung (1895–1945) errichtet wurde; das Gebäude wurde nach dem Krieg in die staatl. Zentralbibliothek Taiwan umgewandelt
  • Jin (chin.) 金
    chin. Herrschaftsdynastie; 1115–1234
  • Kong Zi (chin.) 孔子
    verm. 551–479 v.u.Z.; chin. Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie; der latinisierte Name „Konfuzius“ leitet sich ab von Kong Fu Zi 孔夫子 (wtl. Lehrmeister Zi); auch bekannt unter seinem Geburtsnamen Kong Qiu 孔丘
  • Kubilai Khan (chin.) 元世祖忽必烈
    1215-1294; Großkhan der Mongolen; Kaiser von China -> Begründer der Yuan-Dynastie
  • Kung-fu (chin.) 功夫
    wtl. Aufwand, Geschick (etwas durch Anstrengung erreichtes); heutzutage übliche Bezeichnung für die meisten chin. Kampfsportarten
  • Laozi (chin.) 老子
    trad. Schreibung: Laotse; Lao Tse, Lao-tzu; legendärer Philosoph und Begründer des Daoismus
  • Leshan (chin.) 樂山
    wtl. Berg der Freude; Ort in Sichuan, China, mit großem Felsenbuddha aus dem 8. Jh.
  • Li Ji (chin.) 李寄
    schlangentötende Heldin aus der Geschichtensammlung Soushenji 搜神記 („Geistersuche“, 4. Jh.) von Gan Bao 干寶.
  • Li Longmian (chin.) 李龍眠
    chinesischer Maler-Mönch der Song-Zeit, 1049–1106; jap. Ri Ryūmin
  • Lingyin Si (chin.) 靈隐寺
    Chan Tempel in Hangzhou, südwestl. von Shanghai; gegr. 328; wtl. Tempel des ruhenden Geistes; u.a. bekannt für zahlreiche Felsskulpturen
  • Linji (chin.) 臨濟
     ?–866; chin. Chan-Patriarch; jap. Rinzai
  • Longmen (chin.) 龍門
    Ort in Henan, China, bekannt für eine eindrucksvollen Gruppe von Felsengrotten und Nischen, in denen zehntausende buddhistische Statuen aus dem Felsen herausgeschlagen sind. Die meisten Statuen stammen aus der Wei und Tang-Dynastie, also in etwa aus der Zeit von 400 bis 750, die bedeutendsten aus der Zeit der Kaserin Wu Zetian (r. 690–705).
  • mijiao (chin.) 密教
    esoterischer Buddhismus
  • Ming (chin.) 明
    chin. Herrschaftsdynastie, 1368–1644
  • paifang (chin.) 牌坊
    Chinesisches Zeremonialtor, Zeremonialbogen; auch pailou; jap. haibō
  • pailou (chin.) 牌楼
    Chinesisches Zeremonialtor, Zeremonialbogen; auch paifang; jap. hairō
  • Pei Songzhi (chin.) 裴松之
    372–451; chinesischer Historiker am früheren Hof der Song-Dynastie, wo er die Sanguo zhi von Chen Shou bearbeitet hatte
  • Penglai (chin.) 蓬莱
    daoistische Insel (Berg) der Unsterblichkeit, im Osten gedacht, daher manchmal mit Japan identifiziert; jap. Hōrai
  • pu (chin.) 步
    „Schritt“; chin. Längenmaß, 1 pu ≈ 1,67m)
  • qi (chin.) 氣/気
    Materie (oder „Energie“) der chin. Naturphilosophie; auch Dampf; jap. ki
  • Qianlong (chin.) 乾隆
    1711–1799; vierter Kaiser der Qing-Dynastie (r. 1735–1796); gilt als mächtigster und bedeutendster Kaiser seiner Dynastie
  • qilin (chin.) 麒麟
    Fabeltier, auch als chin. Einhorn bezeichnet; jap. kirin
  • Qing (chin.) 清
    chin. Herrschaftsdynastie (Mandschu-Herrschaft), 1644–1911
  • Qishi jing (chin.) 起世経
    chin. Sutra, jap. Kise-kyō
  • Sanguo zhi (chin.) 三国志
    Chroniken der Drei Reiche; verfasst 233–297 von Chen Shou
  • Seong Wang (kor.) 聖王
     ?-554; König Seong von Baekje (heute Teil Koreas), r. 523–554; auch Seongmyeong Wang 聖明王
  • Shaolin Si (chin.) 少林寺
    Ursprungskloster des Shaolin-Ordens am Berg Song; Geburtsstätte des Chan Buddhismus
  • shen (chin.) 神
    Geist (sowohl im Sinne von „Gespenst” als auch von „geistiger Kraft“); jap. shin oder kami
  • shendao (chin.) 神道
    Göttl. Weg, Weg der Götter; chin. Aussprache von jap. shintō
  • Shiji (chin.) 史記
    universales Geschichtswerk von Sima Qian (begonnen von seinem Vater), vollendet ca. 109 v.u.Z.
  • Sima Qian (chin.) 司馬遷
    145?–86? v.u.Z.; Han-zeitlicher Historiker, Begründer der chinesischen Historiographie
  • Song (chin.) 宋
    chin. Herrschaftsdynastie, 960–1279
  • Songshan (chin.) 嵩山
    Berg Song, Gebirge in Zentralchina, 1500m; zählt trad. zu den fünf heiligen Bergen des Daoismus;
  • sotdae (kor.) 솟대
    Zeremonielle Stäbe der koreanischen Volksreligion, meist mit Vogelskulptur
  • Sui (chin.) 隋
    chin. Herrschaftsdynastie, 581–618
  • taiji (chin.) 太極
    Urmaterie, wtl. das Große Äußerste
  • Tang (chin.) 唐
    chin. Herrschaftsdynastie, 618–907
  • tiangou (chin.) 天狗
    wtl. Himmelshund; mythol. Gestalt der chin. Kosmologie, Namensgeber des japanischen tengu
  • Tiantai (chin.) 天台
    chin. Vorläufer des Tendai Buddhismus; urspr. Name eines chin. Klosterbergs
  • Tiantai-shan (chin.) 天台山
    Berg Tiantai; Zentrum des chin. Tiantai Buddhismus, aus dem der japanische Tendai Buddhismus hervorging
  • Tiantan (chin.) 天壇
    Tempel des Himmels oder wtl. Altar des Himmels in Beijing; Anlage für kaiserliche Riten der Ming- und Qing-Zeit; Unesco Weltkulturerbe
  • tung-i (chin.) 東夷
    „Ostbarbaren“; chinesische Bezeichnung für Japaner und/oder Koreaner
  • Weizhi (chin.) 魏志
    Chin. Chronik der Wei Dynastie aus dem 3. Jh. u.Z.; enthält die frühesten Berichte über Japan (Wa)
  • Weonjong (kor.) 元宗/원종
    1259–1274; König von Korea, r. 1259–1274
  • Wumenguan (chin.) 無門関
    Klassiker des chin. Chan (Zen) von Wumen Huikai, 13. Jh.; jap. Mumonkan, „Die torlose Schranke“
  • Wu Zetian (chin.) 武則天
    625–705; hielt nach dem Tod ihres Mannes, Kaiser Gaozong (628–683), die politischen Fäden Tang-Chinas in der Hand und trat 690 selbst die Herrschaft als Kaiserin an; Förderin des Buddhismus
  • Xuanzang (chin.) 玄奘
    602–664; berühmter chin. Pilgermönch und buddh. Gelehrter; Autor eines einflussreichen Reiseberichts, der später als „Reise nach dem Westen“ in einen Roman gefasst wurde
  • Yangtsekiang (chin.) 扬子江
    Außerhalb Chinas geläufiger Name des Jangjiang 長江 („langer Fluss“), drittlängster Fluss der Welt
  • Yanlou (chin.) 閻羅
    abgeleitet von skt. Yama Raja, König Yama; jap. Enra oder Enma; König oder Richter der Unterwelt
  • Yijing (chin.) 易経
    „Buch/Leitfaden der Wandlungen“ (chin. Klassiker); jap. Ekikyō
  • Yijing (chin.) 義浄
    635–713; chin. Pilgermönch, Übersetzer und „Indologe“; jap. Gijō
  • Yin Yang (chin.) 陰陽
    Dualistisches Prinzip der chin. Naturphilosophie
  • Yinyuan Longqi (chin.) 隱元隆琦
    1592–1673; jap. Ingen Ryūki; Begründer des Ōbaku-Zen
  • Yixing (chin.) 一行
    683–727; chin. Astronom, Erfinder und Mönch des esoterischen Buddhismus (mijiao), vor allem als Übersetzer des Mahāvairocana Sutra (Dainichi-kyō) und Autor des zugehörigen Kommentars (Dainichi-kyō sho) bekannt
  • Yuan (chin.) 元
    chin. Herrschaftsdynastie, Mongolenherrschaft, 1279–1368
  • Yungang (chin.) 雲岡
    Ort einer Gruppe von buddhistischen Felsstatuen aus der Nördlichen Wei Dynastie (385–535)
  • Zhiyi (chin.) 智顗
    538–597; chin. Mönch und Gründer des chinesischen Tiantai Buddhismus; ältere Schreibung: Chih-i
  • Zhou (chin.) 周
    chin. Zhou-Dynastie (1122?–256 v.u.Z.); eingeteilt in Westliche Zhou-Dynastie, Zongzhou 西周 (770–256 v.u.Z.) und Östliche Zhou-Dynastie, Dongzhou 東周 (770 v. Chr. bis 256 v.u.Z.)
  • Zhu Xi (chin.) 朱熹
    1130–1200; chin. Philosoph; Begründer des Neo-Konfuzianismus
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