Asiatische Namen und Fachausdrücke S—Z

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S

Saga Tennō 嵯峨天皇 52. japanischer Kaiser, 786–842, r. 809–823
Saichō 最澄 Gründer des Tendai Buddhismus, 767–822
Saidai-ji 西大寺 Buddhistischer Tempel in Nara, err. 765, Haupttempel der Shingon Risshū Schule
Sai no kawara 賽の河原 Ufer des Flusses der Unterwelt
saisei itchi 祭政一致 Einheit von Ritus und Verwaltung bzw. von Religion und Staat
saisen 賽銭 Spende, Spendengeld
saisen bako 賽銭箱 Spendenbox, Kasten für Spendengeld
Sake Reiswein
sakoku 鎖国 Abschließung des Landes in der Edo-Zeit, 1639–1853
-san wtl. „Berg“; als Suffix auch: Tempel, Kloster
Sangō shiiki 三教指帰 „Essenz der Drei Lehren“ [= Buddhismus, Konfuzianismus und Daoismus!]; frühe Schrift von → Kūkai (791)
Sanja Matsuri 三社祭 Fest der Drei Schrein[Götter], Asakusa, Tokyo
Sanjūsangen-dō 三十三間堂 33 Klafter Halle; Kannon-Tempelhalle in Kyoto
Sanjūsanshin Kannon 三十三身観音 33 (Erscheinungsformen von) Kannon
sanjū-tō 三重塔 dreistöckige Pagode
sanmitsu 三密 Drei Geheimnisse (des esoterischen Buddhismus)
sanmon 三門 / 山門 Tempeltor; in der ersten Schreibung (wtl. „Dreitor“) besitzt der Begriff einen metaphysischen Hintersinn: „Tor [der Befreiung von den] drei [Hindernissen]“, auch sangedatsu mon. In der zweiten Schreibung steht san (Berg) für „Tempel“.
Sannō 山王 Wtl. „Bergkönig“; Schutzgott des Tendai-Klosters auf Berg Hiei
Sannō Gongen 山王権現 Gottheit des Sannō Schreins
sanshi 三尸/三蟲 wtl. „Drei Leichname“ oder „Drei Würmer“; auch als „Drei Leichenwürmer“ (sanshichū 三尸虫) bezeichnet; verräterische Seelengeister daoistischen Ursprungs
sarugaku 猿楽 Alte Bezeichnung für Noh-Theater; wtl. „Affenmusik“
sarume 猿女 Priestertänzerin; wtl. „Affenfrau“
Sarutahiko 猿田彦 Mythologische Gottheit in → Tengu-ähnlicher Gestalt
satori 悟り Erleuchtungserfahrung (bes. im Zen Buddhismus)
segan-in 施願印 Mudra der Schwurerfüllung
Seichō-no-ie 生長の家 wtl. „Haus des Wachstums“, eine Neureligion, gegründet 1930
Seishi 勢至 Bodhisattva Mahasthamaprapta
Seishi Bosatsu 勢至菩薩 Bodhisattva Mahasthamaprapta; Begleiter → Amidas
semui-in 施無畏印 Mudra der Furchtlosigkeit
Sendai Daikannon 仙台大観音 100m hohe Kannon Statue in der Stadt Sendai, Präfektur Miyagi, errichtet 1991
Senge 千家 Priestergeschlecht Izumos
sengoku jidai 戦国時代 Zeit der kämpfenden Länder, 1482–1568
Senju Kannon 千手観音 Kannon mit den Tausend Händen
senkō 線香 Räucherstäbchen
Sensō-ji 浅草寺 Tempel in Tokyo; auch: Asakusa-dera
Seong-Wang (kor.) 聖王 König Seong von Baekje (heute Teil Koreas), r. 523–554
setsubun 節分 „Trennung der Jahreszeiten“; trad. letzter Tag einer der vier Jahreszeiten; heute meist letzter Tag des Winters (3. Februar)
setsuwa 説話 Lehrerzählung
-sha Shinto Schrein, andere Lesung: yashiro
Shaka 釈迦 Buddha Shakyamuni
Shaka Nyorai 釈迦如来 jap. Namen des Buddha Shakyamuni
shaku Zeremonielles Zepter
shakubuku 折伏 „brechen und unterwerfen“; Motto → Nichirens
Shasekishū 沙石集 Sammlung buddhistischer Erzählungen und Anekdoten, 1283 verfasst von → Mujū Ichien
shendao (chin.) 神道 Göttl. Weg, Weg der Götter; chin. Aussprache von jap. shintō
shi „privat“
Shichi Fukujin 七福神 Die Sieben Glücksgötter
Shichigosan 七五三 Shichigosan-Fest für Kinder von drei, fünf, und sieben Jahren
shide 四手 Papierstreifen in Zickzackform, rituelles Emblem des Shintō
shimenawa 注連縄 Shintoistisches „Götter-Seil“
shimetorii 注連鳥居 Torii (Schreintor) bestehend aus zwei Pfosten und einem Seil; auch chūren torii gelesen
shinboku 神木 Heiliger Baum
shinbutsu bunri 神仏分離 Trennung von kami und Buddhas
Shinbutsu bunri rei 神仏分離令 Verordnung zur Trennung von kami-[Schreinen] und Buddha-[Tempeln] (1868)
shinbutsu shūgō 神仏習合 Übereinstimmung von Kami und Buddhas; shinto-buddhistischer Synkretismus
shingon 真言 wtl. „Wahres Wort“, skt. Mantra (Gebetsformel)
Shingon-shū 真言宗 Shingon Schule, wtl. Schule des Wahren Wortes
shini shōzoku 死に装束 Totengewand
shinkoku 神国 wtl. „Götterland“
shinmei torii 神明鳥居 Stilvariante des torii (Schreintors): gerade Balken, lotrechte Pfosten
shinmei-zukuri 神明造 Baustil der Schreine von Ise
Shinran 親鸞 Gründer der Jōdo Shin Schule (1173–1262)
shinshoku 神職 kami-Priester
shinshūkyō 新宗教 Neue Religion oder Neureligion (seit Beginn der Moderne)
shintai 神体 heiliges Objekt eines Shinto Schreins; wtl. „Gottkörper“
shintō 神道 Shinto, Weg der Götter, Weg der kami
shintō 新党 Neue Partei (Homonym von Shinto)
shintō 浸透 Osmose (Homonym von Shinto)
Shiratori misasagi 白鳥陵 Hügelgrab des mythol. Helden → Yamato Takeru
Shi-Tennō 四天王 Die 4 Himmelskönige (Weltenwächter)
Shitennō-ji 四天王寺 Ältester staatlicher buddh. Tempel, gegr. 593 im heutigen Osaka
Shoku nihongi 続日本紀 2. offizielle Reichschronik (797), Nachfolger des → Nihon shoki (Nihongi), daher der Name „Fortsetzung des Nihongi
Shosha negi kannushi hatto 諸社禰宜神主法度 „Bestimmungen für Schreinpriester“ 1665
shōbō 正法 Zeit des wahren Dharma
(O)shōgatsu (御)正月 Neujahr, Neujahrsfest
Shōgun 将軍 Shogun; Titel der Militärherrscher aus dem Kriegeradel
Shō Kannon 聖観音 Heilige(r) Kannon
Shōmen Kongō 青面金剛 wtl. „grüngesichtiger Vajra“, dämonische Gottheit
Shōmu Tennō 聖武天皇 japanischer Kaiser, 701–56, r. 724–49; Förderer des Buddhismus
Shōtoku Taishi 聖徳太子 Prinz Shōtoku (574–622), kaiserlicher Regent
Shōwa 昭和 Regierungszeit des Tennō Hirohito (1926–1989)
Shōwa Tennō 昭和天皇 124. Kaiser Japans, 1901–1989, r. 1926–1989. Eigenname: Hirohito.
Shugendō 修験道 Orden der yamabushi
shuin 朱印 wtl. „roter (=offizieller) Stempel“; auch für rel. Zwecke, z.B. Stempel ins Pilgerlogbuch verwendet
shuji 種子 Symbolische Sanskrit-Zeichen; wtl. Samen (Skt. bija)
shukke 出家 buddh. Mönch; wtl. „der das Haus/die Familie verlässt“
Shukongō-jin 執金剛神 skt. Vajrapani. Buddhistische Wächterfigur
shumisen 須弥山 buddhistischer Weltenberg
shunga 春画 wtl. „Frühlingsbilder“; Gemälde und Druckwerke mit expliziten sexuellen Darstellungen
-shū rel. Schule, Richtung, Sekte
shūha 宗派 rel. Schule oder Sekte, Glaubensgemeinschaft
shūha shintō 宗派神道 Sekten Shinto, s.a. kyōha shintō
shūmon aratame 宗門改 „Glaubensüberprüfung“; religiöse Kontrolle in der Edo Zeit
shūmon aratame chō 宗門改帳 Glaubensüberprüfungsregister
shūmon aratame yaku 宗門改役 frühmoderne Behörde zur Glaubensüberprüfung
Soga no uji 蘇我氏 Soga-Klan, die ersten Förderer des jap. Buddhismus
Soga no Umako 蘇我馬子 Staatsmann, 551?–626
sonaemono 供え物 Opfergabe
sonnō jōi 尊皇攘夷 „Ehre dem Kaiser, fort mit den Barbaren“; anti-westlicher Slogan des 19. Jh.s
sorei 祖霊 Ahnenseele
sotdae (kor.) 솟대 Zeremonielle Stäbe der koreanischen Volksreligion, meist mit Vogelskulptur
sotoba 卒塔婆 hölzerne Grabbeigabe; „Stupa“
sōgiya 葬儀屋 Bestattungsfirma
sōgō 僧綱 Behörde für buddhistische Angelegenheiten (Altertum)
sōhei 僧兵 Kriegermönch, Mönchssoldat
Sōka Gakkai 創価学会 wtl. in etwa „Organisation zum Studium vermehrter Werte“; neu-religiöse buddhistische Laienorganisation, gegr. 1930
sōrin 相輪 Stab an der Spitze einer Pagode, üblicherweise mit neun Ringen versehen
sōshiki 葬式 Begräbnis, Bestattung, Totenritus
sōshiki bukkyō 葬式仏教 „Begräbnis-Buddhismus“; Buddhismus, der auf die Abhaltung von Totenriten fokussiert ist
Sōtō-shū 曹洞宗 Schule des → Zen-Buddhismus
Sugawara no Michizane 菅原道真 Heian-zeitl. Staatsmann und Gelehrter, 845–903
Suigetsu Kannon 水月観音 Wassermond Kannon; Motiv → Kannons an mondbeleuchtetem Meer
suijaku 垂迹 wtl. kami-Spur (eines Buddha); buddh. Bezeichnung für → kami
Suiko Tennō 推古天皇 Kaiserin(!) Suiko (33. Tenno Japans, 554–628, r. 593–628)
Suinin Tennō 垂仁天皇 11. kaiserl. Herrscher Japans, leg. Regiergungszeit 29 v.–70 n.u.Z.
Sujin Tennō 崇神天皇 10. japanischer Kaiser, mythol. Regierungszeit 97—30 v.u.Z.
Sukunabikona 少名毘古那 winzige Gottheit, Gefährte oder alter ego von Ōkuninushi, auch: Sukunahikona
Sukuyō-kyō 宿曜経 Sutra der Sternbilder
Susanoo 須佐之男 mytholog. Trickster-Gott; Sturmgott, Mondgott
Suseri-hime 須勢理毘売 Tochter Susanoos, Ehefrau Ōkuninushis
Suzuki Daisetsu 鈴木大拙 jap. Zen-Autor, 1870–1966. Bekannt als Daisetz T. Suzuki

T

tabisho 旅所 wtl. „Reiseort“; Ziel einer Prozession mit tragbarem Schrein (mikoshi) bei Schreinfesten
Tagata Jinja 田縣神社 Schrein bei Nagoya, bekannt für seine (männlich konnotierten) Fruchtbarkeitsriten (hōnen matsuri)
tahō-tō 多宝塔 einstöckiger Pagodentyp, wtl. „Vielschatzpagode“
Taiheiki 太平記 Historisches Epos aus dem späten 14. Jh., behandelt den Konflikt zwischen Nördlichem und Südlichem Kaiserhof
Taiji (chin.) 太極 Urmaterie, wtl. das Große Äußerste
Taima Mandara 当麻曼陀羅 Darstellung von Amidas Reinem Land
Taira Kriegerfamilie, die im 12. Jh. um die pol. Vorherrschaft in Japan kämpfte
Taira no Masakado 平将門 Heian-zeitlicher Rebel, ?–940
taisha 大社 Shinto Schrein, wtl. Großschrein
Taishaku-ten 帝釈天 skt. Indra, eine der wichtigsten Gottheiten der indischen Mythologie. In Japan meist mit Brahma (jap. Bonten) in einem Atemzug genannt
Taiyū-in 大猷院 Mausoleum des 3. Tokugawa Shoguns, Iemitsu, err. 1652–53
Taizōkai 胎蔵界 wtl. Mutterschoß-Welt; Mandala des → Dainichi
tajū-tō 多重塔 mehrstöckige Pagode
Takachiho 高千穂 Hochland im heutigen Kyushu, wo der Himmelsenkel Ninigi herabgestiegen sein soll
Takama no hara / Takamagahara 高天原 wtl. „Die himmlischen Gefilde“, mythol. Bez. für das Reich der Himmlischen Götter
Takamimusubi 高御産巣日神 einer der „drei Kami der Schöpfung“, Himmelsgottheit
Takaoka Daibutsu 高岡大仏 ca. 16m hohe Buddha Statue in der Stadt Takaoka, Präfektur Toyama
Takao-san 高尾山 Berg Takao, rel. Zentrum im Westen Tokyos
takarabune 宝船 Schatzschiff der Sieben Glücksgötter
Takeda Shingen 武田信玄 (1521–1573) Feudalfürst und Kriegsherr
Takemikazuchi 建御雷 Mythologischer Schwertgott (wtl. Gewittergott); Ahnengottheit der → Fujiwara; u.a. in den Schreinen → Kashima und → Kasuga verehrt.
tamagaki 玉垣 Zaun einer Schreinanlage, wtl. „Juwelenzaun“
Tamamo no Mae 玉藻の前 legendäre Hofdame und Kurtisane des Toba Tennō; Fuchsgeist
tamashii Geist, Seele
Tamon-ten  多聞天 Synonym von Bishamon-ten, Himmelswächter des Nordens (skt. Vaishravana)
Tanabata 七夕 Tanabata-Fest
Tang (chin.) chin. Herrschaftsdynastie, 618–907
tanuki Tanuki (Marder-Hund)
tariki 他力 andere Kraft (helfende Kraft Amidas)
tatarigami 祟り神 verfluchender Gott; aus tatari — Fluch, und kami — Gottheit
tate-eboshi 立烏帽子 Hut der Höflings- und Priestertracht
temizuya 手水舎 Schrein- oder Tempelbrunnen zum Reinigen von Mund und Händen
-ten wtl. Himmel; Göttertitel für eine eine aus Indien übernommene Gottheit (skt. Deva)
tenbōrin-in 転法輪印 Mudrā des Dharma-Rad-Drehens; Symbol für eine Predigt
tenbu 天部 Gruppe der indischen, bzw. aus Indien übernommene Gottheiten (skt. Deva)
Tendai-shū 天台宗 Tendai Schule, chin. Tiantai
tengu 天狗 Tengu, eine Art Kobold, meist in den Bergen
Tenjin 天神 wtl. „Himmelsgott“, s.a. „Tenman Tenjin“
Tenji Tennō 天智天皇 38. Kaiser Japans, 626–672, r. 661–672. Eigenname: Naka-no-Ōe.
Tenkai 天海 1536?–1634; Abt und Reformer des Tendai Buddhismus, religiöser Berater des Tokugawa Shogunats; auch: Nankōbō Tenkai; Jigen Daishi
Tenman Tenjin 天満天神 Shinto Gott, Apotheose des Sugawara no Michizane
tenmon 天文 Himmelskunde
Tenmu Tennō 天武天皇 40. japanischer Kaiser, 631?–686, r. 673–686
Tennō 天皇 jap. „Kaiser“-Titel, wtl. Herrscher des Himmels
Tenri-kyō 天理教 „Schule des Himmlischen Prinzips“; neureligiöse Gruppierung, gegr. 1838
Tenshō Daijin 天照大神 sinojap. Lesung von → Amaterasu Ōmikami
Tentei 天帝 Daoist. Gottheit des Polarsterns, wtl. Himmelsherrscher
tera buddhistischer Tempel
terauke seido 寺受制度 System der Tempel-Bestätigungen
Tiantai (chin.) 天台 chin. Vorläufer des → Tendai Buddhismus; urspr. Name eines chin. Klosterbergs
Tobatsu Bishamon-ten  兜跋毘沙門天 wtl. Bishamon-ten aus Turfan bzw. Zentralasien
Tokoyo 常世 Land der Unsterblichkeit, Land der Unvergänglichkeit
Tokugawa Iemitsu 徳川家光 3. Tokugawa Shogun (1604–1651), r. 1623–1651
Tokugawa Ieyasu 徳川家康 1. Tokugawa Shogun, 1543–1616; Reichseiniger
Tokuitsu 徳一 buddhistischer Mönch der → Hossō-Schule, 760?–835?
torii 鳥居 Torii, Schreintor
Pagode
Tōdaiji 東大寺 Tempel des Großen Buddha von Nara; wtl. Großer Ost-Tempel
Tōji 東寺 Ost-Tempel in Kyoto, eig. Kyōō Gokoku-ji

(Tempel des Königs der Lehre zum Schutz des Landes)

Tōjō Hideki 東條 英機 (1884–1948) General und Premierminister während des 2. WKs; verurteilter Kriegsverbrecher; Kami des → Yasukuni Schreins
Tōka Ebisu 十日戎 wtl. Ebisu des 10. Tages; wichtiges Schreinfest des Ebisu am 10 Januar
tōrō 灯篭 Laterne, meist Stein oder Metall
tōrō nagashi 灯篭流し Laternenflotte
Tōshō Daigongen 東照大権現 wtl. „Große göttl. Manifestation, die den Osten erleuchtet“; Götternamen des → Tokugawa Ieyasu
Tōshō-gū 東照宮 Tōshō Schrein, Mausoleum des → Tokugawa Ieyasu in Nikkō, Präf. Tochigi
Toyokawa Inari 豊川稲荷 Inari Kultstätte in Toyokawa, Aichi-ken; eig. ein buddh. Tempel, Myōgon-ji
Toyotomi Hideyoshi 豊臣秀吉 Feldherr, Reichseiniger; 1537–1598
Toyouke 豊受 Nahrungsgottheit des Äußeren Schreins von Ise
Tsuda Sōkichi 津田左右吉 Historiker und Religionswissenschaftler, 1873–1961
Tsurezuregusa 徒然草 „Aufzeichnungen aus Mußestunden“; Gedanken und Anekdoten von Yoshida Kenkō, verfasst ca. 1330–1332
tsuru Kranich
Tsurugaoka Hachiman-gū 鶴岡八幡宮 Tsurugaoka Hachiman Schrein (Kamakura)
tsuya 通夜 nächtliche Totenwache
Tōdaiji 東大寺 „Großer Ost-Tempel“; Tempel des Großen Buddha von Nara

U V

uji altjap. Klan, Sippe, Familie
ujidera 氏寺 Klan- oder Familientempel
ujigami 氏神 Altertum: Klangottheit; heute: lokale Schutzgottheit
ujiko 氏子 (Mitglied einer) Schrein-Gemeinde
Uji shūi monogatari 宇治拾遺物語 „Ausgewählte Erzählungen [des Dainagon] von Uji“ (13. Jh.); Sammlung von unterhaltsamen Geschichten und Anekdoten, viele aus dem → Konjaku monogatari
Uka-no-mitama 宇迦之御魂 Weibliche Nahrungsgottheit, die v.a. im → Fushimi Inari Schrein verehrt wird.
ukiyoe 浮世絵 „Bilder der fließenden Welt“, populäre Holzblockdrucke der Edo-Zeit
UN-gyō 吽形 wtl. HUM-Form (Figur, die das Sanskritzeichen „HUM“, jap. un, ausspricht)
Urabe 卜部 Priester und Orakelleser des Tennō-Hofs
Urabon 盂蘭盆 Ursprünglicher Name des →Bon-Fests
Urashima Tarō 浦島太郎 Held einer berühmten Sage
Usa Hachiman-gū 宇佐八幡宮 Usa Hachiman Schrein (Usa, Kyushu)
Ushiku Daibutsu 牛久大仏 Rund 100m hohe Statue des Buddha Amida in der Präfektur Ibaraki, fertiggestellt 1995

W

wagōjin 和合神 wtl. „Götter der Harmonie“; paarweise repräsentierte, oft sexuell konnotierte Gottheiten
Wake no Kiyomaro 和気清麻呂 Nara-zeitlicher Hofbeamter und Staatsmann, 733–799
wakon yōsai 和魂洋才 „Japanischer Geist, westliche Technik“
wakō dōjin 和光同塵 Angleichung der Buddhas an die kami; wtl. „das Licht dämpfen und sich dem Staub angleichen“
Wamyō ruijushō 和名類聚抄 Heian-zeitliches Lexikon; zwischen 931 und 938 kompliert von Minamoto no Shitagō
Watarai 度会 Priester des Äußeren Schreins von Ise
Watarai Shinto 度会神道 Shinto-Lehre des Äußeren Schreins von Ise
Weizhi (chin.) 魏志 Chin. Chronik der Wei Dynastie aus dem 3. Jh. u.Z.; enthält die frühesten Berichte über Japan (Wa)
Wumenguan (chin.) 無門関 Klassiker des chin. Chan (Zen) von Wumen Huikai, 13. Jh.; jap. Mumonkan, „Die torlose Schranke“

X

Xuanzang (chin.) 玄奘 Berühmter chin. Pilgermönch und buddh. Gelehrter (602–664), Autor eines einflussreichen Reiseberichts, der später als „Reise nach dem Westen“ in einen Roman gefasst wurde

Y

Yakushi-ji 薬師寺 Tempel in Nara
Yakushi Nyorai 薬師如来 Buddha der Medizin; skt. Bhaisajyaguru
yamabushi 山伏 Bergasket, wtl. der in den Bergen schläft
yama no kami 山の神 wtl. „Berggottheit“; meist annonyme, manchmal sexuell konnotierte Lokalgottheit
Yamata no Orochi 八岐大蛇 Mythologische Schlange (Drache) mit acht Köpfen und Schwänzen
Yamato 大和, 倭 Kernland der Tenno-Dynastie in Zentraljapan; archaischer Name für Japan
Yamatohime 倭姫 (倭比売) Mytholog. Priesterin der → Amaterasu, Tochter von → Suinin Tennō
Yamato Takeru 倭建/ 日本武 Mythologischer Prinz, Sohn des Keikō Tennō
Yamazaki Ansai 山崎闇斎 Neo-Konfuzianist und Shinto Theologe, 1618–1682
Yanagita Kunio 柳田国男 Begründer der jap. Volkskunde (1875–1962)
Yanlou (chin.) 閻羅 skt. Yama, jap. Enra bzw. Enma; König oder Richter der Unterwelt
yaorozu 八百万 altjap. für „acht Millionen“ bzw. unendlich viele
Yasaka Jinja 八坂神社 Yasaka Schrein (Kyoto), ehemals als Gion Schrein bezeichnet
yasha 夜叉 von skt. Yaksha; menschenfressende Götter oder Dämonen des indischen Pantheons, die im Buddhismus zu wehrhaften Schutzgöttern avancieren
yashiro Shinto Schrein, andere Lesung: sha
Yasukuni Jinja 靖国神社 Yasukuni Schrein, Tokyo
Yijing (chin.) 易経 „Buch/Leitfaden der Wandlungen“ (chin. Klassiker); jap. Ekikyō
Yijing (chin.) 義浄 Pilgermönch, Übersetzer und „Indologe“, 635–713; jap. Gijō
Yin Yang (chin.) 陰陽 Dualistisches Prinzip der chin. Naturphilosophie
Yinyuan Longqi (chin.) 隱元隆琦 jap. Ingen Ryūki, Begründer des → Ōbaku-Zen, 1592–1673
Yomi (chin.) 黄泉 mytholog. Unterwelt; geschrieben mit den Zeichen „Gelbe Quellen“ (= chin. Unterwelt)
Yoshida Jinja 吉田神社 Yoshida Schrein, Kyoto
Yoshida Kanetomo 吉田兼倶 Shinto Priester und Theologe; 1435—1511
Yoshida Shintō 吉田神道 mittelalterl. Shinto-Richtung, begründet von → Yoshida Kanetomo
Yoshida Urabe 吉田卜部 höfische Priester Familie
yōkai 妖怪 Fabelwesen, Geisterwesen, Gespenster
Yōmei-mon 陽明門 „Tor der Sonnenklarheit“; ursprünglich Name des östlichen Tores im Kaiserpalast von Kyoto, später auch in → Nikkō errichtet
Yōsai 榮西 → Myōan Eisai
Yuiitsu Shinto 唯一神道 mittelalt. Shinto Richtung (= Yoshida S.)
Yumedono 夢殿 Halle der Träume; Seitentempel des → Hōryū-ji
yūrei 幽霊 Totengeist

Z

Zaō Gongen 蔵王権現 synkretistische Gottheit der → Yamabushi
zazen 座禅 Meditationssitz
Zen chin. Chan, wtl. Meditation; Zen Buddhismus
zenga 禅画 Zen-Tuschebild
Zenkō-ji 善光寺 Tempel in Nagano
Zhiyi (chin.) 智顗 chin. Mönch (538–597), Gründer des chinesischen Tiantai Buddhismus; ältere Schreibung: Chih-i
Zhu Xi (chin.) 朱熹 chin. Philosoph (1130–1200); Begründer des Neo-Konfuzianismus
zōbō 像法 Zeit des imitierten Dharma; buddhistisches Konzept
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