Itako, weibliche Geisterseherinnen

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Bernhard Scheid, „Itako, weibliche Geisterseherinnen.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 30.8.2015). URL: http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Alltag/Yamabushi/Itako?oldid=58387X

Itako itako イタコ blinde Priesterin oder Shamanin; früher auch ichiko 市子siehe auch→ Grundbegriffe/Shinto→ Alltag/Schreinpriester→ Alltag/Yamabushi→ Mythen/Geister sind blinde Medien („Shamaninnen“), die in einem Ritual namens kuchiyose kuchiyose 口寄せ Geisterbeschwörung, wtl. „Herbeirufung des Mundes“siehe auch Itako → Alltag/Schreinpriester→ Mythen/Geister („Herbeirufung des Mundes“) die Toten aus dem Jen­seits her­bei­rufen und ihnen ihre Stimme leihen. Auf diese Weise kann man mit den Seelen ver­stor­bener Ver­wand­ter in Kontakt treten. Der Kult der itako war in der Edo Edo 江戸 Sitz der Tokugawa Shōgune, 1600–1867 (= Edo-Zeit); heute: Tōkyōsiehe auch Geschichtsperioden → Grundbegriffe/Buddhismus→ Bauten/Bekannte Tempel→ Grundbegriffe/Shinto→ Grundbegriffe/Stereotype/Herrigels Zen→ Bauten/Bekannte Tempel/Berg Koya → mehr -Zeit weit verbreitet (s.u.), wird heute allerdings nur noch in Nord-Japan praktiziert. Dort stellt er einen Be­stand­teil des tra­di­tio­nellen Bestattungsbrauchtums dar. Darüber hinaus finden zweimal jährlich (20.–24.7. und 9.–11.10.) am Osore-zan Osore-zan 恐山 „Angst-Berg“; rel. Zentrum in Aomori-ken (Nordjapan), das als Abbild der Totenwelt giltsiehe auch Osorezan → Ikonographie/Jizo→ Karte , einem Berg am nördlichsten Zipfel der Hauptinsel Honshū, religiöse Feste (matsuri matsuri religiöses (Volks-)Festsiehe auch Matsuri → Bauten/Schreine→ Bauten/Bekannte Tempel/Asakusa→ Bauten/Bekannte Schreine→ Alltag/Matsuri/Hadaka matsuri→ Alltag/Matsuri/Phalluskulte → mehr ) statt, bei denen auch itako ihre Dienste an­bieten. Die Bilder auf dieser Seite stammen von solchen Anlässen.

Itako des Osore-zan

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Eine blinde itako Priesterin

Bild © H. Johnson, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Ein blinde Geisterbeschwörerin itako lässt die Geister der Verstorbenen durch sich sprechen. In der Hand hält sie eine buddhistische Gebetskette (juzu), hinter ihr steht eine Trommel.

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Itako Priesterin

Osore-zan („Angstberg“), Nord-Japan
Bild © Wikimedia Commons, 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Geisterbeschwörung am Osore-zan. Das Schild verrät den Namen der itako-Priesterin: Nakamura Suwa.

. 1 . 2 Itako bei der Herbeirufung der Totengeister

Die itako verfügen über einen eigenen, nur halb ver­ständ­lichen Sprech­gesang, durch den sie die Bot­schaften der Ver­stor­benen über­mitteln. Bei den Massen­events am Osore-zan werden zunächst Erkun­digun­gen über den Ver­stor­benen einge­zogen, sowohl hinsicht­lich seiner Bezie­hung zu den jewei­ligen Hinter­bliebenen als auch hin­sichtlich der Um­stände seines Ablebens. Die Berichte der Toten folgen dann, sofern ver­ständlich, ganz offen­sicht­lich vor­gefer­tigten Mustern.1 Dennoch sind die Kunden der itako meist sehr ergriffen und erhalten durch sie seelischen Trost.

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Zelte der itako

Osore-zan („Angstberg“), Nord-Japan
Bild © Jani Patokallio, 2000. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Zweimal im Jahr versammeln sich diverse itako-Priesterinnen am Osore-zan, einem Zentrum des Jenseitsglaubens in Nord-Japan.

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Zelte der itako

Osore-zan („Angstberg“), Nord-Japan
Bild © Lonely Trip, 9.10.2004. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Vor allem ältere Menschen nehmen die kuchiyose-Dienste der itako in Anspruch.

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Zelte der itako

Osore-zan („Angstberg“), Nord-Japan
Bild © The Oriental Caravan, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Ein Zelt ist gerade besetzt, im anderen wartet ein blindes Medium auf Kunden.

. 3. 4. 5
Itako und ihre Kunden

Ähnlich wie die yamabushi yamabushi 山伏 Bergasket, wtl. der in den Bergen schläft; Praktikant des Shugendōsiehe auch Yamabushi → Bauten/Schreine/Torii→ Alltag/Pilgerschaft→ Alltag/Matsuri→ Alltag/Matsuri/Feuergang→ Alltag/Moenche → mehr , sind auch die itako zumeist mit be­stimm­ten Tempeln oder Schreinen affiliiert, ohne jedoch ein­deutig dem Buddhis­mus oder dem Shintō zuge­ordnet werden zu können.2 Während die itako heute vor allem Totengeister her­bei­rufen, welche auch als hotoke hotoke Buddha; umgangsspr. auch: Totenseele; andere Lesung: butsu; alte Schreibung: 佛siehe auch Ahnenkult → Alltag/Totenriten (wtl. Buddhas) an­ge­spro­chen werden, ist ihr tra­di­tio­nelles Repertoire reich­hal­tiger und umfasst auch das Herabrufen von kami kami japanische Gottheitsiehe auch Shinto → Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Schreine→ Grundbegriffe/Weltbild→ Ikonographie→ Alltag/Omairi → mehr , also von Schreingottheiten.3

Geisterseherinnen in der Edo- und Meiji-Zeit

Itako sind die Erbinnen einer einst weit verbreiteten Kultur von fah­ren­den Künstlern, Heilern und Schaustellern, die in der Edo-Zeit zu fixen Gilden zu­sam­men­wuch­sen. Zu diesen gehörten unter anderem auch yamabushi, Yin-Yang Meister (onmyōji onmyōji 陰陽師 Yin Yang Meistersiehe auch Yin und Yang ), oder Schrein­pries­ter­innen (miko miko 巫女 Miko, kami-Priesterin, Schreindienerin; auch: weibliche Shamanin; andere Schreibungen 神子 (Gott-Kind) oder 御子 (erhabenes Kind)siehe auch Schreinpriester → Mythen/Goetter des Himmels/Uzume→ Ikonographie/Gluecksgoetter/Ebisu ), die verschiedene Tänze und Gesänge vorführten. Shamaninnen, die sich wie die itako auf Geis­ter­be­schwö­run­gen spe­zia­li­sierten, wurden damals ebenfalls als miko bezeichnet. Diese miko wurden in Ostjapan von Edo aus kontrolliert, und zwar von einem gewissen Tamura Hachidaiyū Tamura Hachidaiyū 田村八太夫 Oberhaupt einer shamanistischen Gilde während der Edo-Zeit mit Sitz in Asakusa; der Begriff war zunächst eine Art Eigenname und entwickelte sich dann zum Titel, der seinen Sitz im Sanja-Schrein, dem heutigen Asakusa Jinja Asakusa Jinja 浅草神社 Schutzschrein des Tempels von Asakusa (Sensō-ji) in Tōkyōsiehe auch Asakusa hatte.4 Seine Kontrolle erstreckte sich im acht­zehn­ten Jahr­hun­dert auf über 800 Familien, deren weib­liche Mitglieder vor­wie­gend als Geis­ter­se­he­rinnen tätig waren, während sich die Männer zumeist mit dem Handel von Talismanen (o-fuda o-fuda お札 Talisman in Gestalt eines symbolischen Zeichens, meist aus Papier; sinojap. gelesen (satsu) bedeutet das gleiche Zeichen „Geldschein“siehe auch Gluecksbringer → Alltag/Omairi→ Alltag/Pilgerschaft→ Alltag/Kamidana→ Ikonographie/Kannon/Bato Kannon→ Mythen/Tengu → mehr ) verdingten. Beide mussten dem Hachidayū einen Teil ihrer Einkünfte abtreten. Obwohl viele dieser Priesterinnen blind waren, scheint dies keine unbedingte Voraussetzung für die kuchiyose Praxis gewesen zu sein. Im Norden Japans bestand aller­dings schon in der Edo-Zeit eine feste Verbindung zwischen Blind­heit und kuchiyose.5

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Geisterbeschwörung

Buchillustration von Utagawa Toyokuni (1769–1825); aus Mukashigatari inazuma byoshi Bd. 4 (Santō Kyōden), 1830
Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2015/7/2)

Illustration eines Romans von Santō Kyōden. Eine blinde Geisterbeschwörerin (miko) lässt durch ihren Mund die Geister der Verstorbenen sprechen. Dazu benützt sie einen kleinen Bogen (azusa), den man vor ihr sieht. Auch die Schale mit Blatt ist ein essenzieller Teil des Rituals. Die Bildinschrift besagt: „Die verstorbene Fujinami und einige andere Totenseelen werden durch den Katalpa-Bogen (azusa no yumi) herbeigelockt.“

. 6 Geisterbeschwörung (kuchiyose), Edo-Zeit

Weibliche Shamaninnen wurden damals unter anderem als azusa miko azusa miko 梓神子 Miko mit Katalpa-Bogen (azusa); Edo-zeitl. Bezeichnung für Geisterseherinnnen (itako) (Shamaninnen mit Katalpa Bogen) bezeichnet.6 Der Katalpa Bogen, der mit einem Bambusrohr zum Klingen gebracht wurde, war das klassische Instrument, mit dem man die Her­bei­ru­fung von Göttern und Geistern begleitete.7 Laut einer literarischen Be­schrei­bung eines Geis­ter­be­schwö­rungs-Rituals von Santō Kyōden Santō Kyōden 山東 京伝 1761–1816; Edo-zeitlicher Schriftsteller und Malersiehe auch Kaidan (1761–1816), bestanden die Botschaften von Verstorbenen, die durch den Mund der Shamaninnen zu hören waren, vor allem aus Be­schrei­bun­gen der bud­dhis­tischen Hölle.

In der frühen Meiji Meiji 明治 posthumer Name von Kaiser Mutsuhito; nach ihm wird auch die Meiji-Zeit (1868–1912) benanntsiehe auch Geschichtsperioden → Grundbegriffe/Shinto→ Grundbegriffe/Shinto/Jindo→ Alltag/Jahr→ Alltag/Matsuri→ Alltag/Familie → mehr -Zeit wurde die Or­ga­ni­sation des Hachidaiyū ab­ge­schafft und die Praxis des kuchiyose insgesamt kri­mi­na­lisiert. Die rigide Vor­gangs­weise gegen alteingesessene religiöse Praktiken war eine typische Be­gleit­er­schei­nung der Mo­der­ni­sierung. Die Verfolgung führte jedoch dazu, dass sich sha­ma­nis­tische Praktiken in den Neu-Religionen sammelten, die in der Mitte des neun­zehn­ten Jahr­hun­derts rapide aus dem Boden schossen und ihrerseits mit Repressalien zu kämpfen hatten. Offenbar bestanden gerade in Nord-Japan tatsächlich sehr enge Beziehungen zwischen traditionellen miko und neu-religiösen Sekten.8 Beide widersprachen dem staatsshintōistischen Grundsatz, dass Shintō-Schreine – und damit auch alle anderen kami kami japanische Gottheitsiehe auch Shinto → Grundbegriffe/Buddhismus Lehre→ Bauten/Schreine→ Grundbegriffe/Weltbild→ Ikonographie→ Alltag/Omairi → mehr -Kulte – alleine der Verehrung des Tennō-Hauses zu dienen hätten (s. Staatsshintō). Umgekehrt scheint sich in volks- und neureligiösen Bewegungen ein vielleicht unbewusster Protest gegen das System des Staatsshintō und des Tennō-Kults Ausdruck verschafft zu haben. Erst mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs entspannte sich das Verhältnis zwischen Obrigkeit und Volksreligion, sodass lokale Glaubensformen erneut Fuß fassen konnten.

Verweise

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Fußnoten

  1. So berichtet Carmen Blacker von ihren Feldforschungen am Osore-zan in den späten 1950er Jahren, dass Opfer des Weltkriegs, die damals noch häufig herbeigerufen wurden, standardmäßig erzählten, dass sie nun im Yasukuni Yasukuni Jinja 靖国神社 Yasukuni Schrein, Tōkyōsiehe auch Yasukuni → Bauten/Schreine/Torii→ Bauten/Ise Izumo/Schreinanlage Ise→ Mythen/Imaginaere Tiere/Komainu→ Geschichte/Staatsshinto → mehr Schrein in Tōkyō ihre Ruhe gefunden hätten (Blacker 1975, S. 160).
  2. Knecht 1997.
  3. Blacker 1975, S. 151.
  4. Ähnlich wie im Kabuki Theater, war Tamura Hachidaiyū zunächst ein individueller Name, der ab dem acht­zehn­ten Jahr­hun­dert, als sich die Tradition gefestigt hatte, erblich wei­ter­ge­ge­ben wurde (Groemer 2007).
  5. Groemer 2007, S. 46, Fn. 2.
  6. Hinsichtlich der Bezeichnung gab es früher wie heute große Un­ter­schie­de. Ein in Nord-Japan selbst geläufiger Terminus for Geis­ter­se­he­rin­nen ist kamisama, ein Wort, das zugleich auch „Gottheit“ oder „Chef“ bedeuten kann. Azusa azusa Katalpe oder Trompetenbaum; oft auch Bezeichnung für Bögen (azusayumi) aus diesem Holz, die bei shamanistischen Seancen zum Einsatz kommen bezeichnet zunächst eine bestimmte Baumart, die als Katalpe oder Trompetenbaum übersetzt wird, allerdings scheinen verschiedene botanische Bezeichnung in azusa zusammengefasst zu sein. Aus diesen Hölzern fertigten japanische „Shamanen“ und „Shamaninnen“ jedenfalls Bögen an, die sie in kuchiyose-Riten einsetzten. Diese Bögen wurden als azusa-yumi oder kurz als azusa bezeichnet. Azusa miko waren also Shamaninnen, die mit azusa (oder Katalpa-Bögen) Geister beschwörten.
  7. Groemer 2007, S. 39.
  8. Ikegami 1994, #3

Bilderläuterungen

  1. Itako.jpg

    Eine blinde itako Priesterin

    Bild © H. Johnson, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

    Ein blinde Geisterbeschwörerin itako lässt die Geister der Verstorbenen durch sich sprechen. In der Hand hält sie eine buddhistische Gebetskette (juzu), hinter ihr steht eine Trommel.

  2. Itako 2006-10-09.jpg

    Itako Priesterin

    Osore-zan („Angstberg“), Nord-Japan
    Bild © Wikimedia Commons, 2006. (Letzter Zugriff: 2011/7)

    Geisterbeschwörung am Osore-zan. Das Schild verrät den Namen der itako-Priesterin: Nakamura Suwa.

  3. Osorezan flickr2.jpg

    Zelte der itako

    Osore-zan („Angstberg“), Nord-Japan
    Bild © Jani Patokallio, 2000. (Letzter Zugriff: 2011/7)

    Zweimal im Jahr versammeln sich diverse itako-Priesterinnen am Osore-zan, einem Zentrum des Jenseitsglaubens in Nord-Japan.

  4. Osorezan itakokuchiyose.jpg

    Zelte der itako

    Osore-zan („Angstberg“), Nord-Japan
    Bild © Lonely Trip, 9.10.2004. (Letzter Zugriff: 2011/7)

    Vor allem ältere Menschen nehmen die kuchiyose-Dienste der itako in Anspruch.

  5. Osorezan 15.jpg

    Zelte der itako

    Osore-zan („Angstberg“), Nord-Japan
    Bild © The Oriental Caravan, 2005. (Letzter Zugriff: 2011/7)

    Ein Zelt ist gerade besetzt, im anderen wartet ein blindes Medium auf Kunden.

  6. Azusamiko.jpg

    Geisterbeschwörung

    Buchillustration von Utagawa Toyokuni (1769–1825); aus Mukashigatari inazuma byoshi Bd. 4 (Santō Kyōden), 1830
    Bild © Waseda University Library. (Letzter Zugriff: 2015/7/2)

    Illustration eines Romans von Santō Kyōden. Eine blinde Geisterbeschwörerin (miko) lässt durch ihren Mund die Geister der Verstorbenen sprechen. Dazu benützt sie einen kleinen Bogen (azusa), den man vor ihr sieht. Auch die Schale mit Blatt ist ein essenzieller Teil des Rituals. Die Bildinschrift besagt: „Die verstorbene Fujinami und einige andere Totenseelen werden durch den Katalpa-Bogen (azusa no yumi) herbeigelockt.“

Links

Literatur

Peter Knecht 1997
„The ritual of kuchiyose (calling the dead).“ In: Klaus Antoni (Hg.), Rituale und ihre Urheber: Invented Traditions in der japanischen Religionsgeschichte. Hamburg: LIT Verlag 1997, S. 197–213.
Gerald Groemer 2007
Female Shamans in Eastern Japan during the Edo Period.“ Asian Folklore Studies 66 (2007), S. 27–53.
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