Kriegerische Geister

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König Asura (Ashura-ō)

Statue (Trockenlack). Nara-Zeit, 734; „Nationalschatz“; im Besitz des Kōfuku-ji, Nara; Höhe: 153 cm
Bild © J-Blog. (Letzter Zugriff: 2011/7)

Obwohl im Grunde ein kriegerischer Geist, wurde Ashura vor allem in der Frühzeit des japanischen Buddhismus auch als Beschützer des Buddhismus verehrt und tritt als solcher in einer Gruppe von acht oder achtundzwanzig anderen Beschützergeistern auf. Neben Ashura zählen dazu auch der Vogelmensch Garuda/ Karura oder die Gottheiten von Wind und Donner.

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König Asura (ashura-ō)

Statue (Trockenlack), Detail. Nara-Zeit; „Nationalschatz“; Kōfuku-ji, Nara
Bild © Butsuzō maniacs
Ashura aus der Nara Zeit (734) im Eigentum des Kōfuku-ji, Nara.

Die Welt der kriegerischen Geister (skt. asura (असुरasura (skt., m.)kämpfende Geister, eine von sechs Formen der Wiedergeburt ) , jap. ashura (ashura 阿修羅kämpfende Geister, eine von sechs Formen der Wiedergeburt; skt. asura )) stammt aus dem indischen Erbe des Buddhismus. Die indischen Asuras sind eigent­lich eine Dynastie himmlischer Wesen, die von den deva (देवdeva (skt., m.)„Gottheit“, oberste Klasse indischer Götter …⇒) s, den bekannteren Göttern Indiens, namentlich vom kriegerischen Indra (इन्द्रIndra (skt., m.)hohe indische Gottheit, vergleichbar mit Zeus/Jupiter …⇒) (Taishaku-ten (Taishaku-ten 帝釈天skt. Indra, eine der wichtigsten Gottheiten der indischen Mythologie. In Japan meist mit Brahma (jap. Bonten) in einem Atemzug genannt )), zurück­gedrängt wurden. Sie sind insofern mit den griechischen Titanen ver­gleich­bar. Tat­säch­lich dürften die jeweiligen Mythen ge­mein­same Ursprünge haben. Wie die Titanen stellten die Asuras eine Ge­fahr für die regierende Götterdynastie dar und wurden daher in eine un­zu­gäng­liche Welt am Fuße des Weltenbergs Sumeru (सुमेरुSumeru (skt., m.)Weltenberg des indisch-buddhistischen Universums; auch: Meru …⇒) verbannt.

Als fixer Bestandteil des indischen Pantheons wurden die Asuras auch in den Buddhismus mit auf­ge­nommen. Die konventionelle bud­dhis­tische Erklärung besagt, es handle sich um Ge­stalten, die von starken ag­gres­siven Impulsen be­herrscht sind. Im ost­asiatischen Kontext gelten sie als Kriegergeister, die hier­archisch unter den Menschen stehen, obwohl es sich um göttliche Wesen handelt. Sie kommen aller­dings kaum je in Er­zählungen vor und sind auch sonst von keiner besonderen Relevanz im ja­pa­nischen Buddhismus. Nur auf späteren bildlichen Darstellungen werden die ashura in der Gestalt japanischer Samurai dargestellt.

Besonders in der Frühzeit des japanischen Buddhismus wurde Ashura-ō (König Asura) aber auch als Beschützer des Dharma (धर्मDharma (skt., m.)Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha) …⇒) angesehen und als dreiköpfige, sechs­armige Figur dargestellt. Das beeindruckendste Beispiel stammt aus der Nara-Zeit (Abb. oben). Bis auf die über­langen Arme ähnelt diese androgyne Figur einem Bodhisattva und evoziert keiner­lei kriegerische Assoziationen.

ashura
Die Welt der Ashura
Kumano kanshin jikkai mandara (Detail)
Rollbild, Edo-Zeit, 17. Jh. (s. Höllen)
Mythen: Jenseits (Hauptartikel)
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