König Enma Richter und Wächter
Enma-ten und Gefolge
- Tafelbild (Holz, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13.–14. Jh.
Bild © Tokyo National Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7, entzerrt)
König Enma auf einem Büffel. Mandala-artige Komposition, die Enmas Funktionen als Richter der Unterwelt und als Wächter des Dharma vereint. Das Bild befindet sich auf der Rückwand eines Miniaturaltars (zushi), in dem eigentlich eine Statue des Aizen Myōō im Zentrum steht.
Die obige Abbildung zeigt König Enma (Enma 閻魔 — skt. Yama, König oder Richter der Unterwelt ), den Beherrscher des buddhistischen Totenreichs, und einige Figuren aus seinem Gefolge. Die Darstellung aus der Kamakura-Zeit vereint zwei unterschiedliche Aspekte, unter denen Enma im japanischen Buddhismus auftritt: Einmal als Wächtergott, erkennbar vor allem an der wehrhaften Rüstung, einmal — und wesentlich prominenter — als Richter der Unterwelt. Die Richterfunktion ist in der obigen Abbildung vor allem aus den Figuren im Vordergrund ablesbar. Es handelt sich um gerichtliche Beamte, die Anklageschriften verlesen, Protokolle aufzeichnen und Angeklagte (Totenseelen) vor- und abführen. Aber auch der Stab, den Enma in der Hand hält, gehört zu seinen Utensilien als Richter. Die Herausbildung der Figur des Enma ist ziemlich komplex und offenbart einen typischen Mix aus indischen und chinesischen Elementen, die im Folgenden eingehender besprochen werden sollen.
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Yama in Indien und Tibet
Der Name Enma (Enma 閻魔 — skt. Yama, König oder Richter der Unterwelt ) leitet sich von der indischen Gottheit Yama (यमराजYama (skt., m.) — Gottheit der Unterwelt und des Todes …⇒) her. Yama gilt in Indien auch außerhalb des Buddhismus als Gottheit der Hölle bzw. der Totenwelt, vergleichbar mit dem Unterweltgott Hades bzw. Pluto in der europäischen Antike. In den Veden tritt Yama — begleitet von seiner Zwillingsschwester Yami — als das erste sterbliche Wesen überhaupt in Erscheinung. Später entwickelt er sich zum Herrscher des indischen Totenreichs, ist aber auch in dieser Funktion zunächst keine Gottheit im eigentlichen Sinne, sondern ein sterbliches Wesen in der Lebenswelt der (Hunger)-Geister (skt. preta (प्रेतpreta (skt., m.) — „Hungergeist“ …⇒) , jap. gaki (gaki 餓鬼 — Hungergeist; skt. preta …⇒)).[1] Schon in dieser indischen Urform erscheint Yama zumeist als Reiter auf einem Büffel oder als Figur mit Büffelkopf.
Der Buddhismus hat Yama als Herrscher der Unterwelt in das buddhistische Pantheon integriert. Dabei scheint er sich vor allem als Vergelter böser Taten bewährt zu haben, nicht unähnlich dem christlichen Teufel. In frühen buddhistischen Texten ist allerdings kaum etwas über Yama zu finden. Erst nach und nach festigten sich verschiedene Erklärungsmuster, wie und warum diese an sich negative Erscheinung mit der Verbreitung des buddhistischen Dharma (धर्मDharma (skt., m.) — Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha) …⇒) kooperiert. In einer Tradition, die sich vor allem im tibetischen Buddhismus durchgesetzt hat, tritt Yama in Gestalt eines Büffeldämonen auf, der nichts anderes als der personifizierte Tod ist. Dieser Büffeldämon erhält in Manjushri (मञ्जुश्रीMañjuśrī (skt., m.) — Bodhisattva …⇒) , dem Bodhisattva (बोधिसत्त्वBodhisattva (skt., m.) — „Erleuchtetes Wesen“ …⇒) der Weisheit, einen Gegenspieler, der ihn unterwirft. Zu diesem Zweck verwandelt sich Manjushri in Yamantaka (यमान्तकYamāntaka (skt., m.) — „Bezwinger des Todes (Yama)“, einer der Fünf Großen Myōō …⇒) , den „Bezwinger des Yama“, der eine noch schrecklichere Büffelgestalt als Yama selbst hat und in manchen tantristischen Traditionen als die machtvollste aller kriegerischen Gottheiten gilt. [2] Charakteristischerweise vermischen sich die Gestalten des Bezwingers (Yamantaka) und des zu Bezwingenden (Yama) zu einer einheitlichen Figur, die bis auf den Rinderkopf ganz den üblichen tantristischen (तन्त्रtantra (skt., n.) — „Gewebe“, im Buddhsmus Lehrschrift des esoterischen Buddhismus (ähnlich → Sutra, aber meist mit rituellem Inhalt) …⇒) Wächtergottheiten entspricht, mit all ihren schrecklichen Paraphernalien wie Ketten aus geköpften Häuptern, Totenschädeln im lodernden Haar, einer nackte Gespielin, die ihnen Blut zu trinken reicht, etc., etc. ...
Yama Dharmaraja
- Tibet, 19. Jh.
Bild © Himalayan Art. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Eines der interessantesten ikonographischen Motive des tantristischen Yama wird als „Äußerer Yama, der Dharmakönig“ bezeichnet (Abb. oben). Es zeigt einen ochsenköpfigen Dämon, der seinen Siegestanz auf einem Büffel vollführt, welcher seinerseits eine menschliche Gestalt vergewaltigt. Ohne alle möglichen Interpretationen dieses Motivs zu kennen, gehe ich davon aus, dass der mittlere Büffel den Tod verkörpert, der den Menschen in seiner Gewalt hat, während der Büffelköpfige den Sieg über diesen Tod darstellt. Das Motiv soll übrigens einer Traumvision des tibetischen Mönchs Tsongkhapa, 1347–1419, entwachsen sein. [3] Der Büffeldämon diente tantristischen Yogis als Identifikationsfigur, um sich auf die Begegnung mit dem Tod vorzubereiten.
Der Gerichtshof
Im ostasiatischen Buddhismus hat sich eine etwas andere Narration durchgesetzt: Yama ist hier kein impulsiver Dämon, sondern ein strenger Bürokrat, der als notwendiges Übel, als Personifikation des unerbittlichen Karma (कर्मKarma (skt., n.) — „Tat“, konsequente Folge …⇒) s angesehen werden kann. Obwohl als „König“ tituliert, entspricht seine Funktion der eines Richters, der darüber zu entscheiden hat, in welchen der sechs Lebensbereiche (rokudō (rokudō 六道 — wtl. die Sechs Wege = Bereiche der Wiedergeburt …⇒)) eine Totenseele wiedergeboren zu werden hat. König Yan oder Yanlou (Yanlou 閻羅 (chin.) — skt. Yama, jap. Enra bzw. Enma; König oder Richter der Unterwelt ), wie er auf chinesisch heißt, bekommt in China ein komplexes Gefolge, das chinesischen Gerichtshöfen nachempfunden ist. Er wird von neun weiteren Königen/Richtern assistiert bzw. mit diesen zusammen in das Ensemble der „Zehn Könige“ (Jūō (Jūō 十王 — Die Zehn Könige oder Richter der Unterwelt )) der Unterwelt integriert. Dass die Totenwelt als solche in China mit einem Gerichtshof assoziiert wird, passt im übrigen gut zu der Tatsache, dass die schlimmste Form der Wiedergeburt, die „Hölle“, ihrer chinesischen Wortbedeutung nach ein „unterirdischer Kerker“ (jap. jigoku (jigoku 地獄 — wtl. „[unter]irdischer Kerker“, buddhistische Hölle …⇒)) ist.
Die Zehn Könige
Yama selbst ist also in dieser Tradition nur einer unter zehn Richtern (und zwar stets der fünfte), wenn auch sicherlich der prominenteste. Die Schar der Einzelrichter untersteht aber letztlich Bodhisattva Jizō (Jizō 地蔵 — populäre Bodhisattva Figur; skr. Kshitigarbha, wtl. „Schatzhaus oder Mutterleib der Erde“ …⇒) (chin. Dizang, skt. Kshitigarbha (क्षितिगर्भKṣitigarbha (skt., m.) — „Schatzhaus/Mutterleib der Erde“, populärer Bodhisattva …⇒) , wtl. „Schatzhaus der Erde“), der zum eigentlichen Herren über das gesamte Totenreich erklärt wird. Ähnlich wie Manjushri in Tibet tritt also auch hier ein prominenter Bodhisattva in den Ring, um zu garantieren, dass alles wirklich nach den Gesetzen von Buddha (बुद्धBuddha (skt., m.) — „Der Erleuchtete“ …⇒) s Lehre abläuft. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn manche Überlieferungen in Yama nichts anderes als eine spezifische Manifestion — eine zornvolle Erscheinungsform — von Jizō erblicken. Kategorische Strenge und mildtätige Gnade werden — wie so oft im Mahayana Buddhismus — letztlich als Akte der gleichen Figur interpretiert. Im übrigen zeigen frühe chinesische Abbildungen aus China Jizō keineswegs als knabenhaften, mild lächelnden Pilgermönch, wie er uns im heutigen Japan zumeist begegnet, sondern als strengen Abt, der den Vorsitz im Gericht der Zehn Könige führt.
Bodhisattva Dizang (Jizō) und die Zehn Könige
- Querbildrolle (Fragment). Tang Zeit, 10. Jh.; Dunhuang, Nord-China; 30 x 56 cm
Bild © The British Museum. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Deckblatt einer illustrierten Ausgabe des Sutras der Zehn Könige. Aus Höhle 17 der sogenannten „Tausend Buddha Höhlen“.
Die Vorstellung von den Zehn Königen wurde vor allem durch einen in vielen Versionen überlieferten Text verbreitet, der landläufig als Sutra der Zehn Könige (jap. Jūō-kyō (Jūō-kyō 十王経 — Sutra der Zehn Könige; apokryphe chinesische Schrift aus China, 8. oder 9.Jh. )) bekannt ist. Die Urform des Textes entstand in der chinesischen Tang Zeit, wahrscheinlich im 8. oder 9. Jahrhundert.[4]Das Sutra der Zehn Könige begründete nicht nur die Idee von Enmas Gerichtshof, sondern stellt wohl auch einen wichtigen Faktor für die Popularität von Bodhisattva Jizō in ganz Ostasien dar. In Japan wurde die Totenwelt schließlich in Werken wie dem Ōjō yōshū (Ōjō yōshū 往生要集 — „Essentielle [Lehren] der Wiederbgeburt“, 985 von → Genshin verfasst …⇒) (985) oder dem Jizō jūō-kyō (um 1200?) weiter ausdifferenziert.
Jizō und die Zehn Richter
- Felsskulptur. Heian-Zeit; Usuki, Kyushu
Bild © Prismo, 2010. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Jizō inmitten der Gruppe der Zehn Richter/Könige der Unterwelt.
Der Weg der Totenseele ins Jenseits wird im Sutra der Zehn Könige als eine Folge von Verhandlungen vor den zehn Richtern dargestellt. Es ist eine Art Fegefeuer, in dem der endgültige Ort der Wiedergeburt noch nicht fixiert ist. Vor den ersten sieben Richtern muss sich der Verstorbene in den ersten sieben Wochen nach seinem Tod verantworten. Die weiteren Richter fällen ihre Urteile hundert Tage nach dem Tod, ein Jahr nach dem Tod und drei Jahre nach dem Tod. Dies sind die Zeiten, in denen auch die Hinterbliebenen durch religiöse Opfergaben die Entscheidung von Enmas Gericht beeinflussen können und zu denen daher besondere Totenriten vorgesehen sind. [5]
Enma als Einzelrichter
Ochsenköpfiger Höllenknecht (gozu)
- Querbildrolle (Papier, Tusche, Farbe), Detail. Kamakura-Zeit, 13. Jh., Kitano tenjin engi
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2011/7)
Fletcher Fund, 1925
Die Abbildung entstammt einer illustrierten Chronik des Kitano Schreins (Kitano tenjin engi), des Schreins von Sugawara Michizane. Ein ochsenköpfiger Höllenknecht fungiert als Reiseführer der Hölle im Zuge der Jenseitswanderung des Mönchs Nichizō. Von dieser Reise bringt Nichizō die Informationen über Michizanes Schicksal mit, die schließlich zur Errichtung des Kitano Tenjin Schreins führen.
Obwohl sich die Darstellung von König Enma auf das Sutra der Zehn Könige zurückführen lässt, sind die anderen Richter — zumindest in Japan — im Laufe der Zeit weitgehend verblasst. Die häufigsten Darstellungen zeigen Enma als einzigen Richter und je mehr seine Figur ins Zentrum rückt, umso bedrohlicher wird sie. In den frühesten japanischen Quellen, die von ihm erzählen, etwa im Nihon ryōiki (Nihon ryōiki 日本霊異記 — „Wundersame Begebenheiten aus Japan“; buddhistische Legendensammlung von Kyōkai (Anfang 9. Jh.) …⇒) (um 800), erscheint Enma noch relativ umgänglich.[6]In späteren bildlichen Darstellungen wird er hingegen grundsätzlich als schreiend und mit wutverzerrten Zügen dargestellt. Vor allem bekommt er aber auch Gehilfen zur Seite gestellt, die suggerieren, dass die Qualen der Hölle im Grund schon vor Enmas Gericht beginnen. Das mag mit vormodernen gerichtlichen Praxisformen zusammenhängen, in denen Foltern zu den üblichen Methoden der Urteilsfindung gehörten, wie sich im übrigen schon anhand der ältesten chinesischen Darstellungen verifizieren lässt. Das Foltern obliegt im übrigen Kerkermeistern, die häufig (allerdings nicht immer) einen Büffelkopf besitzen. Ob sich dies aus Yamas ursprünglicher Büffelgestalt erklärt? Jedenfalls hat sich die Figur dieser rinderköpfigen Kerkermeister in Form der oni (oni 鬼 — Dämon, „Teufel“; in sino-japanischer Aussprache (ki) ein allgemeiner Ausdruck für Geister …⇒) auch außerhalb der Totenwelt verbreitet.
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Der fünfte Richter, König Yanlou
Enma in einer chinesischen Abbildung aus dem 13. Jh. aus einer Serie, die alle Zehn Könige darstellt. Im Vordergrund der verräterische Spiegel, davor ein Angeklagter. Außerdem ein rinderköpfiger Höllenknecht und andere Schergen von Enmas Gericht. |
Gerichtshof des Enma
Nach einer Vorlage aus dem 13. Jahrhundert. Zu Enmas Füßen sieht man einen Angeklagten (also einen Verstorben), dem in einem Spiegel seine Sünden (hier der Mord an einem Mönch) vorgeführt wird. Die Höllenknechte warten schon begierig, ihn abzuführen. |
Schließlich verfügt Enma auch über zahlreiche andere Hilfsmittel, um die Übeltaten der Verstorbenen ausfindig zu machen, etwa den Karma-Spiegel, indem sich Szenen der Vergangenheit wie auf einem Bildschirm abrufen lassen. Außerdem hat er zwei Informanten, die den Verstorbenen das ganze Leben lang begleitet haben und nun seine guten und schlechten Taten berichten. Diese „Knaben des Guten und des Schlechten“ sind auf japanischen Darstellungen mannigfach variiert worden, zumeist sind es zwei Köpfe, die auf hohen Stäben thronen, einer mit finsterem einer mit mildem Gesichtsausdruck.
Enmas Gerichtshof
- Kawanabe Kyōsai
Satirische Darstellung.
Enma zählte zu den beliebtesten Sujets des Meiji-zeitlichen Künstlers Kawanabe Kyōsai. Die obige Abbildung kann als eine Zusammenfassung sämtlicher mit Enma assoziierten Merkmale angesehen werden, auch wenn manches davon satirisch überzeichnet ist. Hier ist Enma klar der unbarmherzige Herrscher der Unterwelt, der durchaus für sadistische Methoden zu haben ist. Im Hintergrund sieht man dagegen Jizō, der quasi im Verborgenen ein paar Sünder wieder aus der Hölle herausholt. Von einer Identität der beiden Figuren ist in Kawanabes Darstellung nichts zu erkennen.
Enma als Himmelswächter
Enma-ten und Enma-ō
- Hängerollbild (Seide). Kamakura-Zeit; 153 x 66 cm
Bild © Freer and Sackler Gallery. (Letzter Zugriff: 2011/5)
Enma als Deva-Gottheit. Am unteren Bildrand Anklänge an seine Rolle als Richter der Unterwelt.
Eine weitere Funktion, die Yama vom Buddhimus zugesprochen wurde, ist die einer Richtungsgottheit, die als Wächter einer Himmelsrichtung fungiert. Derartige Ensembles existieren mit acht oder zwölf Gottheiten, wobei Enma meist den Süden repräsentiert. Sein Titel ist in diesem Fall dann nicht ō, „König“, sondern ten, „Himmel“ bzw. tenbu (tenbu 天部 — Gruppe der indischen, bzw. aus Indien übernommene Gottheiten (skt. Deva) …⇒)-Gottheit (skt. deva (देवdeva (skt., m.) — „Gottheit“, oberste Klasse indischer Götter …⇒) ). Sein Aussehen gemahnt — zumindest in frühen Ensembles dieser Art — eher an einen Bodhisattva denn an einen bedrohlichen Höllenrichter. An den Enma der Unterwelt erinnert lediglich ein Stab, auf dem einer der Köpfe sitzt, welche Enma die Sünden der Angeklagten zuflüstern. In der Kamakura-Zeit findet man dann Mischformen wie das Bild am Anfang dieser Seite, wo Enma die Physiognomie des Richters behält, aber auf einem Büffel reitet und über ein Gefolge von himmlischen Wesen und Wesen aus der Totenwelt gebietet.
Zu guterletzt findet man den Büffelreiter auch auf astrologischen Darstellungen des Sternenhimmels und zwar an zentraler Stelle, direkt unter Bodhisattva Manjushri (Monju (Monju 文殊 — Manjushri, Bodhisattva der Weisheit …⇒)), der als Bodhisattva der Weisheit unter anderem für Astrologie zuständig ist. Die Beziehung zwischen diesen beiden Figuren ist mir derzeit noch unklar, aber eine Parallele mit der tibetischen Identifizierung von Yama und Manjushri drängt sich auf.
Literatur und Links
- Marilyn Rhie und Robert A. F. Thurman (Hg.) 1996
The Sacred Art of Tibet: Wisdom and Compassion. London: Thames and Hudson. - Stephen F. Teiser 2003
The Scripture on the Ten Kings and the Making of Purgatory in Medieval Chinese Buddhism. Honolulu: University of Hawaii Press. - Himalayan Art
- Wrathful Guardians of Buddhism (Nitin Kumar 2001)
- Nihon Ryo-Wiki (Universität Wien 2011)Letzte Überprüfung der Linkadressen: Mai 2011
Anmerkungen
- ↑ Vgl. Himalayan Art [2011/5].
- ↑ Nitin Kumar 2001. In Japan existiert Yamantaka in Form des Daiitoku Myōō (Daiitoku Myōō 大威徳明王 — skt. Yamantaka, einer der Fünf Großen Myōō …⇒) als einer der Fünf Myōō, meist reitet er auf einem Büffel. Seine direkte Verbindung zu Enma scheint aber in den Hintergrund getreten zu sein.
- ↑ The Sacred Art of Tibet, S. 290
- ↑ Teiser, The Scripture on the Ten Kings, S. 9. Chinesische Vorläufer lassen sich bis in das Jahr 664 zurück verfolgen (idid., S. 48)
- ↑ Auch in heutigen buddhistischen Totenriten wird diese Folge von Totengedenken noch berücksichtigt. Insbesondere die Periode von sieben mal sieben Tagen gilt als Zwischenexistenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Formen der Wiedergeburt. Die letzten drei Feiern — zum hundertsten Tag, zum ersten und zum dritten Jahrestag des Ablebens — scheinen auf vorbuddhistische chinesische Bräuche zurück zu gehen. Vgl. Teiser, S. 25–26.
- ↑ Enma kommt in einigen Traumvisionen des Ryōiki vor. Interessanterweise bleibt er immer hinter einem Vorhang verborgen, sein genaues Aussehen bleibt unbestimmt. S. Enra (Nihon Ryo-Wiki)
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