Was ist ein Sutra?

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Bernhard Scheid, „Was ist ein Sutra?.“ In: Religion-in-Japan: Ein Web-Handbuch. Universität Wien, seit 2001 (Stand: 18.9.2014). URL: http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Texte:Sutra?oldid=41523

Die elementarsten Texte des Buddhismus werden in der Regel als Sutra सूत्र sūtra (skt., n.) „Faden“, Lehr­rede des Buddha, kanoni­sche Schrift; jap. kyō 経 oder kyōten 経典siehe auch→ Buddhismus→ Buddhismus Lehre→ Tempel→ Gluecksbringer→ Kannon → mehr be­zeich­net. Zu­min­dest der Theorie nach stammen die Sutren von einem Buddha बुद्ध Buddha (skt., m.) „Der Erleuchtete“; jap. butsu (hotoke) 仏 oder Budda 仏陀siehe auch →  Shaka → Buddhismus→ Buddhismus Lehre→ Bekannte Tempel→ Tempel→ Ikonographie → mehr (allerdings nicht not­wendiger­weise vom his­to­rischen Buddha Shakyamuni शाक्यमुनि Śākyamuni (skt., m.) „Der Weise des Shakya-Klans“, Gautama Siddhartha; jap. Shaka 釈迦 oder Shakamuni 釈迦牟尼siehe auch →  Buddhas Leben → Buddhismus→ Tempel→ Ikonographie→ Shaka→ Myoo/Vajrapani → mehr ). Obwohl die unterschiedlichsten Themen ab­gehan­delt werden, betten die meisten Sutren ihre In­halte in die Rahmen­hand­lung einer Buddha-Predigt ein. Sowie im Mahayana महायान Mahāyāna (skt., n.) „Großes Fahrzeug“, buddhistische Richtung; jap. Daijō 大乗siehe auch →  Buddhismus → Buddhismus Lehre→ Ikonographie→ Kannon→ Myoo/Vajrapani→ Paradiese → mehr Buddhis­mus die Zahl der Buddhas im Lauf der Zeit immer mehr zu­ge­nommen hat, haben sich auch die Sutren ver­viel­facht und ein beinah un­über­schau­bares Maß ange­nommen.

Infolge ihrer langen Textgeschichte, die oft weit in vor­schrift­liche Zeiten hin­ein­reicht, ist es zudem kaum möglich, den genauen Umfang eines be­stimmten Sutras ein­deutig ab­zu­grenzen. Meist existieren unter­schied­liche Ver­si­onen eines Textes ne­ben­ei­nan­der. Bei der Über­setzung des bud­dhisti­schen Schrift­tums ins Chinesische ent­stand ein weiterer Un­sicher­heits­faktor. Die Frage „Was ist ein Sutra?“ wird also zu­nehmend kompli­zierter, je ein­gehender man sich damit aus­einan­der­setzt.

Vokabel

Das Wort sūtra entstammt dem Sanskrit und ist der Webe­technik ent­lehnt. Es be­deutet „Faden“. Davon ab­ge­leitet ent­standen meta­phorische Be­deu­tungen wie „Leit­faden“, „ele­men­tare Lehr­schrift“, u.a.m. Im Chi­ne­sischen und Ja­pa­nischen wird dafür das Schrift­zeichen kyō kyō kanonischer Text, wtl. „Kettfaden“; im Buddh.: Sutra (skt. sūtra, n.), Lehrrede des Buddha (chin. jing) ver­wendet, das die gleiche Grund­be­deu­tung be­sitzt und nicht nur im Bud­dhis­mus sondern bei­spiels­weise auch im Daoismus An­wen­dung findet. Ein be­rühmter, nicht-bud­dhisti­scher „Leit­faden“ ist etwa das Yi-jing Yijing (chin.) 易経 „Buch/Leitfaden der Wandlungen“ (chin. Klassiker); jap. Ekikyōsiehe auch Yin und Yang → Shinto/Jindo→ Yin und Yang/Kalender , eig. „Leit­faden der Orakel­kunst“, besser be­kannt als das „Buch der Wand­lungen“. Aus dem nicht-bud­dhis­tischen indischen Kon­text ist hier­zu­lande das Kama Sutra, der „Leit­faden der Liebe“, am besten bekannt.

Sutren gibt es in verschiedenen Formen und Längen. Ein gemein­sames formales Merk­mal ist die Standard-Ein­leitung des Re­zi­tie­renden: „So habe ich's gehört“. Oft sind auch die Um­stände der Predigt Gegen­stand des Sutras, bevor der Buddha selbst zu Wort kommt. Viele bud­dhis­tische Sutren thema­ti­sieren also die Um­stände ihrer Ent­stehung und Ver­brei­tung, bevor sie zum eigent­lichen Kern der Bot­schaft kommen. Diese Selbst-Re­ferenziali­tät scheint ein be­sonderes Kenn­zeichen bud­dhisti­scher Sutren zu sein.

Das Kopieren von Sutren galt in der gesamten Welt des Bud­dhis­mus als frommes Werk, das ganz besonders dazu ge­eignet war, das eigene Karma कर्म Karma (skt., n.) „Tat“, auch „konse­quente Folge“; moralische Bilanz der gesetzten Handlungen; jap. Gō 業siehe auch →  Buddhismus Lehre → Ikonographie→ Opfergaben→ Kannon→ Shaka/Buddhas Leben→ Jenseits → mehr zu ver­bessern. Dies bezog sich sowohl auf den Stifter als auch auf die Aus­führenden einer Sutren­kopie. Bud­dhisti­sche Sutren wurden aus diesem Grund mit großer Sorg­falt re­produziert und auf­be­wahrt. Es ist somit kein Zu­fall, dass das unten ab­ge­bildete Bei­spiel aus der Nara Nara 奈良 Hauptstadt und Sitz des Tenno, 710–784 (= Nara-Zeit); ehemals: Heijō-kyōsiehe auch Geschichtsperioden → Bekannte Tempel→ Tempel→ Tempel/Tempeltore→ Ise Izumo→ Bekannte Schreine/Kasuga → mehr Zeit — eines der ältesten bis heute er­haltenen Original­do­ku­mente des ja­pa­nischen Schrift­tums — ein bud­dhis­tischer Text ist. Es handelt sich um ein Frag­ment des zu dieser Zeit äußert po­pu­lären Kegon-kyō Kegon-kyō 華厳経 Avatamsaka Sutra bzw. Blütenkranz Sutra (skt. Avatamsaka Sutra अवतंसकसूत्र Avataṃsakasūtra (skt., n.) „Blütenkranz Sutra“, erste Übersetzung ins Chinesische um 420; jap. Kegon-kyō 華厳経, „Blütenkranz Sutra“). Im Mittel­punkt steht Buddha Vairocana, der in der Nara Zeit auch als Großer Buddha des Tōdaiji Tōdaiji 東大寺 Tempel des Großen Buddha von Nara; wtl. Großer Ost-Tempelsiehe auch Bekannte Tempel → Tempel/Tempeltore→ Tempel/Pagoden→ Bekannte Schreine→ Bekannte Schreine/Kasuga→ Dainichi → mehr verewigt wurde.

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Fragment einer Abschrift des Avatamsaka Sutras (Kegon-kyō)

Schriftrolle (Indigopapier, Silbertinte). 744; 24,8 x 53,7 cm
Bild © Metropolitan Museum of Art. (Letzter Zugriff: 2011/8)
Fragment einer Abschrift des Avatamsaka Sutras (Kegon-kyō) aus dem Jahr 744


Lotos Sutra

Das Lotos Sutra gehört zu den bekanntesten Sutren des Mahayana महायान Mahāyāna (skt., n.) „Großes Fahrzeug“, buddhistische Richtung; jap. Daijō 大乗siehe auch →  Buddhismus → Buddhismus Lehre→ Ikonographie→ Kannon→ Myoo/Vajrapani→ Paradiese → mehr Bud­dhis­mus. Seine geläufigste Version ist die chi­ne­sische Über­setzung durch den Über­setzer­mönch Kumarajiva कुमारजीव Kumārajīva (skt., m.) buddh. Gelehrter und Übersetzer (344–413); jap. Kumaraju 鳩摩羅什siehe auch →  Shaka → Shaka/32 Merkmale (343–413), die 406 fertig­gestellt wurde und auch den meisten Über­setzungen in west­liche Sprachen zu­grunde liegt. In dieser Form besteht das Sutra aus 28 Kapiteln, die sehr unter­schied­liche Themen be­handeln. Die Rahmen­hand­lung dieser Kapitel be­schreibt, wie Buddha Shakyamuni शाक्यमुनि Śākyamuni (skt., m.) „Der Weise des Shakya-Klans“, Gautama Siddhartha; jap. Shaka 釈迦 oder Shakamuni 釈迦牟尼siehe auch →  Buddhas Leben → Buddhismus→ Tempel→ Ikonographie→ Shaka→ Myoo/Vajrapani → mehr vor einer un­über­seh­baren Menge von irdischen und über­irdischen An­hängern eine Predigt hält. Im Laufe dieser Predigt kommt u.a. die Parabel vom bren­nenden Haus (Kap. 3) zur Sprache, die das Anwenden von „an­ge­mes­senen Mitteln“ (skt. upaya उपाय upāya (skt., m.) „[geschicktes] Mittel“; jap. hōben 方便siehe auch →  Heian Zeit → Saicho , jap. hōben hōben 方便 geschicktes Mittel; skt. upāyasiehe auch Heian Zeit → Saicho ) legitimiert (Kap. 2). Der Buddha wird in dieser Parabel als gütiger Vater beschrieben, der versucht, die Kinder, die sich der Gefahr nicht be­wusst sind (die un­er­leuchteten Wesen), durch Ver­spre­chungen aus dem bren­nenden Haus zu locken. Ein anderes be­rühmtes Kapitel (16) thematisiert die Lebens­länge des Buddhas und damit zugleich die bud­dhis­tische Zeiten­theorie (s. dazu Die Reformen der Heian-Zeit). Das Sutra enthält aber auch Passagen, die er­läutern, warum es ein besonderes karmisches Verdienst darstellt, es — das Sutra — zu kopieren. Dieses Verdienst wird höher eingeschätzt als das Opfer des eigenen Körpers, obwohl auch dieses Praxis grundsätzlich gut geheißen wird (Kap. 23). Eines der ein­fluss­reichsten Kapitel ist Bodhisattva Avalokiteshvara अवलोकितेश्वर Avalokiteśvara (skt., m.) „Herr, der [die Welt] unten wahrnimmt“, Bodhisattva; jap. Kannon 観音 oder Kanzeon 観世音siehe auch →  Buddhas Leben → Kannon→ Kannon/Bato Kannon→ Myoo/Vajrapani (jap. Kannon Kannon 観音 Bodhisattva Avalokiteshvara, wtl. „der den Klang der Welt erhört“; chin. Guanyin; „Bodhisattva des Mitleids“siehe auch Kannon → Bekannte Tempel→ Bekannte Tempel/Asakusa→ Bekannte Schreine/Fushimi→ Bekannte Schreine/Nikko→ Matsuri/Phalluskulte → mehr ) gewidmet und dürfte mit­ver­ant­wort­lich für die besondere Popularität dieser Figur sein.

Das Lotos Sutra heißt auf Sanskrit Saddharma pundarika sutra सद्धर्मपुण्डरीकसूत्र Saddharma puṇḍarīka sūtra (skt., n.) „Sutra vom weißen Lotos des wunderbaren Dharma“, Lotos Sutra; jap. Myōhō renge kyō 妙法蓮華経 oder Hoke-kyō 法華経siehe auch→ Saicho , wörtlich: „Sutra der Lotos­blume vom wunder­baren Dharma धर्म Dharma (skt., m.) Gesetz (des Universums), Lehre (des Buddha); jap. Hō 法siehe auch →  Buddhismus Lehre → Ikonographie→ Mudra→ Dainichi→ Nara→ Honji suijaku → mehr “, jap. ent­weder kurz Hoke-kyō Hoke-kyō 法華経 Lotos Sutra; auch Hokke-kyō, → Myōhō renge kyōsiehe auch→ Saicho→ Gluecksgoetter/Bishamonten→ Sutra/Goldglanz Sutra , oder Myōhō renge kyō Myōhō renge kyō 妙法蓮華経 Lotos Sutra (des Wunderbaren Dharma), skt. Saddharma-pundarīka-sūtra (jap. auch → Hoke-kyō). Es gilt vor allem im japanischen Tendai Tendai-shū 天台宗 Tendai Schule, chin. Tiantaisiehe auch Dainichi → Bekannte Tempel→ Bekannte Tempel/Berg Koya→ Bekannte Schreine/Nikko→ Yamabushi→ Shaka → mehr und Nichiren Nichiren 日蓮 Begründer des Nichiren Buddhismus, 1222–1282.siehe auch Nichiren → Weltbild→ Kamakura→ Neue Religionen→ Shinto Mittelalter/Kamikaze → mehr Buddhismus (auch Hokke-shū Hokke-shū 法華宗 Andere Bez. des Nichiren Buddhismussiehe auch Nichiren ) als die wichtigste buddhistische Lehrschrift überhaupt.

Herz Sutra und Sutra der Höchsten Weisheit

Ein weiteres allgemein bekanntes Sutra ist das Herz Sutra. Es ist so kurz, dass es eigent­lich mehr einem Gebet gleicht und in wenigen Minuten rezitiert werden kann. Es besteht im we­sent­lichen aus einer Lehrrede des Kannon (Bodhisattva Avalokiteshvara) an Shariputra शारिपुत्र Śāriputra (skt., m.) Hauptschüler des Buddha; jap. Sharihotsu 舎利佛siehe auch →  Buddhas Leben → Tempel/Stupa , einen Schüler des his­to­rischen Buddha. Einer der Kernsätze lautet „Form ist Leere, Leere ist Form“. Es geht also um die Philo­so­phie der Leere (skt. shunyata शून्यता śūnyatā (skt., f.) „Leere, Nichts“, im Buddhismus ein wichtiges philosophisches Konzept; jap. , jap. Leere, Nichts; im Buddhismus ein wichtiges philosophisches Konzept), bzw. der Un­be­ständig­keit des irdischen Da­seins, die u.a. auch als bud­dhis­tischer Nihilis­mus bezeichnet wird.

In Japan können viele Menschen das Herz Sutra auswendig, vor allem Anhänger des Zen Zen chin. Chan, wtl. Meditation; Zen Buddhismussiehe auch Zen → Buddhismus Lehre→ Stereotype→ Stereotype/Herrigels Zen→ Tempel/Tempeltore→ Bekannte Schreine/Fushimi → mehr - und des Shingon Shingon-shū 真言宗 Shingon Schule, wtl. Schule des Wahren Wortessiehe auch Kukai → Buddhismus Lehre→ Bekannte Tempel→ Ikonographie→ Tempel/Tempeltore→ Tempel/Pagoden → mehr Buddhismus. Das Sutra wird hier in einer Mischung aus Sans­krit und Chi­ne­sisch rezitiert, die keinerlei Ähn­lich­keiten mit dem ge­sprochenen Japanisch aufweist und für Laien voll­kommen un­ver­ständlich ist. Für die meisten japa­nischen Bud­dhisten steht der in­haltliche Aspekt des Textes daher nicht im Vor­der­grund. In­te­res­santer­weise ist das Herz Sutra aber gerade in seiner japani­sierten Form (also in sini­siertem Sankrit, japanisch aus­ge­sprochen) auch in west­lichen bud­dhis­tischen Kreisen populär geworden.

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Daihannya-kyō in Gold auf blauem Grund

Abschrift (Papier, Goldtinte). Heian-Zeit; Kongobu-ji, Berg Kōya
Bild © Kōbō Daishi Kūkai and the Sacred Treasures of Mount Kōya, 2003, Abb. 28
Abschrift des Daihannya-kyō in Goldtinte auf blauem Grund, Heian-Zeit

Das Herz Sutra ist Teil einer ganzen Sutren­text­gruppe zur Doktrin der höchsten Weis­heit (prajnaparamita प्रज्ञापारमिता prajñāpāramitā (skt., f.) „Vollkommene Weisheit“; jap. hannyaharamitta 般若波羅蜜多siehe auch→ Buddhismus Lehre , jap. hannyaharamitta hannyaharamitta 般若波羅蜜多 „vollkommene Weisheit“, abgeleitet von skt. prajnaparamita). Es existieren unter­schied­lich lange Samm­lungen dieser Text­gruppe. Eine der aus­führ­lichsten Fas­sungen, das Da bore boluomidou jing (jap. Hannyaharamitta-kyō Hannyaharamitta-kyō 般若波羅蜜多経 „Sutra der vollkommenen Weiheit“) existiert heute in Form einer chi­ne­sischen Über­setzung durch den Pilger­mönch Xuanzang Xuanzang (chin.) 玄奘 Berühmter chin. Pilgermönch und buddh. Gelehrter (602–664), Autor eines einflussreichen Reiseberichts, der später als „Reise nach dem Westen“ in einen Roman gefasst wurdesiehe auch Stupa → Dainichi/Daibutsu→ Gluecksgoetter/Bishamonten→ Sutra/Hannya shingyo→ Heilige/16 Rakan → mehr aus den Jahren 660—663 und umfasst ca. 600 Einzel­texte, darunter das Herz Sutra oder das ebenfalls bekannte sog. Diamant Sutra.

Goldglanz Sutra

Das Goldglanz Sutra — Konkōmyō-kyō Konkōmyō-kyō 金光明経 Goldglanz Sutra; eines von drei „Staatsschutz-Sutren“ des frühen japanischen Staatssiehe auch Goldglanz Sutra → Gluecksgoetter/Benzaiten→ Gluecksgoetter/Bishamonten , skt. Suvarna-prabhasottama-sutra, in erweiter­ter Fassung auch als „Sutra vom golde­nen Glanz der sieg­reichen Könige“ (Konkō­myō saishōō kyō) bekannt — ist vielleicht der politisch einflussreichste Text des frühen japanischen Buddhismus, da er sich explizit an die Herrschenden wendet.

Zusammen mit dem Sutra der/für Barmherzige Könige (Ninnō-kyō) und dem Lotos Sutra zählte das Gold­glanz Sutra zu den soge­nannten Drei Staats­schutz Sutren, die ins­beson­dere vor und während der Nara Nara 奈良 Hauptstadt und Sitz des Tenno, 710–784 (= Nara-Zeit); ehemals: Heijō-kyōsiehe auch Geschichtsperioden → Bekannte Tempel→ Tempel→ Tempel/Tempeltore→ Ise Izumo→ Bekannte Schreine/Kasuga → mehr -Zeit große staat­liche Förde­rung erhielten, weil man sich um­gekehrt tat­säch­lich einen gleichsam magi­schen Schutz des Reiches von ihnen erwar­tete. Tenmu Tennō Tenmu Tennō 天武天皇 40. japanischer Kaiser, 631?–686, r. 673–686siehe auch Kami Kulte → Sandkiste→ Ise Izumo/Baustil Ise→ Goetter der Erde/Okuninushi→ Fruehzeit→ Nara → mehr und sein Urenkel Shōmu Shōmu Tennō 聖武天皇 japanischer Kaiser, 701–56, r. 724–49; Förderer des Buddhismussiehe auch Nara → Gluecksgoetter/Benzaiten→ Fruehzeit→ Gluecksgoetter/Bishamonten→ Sutra/Goldglanz Sutra ließen im 7. und 8. Jahrhundert in allen Provinzen Tempel errichten, in denen das Goldglanz Sutra rezitiert und auf­be­wahrt werden sollte.

Mit dem Rückgang staatlicher Förderung (und Regelmentierung) des Buddhismus in der Heian Heian 平安 alter Name Kyotos; politisches Zentrum 794–1185 (= Heian-Zeit)siehe auch Heian Zeit → Ikonographie→ Opfergaben→ Kannon→ Bekannte Schreine→ Bekannte Schreine/Fushimi → mehr Zeit nahm die Bedeu­tung des Goldglanz Sutras zwar ab, es legte aber den Grundstein für die Bekannt­heit von Figuren wie Benzaiten Benzaiten 弁才天/ 弁財天 Glücksgöttin, Gottheit des Wassers, der Musik und der Beredsamkeit; skt. Sarasvati; auch: Bentensiehe auch Benzaiten → Ikonographie→ Schreine/Torii→ Bekannte Schreine→ Bekannte Schreine/Itsukushima→ Matsuri/Hadaka matsuri → mehr und Bishamon-ten Bishamon-ten 毘沙門天 Himmelswächter des Nordens, Glücksgottsiehe auch Bishamonten → Myoo→ Waechtergoetter→ Gluecksgoetter→ Myoo/Vajrapani→ Gluecksgoetter/Daikoku → mehr , die heute als Bestand­teil der Sieben Glücksgötter in Japan ungebro­chene Popu­larität genießen. (Mehr dazu...)


Ende des Kapitels „Texte und Lehren“
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