Verein zur Pflege der Rechtsökonomik

Seine Aufgabe ist es, theoretische und praxisnahe Forschung zu unterstützen und publik zu machen,
sowie als Diskussionsplattform zu wirken.
Die Umsetzung der Aufgaben erfolgt über das

Joseph von Sonnenfels Center for the Study of Public Law and Economics

Der Verein und das Joseph von Sonnenfels Center sind an der Universität Wien eingerichtet.
Die Trägerschaft durch den Verein wird notwendig, weil der Prozess der Neuordnung der Universitäten zum gegenwärtigen Zeitpunkt
weder organisatorisch noch finanziell eine solche Initiative erlaubt.

Advisory board:

 

Professor Steven Shavell, Harvard University School of Law

Professor Warren Schwartz, Georgetown University School of Law

Professor Francesco Parisi, University of Minnesota

Professor Daniel Rubinfeld, Berkeley, CA

Professor Boudewijn Bouckaert, Universiteit Gent

Professor Christian Kirchner, Humboldt Universität zu Berlin

Professor Alfred Endres, Fernuniversität Hagen

Professor Franz Wirl, Universität Wien Institut für Betriebswirtschaftslehre

Präsident des Verwaltungsgerichtshofes, Clemens Jabloner

DDr.Klaus Kindel, Rechtsanwalt in Wien

 

Die Mitglieder des Vorstandes sind:
Mag.Dr.Wolfgang Weigel (Vorsitzender)
DDr.Martin Gelter (Schriftführer)
Mag.Ines Weigel, MBA (Kassierin)
Dr.Sabine Diener (Rechnungsprüferin)                                                                                                                                                                                                                                                                  DDr.Jürgen Noll (Rechnungsprüfer)

 

Vereinigung der Österreichschen Industrie (Ehrenmitglied)

Wenn Sie Interesse an einer Mitgliedschaft haben, bitten wir um eine kurze Nachricht unter
sonnenfels.economics@univie.ac.at
telefonisch unter +43 (01) 4277 37442
per FAX unter +43 (01) 4277 9374
oder an die Postanschrift:
z.H. Wolfgang Weigel, Hohenstaufengasse 9, A-1010 Wien

 

Warum „Joseph von Sonnenfels Center“ ?

 

Im November 1763 hielt Joseph von Sonnenfels seine Antrittsvorlesung als Professor der Staatswissenschaften (anderen Quellen zu Folge der Politischen Wissenschaften) an der Universität Wien zum Thema „Von der Unzulänglichkeit der alleinigen Erfahrungen in den Geschäften der Staatswissenschaft“. Er machte darin geltend, das ökonomische Fragen keine Angelegenheit praktischer Überlegungen sondern vielmehr der wissenschaftlichen Durchdringung seien. Mit Bezug auf die Staatswissenschaft weist er auf deren Orientierung an der Staatswohlfahrt hin, wobei er sich auf Johann Heinrich Justis „Staatswirtschaft“ von 1756 bezog.

Sein Hauptwerk in drei Bänden war „ Grundsätze der Polizey, Handlung und Finanz“, was sinngemäß als Werk über die Verwaltung, das Geschehen auf Märkten und die öffentlichen Finanzen zu verstehen ist.

 

Joseph Freiherr von Sonnenfels wurde 1732 vermutlich in Nikolsburg (Mikulov) in Mähren als Sohn eines preussischen Landrabbiners geboren. Er wurde in der Schottenkirche am 18.September 1735 getauft, wobei eine wichtige Weichenstellung für seine Schulbildung und seine Berufslaufbahn darin bestand, dass  Fürst Carl von Dietrichstein sein Taufpate war. Nach der Schulzeit wird er Soldat, quittiert aber bald den Dienst, studiert zwei Jahre Recht (bis 1757) und sucht dann lange Zeit vergeblich nach einer geeigneten Aufgabe. Er macht sich mit Literatur vertraut und tritt als Redner der „Deutschen Gesellschaft“ auf, so auch zum 45.Geburtstag von Maria Theresia – dort vermag er einen solchen Eindruck zu machen, dass er nach einigen kleinen Komplikationen zum Universitätsprofessor ernannt wird.

Sonnenfels entwickelt sich zu einer der einflußreichsten Persönlichkeiten der Aufklärung. Er setzt sich für die Abschaffung der Folter ein, arbeitet an der Justizreform Josephs II mit und wird 1779 Hofrat der Hofkanzlei. Seine Neigung zur und Kenntnis der  Literatur lässt ihn eine Reform des Burgtheaters vertreten und ab 1810 das Amt eines Theaterzensors übernehmen. 1811 wird er Präsident der Akademie der bildenden Künste.

Er starb am 25.April 1817 in Wien. Und – merkwürdig genug – seine letzte Ruhestätte ist ebenso wenig geklärt wie sein Geburtsort.

 

Joseph von Sonnenfels steht für Staatswissenschaft, Recht und Ökonomie und Aufklärung und es lässt sich kaum eine geeignetere Persönlichkeit finden, um dem neuen Forschungs- und Studienzentrum seinen Namen zu geben.

Wolfgang Weigel