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| 2 | Forschungsansatz I: Positivismus | |
| 2.1 | Behaviorismus (Induktion) |
2.1.2 Kritik am Behaviorismus
Probleme und Grenzen
- Wie soll zwischen Verursachung und Korrelation unterschieden werden? (Korrelationen sind Hinweise für einen möglichen Zusammenhang, aber keine Erklärungen von Verursachungen!)
- Beschränkt sich auf sichtbare Variablen und auf solche, die eher einfach quantifizierbar sind.
- Annahmen über Regelmäßigkeiten begrenzen die Fähigkeit, etwas über politischen und gesellschaftlichen Wandel auszusagen.
- Fehlen eines Handlungsbegriffs
- Zu enges Verständnis von Macht und Politik (Politik = Decision- making)
Weitere Kritik: Wenn die Erstellung von Gesetzesaussagen nicht wirklich gelingt, erfolgt meist die Erläuterung: "Wir sind mit unseren Techniken eben noch nicht so weit, aber prinzipiell sind unsere Prämissen richtig." – Dagegen argumentieren Hermeneutik, Pragmatismus, Diskurstheorien, Kritische Theorie und Critical realism: Die Prämissen des Positivismus sind grundsätzlich fehlerhaft, weil sie dem Gegenstand der Sozialwissenschaften – intendiertes oder unbewusstes menschliches Handeln, Bedeutungen, Diskurse, soziale Prozesse und Strukturen – nicht angemessen sind.
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