Logo

Propädeutikum Politikwissenschaft

Quelle: http://www.univie.ac.at/sowi-online/esowi/cp/propaedpowi/propaedpowi-full.html
Regina Köpl unter Mitwirkung von Ulrich Brand, Josef Melchior, Tina Olteanu, Armin Puller, Sieglinde Rosenberger und Birgit Sauer
Fakultät für Sozialwissenschaften, Universität Wien

Diese Lernunterlage dient der Unterstützung der Vorlesung "VO Propädeutikum Politikwissenschaft" und stellt wesentliche inhaltliche und organisatorische Eckpunkte des Bachelorstudiums Politikwissenschaft an der Universität Wien dar. Neben Erklärungen zum Gegenstand und zu Schlüsselbegriffen der Politikwissenschaft umfasst die Lernunterlage eine Kurzdarstellung der vier fachlichen Kernbereiche sowie eine Reihe von hilfreichen Hinweisen zur erfolgreichen Bewältigung des Studiums.

graphic


Kapitelübersicht

Schlüsselbegriffe der Politikwissenschaft
1.1 Was ist Politik? - Gegenstand der Politikwissenschaft
1.2 Politikwissenschaftliche Trias: Policy, Politics, Polity
1.2.1 Politische Inhalte (policy)
1.2.2 Politische Prozesse (politics)
1.2.3 Politische Strukturen (polity)
1.3 Politisches System
1.4 MINK-Schema: Wegweiser politikwissenschaftlicher Fragestellungen
1.4.1 Topoi des MINK-Schemas
1.4.2 Umgang mit dem MINK-Schema
1.5 Policy Cycle: Modell des Policy-Making
1.6 Literatur
Kernbereiche des Studiums der Politikwissenschaft
2.1 Politische Theorie
2.2 Österreichisches politisches System und EU
2.3 Vergleichende Politikwissenschaft
2.4 Internationale Politik
Infos und Links
3.1 Informationen zum Studium Politikwissenschaft
3.2 Informationen, Hilfe und Beratung
3.3 Bibliothekssystem und ZID

1 Schlüsselbegriffe der Politikwissenschaft

In den Sozialwissenschaften dienen Begriffe dazu, die gesellschaftliche Wirklichkeit zu begreifen und deren wesentliche Charakteristika in den Blick zu nehmen. Die Qualität, Tiefe und Aussagekraft wissenschaftlicher Reflexion hängt daher wesentlich von den Begriffen ab, mit denen gearbeitet wird. Sie helfen, ein Problem zu definieren und einer bestimmten theoretischen und empirischen Bearbeitung zuzuführen.

Politikwissenschaft versteht sich als Analyse politischer Prozesse, Verhältnisse, Strukturen, Handlungen und AkteurInnen bzw. des politischen Teilbereichs von Gesellschaften. Um diesen Teilbereich des Politischen einzugrenzen und zu beforschen, bedient sie sich einer Reihe von Schlüsselbegriffen, die im Folgenden genauer dargestellt werden.


1.1 Was ist Politik? - Gegenstand der Politikwissenschaft

Das Wort "Politik" stammt aus dem Griechischen und bezeichnet als "Polis" den Stadtstaat der griechischen Antike, in dem sich die freien Bürger eigene Gesetze der Organisation des Zusammenlebens gaben. Etwa im 19. Jahrhundert hat das Wort "Politik" in die deutsche Sprache Eingang gefunden. In der Politikwissenschaft ist die Politik jener Gegenstand, durch deren besondere Analyse sie sich von anderen Sozialwissenschaften (bspw. der Soziologie, der Kultur- und Sozialanthropologie, der Kommunikationswissenschaft etc.) abgrenzt.

graphicÖsterreichisches Parlamentsgebäude. In modernen demokratischen politischen Systemen gilt zumeist das Parlament als Zentrum der Politik, Foto: Wikimedia

In der Analyse politischer Phänomene, Prozesse, Strukturen, Handlungen und Akteure gibt es keineswegs eine einheitliche Definition von Politik. Je nach konkretem Untersuchungsgegenstand, gewähltem Forschungsansatz, gesellschaftstheoretischen Grundannahmen und methodologischen Überlegungen unterscheiden sich Vorstellungen über Politik teilweise grundlegend. Unterscheidungsmerkmale sind häufig das Ziel oder Leitbild von Politik (Ordnung, Machtausübung, Führung, Freiheit, Demokratie etc.) oder auch das Verständnis der Dynamik von Politik (Konsens oder Konflikt). Hier einige klassische und gegenwärtige Beispiele für gebräuchliche Politikbegriffe:

  • Platon (427-347 v. Chr.) verstand unter Politik die Realisierung einer gerechten Ordnung.
  • Für Aristoteles (384-322 v. Chr) bedeutete Politik, das Gute für den Bürger zu verwirklichen.
  • Beim florentinischen Philosophen und Politiker Niccolò Machiavelli (1513) steht Politik für die Technik des Machterwerbs und des Machterhalts.
  • Beim deutschen Philosophen Johann Gottlieb Fichte (1796) wird Politik zur Regierungswissenschaft des Staates.
  • Für den deutschen Soziologen Max Weber (1919) ist Politik "das Streben nach Machtanteil oder nach Beeinflussung der Machtverteilung, sei es innerhalb eines Staates oder zwischen Menschengruppen, die er umschließt" (Weber, zit. n. Alemann 1995).
  • Der amerikanische Politikwissenschaftler David Easton (1954) betrachtet Politik als "die autoritative (von Regierenden, von Herrschenden) verfügte Verteilung von materiellen und immateriellen Werten in der Gesellschaft" (Easton, zit. n. Alemann 1995).
  • Für den deutschen Historiker und Politikwissenschaftler Christian Krockow (1976) ist Politik der Kampf um die Veränderung oder Bewahrung bestehender Verhältnisse.
  • Die Frauenbewegungen der 1970er-Jahre betonten, dass auch das "Persönliche politisch" sei. Die im Gefolge der Frauenbewegungen entstandenen feministischen Ansätze in den Sozial- und Kulturwissenschaften interessieren sich daher insbesondere auch für das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit sowie die Beschaffenheit, Dynamik und Veränderung von "Geschlechterverhältnissen" und "Geschlechterarrangements".
  • Für den amerikanischen Politikwissenschaftler Robert Dahl (1984) beinhaltet fast jeder menschliche Zusammenschluss einen "politischen Aspekt"; insofern als jedes andauernde Muster menschlicher Beziehungen zu einem beträchtlichen Teil auch Kontrolle, Einfluss, Macht und Autorität beinhaltet.
  • Der deutsche Soziologe Ulrich Beck (1986) geht für heutige Gesellschaften davon aus, dass durch Individualisierung alle bisherigen Lebensmuster, alle gesellschaftlichen Institutionen (Ehe, Familie, Schule) politisiert werden. Alle Beziehungen sind prinzipiell verhandelbar, sie müssen ausgehandelt werden - sie werden politisch.
  • Der deutsche Politikwissenschafter Thomas Meyer (2000) versteht unter Politik politisches Handeln, das "diejenigen Regelungen des Zusammenlebens [erzeugt], die für die ganze Gesellschaft verbindlich gelten sollen". Politik ist zugleich "der Prozeß, in dem aus der ursprünglichen Vielheit freier und gleicher Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Interessen und Lebensweisen durch Verständigung Übereinstimmung in den Grundfragen entsteht, die allen gemeinsam sind [... und] setzt die Allgegenwart und Normalität von Differenzen über das, was geregelt werden soll, voraus". (Meyer 2000: 21, 40).
  • Die belgische Politikwissenschafterin Chantal Mouffe (2007) unterscheidet Politik vom Politischen. Während sich Politik auf "die Gesamtheit der Verfahrensweisen und Institutionen [...], durch die eine Ordnung geschaffen wird" bezieht, stellt das Politische "die Dimension des Antagonismus, die ich als für menschliche Gesellschaften konstitutiv betrachte" dar (2007: 16). Mouffe bezieht sich mit dem Politischen auf die grundsätzliche Konflikthaftigkeit gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Enger und weiter Politikbegriff

Um die verschiedenen Politikbegriffe, mit denen politikwissenschaftliche Ansätze arbeiten, besser einteilen zu können, hat sich die Unterscheidung von engem und weitem Politikbegriff durchgesetzt.

Enge Politikbegriffe verstehen Politik zumeist als eine mehr oder weniger deutlich abgrenzbare institutionelle Arena, die sich aus der jeweiligen Organisation und Zusammensetzung des politischen Systems[1] (v.a.: Regierung, Parlament, Parteiensystem, Verwaltung etc.) und der politischen Ordnung ergibt. Enge Politikbegriffe interessieren sich für die Abläufe, AkteurInnen, Ereignisse, Institutionen und Handlungsweisen, die sich innerhalb dieser Ordnung abspielen und nehmen sie meist sehr gezielt in den Blick. Der enge Politikbegriff wird bspw. von behavioralistischen[2] und rationalistischen[3] Forschungsansätzen vertreten.

Ein weiter Politikbegriff versteht Politik vor allem als Prozess, der potentiell in allen gesellschaftlichen Bereichen existiert: Insofern diese mit Machtverhältnissen zusammenhängen, haben alle gesellschaftlichen Verhältnisse eine politische Dimension (neben anderen Dimensionen: ökonomische, kulturelle etc.), die untersucht werden kann. (Vgl. Hay 2002: 74f.). Verglichen mit dem engen Politikbegriff geht er über dessen Untersuchungsobjekte hinaus und behandelt u.a. auch die gesellschaftlichen Bedingungen und Voraussetzungen der politischen Arena. Der weite Politikbegriff wird bspw. von poststrukturalistischen[4], feministischen, diskurstheoretischen[5] oder am historischen Materialismus orientierten Ansätzen vertreten.

(Armin Puller)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 1.3
[2] http://www.univie.ac.at/sowi-online/esowi/cp/denkenpowi/denkenpowi-11.html
[3] http://www.univie.ac.at/sowi-online/esowi/cp/denkenpowi/denkenpowi-10.html
[4] http://www.univie.ac.at/sowi-online/esowi/cp/denkenpowi/denkenpowi-41.html
[5] http://www.univie.ac.at/sowi-online/esowi/cp/denkenpowi/denkenpowi-41.html


1.2 Politikwissenschaftliche Trias: Policy, Politics, Polity

Um den gesellschaftlichen Teilbereich des Politischen[1] besser erfassen zu können, werden in der Politikwissenschaft üblicherweise die drei Dimensionen der politischen Inhalte (policy)[2], der politischen Strukturen (polity)[3] und der politischen Prozesse (politics)[4] unterschieden. Die Unterscheidung dient dazu, Zusammenhänge, Dynamiken und Entwicklungen besser analysieren und politikwissenschaftliche Forschungen verorten zu können. Die Unterscheidung von policy, polity und politics wird auch als "politikwissenschaftliche Trias" bezeichnet. Innerhalb der Trias sind alle Dimensionen als zusammenhängend und gleichermaßen bedeutsam zu verstehen - keine Dimension hat ein Primat über die anderen Dimensionen inne.

graphicPolitikwissenschaftliche Trias, Grafik: Armin Puller

(Armin Puller)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 1.1
[2] Siehe Kapitel 1.2.1
[3] Siehe Kapitel 1.2.3
[4] Siehe Kapitel 1.2.2


1.2.1 Politische Inhalte (policy)

Unter politischen Inhalten sind insbesondere Politikprogramme und bestimmte Ergebnisse in Politikfeldern zu verstehen. Beispiele: Steuersätze und Transferleistungen in der Budgetpolitik, wohlfahrtsstaatliche Leistungen in der Sozialpolitik, Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramme in der Arbeitsmarktpolitik, Organisation des Güterverkehrs oder der Straßenverkehrsordnung in der Verkehrspolitik etc.

Die Einteilung und Abgrenzung von Politikfeldern lässt sich auf der Ebene von Regierungen in der inhaltlichen Zuständigkeit von Ministerien wiederfinden, die sich in politischen Auseinandersetzungen sowie historischen und national verschiedenen Entwicklungen herausgebildet haben. Beispiele: Werden Arbeitsmarktpolitik und Wirtschaftspolitik auf Regierungsebene im gleichen Ministerium behandelt? Wird die Frauenpolitik der Familienpolitik untergeordnet oder als eigenständiger und von der Familienpolitik unterschiedlicher Politikbereich gesehen? Werden Fragen der Integrationspolitik im Innenministerium als Teil der Sicherheitspolitik oder in einem eigenen Staatssekretariat oder Ministerium behandelt?

Politikprogramme und Ergebnisse in Politikfeldern sind verbunden mit Interessen, Problemdefinitionen, materiellen Ressourcen, Normen und Ideologien politischer Kräfte und sozialer Gruppen, die im Bereich von politics[1] untersucht werden. Die Betrachtung von politischen Inhalten verweist daher immer auch auf Widersprüche und Konflikte zwischen Politikprogrammen, die von den verschiedenen, im Politischen existierenden, Kräften formuliert werden.

Politikwissenschaftliche Forschungen, die sich auf politische Inhalte konzentrieren, werden Policy-Forschung, Policy-Analyse oder auch Politikfeldanalyse genannt. Fragen, die von der Policy-Forschung gestellt werden, sind: Welche Probleme und Ziele werden in einem Politikfeld definiert? Welche Lösungsvorschläge werden von welchen Akteuren aufgrund welcher Strategien und Interessen, Normen und Ideologien eingebracht? Welche Resultate wurden in einem Politikfeld durch bestimmte Politiken erzielt? Wie werden diese Resultate von den politischen Akteuren bewertet?

(Armin Puller)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 1.2.2


1.2.2 Politische Prozesse (politics)

Bei der Analyse politischer Prozesse werden vor allem politische Verfahren und Dynamiken in den Blick genommen (bspw. politische Auseinandersetzungen, Macht- und Herrschaftsverhältnisse, politische Debatten oder auch Kriegshandlungen etc.). Da politische Prozesse im Allgemeinen konflikthaft sind, stehen Konflikte und Durchsetzungsverläufe sowie die daran beteiligten Akteure und ihre Motive und Interessen im Zentrum.

Als wichtigste Politikprozesse unterscheidet Werner J. Patzelt (vgl. 2003: 29) zwischen Willenbildungsprozessen, Entscheidungsprozessen und Implementationsprozessen. In den Willensbildungsprozessen (bspw. Wahlkämpfen, politischen Kampagnen im vorparlamentarischen Raum, Koalitionsverhandlungen, sozialpartnerschaftliche Verhandlungen etc.) wird ausgehandelt, welche politischen Inhalte verallgemeinert und verbindlich gemacht werden sollen; in den Entscheidungsprozessen (bspw. in den Gesetzgebungsverfahren) werden Beschlüsse über verbindlich zu machende Regeln gefällt; in den Implementationsprozessen (bspw. Prozesse rund um Verwaltungsbestimmungen und Verordnungen, die Einrichtung von und Ressourcenzuteilung für Organisationen und Institutionen etc.) wird über die Umsetzung dieser Beschlüsse gerungen.

Politikwissenschaftliche Forschungen, die sich schwerpunktmäßig mit politischen Prozessen befassen, konzentrieren sich auf Konflikte, Verhältnisse von Macht, Hegemonie und Herrschaft, Kompromissbildungen und Legitimationsformen innerhalb politischer Verhältnisse. Fragen, die hier gestellt werden sind etwa: Welche Akteure sind an bzw. von politischen Prozessen beteiligt, betroffen, eingeschlossen und ausgeschlossen? Welche Formen der Einbindung und Legitimation bestehen in diesen Prozessen? Wie verlaufen politische Konfliktlinien und welche Machtverhältnisse sind mit ihnen verbunden? Wie werden Interessen vermittelt und durchgesetzt?

(Armin Puller)


1.2.3 Politische Strukturen (polity)

Politische Strukturen stellen den Rahmen aus Organisationen und Institutionen dar, in denen und vermittels derer politisches Handeln stattfindet (Regierung, Parlament, Ministerien, Parteien, Verbände u.v.m.) und umfassen auch die Rechtsordnung (etwa die Verfassung), die für politische Spielräume, Zuständigkeiten und Verfahrensabläufe wesentlich sind. Die Dimension der politischen Strukturen bezieht sich außerdem auch auf Normen und die politische Kultur (bspw. Einstellungen von politischen Akteuren bzw. Bürgerinnen und Bürgern im Allgemeinen zum politischen System hinsichtlich seiner Struktur und Funktionsweise, der politischen Teilhabe und Repräsentativität von Politik, der Resultate und der Selbstwahrnehmung des Politischen). Politische Strukturen werden in politischen Prozessen[1] aufrechterhalten (bzw. erweitert oder vertieft) oder verändert (bzw. ausgehöhlt oder auch zugunsten anderer Strukturen beseitigt).

Politikwissenschaftliche Forschungen, die sich auf politische Strukturen konzentrieren, interessieren sich insb. für Verfahrensregeln, die Verfasstheit politischer Institutionen, die politische Kultur sowie Normen. Entsprechende Fragen lauten: Wie sieht die Rechtsordnung eines politischen Systems aus? Welche Regeln und Abkommen bestimmen politische Handlungsspielräume? Welche Kompetenzen nehmen politische Institutionen ein und an welchen politischen Entscheidungen sind sie beteiligt? Welche Effekte haben Normen und die politische Kultur innerhalb des politischen Systems[2]?

(Armin Puller)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 1.2.2
[2] Siehe Kapitel 1.3


1.3 Politisches System

PolitikwissenschaftlerInnen interessieren sich für jene Orte, in denen politische Prozesse stattfinden. Das können Staaten sein, aber auch überstaatliche Strukturen wie z.B. die UNO oder die EU. Ein zentrales Konzept der Politikwissenschaft, das die Analyse von politischen Prozessen innerhalb von Staaten wie auch in überstaatlichen bzw. in nicht-staatlichen Zusammenhängen erlaubt, bezeichnet der Begriff des "politischen Systems".

Ein politisches System ist derjenige Teil des gesellschaftlichen Gesamtsystems, dessen Ziel bzw. Funktion die Herstellung kollektiv verbindlicher Entscheidungen für die jeweilige Gesellschaft ist. Das politische System umfasst nicht nur die Entscheidungsinstitutionen im engeren Sinn (z.B. Regierungen, Parlamente etc.), sondern bezieht alle politischen Institutionen, Aushandlungsebenen und Entscheidungsprozesse, in denen politische Inputs artikuliert, verarbeitet und allgemein verbindlichen Outputs zugeführt werden, mit ein.

Der Begriff des politischen Systems fand seit Mitte der 1960er-Jahre Eingang in das politikwissenschaftliche Denken und löste den älteren auf Regierungshandeln und staatliche, territoriale Grenzen fixierten Staatsbegriff ab. Zu den Vorteilen des Systembegriffs zählt, dass er auf unterschiedliche Politikebenen angewandt werden kann. Je nach Forschungsperspektive können einzelne Elemente des politischen Systems - z.B. Parteiensysteme oder Wahlsysteme - miteinander verglichen werden. Auch lassen sich bestimmte politische Systeme selbst (z.B. Nationalstaaten) im Zuge einer anderen Fragestellung als Elemente eines Suprasystems (z.B. internationales Staatensystem) analysieren.

Allgemein bezieht sich der Begriff System auf eine begrenzbare Anzahl von Elementen, zwischen denen relativ stabile Interaktionen bestehen. Die einzelnen Elemente oder Subsysteme erbringen eine bestimmte Leistung für das jeweilige System, das heißt, sie haben eine Funktion in Hinblick auf das Fortbestehen des Gesamtsystems.

graphicPolitisches System, Grafik entnommen aus: Meyer 2000: 71

Der Begriff des politischen Systems umfasst nun alle Interaktionen, in denen für eine bestimmte Gesellschaft verbindliche Entscheidungen und Regelungen hergestellt werden. Der eigentliche politische Entscheidungsapparat ist nur ein Element des politischen Systems. Neben den zentralen Entscheidungsinstitutionen existiert eine Reihe von weiteren Elementen bzw. Subsystemen mit je spezifischen Funktionen für das politische System. So übernehmen z.B. intermediäre Organisationen die Funktion eines Mittlers zwischen der Gesellschaft und dem eigentlichem Entscheidungsapparat. In westlichen modernen Demokratien besteht die Aufgabe von Parteien, Verbänden aber auch Medien u.a. in der Aggregation und Artikulation von Interessen.

Aus der Gesellschaft oder einem anderen politischen System werden Inputs an das politische System herangetragen. Zu den Inputs zählen Unterstützungsleistungen - etwa eine hohe Wahlbeteiligung - aber auch Forderungen nach (Neu-)Regelung einer bestimmten Materie. Die Institutionen des politischen Systems verarbeiten in der Folge die Inputs und das zentrale Entscheidungssystem verabschiedet Outputs in Form von Regelungen - z.B. über die (Um- )Verteilung von Ressourcen. Die Auswirkungen dieser Regelung werden als Outcomes bezeichnet, aus denen wieder Impulse für neue Inputs entstehen können (Rückkoppelungsschleife). In Hinblick auf sein Fortbestehen und seine Stabilität sind das politische System und seine Elemente auf allgemeine Zustimmung (Legitimität) angewiesen.

Das in der Abbildung dargestellte Modell eines politischen Systems steht für westliche demokratische politische Systeme. Dennoch lassen sich Grundstruktur und Funktionsweise auch auf andere real existierende politische Systeme übertragen. Allerdings ist dabei nach der je spezifischen Ausgestaltung der einzelnen Subsysteme und ihrer möglicherweise unterschiedlichen Funktion für den Erhalt des jeweiligen politischen Systems zu fragen. Auch kann das eigentliche politische Entscheidungssystem ein anderes sein, z.B. Rat der Alten und Weisen versus Regierung oder Zentralkomitee. Selbst in demokratisch verfassten politischen Systemen existieren differente Formen der Gewaltenteilung und politischer Kontrolle. Chancen auf politische Partizipation können relativ offen oder stark kanalisiert sein. Die je nach untersuchtem poltischen System unterschiedlichen Interaktionsmuster und Beziehungsnetzwerke der einzelnen Akteure müssen ebenso in die Analyse miteinbezogen werden, wie die Frage nach Kontrolle über und Zugang zu Massenmedien. Es ist Aufgabe der vergleichenden Politikwissenschaft[1] durch systematischen Vergleich von Ausgestaltung, Funktion und Interaktionsmustern der einzelnen Elemente bzw. Subsysteme zu allgemeinen Aussagen (Theorien) über politische Systeme zu gelangen.

(Regina Köpl)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 2.3


1.4 MINK-Schema: Wegweiser politikwissenschaftlicher Fragestellungen

Das MINK-Schema dient als Orientierungshilfe bei der Aufbereitung politikwissenschaftlich relevanter Fragestellungen. Die einzelnen Topoi[1] oder Findeorte leiten politikwissenschaftliche Untersuchungen entlang bewährter Wegweiser. "Dergestalt verhelfen sie dazu, die unter dem Gewand politischer Aktualität verborgene Architektur politischer Wirklichkeit sichtbar zu machen" (Patzelt 2003: 36). Sie tragen zur politikwissenschaftlich sinnvollen Beantwortung von Fragestellungen bei.

Das MINK-Schema hat keinen Erklärungsanspruch, zeigt aber mögliche Analyseperspektiven auf, indem es den Blick auf die Voraussetzungen und Einflussfaktoren lenkt, die politischen Prozessen zu Grunde liegen. Es ist eine Art Diagnoseschema[2], mit dessen Hilfe sich die das jeweilige Politikfeld dominierenden Spielregeln ebenso identifizieren lassen wie die relevanten Akteure. Deren Machtressourcen und Durchsetzungsstrategien, ihre Sichtweisen auf politische Probleme, aber auch die von den Akteuren präferierten Kommunikationskanäle und -mittel können mit Hilfe der Kategorien des MINK-Schemas beschrieben und der politikwissenschaftlichen Analyse nutzbar gemacht werden. Die forschungsleitenden Fragestellungen des MINK-Schemas gruppieren sich um die politikwissenschaftlich zentralen Begriffe Macht - Ideologie - Normen - Kommunikation.

graphicMINK-Schema, Grafik entnommen aus: Patzelt 2003: 38

(Regina Köpl)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 1.4.1
[2] Siehe Kapitel 1.4.2


1.4.1 Topoi des MINK-Schemas

Das MINK-Schema gruppiert sich um die politikwissenschaftlich relevanten Begriffe Macht, Ideologie, Normen und Kommunikation.

Macht gilt als Realfaktor von Politik[1]. Ein klassischer Machtbegriff geht auf Max Weber zurück. Für Weber ist Macht "...jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht" (Weber 1972: 28). Diese Chance kann u.a. auf verfügbaren wirtschaftlichen Ressourcen oder auf sozialer Durchsetzungsfähigkeit z.B. durch Mobilisierung von Protesten aber auch auf Sachkompetenz z.B. im Umgang mit Medien gründen. Patzelt unterscheidet drei Wirkungsweisen von Macht (vgl. Patzelt 2003:41):

  • wenn es - und sei es durch vorauseilendem Gehorsam - gelingt, den eigenen Willen gegen Widerstreben durchzusetzen;
  • wenn es gelingt, eine Entscheidung zu verhindern bzw. eine Nicht-Entscheidung (non-decision) herbeizuführen;
  • wenn es gelingt, die zentralen Themen und Begriffsdeutungen eines Diskurses zu beeinflussen bzw. zu kontrollieren.

Ideologie kann einerseits mit Weltbild oder Weltanschauung übersetzt werden und andererseits im Anschluss an Karl Marx als falsches Bewusstsein. In Hinblick auf die Anwendung des MINK- Schemas verweist die Frage nach der Ideologie[2] in erster Linie auf die unterschiedlichen Wahrnehmungswirklichkeiten und Weltbilder von politischen Akteuren. Anders formuliert: es interessieren die kulturell, sozial und biographisch geprägten Wissensbestände und Deutungsmuster, die den Kampf um die Deutungshoheit in einem bestimmten Politikbereich lenken.

Normen: Die Frage nach den zugrunde liegenden Normen lenkt den politikwissenschaftlichen Blick auf jenes Set von formellen und informellen (Spiel-)Regeln, innerhalb derer politische Aushandlungsprozesse stattfinden, z.B. Regeln zur Bildung einer neuen Regierung.

Kommunikation meint den Austausch von Informationen. Dies kann in einem persönlichen Gespräch erfolgen, in einer Vorlesung oder über die Medien. In politischen Prozessen spielt Kommunikation eine wichtige Rolle: Problemlagen müssen artikuliert und auf die politische Agenda gesetzt werden. Entscheidungen wiederum sollten idealiter einer breiten Bevölkerung kommuniziert werden. Welche sprachlichen Ausdrücke verwenden Akteure um ihre Sichtweise zum Ausdruck zu bringen? Neben der politischen Sprache werden auch andere wichtige Kommunikationsmittel - etwa Plakate, Inszenierungen von Parteitagen etc. - beachtet. Denn, "die Psychotechnik der Parteileitung und der Parteireklame, der Schlagworte und der Marschmusik sind kein bloßes Beiwerk. Sie gehören zum Wesen der Politik" (Schumpeter 1987: 450).

(Regina Köpl)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 1.1
[2] http://www.univie.ac.at/sowi-online/esowi/cp/denkenpowi/denkenpowi-41.html


1.4.2 Umgang mit dem MINK-Schema

Die den einzelnen Topoi des MINK-Schemas zugeordneten Fragen geben die Richtung vor, in der Material über einen Untersuchungsgegenstand gesammelt und systematisch geordnet werden kann. Dabei sind immer die drei Dimensionen von Politik[1] - policy, politics, polity - mitzudenken. Patzelt erläutert die Anwendung des MINK-Schemas und ihren Bezug auf die drei Dimensionen von Politik wie folgt (Patzelt 2003: 39):

"Betrachtet man politische Inhalte, wie ein Politikprogramm, das bestimmte Ziele erreichen will, so ist beispielsweise zu fragen: Wer hat die Macht, diese Ziele zu verwirklichen oder abzuwenden? Welche Ideologie liegt den Zielsetzungen zugrunde? Welche Normen sollen durch jene Politikprogramme eingeführt oder verändert werden, und welche werden gegebenenfalls hintangestellt oder missachtet? Und wie werden die jeweiligen politischen Inhalte dargestellt und bekannt gemacht?"

"Betrachtet man politische Prozesse, wie etwa ein konkretes Gesetzgebungsverfahren, so wird man beispielsweise fragen: Wer beeinflußt hier aufgrund welcher Möglichkeiten wen? Welche Weltbilder oder Wissensbestände legt wer seinen Handlungen zugrunde? Anhand welcher Normen wird mit welcher Taktik vorgegangen? Welche Kommunikationskanäle werden von wem wie benutzt, um seinen Einfluß auf das Gesetzgebungsverfahren geltend zu machen?" (Ebd.).

"Betrachtet man politische Strukturen, etwa eine Partei, so wird man anhand der Systematik des MINK Schemas beispielsweise fragen: Wer hat innerhalb der Partei Macht? Für welche Problemsichten, Ziele und Inhalte steht diese Partei? Nach welchen formalen und informalen Regeln arbeitet sie? Wie verläuft einerseits die innerparteiliche Kommunikation, andererseits die Kommunikation zwischen Partei und Gesellschaft?" (Ebd.).

(Regina Köpl)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 1.2


1.5 Policy Cycle: Modell des Policy-Making

Die sozio-ökonomischen und kulturellen Voraussetzung sowie deren Einfluss auf die Ausgestaltung und Funktionsweise politischer Systeme[1] geben den Rahmen vor für die Analyse von Zustandekommen und Vollzug konkreter politischer Programme. Welche Leistungen können politische Systeme erbringen? Welchen Einschränkungen ist Policy[2]-Making unterworfen? Das heuristische Modell des Politikzyklus, das den Fokus auf die Umwandlung von Inputs in Outputs legt, bietet eine Anleitung zur Erfassung von Prozessen des Policy-Making. Policy-Making wird als eine Abfolge von aufeinanderfolgenden Phasen betrachtet. Der Policy Cycle fokussiert nicht nur auf die Voraussetzungen und Bedingungen der Politikformulierung sondern lenkt den Blick auch auf die Vollzugsdefizite und Auswirkungen politischer Programme.

Zuerst in den 1960er Jahren in den USA, ein gutes Jahrzehnt später im deutschen Sprachraum orientiert sich die Politikwissenschaft auf die Analyse von politischen Programmen in den einzelnen Politikfeldern (z.B. Gesundheit, Umwelt, Arbeit etc.). Reformorientierung und Glaube an die Steuerbarkeit von Gesellschaften durch staatliches Handeln bildeten den Kontext. Politik[3] wurde als Prozess definiert, in dem "lösungsbedürftige Probleme artikuliert, politische Ziele formuliert, alternative Handlungsmöglichkeiten entwickelt und schließlich eine verbindliche Festlegung gewählt" (Scharpf 1973: 15) werden. Solche verbindlichen Festlegungen können Gesetze und Verordnungen sein, aber auch Regierungserklärungen oder Budgets.

Der Policy Cycle ist ein heuristisches Modell, das dazu beiträgt, komplexe Prozesse vereinfachend darzustellen und politikwissenschaftliche Forschungsfragen anleitend zu strukturieren. Wie jedes heuristische Modell stellt der Policy Cycle einen idealtypischen Prozessablauf dar. In der politischen Realität freilich verschwimmen die einzelnen Phasen. Nur selten lässt sich ein eindeutiger Anfang feststellen oder ein Ende. Meist wird auf frühere Politiken oder Regelungsversuche reagiert. Trotz aller Einschränkungen gibt der Policy Cycle eine erste Orientierung beim Erfassen oder beim Vergleich von politischen Programmen. Das folgende Schaubild veranschaulicht die einzelnen Phasen des Policy-Making.

graphicPolicy Cycle, Grafik entnommen aus: Jann / Wegrich 2003: 82

Phasen des Policy Cycle

Phase der Problemdefinition: Um überhaupt eine Chance auf Verarbeitung im politischen System zu haben, muss ein Problem oder ein Interesse zunächst wahrgenommen und als eines definiert werden, das von den Institutionen und Instanzen des politischen Systems bearbeitet werden soll. Das geschieht in der Regel durch Betroffene oder Interessensgruppen. Es können aber auch Expertengruppen oder Angehörige der Ministerialbürokratie einen Handlungsbedarf artikulieren. Ein Thema kann von den Massenmedien, von Fachöffentlichkeiten oder auch von den einzelnen Subsystemen innerhalb des politischen Systems (z.B. Verwaltung, Regierung) aufgegriffen werden.

Phase des Agenda Setting: Erst wenn die Notwendigkeit eines steuernden Eingriffs artikuliert ist, kann ein Problem auf die politische Tagesordnung (Agenda) gesetzt werden. Agenda Setting gilt als erstes Filtersystem, da nicht alle Problemlagen die gleiche Chance haben, auf die politische Agenda gesetzt zu werden. Es stellt sich daher die Frage nach den Mechanismen des Agenda Setting. Wann hat ein Problem höhere Chancen auf die politische Agenda gesetzt zu werden? Welche Problemlagen werden ausgeschlossen und warum? Welche Rolle kommt den Medien dabei zu?

Phase der Politikformulierung und Entscheidung: Im Zentrum dieser Phase stehen jene Prozesse, die zur Auswahl und Verabschiedung eines bestimmten Programms durch die formal zuständigen Entscheidungsinstanzen führen. Der politikwissenschaftliche Fokus liegt dabei auf Fragen der Interessensaushandlung und Konsensbildung. Denn, es sind selten die formellen Entscheidungsinstanzen allein, die über eine Handlungsoption entscheiden. Den meisten Entscheidungen geht ein oft auch informeller Austausch und Verhandlungsprozess in unterschiedlichen Politik-Netzwerken voraus. Machtressourcen, Einfluss, aber auch Kompetenz- und Zuständigkeitsverteilungen der einzelnen beteiligten Akteure oder die Übereinstimmung von Interessenslagen etc. bestimmen den Aushandlungsprozess und damit die Ausgestaltung politischer Inhalte.

Phase der Implementation: Seit den 1970er-Jahren interessieren nicht nur Fragen des Zustandekommens und der Verarbeitung von Inputs zu Programmen, sondern verstärkt auch die Seite der politischen Outputs. Die Verabschiedung einer Maßnahme bürgt noch nicht für den Erfolg einer Politik. Im Gegenteil: Programme können in der Umsetzung blockiert und verändert werden. Die Anwendung einer Maßnahme kann am Widerstand der Reformadressaten, aber auch an unbeabsichtigten Nebenfolgen scheitern. Maßnahmen können nicht angenommen oder umgangen werden.

Phase der Evaluierung: In dieser Phase des Policy Cycle stehen die Auswirkungen politischer Programme im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Die Ergebnisse der Politikformulierungs- und Implementationsphase werden bewertet. Konnten die beabsichtigten Ziele und Wirkungen tatsächlich erreicht werden? Wurden die richtigen Politikinstrumente gewählt? Lassen sich nicht intendierte Folgen feststellen? Politikevaluierung findet immer statt, sei es durch Experten oder durch einzelne Institutionen des Politischen Systems selbst, etwa Verwaltungen oder Rechnungshöfe. Je nach Einschätzung der Ergebnisse von Evaluierungen kommt es zu einer Neuformulierung oder aber zur Beendigung von politischen Programmen.

Phase der Terminierung: Ob ein Programm beendet werden kann, hängt von den zur Verfügung stehenden Ressourcen, den Kräfteverhältnissen, aber auch den Interessen relevanter Akteure am jeweiligen Programm ab. Manchmal kommt zu einem vorübergehenden Aussetzen bestimmter Programme und später zur Wiederaufnahme der Beschäftigung mit einem Problem - womit eine neue Schleife im Policy Cycle eingeleitet wird.

(Regina Köpl)

Verweise in diesem Kapitel:
[1] Siehe Kapitel 1.3
[2] Siehe Kapitel 1.2
[3] Siehe Kapitel 1.1


1.6 Literatur

  • Alemann, Ulrich von (1995): Grundlagen der Politikwissenschaft; Opladen: Leske + Budrich.
  • Hay, Colin (2002): Political Analysis; Basingstoke: Palgrave Mcmillan.
  • Jann, Werner / Wegrich, Kai (2003): Phasenmodelle und Politikprozesse: Der Policy-Cycle; in: Klaus Schubert / Nils C. Bandelow (Hg.): Lehrbuch der Politikfeldanalyse; München: Oldenburg; 71-104.
  • Meyer, Thomas (2000): Was ist Politik? Opladen: Leske + Budrich.
  • Mouffe, Chantal (2007): Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion; Frankfurt/M.: Suhrkamp.
  • Patzelt, Werner J. (2003): Einführung in die Politikwissenschaft. Grundriß des Faches und studiumbegleitende Orientierung; Passau: Wissenschaftsverlag.
  • Scharpf, Fritz (1973): Verwaltungswissenschaft als Teil der Politikwissenschaft; in: Ders.: Planung als politischer Prozeß: Aufsätze zur Theorie der planenden Demokratie; Frankfurt/M.; 9-32.
  • Schumpeter, Josef A. (1987): Kapitalismus, Sozialismus, Demokratie; Thübingen.
  • Weber, Max (1972): Wirtschaft und Gesellschaft; Thübingen.

  • 2 Kernbereiche des Studiums der Politikwissenschaft

    Das Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien besteht aus vier relativ eigenständigen Kernbereichen.


    2.1 Politische Theorie

    "Wozu denn Theorie, wenn doch alles so schön praktisch ist?" - Die Frage stellen sich Studierende der Politikwissenschaft immer wieder - und die Antwort ist schlicht, doch zugleich auch erstaunlich: Die Wahrnehmung von und die Reflexion über Gesellschaft, Umwelt und Politik funktioniert notwendig über Begriffe[1] und Theorien. Das heißt in Konsequenz auch, dass wir politische Verhältnisse, politische Systeme[2] und politische Praxis nur mit politischen Theorien und Begriffen verstehen können. Politische Theorien brauchen wir daher, um politische Begriffe zu definieren und in ihrer Vielfältigkeit und historischen Veränderbarkeit zu verstehen. Um die Demokratiequalität in Österreich beispielsweise analysieren und einschätzen zu können, müssen wir zunächst klarstellen, was wir unter Demokratie verstehen, was den Kern von Demokratie ausmacht, d.h. wir müssen wohl überlegt und begründet aus einer großen Vielfalt von Demokratietheorien und - begriffen auswählen.

    graphicPlaton mit Athena im Hintergrund. Der Begriff der Politik wurde bereits von Platon definiert und ist seither umkämpft, Foto: Wikimedia

    Politische Theorie bildet somit die Voraussetzung für alle empirischen politikwissenschaftlichen Forschungen und sie ist die Bedingung für das Verständnis und die begründete Einschätzung aktueller politischer Entwicklungen. Der Kernbereich Politische Theorie leitet zum systematischen Denken über politische Institutionen, AkteurInnen, Verfahren und Normen im Kontext von sozialen Verhältnissen an. Im Zentrum steht dabei die Frage von Macht, Machtbeziehungen und Herrschaft als Grundkonstellation des Politischen[3].

    Eine ganz zentrale Dimension der Politischen Theorie ist die historische Transformation von Theorien im Kontext sich verändernder politischer und sozialer Konstellationen von der Antike bis heute. Die Geschichte politischen Denkens hilft uns, die Wandelbarkeit von Theorien und Begriffen nachzuvollziehen und zugleich das Prinzip von Theoriebildung - nämlich die Auseinandersetzung mit politischer Praxis - zu verstehen. So zeigt ein historischer Rückblick, dass es in der Vergangenheit eine Vielzahl - teilweise auch einander widersprechende - Begriffe von Demokratie, Staat, BürgerIn oder Geschlecht gab. Zugleich wird damit klar, dass diese Begriffe auch stets umkämpft waren und sind.

    Politische Theorie spiegelt aber auch die vielfältigen und oft kontroversen Ansätze der Erklärung von Politik[4]. Heute konkurrieren zum Beispiel liberale, institutionalistische, Rational-choice-Theorien mit neo-marxistischen, kritischen, feministischen und poststrukturalistischen Theorien um eine adäquate politische Theoriebildung. Keine dieser Theorieströmungen kann freilich vorbehaltlos eine "Wahrheit" für sich beanspruchen, vielmehr ist Politische Theorie immer kontrovers und umstritten. Dies macht aber sichtbar, dass auch die Politische Theorie selbst Forschungsgegenstand ist - der Theorieforschung. Diese beschäftigt sich mit dem politischen Denken von Autoren und Autorinnen, verortet dieses Denken in der jeweiligen Epoche und arbeitet heraus, welchen Beitrag die jeweilige Theorie zum Verständnis von gesellschaftlicher Ordnung, von Staatlichkeit, von Machtverhältnissen und der Veränderung von Politik leistet. Das Studium der Politischen Theorie bietet somit nicht nur Instrumente und Methoden, um diese Theorien zu verstehen, sondern stellt zugleich eine notwendige Voraussetzung dafür dar, (aktuelle) politische Verhältnisse zu analysieren und zu kritisieren.

    (Birgit Sauer)

    Verweise in diesem Kapitel:
    [1] Siehe Kapitel 1
    [2] Siehe Kapitel 1.3
    [3] Siehe Kapitel 1.1
    [4] Siehe Kapitel 1.1


    2.2 Österreichisches politisches System und EU

    Wie kommt es, dass Österreich ein parlamentarisches Regierungssystem und gleichzeitig einen direkt gewählten Präsidenten hat? Welche Konsequenzen der Machtteilung sind damit verbunden? Wie ist zu erklären, dass zwei Großparteien über Jahrzehnte die Politik dominierten, obwohl es doch ein proportionales Wahlsystem gibt? Warum hat sich in Österreich die Sozialpartnerschaft entwickelt und was leistet sie heute noch? Welches Interesse hatte Österreich an der Mitgliedschaft in der Europäischen Union? Wie sind die österreichischen politischen Akteure in die EU integriert und wie wirkt sich die EU- Mitgliedschaft auf die politischen Prozesse aus? Das sind einige der Fragen, die in diesem Kernbereich gestellt, diskutiert und beantwortet werden.

    Der Kernbereich "Österreichisches politisches System und EU" beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Funktionsweise und dem Zusammenspiel von nationaler und europäischer Politik. Dabei geht es auch darum, die Charakteristika Österreichs vor dem Hintergrund allgemeiner Merkmale von politischen Systemen[1] und im Vergleich mit anderen Staaten herauszuarbeiten.

    Gegenstand der Analyse sind politische Systemstrukturen wie Verfassung, Föderalismus, Parlamentarismus, Demokratie und politische Öffentlichkeit ebenso wie die politischen Institutionen, Verfahren und die politische Kultur, die im Rahmen bestimmter gesellschaftlicher und ökonomischer Verhältnisse operieren und politische Macht produzieren, reproduzieren und in politische Entscheidungen und Politiken transformieren.

    Eine kritische Analyse politischer Verhältnisse zielt darauf, die politische Praxis (sowohl auf der nationalstaatlichen als auch auf der europäischen Ebene) an demokratischen Ansprüchen zu messen und Defizite zu benennen. Das kann die ungleiche Verteilung von politischen Partizipationschancen ebenso betreffen wie die selektive Interessenberücksichtigung im politischen Prozess und bei der politischen Problemlösung. Jede Analyse setzt ein grundlegendes Verständnis der Normen und Regeln, die das politische Handeln bestimmen, voraus; die Kenntnis der politischen Akteure und ihrer Machtressourcen, sowie der in einem politischen System institutionalisierten Verfahren, Konventionen und Strategien. Dieses Wissen zu vermitteln und zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten hinzuführen, ist die wesentlichste Aufgabe von Lehre und Forschung in diesem Kernbereich.

    graphicBriefmarke der Republik Österreich anlässlich des EU-Beitritts 1995, Quelle: Austria-Forum

    (Josef Melchior / Sieglinde Rosenberger)

    Verweise in diesem Kapitel:
    [1] Siehe Kapitel 1.3


    2.3 Vergleichende Politikwissenschaft

    Einerseits kommt dem Vergleich als Methode in allen Teildisziplinen und Schulen der Politikwissenschaft ein zentraler Stellenwert zu. Zudem hat sich historisch der systematische Vergleich politischer Systeme[1] auch als ein spezifisches Teilgebiet der Politikwissenschaft etabliert ("Vergleichende Politikwissenschaft", "Vergleichende Analyse von Politik").

    Der Vergleich ist zunächst eine Methode, bei der mehr oder weniger ähnliche Untersuchungsgegenstände zum Zweck der Aufdeckung von Gemeinsamkeiten, Unterschieden und (statistischen oder kausalen) Wechselbeziehungen in Beziehung gesetzt werden. Aus erkenntnistheoretischer Sicht sei angemerkt, dass (implizites) Vergleichen ein wesentlicher Bestandteil des Erkenntnisprozesses ist: Wir wissen nur was A ist, in dem wir A mit B, C, D etc. vergleichend in Beziehung setzen und somit von diesen unterscheiden können. Der Vergleich ist somit ein zentrales Instrument wissenschaftlicher Erkenntnis und die Grundlage für sozialwissenschaftliche Begriffs- und Kategorienbildung.

    graphicAlte Weltkarte mit alter und neuer Welt, Foto: Norman B. Leventhal Map Center at the BPL/Flickr

    Vergleichende Forschungsansätze in der Politikwissenschaft können (a) hinsichtlich der Untersuchungsgegenstände (Variablen bzw. Fälle) sowie (b) hinsichtlich der Herangehensweise unterschieden werden.

    (a) Der Vergleich kann verschiedene Untersuchungseinheiten umfassen, etwa: Akteure (z.B. Parteien, Verbände), politische Systeme[2] (parlamentarische vs. präsidentielle Regierungssysteme) und Herrschaftsformen (Demokratie vs. Diktatur), Institutionen (Verfassung, Gewalten - Exekutive, Legislative, Judikative), politische Prozesse[3] (Gesetzgebungsverfahren; demokratische Aushandlungsformen, Prozesse politischer und gesellschaftlicher Mobilisierung), Ausprägungen der politischen Kultur, konkrete Politikfelder[4] bzw. "policies" (Umweltpolitik, Gesundheitspolitik, Wirtschaftspolitik), u.v.m.

    (b) Zudem gibt es Unterschiede zwischen diachronem und synchronem Vergleich: Diachron bezeichnet eine historische Längsschnittuntersuchung, d.h. Vergleich ermöglicht die Untersuchung von sozialen und politischen Wandlungsprozessen (z.B. den Vergleich der Gesetzgebungsprozesse in der parlamentarischen Praxis in den 1960er Jahren und heute). Synchron meint zeitgleiche Querschnittuntersuchungen, die Momentaufnahmen von derzeitig vorgefundenen Prozessen oder Tatsachen ermöglichen (z.B. den Vergleich der Sozialpolitik in Österreich, Frankreich und den Niederlanden). Es finden sich auch Kombinationen des synchronen und diachronen Vergleichs.

    Vor allem in den Anfängen der Policyforschung[5] wurde die vergleichende Methode dahingehend hochgehalten, da die Auffassung vorherrschte, durch systematischen Vergleich und Imitation zur Verbesserung von politischen Abläufen oder Ergebnissen beizutragen. Dieser Idee lag die positivistische Auffassung zugrunde, man könne objektiv beurteilen, welcher Typ von Behörde oder welches politisches System[6] "besser" etwa in der Umsetzung und Implementierung von Gesetzen etc. sei.

    (Tina Olteanu)

    Verweise in diesem Kapitel:
    [1] Siehe Kapitel 1.3
    [2] Siehe Kapitel 1.3
    [3] Siehe Kapitel 1.2.2
    [4] Siehe Kapitel 1.2.1
    [5] Siehe Kapitel 1.2.1
    [6] Siehe Kapitel 1.3


    2.4 Internationale Politik

    Der Bereich Internationale Politik ist traditionell Bestandteil der Politikwissenschaft und erfährt im Prozess der Globalisierung eine enorme Aufwertung. Untersucht werden

    • die gesellschaftlichen Handlungs- und Problembereiche, mit denen sich Politik[1] befasst oder befassen sollte, weil es etwa der Regeln bedarf, Konflikte auftreten oder neue Probleme entstehen - z.B. Wirtschaftsaustausch, (potenzielle) Kriege, Krisen oder andere Konflikte, grenzüberschreitende Umweltzerstörung, Migration;
    • die institutionellen Strukturen, die etwa Regeln für die Handlungsfelder aufstellen oder Konflikte bearbeiten - z.B. Diplomatie und Außenpolitiken von Staaten, internationale Organisationen wie die UNO, regionale Zusammenschlüsse wie die EU oder der Mercosur;
    • politische Inhalte und Prozesse, die im Rahmen dieser Strukturen stattfinden - z.B. Kriege, Wirtschaftspolitik, Umweltpolitik, Migrationspolitik;
    • politische Akteure, ihre Interessen, Wertorientierungen und Strategien - allen voran von staatlichen Regierungen, aber auch von Parlamenten, von Wirtschaftsverbänden, Nichtregierungsorganisationen, sozialen Bewegungen.

    graphicFlaggenmeer vor dem Hauptsitz der UNO in New York, Foto: United Nations Photo/Flickr

    Internationale Politik untersucht also nicht nur das Handeln zwischen Regierungen. Durch den Globalisierungsprozess wird zunehmend deutlich, dass die lokale, nationale, regionale und internationale Ebene von Politik eng zusammenhängen. Ein zentraler Begriff unserer Disziplin ist jener der Global Governance, mit dem die politische Auffächerung von Handlungsebenen (siehe oben) und die wachsende Bedeutung gesellschaftlicher Akteure wie eben Unternehmen oder Nichtregierungsorganisationen für die internationale Politik angezeigt wird.

    Die Fragestellungen sind vielfältig. Klassisch ist die Erforschung der Ursachen und Ausprägungen internationaler politischer, wirtschaftlicher, aber auch kultureller Machtverhältnisse zwischen Ländern und Regionen - insbesondere zwischen Nord und Süd -, aber auch der Zusammenhang zwischen internationalen Beziehungen und Klassen-, Geschlechter- oder rassifizierenden Verhältnissen. Diese Forschung wird derzeit intensiviert durch das Phänomen der sog. Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien. In den letzten Jahren wird verstärkt untersucht, ob und wie politische Autorität zunehmend vom Nationalstaat auf die internationale Ebene verlagert wird und inwiefern der Nationalstaat Handlungsfähigkeit verliert oder sogar gewinnt.

    In den Bereich Internationale Politik gehören auch die Regionalwissenschaften (area studies), also die wissenschaftliche Beschäftigung mit Regionen wie Afrika, Asien, Lateinamerika oder Nordamerika. Eigentlich gehört auch die EU dazu, doch inzwischen handelt es sich aufgrund der Bedeutung der EU für unsere politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse um eine eigene Forschungs- und Studienrichtung. Auch Osteuropa ist ein eigener Schwerpunkt der Wiener Politikwissenschaft.

    Studierende der Politikwissenschaft und Interessierte anderer Studienrichtung können in Wien auch auf Lehrangebote in anderen Studienrichtungen zurückgreifen, etwa in der Internationalen Entwicklung oder den Afrika- und Ostasienwissenschaften. Den Studierenden wird aßerdem empfohlen, den Studienstandort Wien dahingehend zu nutzen, dass Wien eine Hauptstadt und UNO- Standort ist, was ein vielfältiges Angebot an spannenden Informations- und Diskussionsveranstaltungen mit sich bringt.

    (Ulrich Brand)

    Verweise in diesem Kapitel:
    [1] Siehe Kapitel 1.1


    3 Infos und Links

    Hier befinden sich einige Informationen und Links, die durch das Studium helfen und den Studienbeginn erläutern.


    3.1 Informationen zum Studium Politikwissenschaft

    Zulassung und Studieren an der Universität Wien

    Studentpoint: http://studentpoint.univie.ac.at/[1]

    Studieninhalte und Studienpläne

    Grundsätzliches zum Studium Politikwissenschaft im ersten Semester (Factsheet): http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/studienbeginn/factsheet/[2]

    Studienplan des Studiums Politikwissenschaft (Curriculum Bachelorstudium): http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/bachelorstudienplan0/[3]

    Erklärung zu den Erweiterungscurricula (EC): http://studentpoint.univie.ac.at/durchs- studium/erweiterungscurricula/[4]

    Liste möglicher Erweiterungscurricula: http://senat.univie.ac.at/curricularkommission/curricula-nach- spl/[5] (Erweiterungscurricula sind alle mit "EC" gekennzeichneten Curricula dieser Liste)

    Anmeldung zu Lehrveranstaltungen und zu Prüfungen

    Leitfaden zur Anmeldung zu Lehrveranstaltungen: http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/lv-anmeldung/[6]

    Leitfaden zur Anmeldung zu Prüfungen: http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/vorlesungspruefungen/[7]

    Information über Prüfungstermine: http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/vorlesungspruefungen/[7]

    Studienrechtliches

    Satzung der Universität Wien: http://www.univie.ac.at/satzung/studienrecht.html[9]

    Universitätsgesetz UG 2002: http://www.ris.bka.gv.at[10]

    Hilfe, ich kenne mich nicht aus - wer kann mir helfen?[11]

    Verweise in diesem Kapitel:
    [1] http://studentpoint.univie.ac.at/
    [2] http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/studienbeginn/factsheet/
    [3] http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/bachelorstudienplan0/
    [4] http://studentpoint.univie.ac.at/durchs-studium/erweiterungscurricula/
    [5] http://senat.univie.ac.at/curricularkommission/curricula-nach-spl/
    [6] http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/lv-anmeldung/
    [7] http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/vorlesungspruefungen/
    [8] http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/vorlesungspruefungen/
    [9] http://www.univie.ac.at/satzung/studienrecht.html
    [10] http://www.ris.bka.gv.at
    [11] Siehe Kapitel 3.2


    3.2 Informationen, Hilfe und Beratung

    Studienprogrammleitung Politikwissenschaft

    Informationen der Studienprogrammleitung Politikwissenschaft: http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/news/[1]

    StudienServiceStelle Politikwissenschaft (Administration des Studiums: Einreichungen, Anrechnungen, etc.): http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/studienservicestelle-sss/[2]

    Studienvertretung

    Studienvertretung Politikwissenschaft (Beratung über den Aufbau des Studiums, die Organisation des Stundenplans, studienrechtliche Belange sowie erste Anlaufstelle bei Beschwerden): http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/[3]

    HochschülerInnenschaft der Universität Wien (weitere Serviceangebote für Studierende): http://oeh.univie.ac.at/[4]

    Mentoring-Programm

    Erfahrene Studierende helfen Erstsemestrigen: http://esowi.univie.ac.at/mentoring/[5]

    Raumplan- Wie finde ich einen bestimmten Hörsaal oder ein bestimmtes Gebäude?

    http://www.wegweiser.ac.at/univie/[6]

    Verweise in diesem Kapitel:
    [1] http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/news/
    [2] http://spl.univie.ac.at/politikwissenschaft/studium/studienservicestelle-sss/
    [3] http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/
    [4] http://oeh.univie.ac.at/
    [5] http://esowi.univie.ac.at/mentoring/
    [6] http://www.wegweiser.ac.at/univie/


    3.3 Bibliothekssystem und ZID

    Bibliothekssystem

    Für das Studium der Politikwissenschaft sind insbesondere die folgenden Bibliotheken von besonderer Bedeutung:

    • Hauptbibliothek: http://bibliothek.univie.ac.at/hauptbibliothek/[1]
    • Fachbibliothek Soziologie und Politikwissenschaft: http://bibliothek.univie.ac.at/fb-soziologie/[2]

    Informationen zum Bezug des Bibliotheksausweises: http://bibliothek.univie.ac.at/bibliotheksausweis.html[3]

    Das Bibliothekssystem dient in erster Linie dem Bezug von Büchern, stellt aber auch über die Lesesäle ein wichtiges Angebot an Lernräumen für individuelles Lernen bereit: http://bibliothek.univie.ac.at/[4]

    EDV-Räume

    An der Universität Wien existieren eine Reihe von Computerräumen, die von Studierenden kostenfrei genutzt werden können: http://zid.univie.ac.at/services/fuer-studierende/pc-raeume-drucken-kopieren/[5]

    ZID - Zentraler Informatikdienst

    Der ZID bietet eine Reihe von hilfreichen Serviceangeboten für Studierende: http://zid.univie.ac.at/services/fuer-studierende/[6]

    Verweise in diesem Kapitel:
    [1] http://bibliothek.univie.ac.at/hauptbibliothek/
    [2] http://bibliothek.univie.ac.at/fb-soziologie/
    [3] http://bibliothek.univie.ac.at/bibliotheksausweis.html
    [4] http://bibliothek.univie.ac.at/
    [5] http://zid.univie.ac.at/services/fuer-studierende/pc-raeume-drucken-kopieren/
    [6] http://zid.univie.ac.at/services/fuer-studierende/