Sozialgeschichte der Medizin
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Austellungen

Im Sommersemester 2000 wurden  in der Fakultätsbibliothek Medizin (im AKH Wien) folgende Themen vorgestellt:

Säule vor der Fakultätsbibliothek:

·      100 Jahre Medizinstudium für Frauen in Österreich

Vitrinen in der Bibliothek:

·      Dr.med. Gabriele Posanner, die erste an der Universität Wien promovierte Frau
·      Gerard van Swieten - zum 300 Geburtstag

Das Bett als medizinischer Raum

"Töchter des Hippokrates"

Im Rahmen der Science Week 2000 wurden erste Ergebnisse des Projekts "100 Jahre Medizinstudium von Frauen in Österreich" im Krankenhaus Rudolfsstiftung präsentiert.
Die letzten Forschungsergebnisse des Projektes wurden in der Wanderausstellung "Töchter des Hippokrates. 100 Jahre akademische Ärztinnen in Österreich" gezeigt.
Termine:
November 2000 - Jänner 2001 Aula der Universität Wien (1010 Wien, Dr. Karl Lueger Ring 1)
Jänner 2001-März 2001 Österreichisches Staatsarchiv (1030 Wien, Nottendorferg. )
1.-31.3. 2001 AKH Wien - Hörsaalbereich, Ebene 8
11.-20. Mai 2001 Hanusch - Krankenhaus

"Des Propstes heilkundlicher Schatz"

zur Virtuellen Ausstellung


Dr.Dr. Sonia HORN bereitet zur Zeit eine Ausstellung vor in der verschiedene "alte medizinische Bücher" gezeigt werden. Sie können sie während der Vorbereitungen besuchen und dabei in diesem "heilkundlichen Schatz des Propstes" schmökern, Bilder ansehen, die "Schönheit" dieser Bücher erleben und vielleicht auch einiges "Wissenswertes" mitnehmen (aber bitte keine kleinen Bücher!). Selbstverständlich wird es auch möglich sein, die alten Bibliotheken zu besuchen und das mit der Ausstellung verbundene Projekt kennenzulernen. Besuchsmöglichkeit besteht an jedem Freitag Nachmittag im April. Da jeweils nur max. 5-6 Personen an einem Besuch teilnehmen können, sollten Sie sich per e-mail bei sonia.horn@unvie.ac.at anmelden und die gewünschte "Besuchszeit" bekannt geben.
Treffpunkt ist das Diözesanarchiv St.Pölten (auch dieses kann besichtigt werden), Domplatz 1, A - 3100 St.Pölten. Die Dauer des Besuches hängt von den BesucherInnen ab. Informationen über das Projekt "Des Propstes heilkundlicher Schatz" und den Fortgang der Ausstellungsvorbereitungen finden Sie unter
http://www.dasp.kirche.at

Veranstaltungen

Oktober 2002

5. Wiener Gespräche zur Sozialgeschichte der Medizin
siehe Seite "Wr.Gespräche"

Juni 2002

Scienceweek 2002
Ausstellung "Rosenhügel und Familie Rothschild" (7. - 14.6.)
Ort: ESRA, 1020 Wien, Tempelgasse 5.
Öffnungszeiten: Mo, Di 9-19 Uhr, Do 15-19 Uhr, Fr 9-12 Uhr
Bitte aus Sicherheitsgründen einen Lichtbildauswies mitnehmen (wird beim Eingang verlangt)
Eröffnung: 7.6., 10 Uhr
Science Week Cafe am 13.6. von 17-19 Uhr mit Gespräch und Vortrag

Ausstellung "Des Propstes Heilkundlicher Schatz". Medizin im Spiegel der Diözesanbibliothek St.Pölten
Ort: Diözesanmuseum St. Pölten, Domplatz 1, 3100 St.Pölten
Öffnungszeiten: Di -Fr: 10-12 Uhr und 14-17 Uhr Sa, So: 10-13 Uhr
11.6., 15 Uhr Science Week Cafe: die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts, Dr.phil Dr.med. sonia horn steht für Fragen und Gespräch zur Verfügung
14. 6., 17 Uhr Spezialführung "Bücher hautnah". Zum Abschluß der Science Week 2002 gibt es die seltene Gelegenheit in einzelnen Büchern blättern zu dürfen.

17. Mai 2002

Abendvortrag mit Univ.- Prof. Gundolf KEIL
"Zehn Fragen an den Arzt"
Ein Wiener Kirchenrechtler des Spätmittelalters befragt den Mediziner
weitere Informationen

16. bis 18. Mai 2002

Intensivseminar mit Univ.- Prof. Gundolf KEIL zu Medizin im Mittelater
"Mittelalterliche Medizin im Mittel - und Osteuropäischen Raum"
weitere Informationen

29. April 2002 11 Uhr

Festakt zu 90 Jahre Neurologische Krankenhaus Rosenhügel - Rothschildstiftung, 50 Jahre Schlaganfallzentrum Dazu wird eine Ausstellung präsentiert, die in Folge als Wanderausstellung an verschiedenen Orten in Wien gezeigt werden soll.
Ort: Festsaal des Neurologischen Krankenhauses der Stadt Wien - Rosenhügel (1130 Wien, Riedelgasse 5)

11. April 2002 12.30 Uhr

Mag.phil. Karin MERRINGELE:
"Die wandernde Gebärmutter. Krankheits - und Körperbilder am Beispiel des Trotula - Textes"
Ort: AKH Wien, 1090 Wien
Seminarraum der Klinik f. Gynäkologie
Leitstelle 15 B - grüner Bettenturm

4. April 2002

Treffen des Arbeitskreises "Frauen in der Medizin"
Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben

März / April 2002

Großes Vereinstreffen im Stadtmuseum Baden

7. März 2002, 16.30

Erstes Treffen des Arbeitskreises "Frauen in der Medizin" Ort: ESRA, Tempelgasse 5, 1020 Wien

6. März 2002, 16.30
Treffen der Arbeitskreise Medizin im Mittelalter und Medizin in der Frühen Neuzeit
Vortrag von Dr.phil. Dr.med. Sonia HORN zu "Examiniert und Approbiert. Die Wiener medizinische und nicht-akademische Heilkundige im Spätmittelaer und der Frühen Neuzeit"
Ort: Österreichische Akademie der WissenschaftenFleischmarkt 20-22, Stiege 1, 3. Stock, Monumenta-Zimmer

13.-16.9.2001
Präsentation des Projekts "90 Jahre Universitäts-Kinderklinik"

10.9.2001, 17.30 Uhr
Treffen des Arbeitskreises für Mittelalterliche Medizin
Programm: Präsentation von Karin Merringele zu "Trotula"
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Fleischmarkt 20-22, Stiege 1, 3. Stock, Monumenta-Zimmer

Juni 2000
Arbeitstreffen in Weißenkirchen/Wachau
Öffentlicher Vortrag von Dr.phil. Susanne MIEDLER-LEIMER: "Die Bader von Weißenkirchen in der Wachau"
 

31. Mai 2000, 16.30 Uhr
Arbeitskreis Frühe Neuzeit
Mag.phil. Susanne Claudine PILS: „Das Bett als medizinischer Raum„
Seminarraum der Fakultätsbibliothek Medizin, AKH - Wien, Währinger Gürtel 17-19, 1090 Wien

29. Mai 2000
Im Rahmen der Scienceweek Austria in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien:
Ausstellung und Vorträge zur Sozialgeschichte der Medizin
Krankenanstalt Rudolfstiftung, Juchgasse 25, Wien 1030

16. Mai 2000, 10.00 - 13.00 Uhr
Besuch des pathologisch - anatomischen Bundesmuseums „Narrenturm„
Führung mit Mag. Marion STADLOBER - DEGWERTH 

13. Mai 2000, 10.00 - 17.00 Uhr
„Vom Wartdienst zur Pflegewissenschaft„
Die Entwicklung der Ausbildung in der Krankenpflege
Fortbildungsseminar im Rahmen des
Lehrganges für Geschichte von Gesundheit und Krankheit
in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Kinderkrankenpflege Österreich
Ort: Bezirksmuseum Alsergrund, Währinger Str. 43a, 1090 Wien

11. Mai 2000, 10.00 - 13.00 Uhr
Besuch der anthropologischen Abteilung des naturhistorischen Museums - Prof. Dr. TESCHLER - NIKOLA, Dr. Elfriede HUBER: Archöologie und Anthropologie als Quellen der Geschichte von Gesundheit und Krankheit
(für Vereinsmitglieder)

6.Mai 2000: Männergesundheit - Männergeschichte
DiskutantInnen:
Prof. Dr. Beate WIMMER - PUCHINGER, Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien
Prof. Dr. Siegfried MERYN. Initiative Männergesundheit
Gastprof. Dr. Edward SHORTER (Toronto), dzt. Inhaber d. Lehrstuhls für Geschichte der Psychoanalyse am Sigmund Freud Museum Wien

26.April 2000, 17.00 Uhr
Wissenschaftlicher Nachmittagskaffee
Mag.phil. Georg HOFER (Graz): Die schwachen Nerven der Männer - Zur Geschichte der Neurasthenie
Bezirksmuseum Alsergrund, Währinger Str. 43a, 1090 Wien

Abgeschlossene Projekte:

Töchter des Hippokrates I

Laufzeit: Jänner 2000 - Oktober 2000

Wissenschaftliche Leitung: Univ. - Prof. Dr. Birgit BOLOGNESE - LEUCHTENMÜLLER

Koordination: Univ. - Lekt. Mag.phil. Dr. med. Sonia HORN

MitarbeiterInnen:

OA Dr.med. Ingrid ARIAS

Dr. phil. Gabriele DORFFNER

Cand.phil. Martina GAMPER

Mag.phil. Michaela RAGGAM

Cand.med. Lorenz POLLAK

Cand.phil. Sonja STIPSITS

Cand.phil.Daniela WAGNER

Dr.phil. Karin WALZEL, MAS

Ausstellungsbetreuung:

Dr.phil. Thomas AIGNER, MAS

Dr.phil. Ruth KOBLICEK

Mit Erlass vom 3. September 1900 wurden Frauen in Österreich zum Medizinstudium zugelassen. Im Jahr 2000 wurde daher eine Kurzstudie "Töchter des Hippokrates - 100 Jahre akademische Ärztinnen in Österreich" durchgeführt. Im Rahmen dieses Projektes wurden die wesentlichsten Grundlagen erarbeitet. Die Ergebnisse wurden mittel einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt und in Buchform im Verlag der Österreichischen Ärztekammer publiziert:

Birgit BOLOGNESE - LEUCHTENMÜLLER, Sonia HORN (Hg.) Töchter des Hippokrates. 100 Jahre akademische Ärztinnen in Österreich (2000) - 172 Seiten, ATS 298.- (für HörerInnen und Mitglieder des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin ATS 250.-, auch am Inst. f. Wirtschafts - und Sozialgeschichte erhältlich)

Die gleichnamige Ausstellung steht unter dem Ehrenschutz von Vizerektorin Univ. - Prof. Dr.med. Gabriele Moser und wurde am 8. November 2000 zum Auftakt der 4. Wiener Gespräche zur Sozialgeschichte der Medizin eröffnet. Sie war bis 31.November 2000 in der Aula des Hauptgebäudes der Universität Wien und von 3. Dezember 2000 bis 15. Februar 2001 im Österreichischen Staatsarchiv zu sehen. Vom 5. - 31. März 2001 wird sie im Hörsaalbereich des AKH (Ebene 8) und im Rahmen der ScienceWeek Austria ab 11. Mai 2001 im Hanuschkrankenhaus der Wiener Gebietskrankenhaus Pav. 6 (A - 1140 Wien,) erneut zu besuchen sein. Danach wandert die Ausstellung in die Räumlichkeiten der Bibliothek der Kammer für Arbeiter und Angestellte und gegen Ende des Jahres an die Universität Innsbruck, wo sie erweitert werden soll.

Wir danken folgenden Sponsoren für finanzielle Unterstützung:

Frau Dr.med. Claudia LASCHAN

Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien

Wissenschaftsressort- Stadtplanung und Stadtentwicklung Wien

Frauenbüro der Stadt Wien

Referat für Ärztinnen der Wiener Ärztekammer

Fa. Cilag - Jansen

Fa. C3 - Präsentationstechnik

Fa. deleatur

Fa. Madaus

WIENER GESPRÄCHE ZUR SOZIALGESCHICHTE DER MEDIZIN

„Aller Anfang...“- Geburt - Birth - Naissance

 

ABSCHLUSS–symposium zur Ausstellung

„Aller Anfang“,

IM Österreichischen Museum für Volkskunde, Wien

 

und

 

2. Symposion „Born in Europe“

 

in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte der Medizin

und dem verein für Volkskunde in Wien

 

2. - 5. OKTOBER 2002

 

 

 

 

Veranstaltungsort:

Hörsaal der Bundeshebammenakademie an der Semmelweisklinik

Bastiengasse 36-38

A-1180 Wien

 

und

 

Österreichisches Museum für Volkskunde

Gartenpalais Schönborn

Laudongasse 15-19

A-1080 Wien

 

 

Veranstalter:

Verein für Sozialgeschichte der Medizin

Österreichisches Museum für Volkskunde in Kooperation mit dem

Verein Transkultur und dem EU-Projekt „Born in Europe“

Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien

Bundeshebammenakademie Wien

Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien

 

 

mit Unterstützung:

des Österreichischen Ost- und Südosteuropainstitutes

des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kunst

des Otto-Mauer-Fonds

Culture 2000

der Magistratsabteilung Wien Abt. VII, Wissenschaft/Kultur

Wien-Tourismus

 

 

 

Wissenschaftliche Beratung:

Ao.Univ.-Prof. Dr. Birgit Bolognese-Leuchtenmüller

 

Organisation:

Dr. Gabriele Dorffner, Verein für Sozialgeschichte der Medizin

Mag. Martina Gamper, Verein für Sozialgeschichte der Medizin

DDr. Sonia Horn, Verein für Sozialgeschichte der Medizin

Dorothea Rüb, Verein Transkultur

Dr. Margot Schindler, Österr. Museum für Volkskunde

 

 

 

DIENSTAG 1.10.2002

 

Anreisetag für die Arbeitsgruppe des Projektes "Born in Europe"

19.00 Uhr: Informelles Treffen der Teilnehmer, gemeinsames Abendessen

 

MITTWOCH 2.10.2002

 

9.30-17.00 Uhr: Sitzung der internen Projektgruppe „Born in Europe“

Anreisetag für alle Symposionsteilnehmer

18.00 Uhr: „Warming up“ im Volkskundemuseum:

Begrüßung durch Direktor Dr. Franz Grieshofer und Dr. Margot Schindler, Stellv. Direktorin des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien und Kuratorin der Ausstellung

KuratorInnenführung durch die Ausstellung „Aller Anfang“

KünstlerInnengespräche mit den in der Ausstellung vertretenen KünstlerInnen Sissi Nielson, Lorenz Schimpfössl und Annegret Soltau

19.30: Uhr Begrüßungscocktail

(Präsentation des Tagungsbandes der 4. "Wiener Gespräche zur Sozialgeschichte der Medizin")

 

DONNERSTAG, 3.10.2002

(9 -12.30 inkl. 30 Minuten Kaffeepause)

 

Begrüßung durch Fr. Christine Kohlhofer, Leiterin der Hebammenakademie Wien

 

Referate der ModeratorInnen:

Einleitung und Moderation: ao.Univ.-Prof. Dr. phil. Birgit Bolognese-Leuchtenmüller

(Inst. f. Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien)

HR Dr. phil. Margot Schindler (Museum für Volkskunde Wien): Geburt und Gesellschaft im Blick der Kulturwissenschaften

Prof. Dr. phil. Jürgen Schlumbohm (Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen): Die Medikalisierung der Geburt im 18. und 19. Jahrhundert – eine Erfolgsgeschichte?

Univ. Prof. Dr. med. Michael Hubenstorf (Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien): "Der Wiederaufbau" der Bevölkerung – Ethische Zumutungen oder Professionalisierungschancen der Gesundheitsberufe im Umfeld der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts.

Dr. phil. Lisbeth N. Trallori (Wien): Wunschkinder – Kinderwunsch. Furore eines Phänomens

 

12.30-14 Uhr: Mittagspause

 

14-15 Uhr: Präsentation des Projektes "Born in Europe"

Dr. Udo Gößwald, Henrick Stahr, Berlin

 

15-15.30 Kaffeepause

 

15.30 -18.30 Uhr: Die Geburt in Religion, Philosophie, Ritual und Kunst

Moderation: HR. Dr. phil. Margot Schindler

 

Mag. Mirja Kutzer M. A. (Institut für Dogmatische Theologie der Universität Wien): "Unter Schmerzen sollst Du Kinder gebären" (Gen.3,16). Geburt in der biblisch-christlichen Überlieferung

M.A. Beate Rossié (Berlin): Glaube, Kult, Magie im Bereich europäischer Geburtskultur

Zeljko Dugac MS, MD (Kroatische Akademie der Wissenschaften und der Kunst, Zagreb): The votive offerings for healthy woman and child in Croatian vernacular tradition

Kurt Sartorius (Bönnigheim): "Wo weder Sonne noch Mond hinscheint" – Nachgeburtsbestattung

Univ.-Ass. Mag. Dr. phil. Artur Boelderl (Institut für Philosophie, Kath.-Theol. Privatuniversität Linz): Das Unbewusste und die Geschichte. Die Geburt aus der Perspektive der Psychohistorie

Univ.-Ass. Mag. Dr. phil. Johanna Schwanberg: (Wien): Im Anfang war der Schrei. Geburtsmotive im Wiener Aktionismus

 

 

FREITAG 4.10.2002

(9 -12.30 inkl. 30 Minuten Kaffeepause)

 

Zur Geschichte des Hebammenberufes

Moderation: Prof. Dr. phil. Jürgen Schlumbohm

 

Dr. rer. Medic. Christine Loytved (Lübeck): Hebammen in Europa. Verbindendes und Trennendes in Vergangenheit und Gegenwart an ausgewählten Beispielen.

Dr. phil. Lilla Krasz (Budapest): Frauenschicksale – Hebammenschicksale. Die natürlichen und zwangsläufigen Grenzen der fachlichen Spezialisation im Ungarn des 18. Jahrhunderts

Dr. Nora Szász (Wien): Organisierte Hebammen. Zur Genese ihrer Berufsverbände im deutschen Kaiserreich

M. A. Kirsten Tiedemann (Institut für Soziologie der Universität Hannover): "Hüterin an der Wurzel der Zukunft ihres Volkes". Über Hebammen, die im Nationalsozialismus Geschichte machen.

Dipl. Soz. Wiss. Marion Schumann (Hannover): Der Streik niedersächsischer Hebammen in der Schwangerenfürsorge. Konflikte um die Schwangerenbetreuung in den 50er Jahren

 

12.30-14 Uhr: Mittagspause

 

14-15 Uhr: Präsentation des Ausstellungsprojektes "175 Jahre Frauenklinik Erlangen". Ein
Werkstattbericht
cand. med. Elisabeth Fritsch, Dr. med.
Wolfgang Frobenius, cand. med. Dorothea Krüger, M.A. Astrid Ley, Dr. med. Marion Maria Ruisinger

15-15.30 Uhr: Kaffeepause

 

15.30-18.30 Uhr: Geburt und Politik

Moderation: Prof. Dr. med. Michael Hubenstorf

Mag. Dr. phil. Verena Pawlowsky (Wien): Anonym gebären. Findelhaus, Babyklappe und anonyme Geburt

Mag. phil.  Martina Gamper (Verein für Sozialgeschichte der Medizin, Wien): Gesunde Kinder durch aufgeklärte Mütter. Schwangeren- und Mütterberatung in Wien 1919–1934

M. A. Sachlav Stoler-Liss (Dept. of Health Managment, Ben Gurion University, Beer-Sheva): "Mother Birth the Nation" – Birth, Breast-Feading and Child Care in Israeli Nation Building Process.

M. A. Astrid Ley (Institut für Geschichte der Medizin, Erlangen): Klinikentbindung versus Hausgeburt. Geburtshilfe zwischen NS-Ideologie und ärztlichen Standesinteressen

Ulrike Plichta (Wien): "Sagt mir wo die Kinder sind, wo sind sie geblieben?" – Rückläufige Geburtenzahlen und reproduktive Gesundheit in Europa

 

 

SAMSTAG, 5.10.2002 

(9 -12.30 Uhr inkl. 30 Minuten Kaffeepause)

 

„Wunschkinder" (Un-)fruchtbarkeit und neue Reproduktionstechniken

Moderation: Dr. phil. Lisbeth N. Trallori

Mag. phil. Karin Maringgele (Wien): Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen am Beispiel des Trotula-Textes

Mag. Dr. phil. Martha Keil (Institut für Geschichte der Juden in Österreich, St. Pölten): "… und Gott erhörte sie und öffnete ihren Schoß." Fruchtbarkeit und Geburt im mittelalterlichen Judentum.

Mag. Dr. theol. Marianne Grohmann (Evangelisch-Theologische Fakultät, Universität Wien):"Seid fruchtbar und mehret euch!" (Gen 1,28) Religiöse Prägungen im Umgang mit (Un-) Fruchtbarkeit

Dipl.-Soz. Dr. Yve Stöbel-Richter & Prof. Dr. Elmar Brähler (Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig): Gesellschaftliche Aspekte des Kinderwunsches – Wandel und Entwicklungen

Dipl.-Päd. Angelika Voß (Med. Hochschule, Hannover): Fehlkonstruktion Frau? – Reproduktion im männlichen Zugriff

Mag. Dr. phil. Dr. med. Barbara Maier: Ethische Problemfelder in der Reproduktionsmedizin

 

 

 

 

SAMSTAG, 5.10.2002, 18.00 – 01.00 Uhr

Lange Nacht der Museen

Österreichisches Museum für Volkskunde: In dieser Nacht werden die Männer ins Männer-Kindbett („Couvade“) gebeten und mit einer köstlichen Wochenbettsuppe bewirtet. Auch für Besucherinnen gibt es Überraschungen.

Wiener Gespräche zur Sozialgeschichte der Medizin

AKADEMISCHE ÄRZTINNEN
9. - 11. November 2000

Im Wintersemester 1900/1901 wurden in Österreich erstmals Frauen zum Medizinstudium zugelassen - obwohl sie davon nie davon ausgeschlossen waren. 1897 war die Medizinerin Gabriele Posanner als erste Frau an der Universität Wien promoviert worden - sie war jedoch eine Ausnahme. Wie viele Medizinerinnen in dieser Zeit, hatte sie ihr Studium in der Schweiz absolviert und musste es - im Gegensatz zu ihren ebenfalls im Ausland promovierten männlichen Kollegen - in Österreich beinahe zur Gänze nochmals durchlaufen. Der Weg zur Zulassung war ein langer und harter, geprägt von bürokratischen Hindernissen und den vorgegebenen Einstellungen zu intellektuellen Fähigkeiten von Frauen im allgemeinen.

Dass Frauen mit der Verordnung des Unterrichtsministeriums vom 3. September 1900, die für die gesamte damalige Monarchie Gültigkeit hatte, nun “allgemein“ zum Medizinstudium zugelassen wurden, setzt eine Änderung in Denkweisen voraus, die nun Frauen prinzipiell die Fähigkeit zugestehen, Medizin zu studieren. Österreich war eines der letzten Länder Europas, in dem Frauen zum Medizinstudium zugelassen wurden. Über die Anfänge des Frauenstudiums in Österreich liegen einige profunde Studien vor, wobei besonders auf die Untersuchung von Waltraud HEINDL und Marcella STERN “Durch Erkenntnis zu Freiheit und Glück ...“(Wien 1997) hinzuweisen ist. In dieser Studie wurde auch der Lebensweg von Gabriele Posanner und einiger anderer Pionierinnen umfassend dargestellt. Der besondere Aspekt des Medizinstudiums und auch die Frage nach den weiteren Karrieren der Medizinerinnen bzw. den verschiedenen Einflüssen und Auswirkungen des Frauenstudiums der Medizin sind, bislang noch wenig bearbeitet worden.

Das “Jubiläum“ 100 Jahre Medizinstudium für Frauen in Österreich soll zum Anlass genommen werden um Rückschau zu halten, die gegenwärtige Situation von Ärztinnen zu analysieren und Ausblicke zu wagen. Der historischen Dimension kommt dabei eine wesentliche Bedeutung zu, da die entsprechenden Tatsachen - vor dem gesellschaftlichen, kulturellen, politischen aber auch dem wirtschaftlichen Hintergrund betrachtet - Ausgangsbasis für heutige Zustände sind. Die Analyse dieser Basis soll dazu dienen, zu erkennen, dass die heutige Situation eine historisch gewachsene ist, die aktuellen gesellschaftlichen Strukturen jedoch bereits verändert sind. So kann zumindest die These aufgestellt und diskutiert werden, dass die heutige Situation von Ärztinnen (aber auch von Ärzten) noch durch Denkweisen früherer Zeiten geprägt ist, die der heutigen Realität des Lebens weitgehend nicht mehr entsprechen. Auch was die Fragestellungen der forschenden und praktizierten Medizin betrifft, kann über diese These nachgedacht werden.

Die “Wiener Gespräche zur Sozialgeschichte der Medizin - akademische Ärztinnen“ werden, ausgehend von den genannten Fragestellungen und wissenschaftlichen Ansätzen folgenden großen Themenschwerpunkten behandeln:

Karrieren von akademischen Ärztinnen

Frauengesundheit - Männergesundheit

Unter dem Terminus “akademische Ärztinnen“ verstehen wir jene Frauen, die ein Studium der Medizin an einer akademischen Einrichtung absolviert haben und im theoretischen oder praktischen Bereich tätig waren bzw. sind. D.h Frauen, die in verschiedenen historischen Epochen als Ärztinnen bezeichnet wurden bzw. medizinisch tätig waren sind diesmal nicht berücksichtigt. Voraussichtlich werden die nächsten “Wiener Gespräche...“ (Nov./Dez.2002) diesen Frauen sowie Hebammen gewidmet sein. (Anregungen werden gerne entgegen genommen)

Die Verbindung der beiden genannten Themen ergibt sich einerseits aus der historischen Tatsache, dass sowohl berufliche Möglichkeiten von Frauen in der Medizin, als auch das Bild von gesunden/kranken Menschen durch die gesellschaftliche Definition der Rolle einer Frau/eines Mannes bestimmt sind. Andererseits gehört es zur Methodik der Sozialgeschichte der Medizin, bei der Auseinandersetzung mit der Geschichte von Gesundheit und Krankheit auch die Seite jener zu betrachten, die Medizin “erleiden“, seien sie nun tatsächlich krank oder gesund

Die Verknüpfung erfolgt über die Frage, ob, wie und in welchem Ausmaß sich in der Medizin als “Wissenschaft“, aber auch als “Kunst“ Inhalte und Praktiken geändert haben, seit Frauen nicht nur “Forschungsgegenstand“ sind, sondern sich auch forschend und praktizierend betätigen. Verschiedene Aspekte bieten sich hier an - etwa die Definition des männlichen Körpers als jenem, von dem Normen abgeleitet werden, des weiblichen Körpers als etwas “anderem“ und damit als prinzipiell Pathologischem; das Einfließen gesellschaftlicher Normen im Bezug auf “männlich“ und “weiblich“ in die forschende und praktizierte Medizin; sowie das Wirksamwerden dieser (zum Teil überkommenen) Normen auf den beruflichen Alltag von Medizinerinnen (Studentinnen wie Ärztinnen) und die Situation von Patientinnen.

Veranstaltungsort:
Kleiner Festsaal des Hauptgebäudes der Universität Wien,
A-1010 Wien, Dr. Karl Lueger-Ring 1

Veranstalter:
Verein für Sozialgeschichte der Medizin
Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien
Institut für Geschichte der Universität Wien
Frauenreferat der Wiener Ärztekammer
mit Unterstützung des Österreichischen Ost- und Südosteuropainstitutes, der Österreichischen Forschungsgemeinschaft und der Stadtentwicklung Wien/Gruppe Wissenschaft

MITTWOCH, 8. November, 18.00 Uhr

Anreisetag, abends Begrüßung und “warming up“.

Eröffnung der Ausstellung in der Aula des Haupthauses der Universität Wien und Buchpräsentation “100 Jahre Medizinstudium für Frauen an der Universität Wien“.

DONNERSTAG, 9.November, 8.00–14.00 Uhr:

Referate der ModeratorInnen

Begrüßung und Moderation:

Prof. Dr.phil. Birgit BOLOGNESE-LEUCHTENMÜLLER

(Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien - Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates des Vereins für Sozialgeschichte der Medizin)

Prof. Dr.jur. Sibylla FLÜGGE (Fachhochschule Frankfurt am Main)

HR Univ.-Doz. Dr.phil. Waltraud HEINDL (Österr. Ost- und Südosteuropainstitut Wien)

Prof. Dr.med. Gabriele MOSER (Vizerektorin für Personal- und Frauenangelegenheiten der Universität Wien): Soziale Herkunft und Karrierechancen in der Medizin

Prof. Dr. phil. Ulrike FELT (Institut für Wissenschaftsforschung und Wissenschaftstheorie der Universität Wien)

Prof. Dr.med. Marianne SPRINGER - KREMSER (Univ. Klinik für Tiefenpsychologie der Universität Wien)

Prof. Dr.phil. Wolfgang SCHMALE (Institut für Geschichte der Universität Wien)

15.00–17.00 Uhr

Themenschwerpunkt: “Historische Rahmenbedingungen“

Moderation: Prof. Dr.jur. Sibylla FLÜGGE

Dr.phil. Brigitta KEINTZEL (Inst. f. Wissenschaft und Kunst Wien):

Körper und Geschlecht im Spannungsfeld von Philosophie, Medizin und Psychiatrie

Mag.phil. Meike LAUGGAS (Wien): “Mädchenbildung bildet Mädchen“

Dr. Georg HOFER (Wien): Die “Effeminierung“ Äskulaps. Frauen, Arztberuf und Medizinstudium im Spiegel der Neurastheniedebatten um 1900

Anschließend:

Projektteam “Töchter des Hippokrates “: Vorstellung der Myces-Datenbank österreichischer Ärztinnen.

Gemeinsamer Besuch der Ausstellung in der Aula des Hauptgebäudes der Universität Wien.

Das Projektteam freut sich über interessante Diskussionen, Kritik und Anregungen.

FREITAG, 10. November, 8.00–12.30 Uhr:

Themenschwerpunkt “Aller Anfang ist schwer ...“

Moderation: HR Univ.-Doz. Dr.phil. Waltraud Heindl

Verena MÜLLER (Zürich): Zürich - Eine Pionierstadt. Medizinstudentinnen in der Schweiz

Dr.phil. Lila KRASZ (Europa-Universität Budapest): Vorläuferinnen der ungarischen weiblichen Ärzteschaft. Der lange Weg von den vornehmen heilkundigen Frauen zu den ersten Ärztinnen

Dr.phil. Petr SVOBODNY (Karlsuniversität Prag): Weibliche Ärzte in Böhmen und Mähren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

cand. phil. Sonja STIPSITS (Wien): “...und so giebt es nichts Widerwärtigeres als ein die gesteckten Grenzen überschreitendes Mannweib.“ Die konstruierte Devianz - Argumente gegen das Frauenstudium und die Rolle der Pionierinnen des Medizinstudiums.

cand. phil. Martina GAMPER (Wien): Ärztinnen für Arbeiterinnen. Die Unterstützung weiblicher Ärzte durch die sozialdemokratische Arbeiterbewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts am Beispiel der Arbeiterinnenzeitung

Dr.phil. Karin WALZEL (Linz): Karrieren von Medizinerinnen in Oberösterreich

13.30–18.00 Uhr

Themenschwerpunkt “Akademische Karrieren von Medizinerinnen“

Moderation: Vizerektorin Prof. Dr.med. Gabriele MOSER

Mag.phil. Stefanie MARGGRAF (Interdisziplinäres Institut für Frauen - und Geschlechterforschung der TU - Berlin): “...bei der Zulassung von Damen zur Habilitation einen möglichst strengen Maßstab anzulegen“. Karrieren habilitierter Medizinerinnen in Deutschland vor 1945

Dr.phil. Gabriele DORFFNER/ Mag.phil. Dr.med. (Wien): Habilitierte Medizinerinnen an der Universität Wien 1900 - 1960

Dr.phil. Elisabeth MIXA (Wien): Bericht zur aktuellen Situation akademischer Karrieren von Medizinerinnen

Themenschwerpunkt “Feministische Theorie und medizinische Realität“

Moderation: Prof. Dr.phil. Ulrike FELT

Dr.phil. Anne MASSERAN (Straßburg):Grenzverschiebungen: Zur rhetorischen Konstruktion von Frauen im medizinischen Bereich

Dipl.Psych. Christa SOMMER (Inst. f. Geschichte der Medizin der Universität Göttingen): Moralische Argumente, moralische Strategien - Geschlechterdifferenzen und die Konstruktion des moralischen Diskurses in der Medizin

Prof. Dr.med. Christine MAROSI (Univ.Klinik für Innere Medizin I): Ein anderer Umgang mit PatientInnen? Die weibliche Seite der Medizin

Prof. Dr.phil. Beate WIMMER-PUCHINGER (Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien): Brauchen Frauen ein “anderes“ Gesundheitswesen?

SAMSTAG, 11. November, 8.00–13.30 Uhr:

Themenschwerpunkt: “Männergesundheit“

Moderation: Prof. Dr.phil. Wolfgang SCHMALE

Dr.phil. Martin DINGES (Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch-Stiftung Stuttgart): Der alltägliche “aufgeklärte“ Körper von Männern in den Patientenbriefen an Samuel Hahnemann (1830 – 1835)

Dr.phil. Christa HÄMMERLE (Inst. f. Geschichte der Univ. Wien): Der Körper des Rekruten. Kriegsdienst(un)tauglichkeit und Gesundheitsvorstellungen 1868–1914/1918

Prof. Dr.med. Anita RIEDER (Inst f. Sozialmedizin d. Universität Wien): Der Wiener Männergesundheitsbericht

DI Dr.techn. Hannes SCHMIDL (Gesundheitsplanung der Stadt Wien): Die Notwendigkeit einer geschlechtssensiblen Gesundheitspolitik

Themenschwerpunkt: “Die gesunde Frau - die kranke Frau“

Moderation: Prof. Dr.med. Marianne SPRINGER-KREMSER

Dr.phil. Katrinette BODARWE (Bad Abbach): Frauengesundheit und Nonnenklöster im Mittelalter

Dr.phil. Sabine SANDER (Medizinhistorisches Institut der Universität Mainz): Weibliche Schönheit und Aufklärung - Gesundheit statt Galanterie

Dr.phil. Elisabeth DIETRICH (Inst. f. Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Innsbruck): Bleich, schwach, krank. Zur Konzeption bleichsüchtiger und schwindsüchtiger Frauen im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert

Prim. Dr.med. Katarina PILS (Abt. f. physikalische Medizin und Rehabilitation, Sozialmedizinisches Zentrum Sophienspital Wien): Kompetent altern - die alternde Frau in der heutigen Gesellschaft

Kinder in Wien (Arbeitstitel)

wissenschaftliche Leitung: Univ.- Prof. Dr.med.Gerald WEIPPL

Koordination: Dr.phil. Gabriele DORFFNER

Am 4. November 1911 wurde das neue Gebäude der Universitäts-Kinderklinik im Allgemeinen Krankenhaus seiner Bestimmung übergeben. Das Jubiläumsjahr anläßlich des 90jährigen Bestehens lädt dazu ein, sich nicht nur mit der Geschichte des Hauses, sondern auch mit dem Leben und Werk von Clemens Freiherr von Pirquet, dem bedeutenden Wissenschafter und ersten Vorstand des Hauses auseinanderzusetzen.  

Töchter des Hippokrates II

Laufzeit: Jänner 2001 bis ca. Ende 2002

Wissenschaftliche Betreuung:

Univ. - Prof. Dr. Birgit BOLOGNESE - LEUCHTENMÜLLER

Leitung und Koordination:

Univ. - Lekt. Mag.phil. Dr. med. Sonia HORN

MitarbeiterInnen:

Sonja STIPSITS:

* Zugang zum Medizinstudium für Frauen im Europäischen Vergleich (Arbeitstitel, phil. DA betreut von Prof. Bolognese - Leuchtenmüller)

* Interviews mit Pionierinnen

OA Dr.med. Ingrid ARIAS:

* Spitals - und Fachärztinnen 1900 - 1938 (Arbeitstitel, phil. DA betreut von Prof. Bolognese - Leuchtenmüller)

* Emigration von Ärztinnen nach England

Martina GAMPER:

* Niedergelassene Ärztinnen, Ärztinnen im Sozialdienst 1900 - 1938 (Arbeitstitel, phil. DA betreut von Prof. Bolognese - Leuchtenmüller)

* Ärztinnen und die Arbeiterinnenbewegung

Ullrike MOSER:

* Ärztinnen währen des Nationalsozialismus in Österreich (Arbeitstitel, phil. DA)

Dr.phil. Karin WALZEL, MAS:

* Entwicklung und Betreuung der MYCES- Datenbank österreichischer Ärztinnen

* Statistiken

cand.med. Lorenz Pollak: EDV Betreuung des gesammten Projektes, Entwicklung von Lehrbehelfen zum Thema "Frauen in der Medizin"

Das Folgeprojekt basiert auf den bereits vorhandenen Grundlagen. In verschiedenen Einzelarbeiten werden einige Themen umfassend behandelt. Parallel dazu werden Interviews mit Ärztinnen geführt. Die Gespräche werden transkribiert und archiviert, damit sie auch späteren Generationen von ForscherInnen zur Verfügung stehen. Bei entsprechender Finanzierung ist auch an eine Videodokumentation gedacht. Auch schriftliche Aufzeichnungen sind willkommen und werden archiviert - einige Erinnerungen wurden uns bereits übergeben. Je nach Auftrag werden diese vertraulich behandelt, teilweise oder zur Gänze der Öffentlichkeit zugängig gemacht.

Das "physische" Archiv befindet sich derzeit im Diözesanarchiv St. Pölten um den Anforderungen einer geeigneten Archivierung (Feuer - und Wasserschutz, diebstahlsichere Aufbewahrung, Benützungsmöglichkeit usw.) zu entsprechen.

Die (freigegebenen) Daten von österreichischen Ärztinnen werden in einer Datenbank erfasst und sollen in absehbarer Zeit ins Netz gestellt werden und so online - Recherchen ermöglichen. Vom Prinzip her ist ein Zusammenschluss mit anderen nationalen und internationalen Datenbanken geplant.

Parallel zu den laufenden Arbeiten sollen Lehrbehelfe zu den Themen erstellt werden, sodass Studierenden und anderen Interessierten, die aktuellsten Ergebnisse zur Verfügung stehen. Wenn Sie über den Fortgang des Projektes informiert werden möchten, tragen Sie sich bitte in unsere mailing -liste ein. Bei speziellen Fragen wenden Sie sich bitte an die Projektleiterin: sonia.horn@univie.ac.at

Selbstverständlich sind wir für finanzielle, aber auch jede andere Unterstützung dankbar und freuen uns besonders über Ihr Interesse.

last modified 2005/Apr/23