Ausschreibung Rechercheauftrag
Das Institut für Wissenschaftsforschung schreibt im Rahmen des Projekts Living Changes in the Life Sciences. Tracing the ,Ethical’ and ,Social’ within scientific practice and work culture” einen Rechercheauftrag zu folgendem Thema aus:
“Medienrecherche zur öffentlichen Diskussion um die Lebenswissenschaften in Österreich”
Ziel dieser Recherche ist die Aufbereitung und Strukturierung der medialen Debatte zu ethischen und sozialen Aspekten in verschiedenen Bereichen der Lebenswissenschaften in Österreich in den letzten zehn Jahren. Die Recherche erfolgt unter Einsatz der APA-de-facto Datenbank.
Wir suchen Studierende in fortgeschrittenem Stadium einer sozialwissenschaftlichen Ausbildung, oder mit äquivalenten Qualifikationen. Erwünscht ist weitergehendes Interesse an den jeweiligen Themenfeldern, Vorerfahrungen im Bereich der Medienrecherche sind von Vorteil. Über den Rechercheauftrag hinaus ist das Verfassen einer Diplom- oder Masterarbeit auf Basis der recherchierten Daten unter Betreuung der Projektleiterin Prof. Ulrike Felt möglich und erwünscht.
Arbeitsort der Recherchen wird zu weiten Teilen das Institut für Wissenschaftsforschung sein. Die Arbeit erfolgt in enger Kooperation mit und auf Anleitung des Projektteams. Der Rechercheauftrag wird im Zeitraum von Februar bis Ende Mai 2008 stattfinden. Die Entlohnung erfolgt auf der Basis eines freien Dienstvertrages.
Bewerbungen inklusive Motivationsschreiben und Lebenslauf richten Sie bitte bis spätestens 03.02.2008 an:
Mag. Maximilian Fochler
changes.wissenschaftsforschung@univie.ac.at
01 4277 49613
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Call for Papers zum Kongress „Auf dem Weg zur Gesundheitsgesellschaft?
Bei diesem Kongress handelt sich um den gemeinsamen Kongress der österreichischen, deutschen und Schweizer Fachgesellschaften für Gesundheits- und Medizinsoziologie, welcher von 27. – 29. März 2008 in Bad Gleichenberg stattfinden wird.
Es wird auch speziell auf den Call for Papers für JungwissenschaftlerInnen hingewiesen. Im Rahmen der Veranstaltung wird so JungwissenschaftlerInnen die Möglichkeit geboten, ihre Abschlussarbeiten bzw. Arbeiten am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere zu präsentieren.
Weitere Informationen zum Kongress sind auf der Homepage http://www.fh-joanneum.at/gesundheitsgesellschaft zu finden.
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Vortragsreihe: Frauennetzwerke in Wissenschaft und Kunst
Utopie und Wirklichkeit
Konzept und Organisation: Susanne Blumesberger
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien
Zeit: 18.30 Uhr
Info: http://www.univie.ac.at/iwk/0708ak.html
Montag, 12. November 2007
Irmgard Neubauer (Wien):
„Durch Erkenntnis zu Freiheit und Glück!“ - Über Irma von Troll (1847-1912)
Montag, 14. Jänner 2008
Helga Köcher (Wien):
„Emergence of Projects“ – Die Logik umdrehen
Montag, 21. Jänner 2008
Waltraud Schlögl (Wien):
Mentoring und Peer-Networking - Über Chancen und Herausforderungen von Gruppenmentoring am Beispiel von MuV
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Tagung: Tabellen, Kurven, Piktogramme - Techniken der Visualisierung in den Sozialwissenschaften
Konzept: a.o. Prof. Dr. Elisabeth Nemeth und Ass. Prof. Dr. Wolfgang Pircher in Kooperation mit Prof Eric Brian (Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Paris)
Eine Tagung des Instituts für Philosophie in Kooperation mit dem Institut für Wissenschaft und Kunst
Donnerstag, 1. November 2007
Aula, Uni-Campus
Freitag, 2. November 2007
Inst. f. Philospohie, Hörsaal 3D, NIG
Samstag, 3. November 2007
Inst. f. Philospohie, Hörsaal 3D, NIG
Das detailliertes Tagungsprogramm mit den Abstracts der Vorträge und biobibliografischen Angaben finden Sie unter: http://www.univie.ac.at/iwk/visualisierung.html
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Workshop und Workshow “Visuelle Soziologie”
Zeit: 23. und 24. 11. 2007
Ort: Institut für Soziologie, Seminarraum 3
Nähere Informationen und Programm unter:
http://www.univie.ac.at/visuellesoziologie
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Calls des Graduiertenzentrums
1. Methodenwerkstatt #4: Triangulation mit Uwe Flick
2. Workshop Postergestaltung – wie mache ich ein gutes und repräsentatives Poster?
3. Ausschreibung für Interessierte, in der Steuerungsgruppe des GZ mitzuarbeiten. Das GZ wird von DoktorandInnen der Fakultät strategisch beraten. In die Kompetenz der Steuerungsgruppe fällt u.a. die Beratung zur jährlichen Budgeterstellung, etc.
4. Forschungsseminar „Forschungsobjekt Internet“ - Interdisziplinäres Seminar für DissertantInnen, Wintersemester 2007/08, Anmeldung bis 1.10.2007 an internetforschung.sowi@univie.ac.at.
5. Bewerbung des Forschungsschwerpunkts „Sozialwissenschaftliche Kultur- und Theorienforschung“, der an der Fakultät eingerichtet wird. Hierzu sind alle DissertantInnen eingeladen, ihr Thema zu präsentieren.
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Informationsveranstaltungen zu den neuen Studienplänen am 2. und 4. Oktober 2007
2. Oktober 2007, 9.00 – 14.00, Kleiner Festsaal
Informationen für Studierende der auslaufenden Studienpläne (Diplomstudierende 121 alt und neu; Bakkalaureatsstdudierende; Diplomstudierende 122 , alte Magisterstudierende und neue Masterstudierende)
4.Oktober 2007, 10.00 – 14.00, Audimax
Informationen für neue Bachelor-Studierende
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Ausstellungseröffnung: Moira Zoitl und Ricarda Denzer
Do 07.06.2007 – Sa 07.07.2007
Eröffnung: Mi 06.06.2007 19.00
Kunshalle Exnergasse WUK
http.//kunsthalle.wuk.at
Die direkte Gegenüberstellung zweier künstlerischer Positionen versteht sich als konfrontativ - produktive Werkschau. Die beiden Künstlerinnen reflektieren in ihrer aktuellen Produktion die Bedeutung von Arbeit, Zusammenschluss und Öffentlichkeit. Fragen nach Strategien der Sichtbarmachung und der gesellschaftspolitischen Einflussnahme in den unterschiedlichen kulturellen Kontexten, bis hin zu Überlegungen der eigenen Arbeitsverhältnisse im informellen Sektor bildende Kunst finden in der Ausstellung eine Übersetzung.
Unter dem Titel Chat(t)er Gardens. Stories by and about Filipina Workers beschäftigt sich Moira Zoitl seit 2002 mit den Arbeits- und Lebensbedingungen philippinischer Hausarbeiterinnen in Südost-Asien und Europa. Der weltweite Bedarf an Hausangestellten in den Industrienationen nimmt ständig zu. Größten Teils sind es Migrantinnen, die in dem stetig wachsenden Dienstleistungssektor ‚Privathaushalt’ arbeiten. Gesellschaftspolitisch passiert dort ein Prozess einer Ethnisierung der Arbeitskraft und die Bildung einer neuen ‚Zwei-Klassen-Frauengesellschaft’.
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Angelika Wetterer (Graz): Gender-Expertise, feministische Kritik und Alltagswissen.
Gleichstellungspolitik im Spannungsfeld unterschiedlicher Spielarten von Geschlechterwissen.
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien
Zeit: Mittwoch, 13. Juni, 18.30 Uhr
Nähere Informationen: http://www.univie.ac.at/iwk/07ak.html
Die Konzepte und Strategien der Frauen- und Gleichstellungspolitik und die Entwicklungen feministischer Theorie orientieren sich zunehmend an unterschiedlichen Relevanzsystemen. Mit dem Gender-Mainstreaming ist es nicht nur zum Einzug neoliberaler Denkmodelle in die Gleichstellungspolitik gekommen, sondern auch zu einer beispiellosen Re-Dramatisierung der zweigeschlechtlich strukturierten Denk- und Deutungsmuster, von denen sich die feministische Theorie dezidiert verabschiedet hat. Gleichzeitig hat sich im Alltagswissen die Überzeugung durchgesetzt, Geschlecht würde in der sozialen Praxis ohnedies kaum noch eine Rolle spielen und Gleichstellungspolitik sei deshalb ebenso überflüssig wie feministische Gesellschaftskritik. Der Vortrag wird diese Entwicklungen rekonstruieren und danach fragen, welche Probleme daraus für die Gleichstellungspolitik resultieren. Der Vortrag findet statt im Rahmen der Reihe Feministische Theorie und Gender Studies (Konzept und Organisation: Susanne Hochreiter, Silvia Stoller)
Angelika Wetterer ist Professorin für die “Soziologie der Geschlechterverhältnisse” und Leiterin des Bereiches “Geschlechtersoziologie & Gender Studies” an der Universität Graz. http://www.uni-graz.at/kffwww/portwetterer.html
Tagung: Frauennetzwerke in Wissenschaft und Kunst. Utopie und Wirklichkeit.
Konzept und Organisation: Susanne Blumesberger
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien
Zeit: Freitag, 22. Juni, 10.00-16.00 Uhr
Nähere Informationen: http://www.univie.ac.at/iwk/07sym.html
Obwohl Frauennetzwerke derzeit einen Boom erleben dürften – in Google erhält man unter diesem Stichwort 295.000 Einträge – handelt es sich durchaus nicht um ein zeitgenössisches Phänomen. Immer wieder haben sich Frauen zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen, um voneinander zu profitieren und nicht zuletzt um in einer männerdominierten Welt bestehen zu können. Die österreichische Geschichte weist hier zahlreiche erfolgreiche Beispiele auf. Private Verbindungen, Frauenverbände und andere Zusammenschlüsse hatten nicht selten wesentlichen Einfluss auf das Geschehen in Politik, Wissenschaft oder Kunst. Die Geschichte zeigt aber auch, dass dabei nicht immer humane Ziele im Vordergrund standen. Folgende Schwerpunkte sind geplant: Kreativität in der Gruppe – vernetzte Künstlerinnen / Freundschaften und Netzwerke während der NS-Zeit / Frauennetzwerke in der Wissenschaft / Mentoringprogramme / Netzgedanken – Utopien / Große Frauen und ihre Schülerinnen. Diese Tagung soll den Bogen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart spannen, indem sowohl historische Beispiele vorgestellt als auch aktuelle Frauennetzwerke mit allen Möglichkeiten und Grenzen diskutiert werden.
Susanne Blumesberger, 10.00-10.15 Uhr: Einleitung
Brigitte Bischof, 10.15-10.45 Uhr: Persönliche Netzwerke, wissenschaftliche Kooperationen und institutionelle Verbindungen Naturwissenschafterinnen der Universität Wien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ilse Korotin, 11.15-11.45 Uhr: „Na ja, gescheiter als sie, ist nicht schwer sein.” Zur Ambivalenz von Förderungsbeziehungen am Beispiel von Charlotte Bühler und ihren Schülerinnen.
Klara Löffler, 11.45-12.15 Uhr: Netzwerken. Die Utopie in Anleitungen.
Ursula Lengauer, 14.00-14.30 Uhr: Wie lebendige Frauennetzwerke entstehen und halten – Beobachtungen aus der Praxis.
Petra Bußwald, 14.30-15.00 Uhr: Unternehmerinnennetzwerke unter der Lupe - Erfahrungsberichte.
Barbara Schöllenberger, 15.30-16.00 Uhr: Frauen bilden Netze. Bericht über die Veränderung von Strukturen in der Erwachsenenbildung.
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Vortragsreihe: Produktive Arbeit
Konzept und Organisation: Manfred Füllsack
Stephan Lessenich (Jena):
Produktives Altern: Auf dem Weg zum Alterskraftunternehmer?
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien
Zeit: Donnerstag, 24. Mai, 18.30 Uhr
Nähere Informationen: http://www.univie.ac.at/iwk/07ak.html
Die Zeiten des „verdienten Ruhestands” scheinen in den spätindustriellen Arbeitsgesellschaften vorbei zu sein. Immer stärker gerät auch das Alter als Lebensphase in den Sog von Aktivitätsforderungen und Produktivitätserwartungen. Der Beitrag beschäftigt sich mit den veränderten Bildern eines unternehmerischen Alters und mit den erwartbaren Konsequenzen dieses Wandels für die Lebensführung alter Menschen.
Stefan Lessenich ist Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Vergleichende Gesellschafts- und Kulturanalyse an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Forschungsgebiete: Theorie des Wohlfahrtsstaats, institutioneller Wandel und gesellschaftliche Transformation. Publikationen u.a.: Welten des Wohlfahrtskapitalismus. Der Sozialstaat in vergleichender Perspektive (Frankfurt am M., New York 1998); Dynamischer Immobilismus. Kontinuität und Wandel im deutschen Sozialmodell (Frankfurt am M., New York 2003). http://www.stephan-lessenich.de/
Rolf Sieferle (St. Gallen):
Das Zeitalter des Arbeiters
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien
Zeit: Donnerstag, 21. Juni, 18.30 Uhr
Nähere Informationen: http://www.univie.ac.at/iwk/07ak.html
Die erste Phase der Industrialisierung, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts reichte, war von spezifischen ökonomisch-biophysischen Bedingungen geprägt, die die Figur des „Arbeiters” in den Vordergrund stellten und auch symbolisch und politisch ihre Dominanz hochplausibel machten. Diese Voraussetzungen verschwanden sukzessive seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts, so dass heute ein historischer Rückblick auf das „Zeitalter des Arbeiters” möglich wird.
Rolf Peter Sieferle ist Professor für allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen, Forschungsgebiet: Fragen der Universalgeschichte (“World History”), Umweltgeschichte und Ideengeschichte der Ökonomie und Politik; Publikationen u.a.: Bevölkerungswachstum und Naturhaushalt. Studien zur Naturtheorie der klassischen Ökonomie (Frankfurt/M. 1990); Rückblick auf die Natur. Eine Geschichte des Menschen und seiner Umwelt (München 1997).
http://www.kwa.unisg.ch
Dirk Baecker (Witten/Herdecke):
Die Form der Arbeit im Medium der Wirtschaft
Ort: Aula, Uni-Campus (altes AKH), Spitalgasse 2-4, 1090 Wien
Zeit: Dienstag, 26. Juni, 18.30 Uhr
Nähere Informationen: http://www.univie.ac.at/iwk/07ak.html
Einer der Konflikte unserer auslaufenden Arbeitsgesellschaft betrifft die Frage, ob man die Arbeit, die uns zur Bewirtschaftung von Natur und Gesellschaft dient, ihrerseits bewirtschaften darf. Wonach richten sich Angebot und Nachfrage, Preis und Qualität der Arbeit? Bislang ist die Preisfindung für abhängige Arbeit politisch reguliert. Sie orientiert sich mindestens so sehr am wünschenswerten Lebensstandard der Arbeitnehmer wie an ihrem Beitrag zur Produktivität eines Betriebs. Gibt es Anlässe, über diese gesellschaftliche Regulation nachzudenken? Und wenn ja, worauf muss man sich einstellen, wenn wir es mit einer anderen Arbeitspolitik zu tun bekommen?
Dirk Baecker ist Professor für Soziologe an der Universität Witten/Herdecke. Studium der Soziologie und Nationalökonomie, Forschungsgebiete: Systemtheorie, Organisations- und Wirtschaftssoziologie, Publikationen u.a.: Organisation als System. (Frankfurt am M. 1999); Organisation und Management (Frankfurt am M. 2003); Wirtschaftssoziologie (Bielefeld 2006). http://www.uni-wh.de/baecker
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Tagung: Entsicherungsgesellschaft. Aktuelle Debatten zu Prekarisierung
Vom 3.-5.Mai 2007 findet eine Tagung von Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) und der Forschungswerkstatt In{}Fem zum Thema Prekarisierung statt, an der auch Mitglieder des Instituts für Soziologie als ReferentInnen teilnehmen.
Mehr Information über Zeiten und Orte:
Tagungsprogramm Prekarisierung
Präsentation des Forschungslabor-Berichtes “Armutslagen in Wien”
im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung in der Hauptbücherei am Gürtel
Zeit: 3. Mai 2007 um 19 Uhr
Ort: Hauptbücherei am Gürtel
Info: Armutslagen_in_Wien
Präsentation: Armut in peripheren Gesellschaften - Guatemala
Zeit: 15. Mai 2007 um 13:00
Ort: Hörsaal III (NIG)
Info: Im Februar 2007 machten sich zwölf Studierende gemeinsam mit Prof. Franz Kolland auf den Weg nach Guatemala um in der Region Nebaj die Auswirkungen von Migration auf die Armutssituation in den Dörfern Nebaj, Cotzal und Xolcuay zu erforschen. Die Ergebnisse der Studie werden am 15. Mai um 13:00 im Hörsaal III (NIG) präsentiert.
Entstanden ist das Forschungsprojekt im Zuge einer Lehrveranstaltung zum Thema “Armut in peripheren Gesellschaften” im Wintersemester 2006/2007.
Ziel der 20-tägigen Feldarbeit war es mit teilstrukturierten Interviews und anderen sozialwissenschaftlichen Methoden eine möglichst genaue Darstellung von örtlichen sozialen Unterschieden zu erhalten. Hauptaugemerk galt vor allem dem hohen Ausmaß an MigrantInnen und den damit verbundenen Veränderungen in der dörflichen sowie familiären Sozialstruktur. Die Tatsache, dass 56% der GuatemaltekInnen unter der Armutsgrenze leben und sich bereits 20% der Bevölkerung in den Vereinigten Staaten befinden führten unter anderem zu folgenden Fragestellungen: Welchen Effekt haben die finanziellen Rücküberweisungen von MigrantInnen? Wie wirkt sich die Abwesenheit einzelner Familienmitglieder aus? Und: Welche Probleme aber auch Perspektiven ergeben sich aus der Migration?
Vortrag: Die Soziologie der Inklusion und Exklusion: am Beispiel der Hochschulen und des ErziehungssystemsIFF Standort Wien
Prof. Dr. Rudolf Stichweh
Der Vortrag wird die Soziologie der Inklusion und Exklusion vorstellen: als einen Beitrag zur Analyse der Ausdifferenzierung und der Dynamik von Funktionssystemen in der Weltgesellschaft der Gegenwart. Es geht in dieser Soziologie um die Einbeziehung und Adressierung von Personen in den Kommunikationsprozessen der Funktionssysteme. Dafür stehen vielfältige Rollenmuster zur Verfügung. Es stellt sich die Frage der Universalität der Systeme. Gibt es Semantiken und Strukturen, die in die Richtung wirken, dass tatsächlich jedes einzelne Gesellschaftsmitglied zum Adressat von Kommunikationen wird, die es punktuell in die Kommunikationen der Systeme einbeziehen? Und wie und warum ereignen sich dennoch Ausschlüsse – sei es in der Form einer faktischen Nichtberücksichtigung, die vielleicht nur denjenigen auffällt, die sie als eine solche erfahren, sei es in den offensichtlicheren Formen der expliziten Verweisung einer Person aus einem System. Der Vortrag wird diese soziologische Theorie in einigen ihrer Leitbegriffe vorstellen. Er wird sie vor allem aber in der Anwendung auf einen Funktionsbereich der modernen Gesellschaft testen. Was versteht man an der Dynamik der modernen Hochschulen und allgemeiner des Erziehungssystems, wenn man sie mit Hilfe dieses begrifflichen Instrumentariums zu analysieren versucht?
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29
Zeit: 18. April 2007 18:30 bis 20:30
Link: http://www.uni-klu.ac.at/uniklu/va/va.jsp?nav=z&vanr=22243
Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 21. März 2007 um 13:20 und ist gespeichert unter Allgemein.
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22. Januar 2010 um 00:08
Die Frage ist doch: Was haben wir daraus gelernt und was haben wir getan, damit sich ähnliche Zusammenbrüche mit den damit einhergehenden Erpressungsversuchen der Finanzwirtschaft nicht wiederholen. Ich fürchte, leider reichlich wenig.