Scattering&Spectroscopy
Universität Wien
  • Festkörperspektroskopie
  • Festkörperspektroskopie wurde entwickelt um elektronische, optische, magnetische und dynamische Eigenschaften von Festkörpern zu untersuchen. Obwohl die Wurzeln dieser Technik auf die Atom- und Molekülspektroskopie zurückgehen, müssen bei der Festkörperspektroskopie die speziellen Eigenschaften der festen Phasen berücksichtigt werden. Solche Eigenschaften kommen aus der Natur der zu untersuchenden Quasiteilchen. Im Gegensatz zu den Molekülen und Atomen haben die Quasiteilchen im Festkörper eine Dispersion, die die Responsfunktionen von Energie und Impuls abhängig machen. Da Festkörper aber auch lokalisierte Zustände besitzen, ist sowohl Molekülspektroskopie als auch Atomspektroskopie relevant.
    Festkörperspektroskopie verwendet einen weiten Bereich verschiedener Teilchen oder Quasiteilchen als Messsonde. Er umfasst die elektromagnetische Strahlung von einigen Hz bis zu den gamma-Quanten mit Frequenzen bis zu 10^21 Hz, Elektronen, Positronen, Muonen, Neutronen, Protonen, und sogar schwerere Atome und Ionen. Jede Sonde verwendet ihre eigene experimentelle Technik und ist spezifiziert auf die Erforschung spezieller Eigenschaften der Festkörper.
  • Eine zusammenfassende Darstellung der Grundlagen, Techniken und Anwendungen der Festkörperspektroskopie kann in folgendem Textbuch gefunden werden:
  • H. Kuzmany, Solid State Spectroscopy, an Introduction
    Springer, Berlin, Heidelberg, 1998