Hans Kelsen - Institut

Das Institut

Aus Anlass des 90. Geburtstages von Hans Kelsen beschloss die österreichische Bundesregierung am 14. September 1971, eine Stiftung zu gründen, die den Namen „Hans Kelsen-Institut” trägt. Diese hat am 30. Oktober 1972 mit der Konstituierung der Organe ihre Tätigkeit aufgenommen.

Dem Institut ist durch den Stiftbrief die Aufgabe gestellt worden, die - von Hans Kelsen grundgelegte und insbesondere gemeinsam mit Adolf J. Merkl und Alfred Verdroß weiterentwickelte - Reine Rechtslehre und ihren wissenschaftlichen Widerhall im In- und Ausland zu dokumentieren, darüber zu informieren und die weitere Durchdringung, Fortführung und Entwicklung der Reinen Rechtslehre zu fördern. Weiters führt das Institut eine vollständige Dokumentation der Werke Kelsens und den Aufbau einer diese Werke umfassenden Bibliothek sowie die Dokumentation von Leben und Werk Kelsens durch; desgleichen eine Dokumentation jener Werke und Autoren, die dem Kreis um Kelsen zuzurechnen sind. Schließlich werden möglichst weitgehend Werke, die sich mit der Reinen Rechtslehre beschäftigen oder auf diese beziehen, dokumentiert und eine die wichtigsten Werke umfassende Bibliothek aufgebaut.

Zur Pflege von Verbindungen mit allen in Betracht kommenden Stellen und Personen hat das Institut Kontakte herzustellen und besonders interessierte Gelehrte im Ausland zu Internationalen Korrespondenten zu bestellen. Weiters sind insbesondere Vorträge und Veranstaltungen auszurichten, Einladungen auszusprechen und ist an Veranstaltungen teilzunehmen.

Das Institut wurde maßgebend von den beiden ersten Geschäftsführern, Robert Walter und Kurt Ringhofer, geprägt. Zu Ehren Ringhofers erschien nach seinem Tod im Jahr 1993 eine Gedenkschrift (Walter/Jabloner [Hrsg], Strukturprobleme des öffentlichen Rechts, Schriftenreihe des Instituts, Band 19 [1995]). Mit dem Tod von Robert Walter im Jahr 2010 hat das Institut einen schweren Verlust erlitten. Mehrere Nachrufe sind erschienen, eine Gedenkschrift (hrsg von Jabloner/Kolonovits/Kucsko-Stadlmayer/Laurer/Mayer/Thienel) wurde 2013 veröffentlicht.

Im Jahr 1977 ist der Nachlass Kelsens dem Institut überantwortet worden, das diesen im Sinn des Verewigten verwaltet.

Darüberhinaus sind im Jahre 1989 die Rechte Kelsens an seinen Publikationen an das Institut übergegangen, das sich um deren Verwertung im Interesse des geistigen Vermächtnisses zu bemühen hat.