Vorträge im Rahmen der Berufungskommission "Didaktik der Geschichte" 12.12.2014 - 19:27

Liebe Alle!

 

Am Montag 15.12. und Dienstag 16.12. finden folgende öffentlichen Probelehrveranstaltungen und Fachvorträge im Rahmen des Berufungsverfahrens "Didaktik der Geschichte" statt:

 

Ort:
Hauptgebäude der Universität Wien, Hörsaal 30, Univ. Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien


Montag, 15.12.2014

PROBELEHRVERANSTALTUNGEN


09:00h     Prof. Dr. Marko DEMANTOWSKY
"Weibsbilder" in der 48er Revolution. Visual Literacy in der Praxis.

 

09:40h     Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Alois ECKER  
Ausgewählte Aspekte zur Sozialgeschichte der Schule im österreichischen Raum.


10:20h    Univ.-Prof. Dr. Wolfgang HASBERG
Kleines Privileg mit großer Wirkung. Geschichtsdidaktisches Potenzial vormoderner Epochen.


11:00h    Prof. Dr. Thomas HELLMUTH
Kolonialismus aus globalgeschichtlicher Perspektive



MITTAGSPAUSE


FACHVORTRÄGE
13:15h    Prof. Dr. Marko DEMANTOWSKY
Geschichtslernen und Geschichtserzählen im digitalen Wandel.

 

14:30h    Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Alois ECKER
Die Ausbildung von Geschichtslehrer/innen im Europäischen Vergleich.

 

15:45h    Univ.-Prof. Dr. Wolfgang HASBERG
"Warum wir den Geschichtsunterricht abschaffen müssten …"

 

17:00h    Prof. Dr. Thomas HELLMUTH
Subjektorientierte Geschichtsdidaktik.



Dienstag, 16.12.2014

PROBELEHRVERANSTALTUNGEN

09:00h     Prof. Dr. habil. Christoph KÜHBERGER
Mit Schüler_innen der gymnasialen Oberstufe Geschichte re-konstruieren.


09:40h     Dr. Sabine MOLLER
Visual History. Zum geschichtsdidaktischen Potential eines mehrschichtigen Bildbegriffs.


10:20h    Prof. Dr. Thomas SANDKÜHLER
Wien im Frühjahr 1848: Probleme der Urteilsbildung im Geschichtsunterricht.


MITTAGSPAUSE

FACHVORTRÄGE

12:30h    Prof. Dr. habil. Christoph KÜHBERGER
Wie Kinder Geschichte denken. Erkenntnisse der theoretischen und empirischen Geschichtsdidaktik – das Beispiel „Spielfilm“.


13:45h    Dr. Sabine MOLLER
'Lebenswelt' - Fundament und Blackbox der Geschichtsdidaktik.


15:00h    Prof. Dr. Thomas SANDKÜHLER
Trivial Pursuits. Das Geschichtsbewusstsein der Diktatoren und seine Folgen.

 

 

Die Mitglieder der Berufungskommission und die StRV/IG-Geschichte freut sich auf eure Teilnahme!

StRV/IG-Geschichte
Vortrag: Rechtsextremismus an der Universität 09.12.2014 - 20:46

In den letzten Wochen hat das von der ÖH Uni Wien geforderte "Couleurverbot" an der Universität Wien für Aufsehen gesorgt. Besorgte liberale Medien riefen sofort den Untergang der Meinungsfreiheit (wenn nicht des Abendlandes) aus. Dass es handfeste politische Gründe für eine solche Forderung gibt, wurde dabei fast vollständig ausgeblendet.


Die österreichischen Universitäten waren immer schon zentrale Orte sowohl der Entstehung als auch der Reproduktion von radikal rechten politischen Positionen. Von Burschenschaften über Nationalsozialisten bis hin zu rechtsradikalen Splittergruppen wie der Aktion Neue Rechte (ANR) in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts traten immer wieder neue Gruppierungen auf, beziehungsweise etablierten sich an den Universitäten. Das (nicht nur zeitlich) Allerletzte sind die sogenannten Identitären, die sich bewusst hip und intellektuell geben, aber dennoch nur den aktuellsten Wiederaufguss der immerselben völkischen Brühe darstellen.



Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes wird uns einen Überblick über die aktuellsten Entwicklungen im rechtsextremen universitären Umfeld geben.


https://www.facebook.com/events/867063886657563/


Rechtsextremismusvortrag 2014

StRV/IG Geschichte
Screening und Diskussion "God Loves Uganda", 4.12. 18:30 04.12.2014 - 13:25

Screening und Diskussion "God Loves Uganda, 4.12., 18:30 Uhr, HS41

StRV/IG Geschichte
Breakfast at History 3, 4.12.2014, vor dem HS 41 04.12.2014 - 13:22

Breakfast at History 3 Plakat

StRV/IG Geschichte
IGevent "Führung im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes" 24.11.2014 - 15:18

IGevent DÖW

IGevent 25.11.2014, Führung im DÖW 21.11.2014 - 12:15

Liebe Alle!

 

Im nächsten IGevent, am 25.11.2014, bekommen wir eine Einführung in die Geschichte und die Aufgaben des Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes. Diese Forschungseinrichtung ist vor allem auch für zeitgeschichtlich Interessierte zu empfehlen und die Ergebnisse der Rechtsextremismusabteilung bieten immer wieder interessante Anhaltspunkte für das aktuelle politische Geschehen.

Wir treffen uns am Dienstag um 13:30 Uhr, um dann gemeinsam zum DÖW, in der Wipplingerstraße, zu gehen. Wenn ihr den Weg schon kennt, treffen wir uns um 14:00 Uhr im Dokumentationsarchiv. Die Vorstellung und Diskussion dauert bis ca. 16:00 Uhr.

 

Wir freuen uns auf euer Kommen!

 

die StRV/IG-Geschichte

StRV/IG Geschichte
IGevent kritische Uniführung 10.11.2014 - 12:36

 

Reminder:

 

Am Mittwoch (12.11.) findet das IGevent "kritische Uniführung" statt. Treffpunkt ist um 11:30 in der Aula des Hauptgebäudes der Uni Wien. Im Anschluss wird es die Möglichkeit geben über Aspekte der Führung bei Kaffee und Kuchen im KoRa zu diskutieren.

 

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmende!

 

StRV/IG-Geschichte
Stellungnahme und offener Brief an das Rektorat der Universität Wien Teil 1 05.11.2014 - 23:53

Sehr geehrter Rektor Engl, sehr geehrte Damen und Herren.

 

Das Rektorat der Universität Wien hat am 30. Oktober 2014 folgende Stellungnahme veröffentlicht:

Der Rektor der Universität Wien, Heinz W. Engl, hält zur Forderung nach einem Verbot des Tragens von „Couleur" auf dem Gelände der Universität Wien folgendes fest: „Für eine solche Vorgangsweise gäbe es keine rechtliche Basis. Die Universität Wien will und kann ihren Studierenden keine Bekleidungsvorschriften machen, solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen. Die Universität Wien erwartet, dass alle Beteiligten etwaige Kontroversen im akademischen Diskurs - wie es der Rolle einer Universität entspricht - austragen und sich auf akademischem Boden so verhalten, dass es zu keiner Eskalation kommt".

 

Zwei Anlässe machten diese Stellungnahme notwendig. Zum einen ein Beschluss der Universitätsvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Universität Wien, der ein nicht näher spezifiziertes „Couleurverbot" an der Universität Wien fordert. Zum anderen die Eskalation des sogenannten „Mittwochsbummels" des Wiener Korporationsrings am Mittwoch, 29. Oktober 2014, die darin gipfelte, dass die TeilnehmerInnen an ebendiesem von bewaffneter Polizei in das Universitätsgebäude eskortiert wurden, sich am Denkmal „Siegfriedskopf" im Arkadenhof versammelten und dort von einer Polizeikette geschützt wurden.

 

Diese beiden Vorkommnisse sind nun, aus Sicht der UnterzeichnerInnen, zu trennen. Ein Beschluss der Mehrheit der politischen Vertretung der Studierenden an der Universität Wien ist trotz zeitlicher Nähe keinesfalls mit der „Reaktivierung" eines höchst problematischen Denkmals vergleichbar. Während die Forderung, das Tragen von studentischem Couleur auf dem Universitätsgelände zu verbieten, eine politische Forderung darstellt, die einer ergebnisoffenen Diskussion, ebenso unter der Beteiligung von HistorikerInnen [1], bedarf, ist zweiteres dagegen davon unabhängig ein Affront gegenüber den Universitätsangehörigen, die erst vor einigen Jahren die Musealisierung des „Siegfriedskopf" erkämpften und umsetzten. Eine dieser Personen war die kürzlich verstorbene Professorin für Zeitgeschichte Dr.in Erika Weinzierl, die zu Beginn der 1990er Jahre aufgrund ihres Engagements Ziel von erbitterten Angriffen von nationaler und konservativer Seite wurde und deren Verdienst in dieser Causa nicht hoch genug gewürdigt werden kann. Das Nebeneinander der oben zitierten Stellungnahme und des Nachrufs auf Dr.In Weinzierl auf der Homepage der Universität ist dementsprechend problematisch zu bewerten.

 

 

Fortsetzung im nächsten Eintrag.

 

 

[1] Das Tragen der studentischen Farben wurde in Österreich erst 1954 wieder in vollem Umfang erlaubt. Den damaligen Verantwortungsträgern war die politische Funktion und Symbolik also sehr wohl bewusst. Insofern kann diese Wiederzulassung im Kontext der defizitären österreichischen Entnazifizierung gesehen werden und stellt nicht nur eine Debatte über Kleidungsstücke dar.

 

StRV Geschichte
Stellungnahme und offener Brief an das Rektorat der Universität Wien Teil 2 05.11.2014 - 23:25

 

Bei der Eröffnung des Denkmals im Arkadenhof 2006 erklärte Professor Dr. Friedrich Stadler, der wissenschaftliche Verantwortliche für die Umgestaltung, dass der 1923 als Gefallenen-Denkmal errichtete „Siegfriedskopf" ein „Stück österreichischer Zeitgeschichte", „Ausdruck eines undemokratischen, ethnozentrischen Geistes, der in die Phase des Austrofaschismus und Nationalsozialismus mündete" sei. Der damalige Rektor der Universität Wien, Professor Dr. Georg Winkler stellte dazu fest: "Ich gehe davon aus, dass alle akzeptieren, dass wir im 21. Jahrhundert angekommen sind" [2]. Es scheint, dass diese Übereinkunft nun der Vergangenheit angehört.

Das Gefallenen-Denkmal in seiner ursprünglichen Form im Eingangsbereich des Universitäts-Hauptgebäudes war jahrzehntelang Treffpunkt von Mitgliedern des Wiener Korporationsrings. Ebendieser gilt als Sammelbecken von „deutschnationalen bis rechtsextremen" („Der Spiegel", 2014) Verbindungen. Mitglieder dieser durchwegs völkischen Korporationen fallen seit jeher immer wieder durch engste Kontakte ins neonazistische Milieu auf, beziehungsweise sind Teil desselben.
Die Symbolwirkung, die davon ausging, dass dem Denkmal seine politische Brisanz und Funktion als selbstverständlicher und unveränderter Versammlungsort genommen wurde und dieses sowohl der wissenschaftlichen Bearbeitung durch das „Forum Zeitgeschichte" unterworfen, als auch künstlerisch umgestaltet und musealisiert wurde, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dass diese jahrelange wissenschaftliche Auseinandersetzung und das Wiederaufflammen der Konflikte darum nun als „etwaige Kontroversen" herabgewürdigt werden, stellt einen Bruch in der Erinnerungspolitik der Universität Wien dar, besonders vor dem Hintergrund dass studentische Proteste eine wesentliche Rolle bei der Etablierung des neuen Gedenkdiskurses um den „Siegfriedskopf" spielten. Dies umso mehr, als dass in den vergangenen Jahren immense Fortschritte in der Erforschung der Geschichte der Universität gemacht wurden und der aktuelle Forschungsstand im internationalen Vergleich durchaus als hervorragend eingeschätzt werden kann.

In Bezug auf die Stellungnahme des Rektorats vom 30. Oktober 2014 ist festzuhalten, dass die Formulierung „etwaige Kontroversen" eine Gleichsetzung von antifaschistischem Protest und jenen Teilen der Gesellschaft darstellt, die sowohl an der Etablierung des Nationalsozialismus maßgeblich beteiligt waren als auch sich bis heute weitgehend in einer bruchlosen Tradition sehen. Hier handelt es sich in keinster Weise um eine Diskussion, die nur eine Minderheit betreffen würde, sondern um eine Grundbedingung für eine demokratische, offene Gesellschaft. Dem Wunsch, dass es zu keiner „Eskalation" kommen möge, ist nichts entgegen zu setzen. Allerdings muss an dieser Stelle klargestellt werden, dass sich die Universität nicht aus ihrer Verantwortung stehlen kann. Die Universität Wien ist, anders als die Stellungnahme suggeriert, sehr wohl „Beteiligte" an dieser Kontroverse und steht in der Pflicht in dieser Angelegenheit klar Stellung zu beziehen.

Die Durchsetzung einer historisch schwer belasteten Tradition mit polizeilicher Unterstützung ist jedenfalls nicht das Verhalten, das sich die UnterzeichnerInnen von einer Universität erwarten, die im kommenden Jahr ihr 650-jähriges Jubiläum feiert und sich einer kritischen Betrachtung ihrer Geschichte, Gegenwart und Zukunft verpflichtet fühlen sollte. Aus den angeführten Gründen wird das Rektorat aufgefordert, öffentlich Stellung zu den Vorfällen vom 29. Oktober 2014 und ihrer Einstellung bezüglich ihrer eigenen Erinnerungskultur zu beziehen.


Mit freundlichen Grüßen,
Die Studienvertretung Geschichte

 

 

[2] http://forum-zeitgeschichte.univie.ac.at/universitaet/forum-zeitgeschichte/gedenkkultur/siegfriedskopf/ , 30.10.14

 

StRV Geschichte
Yeah! Nach großem Erfolg gibt es nun ein zweites Breakfast at History: 03.11.2014 - 14:40

Breakfast at History: 6.11.2014 ab 11:00 Uhr vor dem Hörsaal 41, Hauptgebäude.

 

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