IGevent "Führung im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes" 24.11.2014 - 15:18

IGevent DÖW

IGevent 25.11.2014, Führung im DÖW 21.11.2014 - 12:15

Liebe Alle!

 

Im nächsten IGevent, am 25.11.2014, bekommen wir eine Einführung in die Geschichte und die Aufgaben des Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes. Diese Forschungseinrichtung ist vor allem auch für zeitgeschichtlich Interessierte zu empfehlen und die Ergebnisse der Rechtsextremismusabteilung bieten immer wieder interessante Anhaltspunkte für das aktuelle politische Geschehen.

Wir treffen uns am Dienstag um 13:30 Uhr, um dann gemeinsam zum DÖW, in der Wipplingerstraße, zu gehen. Wenn ihr den Weg schon kennt, treffen wir uns um 14:00 Uhr im Dokumentationsarchiv. Die Vorstellung und Diskussion dauert bis ca. 16:00 Uhr.

 

Wir freuen uns auf euer Kommen!

 

die StRV/IG-Geschichte

StRV/IG Geschichte
IGevent kritische Uniführung 10.11.2014 - 12:36

 

Reminder:

 

Am Mittwoch (12.11.) findet das IGevent "kritische Uniführung" statt. Treffpunkt ist um 11:30 in der Aula des Hauptgebäudes der Uni Wien. Im Anschluss wird es die Möglichkeit geben über Aspekte der Führung bei Kaffee und Kuchen im KoRa zu diskutieren.

 

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmende!

 

StRV/IG-Geschichte
Stellungnahme und offener Brief an das Rektorat der Universität Wien Teil 1 05.11.2014 - 23:53

Sehr geehrter Rektor Engl, sehr geehrte Damen und Herren.

 

Das Rektorat der Universität Wien hat am 30. Oktober 2014 folgende Stellungnahme veröffentlicht:

Der Rektor der Universität Wien, Heinz W. Engl, hält zur Forderung nach einem Verbot des Tragens von „Couleur" auf dem Gelände der Universität Wien folgendes fest: „Für eine solche Vorgangsweise gäbe es keine rechtliche Basis. Die Universität Wien will und kann ihren Studierenden keine Bekleidungsvorschriften machen, solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen. Die Universität Wien erwartet, dass alle Beteiligten etwaige Kontroversen im akademischen Diskurs - wie es der Rolle einer Universität entspricht - austragen und sich auf akademischem Boden so verhalten, dass es zu keiner Eskalation kommt".

 

Zwei Anlässe machten diese Stellungnahme notwendig. Zum einen ein Beschluss der Universitätsvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Universität Wien, der ein nicht näher spezifiziertes „Couleurverbot" an der Universität Wien fordert. Zum anderen die Eskalation des sogenannten „Mittwochsbummels" des Wiener Korporationsrings am Mittwoch, 29. Oktober 2014, die darin gipfelte, dass die TeilnehmerInnen an ebendiesem von bewaffneter Polizei in das Universitätsgebäude eskortiert wurden, sich am Denkmal „Siegfriedskopf" im Arkadenhof versammelten und dort von einer Polizeikette geschützt wurden.

 

Diese beiden Vorkommnisse sind nun, aus Sicht der UnterzeichnerInnen, zu trennen. Ein Beschluss der Mehrheit der politischen Vertretung der Studierenden an der Universität Wien ist trotz zeitlicher Nähe keinesfalls mit der „Reaktivierung" eines höchst problematischen Denkmals vergleichbar. Während die Forderung, das Tragen von studentischem Couleur auf dem Universitätsgelände zu verbieten, eine politische Forderung darstellt, die einer ergebnisoffenen Diskussion, ebenso unter der Beteiligung von HistorikerInnen [1], bedarf, ist zweiteres dagegen davon unabhängig ein Affront gegenüber den Universitätsangehörigen, die erst vor einigen Jahren die Musealisierung des „Siegfriedskopf" erkämpften und umsetzten. Eine dieser Personen war die kürzlich verstorbene Professorin für Zeitgeschichte Dr.in Erika Weinzierl, die zu Beginn der 1990er Jahre aufgrund ihres Engagements Ziel von erbitterten Angriffen von nationaler und konservativer Seite wurde und deren Verdienst in dieser Causa nicht hoch genug gewürdigt werden kann. Das Nebeneinander der oben zitierten Stellungnahme und des Nachrufs auf Dr.In Weinzierl auf der Homepage der Universität ist dementsprechend problematisch zu bewerten.

 

 

Fortsetzung im nächsten Eintrag.

 

 

[1] Das Tragen der studentischen Farben wurde in Österreich erst 1954 wieder in vollem Umfang erlaubt. Den damaligen Verantwortungsträgern war die politische Funktion und Symbolik also sehr wohl bewusst. Insofern kann diese Wiederzulassung im Kontext der defizitären österreichischen Entnazifizierung gesehen werden und stellt nicht nur eine Debatte über Kleidungsstücke dar.

 

StRV Geschichte
Stellungnahme und offener Brief an das Rektorat der Universität Wien Teil 2 05.11.2014 - 23:25

 

Bei der Eröffnung des Denkmals im Arkadenhof 2006 erklärte Professor Dr. Friedrich Stadler, der wissenschaftliche Verantwortliche für die Umgestaltung, dass der 1923 als Gefallenen-Denkmal errichtete „Siegfriedskopf" ein „Stück österreichischer Zeitgeschichte", „Ausdruck eines undemokratischen, ethnozentrischen Geistes, der in die Phase des Austrofaschismus und Nationalsozialismus mündete" sei. Der damalige Rektor der Universität Wien, Professor Dr. Georg Winkler stellte dazu fest: "Ich gehe davon aus, dass alle akzeptieren, dass wir im 21. Jahrhundert angekommen sind" [2]. Es scheint, dass diese Übereinkunft nun der Vergangenheit angehört.

Das Gefallenen-Denkmal in seiner ursprünglichen Form im Eingangsbereich des Universitäts-Hauptgebäudes war jahrzehntelang Treffpunkt von Mitgliedern des Wiener Korporationsrings. Ebendieser gilt als Sammelbecken von „deutschnationalen bis rechtsextremen" („Der Spiegel", 2014) Verbindungen. Mitglieder dieser durchwegs völkischen Korporationen fallen seit jeher immer wieder durch engste Kontakte ins neonazistische Milieu auf, beziehungsweise sind Teil desselben.
Die Symbolwirkung, die davon ausging, dass dem Denkmal seine politische Brisanz und Funktion als selbstverständlicher und unveränderter Versammlungsort genommen wurde und dieses sowohl der wissenschaftlichen Bearbeitung durch das „Forum Zeitgeschichte" unterworfen, als auch künstlerisch umgestaltet und musealisiert wurde, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dass diese jahrelange wissenschaftliche Auseinandersetzung und das Wiederaufflammen der Konflikte darum nun als „etwaige Kontroversen" herabgewürdigt werden, stellt einen Bruch in der Erinnerungspolitik der Universität Wien dar, besonders vor dem Hintergrund dass studentische Proteste eine wesentliche Rolle bei der Etablierung des neuen Gedenkdiskurses um den „Siegfriedskopf" spielten. Dies umso mehr, als dass in den vergangenen Jahren immense Fortschritte in der Erforschung der Geschichte der Universität gemacht wurden und der aktuelle Forschungsstand im internationalen Vergleich durchaus als hervorragend eingeschätzt werden kann.

In Bezug auf die Stellungnahme des Rektorats vom 30. Oktober 2014 ist festzuhalten, dass die Formulierung „etwaige Kontroversen" eine Gleichsetzung von antifaschistischem Protest und jenen Teilen der Gesellschaft darstellt, die sowohl an der Etablierung des Nationalsozialismus maßgeblich beteiligt waren als auch sich bis heute weitgehend in einer bruchlosen Tradition sehen. Hier handelt es sich in keinster Weise um eine Diskussion, die nur eine Minderheit betreffen würde, sondern um eine Grundbedingung für eine demokratische, offene Gesellschaft. Dem Wunsch, dass es zu keiner „Eskalation" kommen möge, ist nichts entgegen zu setzen. Allerdings muss an dieser Stelle klargestellt werden, dass sich die Universität nicht aus ihrer Verantwortung stehlen kann. Die Universität Wien ist, anders als die Stellungnahme suggeriert, sehr wohl „Beteiligte" an dieser Kontroverse und steht in der Pflicht in dieser Angelegenheit klar Stellung zu beziehen.

Die Durchsetzung einer historisch schwer belasteten Tradition mit polizeilicher Unterstützung ist jedenfalls nicht das Verhalten, das sich die UnterzeichnerInnen von einer Universität erwarten, die im kommenden Jahr ihr 650-jähriges Jubiläum feiert und sich einer kritischen Betrachtung ihrer Geschichte, Gegenwart und Zukunft verpflichtet fühlen sollte. Aus den angeführten Gründen wird das Rektorat aufgefordert, öffentlich Stellung zu den Vorfällen vom 29. Oktober 2014 und ihrer Einstellung bezüglich ihrer eigenen Erinnerungskultur zu beziehen.


Mit freundlichen Grüßen,
Die Studienvertretung Geschichte

 

 

[2] http://forum-zeitgeschichte.univie.ac.at/universitaet/forum-zeitgeschichte/gedenkkultur/siegfriedskopf/ , 30.10.14

 

StRV Geschichte
Yeah! Nach großem Erfolg gibt es nun ein zweites Breakfast at History: 03.11.2014 - 14:40

Breakfast at History: 6.11.2014 ab 11:00 Uhr vor dem Hörsaal 41, Hauptgebäude.

 

Nachruf Erika Weinzierl 30.10.2014 - 21:05

Am Dienstag, den 28. Oktober 2014 ist die Historikerin Erika Weinzierl 89-jährig verstorben.  Ihre Bedeutung als erste ordentliche Professorin für Geschichte, kritische Zeithistorikerin und Gegenwartskommentatorin ist kaum zu überschätzen.  Von studentischer Seite muss wohl auch ihre außerordentlich große Beliebtheit als Lehrende erwähnt werden.

In den letzten Tagen sind mehrere Nachrufe veröffentlicht worden, die wir hier verlinken:

http://medienportal.univie.ac.at/uniview/uni-intern/detailansicht/artikel/in-memoriam-erika-weinzierl-1925-2014/

http://derstandard.at/2000007417635/Historikerin-Erika-Weinzierl-89-jaehrig-gestorben

http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/4396675/Erika-Weinzierl_Die-Geschichtslehrerin-der-Nation?from=gl.home_zeitreise

http://science.orf.at/stories/1748602

Aus aktueller Perspektive scheint es uns höchst wichtig auf ihre Rolle bei der Kontroverse um das ehemalige Gefallenen-Denkmal „Siegfriedskopf“ hinzuweisen. Ihre Position als Wissenschaftlerin, Zeitzeugin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus machte es selbstverständlich, dass sie erbittert gegen die neonazistischen und reaktionären Umtriebe an der Universität kämpfte, deren Hauptexponenten Burschenschafter waren. Und deren Symbol war der „Siegfriedskopf“. Ihr Engagement brachte es allerdings ebenso mit sich, dass sie massiven Angriffen ausgesetzt war, die, weil Argumente nicht weiterhalfen, regelmäßig zu sexistischen Ausfällen wurden. So etwa Adam Wandruszka, der in einem Leserbrief in der Presse schrieb, dass er: „Frau Weinzierl als hilfsbereite und liebenswürdige Archivarin kennen gelernt habe“ aber, dass sie „ […]seit ihrer Übersiedlung ins Akademische Lehramt hoffnungslos überfordert [sei]“. Auch wenn die meisten ihrer Gegner von damals nicht mehr aktiv sind (Lothar Höbelt ist noch da); die kritische Aufarbeitung der Geschichte der Universität Wien könnte eine solch engagierte Fürsprecherin im Moment gut brauchen.

Die StV/IG Geschichte bedauert den großen Verlust, den ihre Angehörigen, die Geschichtswissenschaft und die Gesellschaft im Allgemeinen erlitten haben.

STRV / IG Geschichte
Studienrechtsworkshop 21.10.2014 - 19:05

Liebe Alle,

 

wenn ihr euch über eure Rechte als Studierende an der Uni Wien informieren wollt und wissen wollt wie ihr diese durchsetzt bieten wir euch genau zu diesem Thema einen Workshop an.


Wann: 28.10., 13:30

Wo: Am KoRa (Stiege 12)

 

 

Link zur Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/722843537799473/

StRV/IG Geschichte
IGevent Campusführung 20.10.2014 - 17:25

Reminder:

Morgen findet das IGevent "Campusführung" statt. Treffpunkt ist um 13:30 in der Aula des Hauptgebäudes der Uni Wien, von wo wir gemeinsam zum Campus gehen werden. Wir bieten eine kurze Führung zu den Instituten und anderen Einrichtungen im "alten AKH".

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmende!

StRV/IG Geschichte
Geh Denken! Eine Veranstaltungsreihe des Vereins GEDENKDIENST 13.10.2014 - 15:29


Wir unterstützen in diesem Semester die Veranstaltungsreihe des Verein Gedenkdienst [Link], und hoffen ihr findet zu einem oder mehreren der sechs Termine Zeit.

Die interdisziplinäre Auseinandersetzung ist uns ebenso ein Anliegen, wie die offene Reflexion und Diskussion kontroverser Themen im Rahmen einer lebendigen Gedächtniskultur.

Hier gibts den Flyer im *.pdf-Format:
http://gedenkdienst.at/fileadmin/user_upload/Bildungsprogramm_Wintersemester_2014_2015.pdf


Die Termine im Überblick:

  • Die Wiener Flaktürme als Erinnerungs- und Fundorte
    WANN:
    Dienstag, 14. Oktober 2014, 19.00 Uhr

    WO:
    Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
  • Zeitzeugengespräch mit Rudolf Gelbard
    Filmvorführung und Gespräch Ein Geh Denken! Spezial
    WANN:
    Montag, 20. Oktober 2014, Einlass: 18.00 Uhr, Beginn: 18.30 Uhr
    WO:
    SPÖ 6*7, Lindengasse 64, 1070 Wien (Nähe U3 Neubaugasse)
    Um Anmeldung wird gebeten unter: martinmarenich@yahoo.com
  • Die Lager-SS Mauthausen
    WANN: Mittwoch, 26. November 2014, 19.00 Uhr
    WO: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
  • "Noch eine kontaminierte Landschaft" Strasshof an der Nordbahn
    WANN:
    Donnerstag, 4. Dezember 2014, 19.00 Uhr
    WO: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
  • SS-Fotografien aus dem Konzentrationslager Mauthausen
    WANN: Dienstag, 13. Jänner 2015, 19.00 Uhr
    WO: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
  • Mauthausen in Groß-Wien
    WANN:
    Donnerstag, 22. Jänner 2015, 19.00 Uhr
    WO:
    Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

 

 

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