Forderungen der HörerInnen der Geschichte

Die HörerInnenversammlungen vom 28.10.09 und 29.10.09 haben folgenden Forderungskatalog ausgearbeitet:

 

Aufgrund der Proteste im Rahmen der AudiMax-Besetzung, die seit Donnerstag, den 22.10.2009 andauern, hat die Studienvertretung/Institutsgruppe Geschichte am Dienstag, den 28.10.2009 eine HörerInnenversammlung einberufen. Zuerst wurde im Rahmen dieser Versammlung eine Solidaritätserklärung mit den Forderungen der BesetzerInnen des AudiMax beschlossen. Danach wurde ein umfassender Forderungskatalog für die Studienrichtung Geschichte erarbeitet, welcher in der Folgesitzung vom 29.10.2009 fertiggestellt wurde. Alle Forderungen wurden nach ausgedehnter Diskussion unter allen anwesenden Geschichte-StudentInnen entweder einstimmig oder einhellig angenommen. Die Reihung wurde nicht wertend sondern alphabetisch vorgenommen!

 

Abschaffung der Studieneingangsphase!


Wir fordern die Einführung einer echten Orientierungsphase ohne jegliche Abhängigkeiten!

 


Abschaffung des UNIVIS Anmeldesystems !

Ein Anmeldesystem muss funktionieren und den gesetzlichen Regelungen, also dem Studienplan, entsprechen. Es muss ein eigenes Anmeldesystem für die StudentInnen der Geschichte nach deren Bedürfnissen geschaffen werden. Es darf zu keiner Studienbehinderung durch EDV-Instrumente kommen. Das Anmeldesystem soll der Anmeldung für Lehrveranstaltungen dienen, nicht der Studienverwaltung!

 

Ausweitung des Lehrangebots!


Das Lehrangebot muss in Qualität und Quantität an die Bedürfnisse der StudentInnen angepasst werden. Des Weiteren muss eine Verbesserung des Betreuungsverhältnisses erfolgen. In den vergangenen Semestern sind vor allem folgende Engpässe massiv aufgefallen:

  • Einführung in das Lehramtstudium Geschichte, Sozialkunde und politische Bildung
  • Lehrveranstaltungen im Modul Quellen und Methoden 1
  • Diverse Methodenfächer des alten Diplomstudienplans.

 

Eine Verknappung des Lehrangebots darf nicht zur Reduzierung der Studierendenzahlen benutzt werden!

 


Durchsetzung einer Frauenquote von mindestens 50% auf allen Ebenen. Die Bevorzugung von Frauen bei gleicher Qualifikation muss endlich umgesetzt werden!

 


Freie Wahlfächer statt Erweiterungscurricula! Keine Voraussetzungsketten in den Freien Wahlfächern! Die Freien Wahlfächer müssen den Bedürfnissen der StudentInnen entsprechend budgetiert werden!

 


Individuelle Gestaltung von Lehrveranstaltungen!


Lehrveranstaltungen sollen von Lehrenden individuell gestaltet werden können. Dafür muss der Studienplan angepasst werden, um das Lehrangebot nach Themen, und nicht nur nach Zeiträumen gestalten zu können. In Folge müssen Lehrveranstaltungen wieder individuell betitelt werden können!

 


Kein Lehramt-Bachelor auf der Geschichte!


 

Keine starren Voraussetzungsketten in allen Studiengängen!


Ein flexibles Studium muss unbedingt gewährleistet werden!

 


Keine Zugangsbeschränkungen in Master und Doktorat!

 


Mehr Raum!


Wir fordern mehr Räumlichkeiten für die Lehre! Zudem müssen Arbeits- und Aufenthaltsräume, sowie Freiräume für die Arbeit und Diskussion unter den StudentInnen geschaffen werden. Diese Räumlichkeiten müssen selbstverständlich mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet werden.

 

Nachbesetzung und Umwidmung von Professuren


Wir fordern die sofortige Nachbesetzung vakanter Professuren (Fachdidaktik, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Geschichte der Amerikas). Lehrstühle müssen nach den Bedürfnissen der StudentInnen nachbesetzt, beziehungsweise umgewidmet werden.

 


Redemokratisierung!


Wir fordern die Rücknahme von monokratischen Entscheidungsstrukturen! Drittelparitätische Entscheidungsorgane müssen wieder eingeführt werden. Weiters fordern wir die Einbindung des allgemeinen Universitätspersonals, sowie die stärkere Einbindung der StudentInnen auf allen Ebenen. Die Rechte von autokratischen Strukturen, wie etwa dem Controlling müssen drastisch eingeschränkt werden.

 


Verlängerung der Übergangsfristen für Diplom und Lehramt!


Die Übergangsfristen müssen an die durchschnittliche Studiendauer angepasst werden,  daher müssen sie mindestens bis zum Wintersemester 2015 verlängert werden. Wir fordern außerdem die Aufhebung der Zwangsumstellung der Lehramtsstudierenden in den neuen Studienplan. Darüber hinaus muss die weitere Studierbarkeit der alten Studienpläne gewährleistet werden!

 


Vorziehen der Studienplanevaluierung!


Die anstehende Evaluierung der Studienpläne muss vorgezogen werden und unter maßgeblicher Beteiligung der Lehrenden und StudentInnen stattfinden. Eine solche demokratische Evaluierung ist unter den gegebenen Bedingungen nicht möglich. Sollte bis zur Evaluierung eine demokratische Stimmaufteilung nicht gewährleistet sein, wird die Studienprogrammleitung aufgefordert für diese zu sorgen.

 

 


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