ÖH Wahlen

Die Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft finden wieder im Jahr 2017 an drei Tagen im Sommersemester statt.

 

 

Die Österreichische HochschülerInnenschaft

 

 

Laut der Homepage der Bundesvertretung ist:

 

"Die Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft die gesetzliche Interessensvertretung von über 370.000 Studierenden in ganz Österreich. Zusammen mit den Universitäts-, Fakultäts- und Studienvertretungen setzt sich die ÖH auf allen Ebenen für die Anliegen der Studierenden ein."

(https://www.oeh.ac.at/was-ist-die-%C3%B6h)

 

Die ÖH ist hierarchisch in vier Ebenen unterteilt:

 

  • Studienvertretung (StV)
  • Fakultätsvertretung (FV)
  • Universitätsvertretung (UV)
  • Bundesvertretung (BV)

 

 

Die Studienvertretung (StV, bzw. StRV)

Die Studienvertretung ist die unterste Ebene der ÖH. Damit ist sie automatisch am nähesten an den Studierenden der jeweiligen Studienrichtung und deren direkte Ansprechpartnerin. Sie wird direkt (nach Personenwahlrecht) für zwei Jahre gewählt, alle WählerInnen dürfen also so viele Stimmen abgeben, wie es vorgesehene Plätze in der StV gibt (im Falle der Geschichte also beispielsweise fünf Stimmen), und entscheidet (theoretisch) mit einfacher Mehrheit.

Die Aufgaben der StV bestehen vor allem darin die Studierenden zu beraten und VertreterInnen in die jeweiligen Kollegialorgane zu entsenden.

 

Soweit die allgemeine Information. Natürlich verstehen sich die meisten Studienvertretungen auch als allgemeines politisches Organ der Studierenden und ergreifen sowohl auf der hochschulpolitischen als auch in Bereichen, die auf den ersten Blick fachfremd erscheinen mögen, Initiative. Von vielen KritikerInnen wird bemängelt, dass sich ÖH-VertreterInnen doch um ihren ÖH-Dreck scheren sollten, allerdings scheint diesen Menschen oft genug nicht klar zu sein, dass Politik niemals reine Interessenvertretung sein darf. Ständische Politik hat es in Österreich genug gegeben und gibt es immer noch. Die StRV Geschichte hat übrigens die alte Bezeichnung Studienrichtungsvertretung beibehalten weil wir uns zum einen als VertreterInnen der gesamten Studienrichtung Geschichte begreifen (die ja bekanntlich in fünf Institute aufgeteilt ist) und zum anderen, weil die Neubezeichnung mit der Veränderung des ÖH-Wahlrechts 2005 einherging, das die demokratische Wahl zur ÖH erheblich einschränkte.

 

 

Die Fakultätsvertretung (FV)

Nach der Novelierung des ÖH-Wahlrechts 2005 ist die Eiinrichtung einer Fakultätsvertretung nicht mehr zwingend notwendig. Trotzdem sind an den meisten Universitäten Fakultätsvertretungen eingerichtet. Ihre Aufgabe ist vor allem die Vernetzung, der in der jeweiligen Fakultät vertretenen Studienvertretungen. Außerdem entsenden sie VertreterInnen in die, der Fakultät zugehörigen, meist vollkommen machtlosen, Kollegialorgane.

 

 

Die Universitätsvertretung (UV)

Die UV ist das höchste Organ der ÖH an einer Universität und kümmert sich um alle Aufgabengebiete, die nicht durch die StV oder die FV erledigt werden.

 

Die UV wird nach Listenwahlrecht gewählt, was bedeutet, dass sie in hohem Maße Spielplatz von Vorfeldorganisationen (siehe oben), den sogenannten Fraktionen, ist. Diese stellen Vorsitz und MandatarInnen und spielen Parlament im Kleinen.

 

Trotzdem hat die Universitätsvertretung wichtige Funktionen inne. Einerseits ist sie die direkte Verhandlungspartnerin von Rektorat, Senat und Universitätsrat, andererseits verwaltet sie das Budget, das den jeweiligen ÖH-Gremien (also StV und FV) zur Verfügung steht. Außerdem bietet sie in den meisten Fällen Beratung für alle Lebenslagen an.

 

 

Die Bundesvertretung (BV)

 

Die Bundesvertretung wird seit 2015 wieder direkt über das Listenwahlrecht gewählt. Derzeit bilden GRAS, FEST, FLÖ und VSSTÖ die Exekutive.

 

Aufgabe der BV ist die bundesweite Vertretung der Studierenden, im Idealfall, die direkte Verhandlung mit den zuständigen Ministerien. Außerdem nimmt die Bundesvertretung Teile der Beratung und Serviceleistung der ÖH auf sich, indem sie Broschüren zu wichtigen Themen, wie Sozialleistungen und Diskriminierung produziert.