Bakk. - VO Steuern - Schratzenstaller

Bakk. - VO Steuern - Schratzenstaller

Postby grisy » 9. Sep 2011 20:10

Die Lehrveranstaltung kann als Wahlmodul Volkswirtschaftslehre im Bakkalaureatsstudium angerechnet werden und ist 4 ECTS wert. Prinzipiell sind keine Vorraussetzungen nötig (Abschluss der StEOP seit WS11. Mikroökonomie als Vorkenntnis kann nicht schaden). Dieser Bericht basiert auf dem Kurs aus dem Sommersemester 2011.

Der Kurs ist eine Vorlesung in der die Vortragenden, eine Steuerexpertin vom WIFO, mit Hilfe von Overheadfolien den Stoff vermittelt. Die Folien werden ex ante per Mail ausgeschickt und sind sehr ausführlich, was bedeutet, dass man nicht unbedingt mitschreiben muss, damit die Folien Sinn ergeben.

Zur Leistungsfeststellung dient eine Abschlussprüfung ,bei der aus 3 relativ umfangreichen Fragen 2 schriftlich in Essayform oder mittels Diagrammen und dazugehöriger Beschreibung zu beantworten sind.

Der Inhalt der LV erstreckte sich vom öffentlichen Sektor und Steuertheorie allgemein, Einkommensteuer, Unternehmensteuer, vermögensbezogenen Steuern und internationale Aspekte der Besteuerung. (Da ich bereits zweimal gefragt wurde: nein, man lernt nicht, wie man seine Einkommensteuererklärung macht, sondern beschäftigt sich hauptsächlich mit dem gegenwärtigen Steuersystem Österreichs und wie einzelne Steuern zu rechtfertigen sind)

Nun zum subjektiven Eindruck:
Die Lehrveranstaltung bietet gemeinsam mit dem Staatsausgaben-Kurs im Wintersemester die einzige Möglichkeit an unserem Institut etwas mehr im Bereich der Finanzwissenschaften zu erfahren. Die Vorlesung wurde an etwa 5 Terminen jeweils ein paar Stunden geblock angeboten. Die Vortragende schaffte es sehr gut, den Stoff und auch über die Slides hinaus zu vermitteln. Die Athmosphäre war sehr angenehm, zum einen, da nur wenige die Vorlesung tatsächlich besuchten obgleich der hohen Anmeldungszahl, zum anderen war die Vortragende sehr angenehm und darum bemüht alle Fragen zu beantworten und auch vom Thema etwas abzuweichen, wenn dies notwendig war. Zu Beginn, wie auch die Lehrende selbst immer darauf hinwies, wird hauptsächlich trockene Theorie durch genommen, um sich finanzwissenschaftliches Vokabular anzueignen und spätere Vorlesungen zu verstehen. Später wurde die Vorlesung durchaus viel interessanter, jedoch kann sich die 3-stündige geblockte Vorlesung als sehr anstrengend erweisen, da doch viel Stoff vorgetragen wird.

Bezüglich des Schwierigkeitsgrades liegt es an jedem selbst, wie oft die Vorlesung besucht wird und wie viel man lernt. Es handelt sich um eine klassische Vorlesung, was bedeutet, man lernt einiges auswendig und muss dann damit bei der Prüfung argumentieren können. Es können also durchaus Fragen kommen, die man aus eigener Perspektive beantworten muss, wie zum Beispiel irgendeine Steuer zu bewerten sei.

Fazit: Der Kurs ermöglicht es einem Steuerlehre und das Steuersystems aus volkswirtschaftlicher Perspektive zu betrachten. Wer jemals als Politikberater oder anderweitig in der österreichischen Realität mitmischen will, sollte unbedingt diese Vorlesung besuchen.
grisy
 
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