ob die Uni das Richtige ist oder nicht

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ob die Uni das Richtige ist oder nicht

Beitragvon zizzyy » 19. Oktober 2011, 20:53

Liebe Mitstudierende!

Ich befinde mich zurzeit wieder in einem Demotivationsloch....
Habe letztes Jahr mit Anglistik begonnen... Bin jetzt im 3. Semester, aber habe noch keine ECTS Punkte... Ich wollte dem ganzen diesmal ein Ende setzen und immer brav zur Uni gehen, lernen und Prüfungen schreiben...aber es ist nicht so... jetzt kommts wieder hoch... Ist die Uni eigentlich das Richtige für mich? Auch wenn ich faul bin, vllt ist die Uni einfach nicht das Richtige für mich...... Vllt brauch ich einen festen Rahmen, ein Klassenformat, geregelte Zeiten.. wie in der Schule.. das Blöde ist, mir gefällt Anglistik... und in der Richtung gibt es eigentlich kein Kolleg.... Aber irgendwie denk ich mir... regelmäßig zur Vorlesung gehen schaff ich nicht... manchmal versteh ich auch nicht, was durchgenommen wird.. dann das Nacharbeiten und in den Lernstoff hineinkommen und es verstehen.. und dieses Mitschriften von anderen organisieren dass man das bekommt per Mail oder so und in diesem großen Uniding und Chaos sich zurechtzufinden und irgendwie den Stoff zu lernen und alles allein im großen und ganzen, ich denk mir, das ist irgendwie nicht so meins.... hab 3 Prüfungen aus der STEP geschrieben aber nicht bestanden... aber ich weiß ich hab zu wenig gelernt....

Vorher war ich schon bei einem anderen Studium und ich war nicht wie jetzt.... vllt waren die Prüfungen auch einfacher... Ich bin immer zur Uni gegangen, ich habe sämtliche Prüfungen gemacht... Nur scheiterte es an einem wichtigen Eingangstest.....

Weiß nicht, was jetzt mit mir los ist..... Ich mag das Studium, aber irgendwie komm ich nicht weiter wirklich dafür etwas zutun... und ich meine so richtig.... ich find das dumm.. in der Schule hatte man viel mehr Fächer... jetzt in der STEP oder ja n eu StEOP sind es 4 Fächer und ich schaff nicht mal das??? Aber ja ok, vom Lernstoff ist es nicht mit der Schule zu vergleichen.. aber ist das nicht irgendwie lächerlich.... Kann man sich nicht einfach motivieren, sich das irgendwie alles selbst organisieren und dann für die Prüfungen lernen? ..... -.-

Wann merkt man, ob die Uni n i c h t das Richtige für einen ist und es nicht (nur) an Faulheit liegt? Außerdem, hatte mal von euch jemand schon das Gefühl keine Lust mehr zu haben zu lernen? ? Aber wenn ich mir denk, dass ich dann nur irgendwas anfange auf Teil- oder Vollzeit zu arbeiten und mich nicht mehr weiterbilde, wär ich auch nicht so glücklich, würd mich irgendwie leer fühlen ohne gar nix.. die Uni ist wiederum irgendwie ein zu großer Brocken und durchs Arbeiten werd ich vllt mal disziplinierter......
Echt komisch.. in der AHS hab ich es auch bis zur Matura geschafft und jetzt bin ich total unfähig oder abnormal faul oder demotiviert geworden...kA.....

vllt kann mir jemand helfende Worte dazu sagen...
Lg
zizzyy
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Re: ob die Uni das Richtige ist oder nicht

Beitragvon historische.sprachen » 20. Oktober 2011, 08:10

Wenn Dir Anglistik-Vorlesungen schwierig vorkommen, liegts möglicherweise am Vortrag. Über diese Studienrichtung habe ich noch nie was Gutes gehört. Sprich aber erst mal mit der Studienrichtungsvertretung. Und geh auch zur Beratungsstelle für Studierende in der Lederergasse.
BA mit Schwerpunkt Antikes Nordafrika, MA-Student mit Schwerpunkt Altorientalistik und Pädagogik
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Re: ob die Uni das Richtige ist oder nicht

Beitragvon AngelikaR » 20. Oktober 2011, 08:43

@zizzy
Ja, was passiert denn, wenn du mal mit dem Studium aufhörst? Gar nichts! Du klingst noch sehr jung und insofern stehen dir noch viele Wege offen.

Wie fühlt sich folgendes an für dich? Du unterbrichtst jetzt mal und meldest dich ab. Dafür suchst du dir Arbeit, arbeitest ein paar Jahre lang, machst dich selbsterhaltungsfähig und unabhängig. (Du kannst in dieser Zeit aus reinem Interesse trotzdem VOs besuchen, halt ohne Prüfung.)
Und irgendwann, wenn es dir leichter fällt, inskribierst halt wieder. Dann hast erstens schon deine wirtschaftliche Unabhängigkeit und zweitens vielleicht mehr Selbstdisziplin und -organisation! Dann kannst dein Hobby zum Studium machen.

Es ist nicht jedermanns Sache, nach 12 Jahren Schule gleich noch 4-6 Jahre Abhängigkeit und Lernverpflichtung anzuhängen - zumal die jetzigen Studienbedingungen gem. Bologna noch verschulter sind als früher...
Das ist keine Charakterschwäche, man sollte sich nur kennen und dazu stehen...

Zum Beispiel mein Weg (geb. 1970):
Matura mit 19, dann erfolgloses Herumstudieren und Jobben bis 22. Dann aufgehört und in einen Beruf eingestiegen. Nicht mehr ans Studieren gedacht. Mit 34 inskribiert und in Mindesstudienzeit begeistert ein Studium (mein Hobby!) durchgezogen. Jetzt bin ich 40 und bestbezahlte Akademikerin.

Zum Beispiel der Weg meiner Mutter (geb. 1944):
Mit 19 geheiratet, dann alleinerziehende Mutter und berufstätig. Als die Kinder (auch ich) draußen waren, hat sie mit 50 die Matura gemacht (Maturaschule) und mit 55 war sie Magister! Sie arbeitet nun seit der Sponsion in ihrem Traumberuf, den sie seit Kindheit hatte: Archäologin, Ur- und Frühgeschichte.

Zum Beispiel der Weg meines Mannes (geb. 1961):
Fachschule bis 18, dann BH und dann Einstieg in den erlernten Beruf. Heirat und Kinder bekommen, berufliches Fortkommen und Gehalt war existenziell notwendig. Nun studieren die Kinder schon und der Papa hat mit 48 inskribiert (Studienberechtigungsprüfung!) und jetzt den 1. Abschnitt Jus fertig. Mit etwa 55 wird er fertig sein und den Mag. beruflich verwerten können.

Es gibt viele Wege! Man muss nur den wählen, der einem entspricht und sich nicht von Einflüsterern (Kollegen, Familie, Partner, Gesellschaft...) beeinflussen lassen. Go for it!
Soziologie studierender PoWi-Mag.
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Re: ob die Uni das Richtige ist oder nicht

Beitragvon kirsche93 » 16. Januar 2012, 15:54

Mir gehts genauso, ich war in der schule voll gut und an der uni bring ich nichts mehr weiter... Mir fehlt die schule auch sehr und vor allem schulkollegen, an der uni bin ich sehr einsam. Ich glaube da wär eine fh oder ein colleg wirklich besser! Wenn dir anglistik gefälllt kannst du ja auch an der pädagogischen hochschule eine ausbildung zum englisch lehrer machen!
kirsche93
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