Absolvent_innen

Mag.a Astrid Dreßler, MA
Ursprungsdisziplin: Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Abschlussjahr: 2011
derzeitige Tätigkeit: selbstständig erwerbstätig als Texterin/Grafikerin, Studium Bioengineering am FH Campus Wien
Studienschwerpunkt: Analyse medialer Inszenierungen lesbisch/queerer Identitäten - meine Ursprungsdisziplin war mein Zugang zur Medienlandschaft, Gender Studies eine Möglichkeit, um Kategorisierungen kritisch zu überdenken
Was hat dir das Studium gebracht? Eine Horizonterweiterung, von der ich zu Beginn meines Studiums nicht einmal zu träumen gewagt habe, einen kritischen Blick über den heteronormativen Tellerrand hinaus und das Unvermögen, in sexistischen Alltagsszenarien wegzuhören.
Master Thesis: "Dildo, Peitsche, Latexhandschuh. Oder: Lesbische Sexualität auf dem Weg zu einem autonomen Standpunkt. Filmanalyse anhand von vier lesbisch/queeren Pornos."


Mag.a Dr.in Doris Liebwald, MA

Ursprungsdisziplin: Rechtswissenschaften
Abschlussjahr: 2011
derzeitige Tätigkeit: Ich bin derzeit im Rahmen einer Marie-Curie-Individualmaßnahme (FP7-PEOPLE-2010-IEF) als sog. "EU-Forscherin" mit dem Forschungsauftrag LingLaw an der Bergischen Universität Wuppertal beschäftigt http://www.linglaw.eu/
Was hast dir das Studium gebracht? Viele neue Betrachtungsweisen und einen geschärften Blick.
Aktuelle Publikation: Geschlechterquoten, Regelungen in Österreich und in der EU mit Schwerpunkt auf Österreichs Universitäten. Wien, Graz: Neuer Wissenschaftlicher Verlag, Graz 2011. Bestellmöglichkeit und Inhaltsverzeichnis gibt es hier.
Homepage: http://www.liebwald.com/

Marina Tomic, MA
Ursprungsdisziplin: Sozialpädagogik/Soziale Arbeit (Dipl.-Sozialpädagogin (FH))
Abschlussjahr: 2010
Derzeitige Tätigkeit: Universitätsassistentin am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien. Promotion zum Thema: Ökonomisierung der Bildung.
Was hat dir das Studium gebracht? Die „Gender-Brille“. Das Studium hat mir in gewissen Dingen „die Augen geöffnet“, meinen Horizont erweitert, mich zum Nachdenken gebracht, meine Standpunkte verrückt, mein Selbstbewusstsein gestärkt, … mich nachhaltig in meinem Denken und Forschen beeinflusst – durch inspirierende Vorlesungen und großartige Lehrende (ich denke insbesondere an feministische Ökonomie und Legal Gender Studies). Politische Implikationen weiblicher Biographien, Gerechtigkeit und die sog. „Ökonomisierung“ des Sozialen sind Themen, die mich nach wie vor faszinieren und beschäftigen. Auch Kolleginnen und FreundInnen, die ich während des Studiums kennen und schätzen gelernt habe, sind bis heute ein bedeutsamer Teil meines beruflichen und privaten Lebens. Alles in allem war das Studium eine großartige Herausforderung und eine für mich sehr wertvolle Zeit.
Aktuelle Publikation: Gender Mainstreaming in der EU - wirtschaftlicher Mehrwert oder soziale Gerechtigkeit. Wiesbaden: VS Verlag.
Link zum Bestellen des Buchs: http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-18358-9/Gender-Mainstreaming-in-der-EU.html

Grit Höppner, MA
Ursprungsdisziplin: Sozialarbeit/Sozialpädagogik
Abschlussjahr: 2010
derzeitige Tätigkeit: Universitätsassistentin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie/Professur Gender Studies, Universität Wien. Promoviere derzeit zum Thema: Schön sein im Alter.
Was hat dir das Studium gebracht? Einen kritischeren Blick auf scheinbare wissenschaftliche Objektivität und auf (oft unhinterfragte) gesellschaftliche Normensysteme, Stereotypisierungen und Zuschreibungen.
Publikation: Alt und schön. Geschlecht und Körperbilder im Kontext neoliberaler Gesellschaften. VS Verlag Wiesbaden, 2011.

Beatrice Fischer, MA
Was ist deine Ursprungsdisziplin? Ich habe das Bakkalaureatstudium Übersetzen und Dolmetschen (mit den Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch) am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien im Jahr 2006 absolviert. Darauf aufbauend habe ich sowohl im Masterstudium Dolmetschen und im Masterstudium Gender Studies studiert und beide Studien abgeschlossen. Meine Ursprungs- und Hauptdisziplin ist also die Translationswissenschaft, wobei ich die Gender Studies nicht ganz abgekoppelt davon verstehe. Vielmehr bedeutet die Kombination beider Disziplinen einen Mehrwert für meine wissenschaftliche Arbeit.
Abschlussjahr: 2009

Konntest du deine Ursprungsdisziplin mit Gender Studies erweitern oder hast du dich neu spezialisiert? Durch Gender Studies hatte ich die Möglichkeit, den Zugang zur Translationswissenschaft zu erweitern und Anknüpfungspunkte zwischen den beiden Disziplinen zu finden. Aus der Kombination von Translationswissenschaft und Gender Studies hatte ich bereits einen wertvollen Gewinn beim Verfassen meiner Masterarbeit, und auch mein Dissertationsthema ist durch eine Verbindung meiner zwei Disziplinen entstanden.
Was machst du jetzt? Seit Jänner 2010 arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Translationswissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz und schreibe im Rahmen dieser Stelle meine Dissertation.
Was hat dir das Studium gebracht? Auf fachlicher Ebene hat das Studium mein kritisches Denken gefördert und meinen Horizont in Bezug auf Geschlechterfragen erweitert. Zudem hat es mir einen tieferen Einblick in feministische und queere Forschungsfelder ermöglicht, die für meine aktuelle Forschung von zentraler Bedeutung sind. Auf persönlicher Ebene war das Studium eine gute Plattform für den Austausch mit anderen feministisch denkenden und gesellschaftskritischen Studierenden.
Titel Masterthesis:
Gender und Translation: Theorie und Empirie der Geschlechter- und Machtverhältnisse in der translatorischen Ausbildung

Dipl.Päd.in Petra Tinkhauser, BSc, MA
Ursprungsdisziplinen:Psychologie (Bachelor), Lehramt für Hauptschulen in den Fächern Englisch und Leibeserziehung
Abschlussjahr: 2009
neben ihrere Tätigkeit als Lehrerin, studiert und arbeitet sie an der Alpen-Adria-Universität
Was hat dir das Studium gebracht? In meinen Forschungsarbeiten und Projekten beschäftige ich mich verstärkt mit queer-feministischer Pädagogik und Psychologie.
Master Thesis: „Dekonstruktive Pädagogik – Paradigmenwechsel im Umgang mit Identitäten, Geschlechtern und Sexualitäten“

Mag.a Laura Dobusch, BA MA
Ursprungsdisziplinen: Soziologie (Bachelor) und Internationale Entwicklung (Diplomstudium)
Abschlussjahr: 2009
promoviert derzeit am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München
Was hat dir das Studium gebracht? Gender Studies ist sehr vielfältig, besonders wichtig erscheint mir die erkenntnistheoretische Reflexion der Mainstream-Wissenschaften
Titel Master Thesis: "Eine Frau wird eine Frau bleibt eine Frau" - Geschlechterkonstruktionen in der öffentlichten Entwicklungszusammenarbeit Österreichs von 1995 bis 2005.

 MMag.a Hildegard Steger-Mauerhofer
Ende Juni 2006 hab ich mein Studium der Politikwissenschaft abgeschlossen. Meine Diplomarbeit beschäftigte sich mit dem Thema „Die partnerschaftliche Teilung der Versorgungsarbeit“. Dieses Thema hat mich schon interessiert als ich noch im Renner-Institut für die frauenpolitische Arbeit verantwortlich war. In dieser Zeit fand eine von der damaligen Frauenministerin Helga Konrad gestartete Kampagne statt, die „Halbe/Halbe“ in der Partnerschaft zum Ziel hatte und gleichzeitig in eine Gesetzesinitiative münden sollte. Ich habe diesen politischen Diskussionsprozess in meiner Diplomarbeit behandelt, welche unter dem Titel „Halbe/Halbe – Utopie Geschlechterdemokratie?“ 2007 im Milena-Verlag erschienen ist.
Durch das Studium Gender-Studies von 2006 bis 2008 habe ich mich weiter intensiv mit den Geschlechterverhältnissen befasst. Konsequenter Weise untersuchte ich in meiner Gender-Studies-Diplomarbeit die Anwendung der seit 2000 bestehenden Gesetzeslage im ABGB und im Eherecht zur partnerschaftlichen Teilung der Haus- und Versorgungsarbeit. Darin habe ich 15 Scheidungsurteile analysiert. Diese Arbeit mit dem Titel „Das Geschlechterbild in Scheidungsurteilen von österreichischen RichterInnen“ zeigt auf, dass die Umsetzung gesetzlicher Normen in der Rechtspraxis einerseits eine gewisse Zeit beansprucht und andererseits auch Werthaltung und Selbstverständnis von Richterinnen und Richtern die Spruchpraxis beeinflussen.
Im Laufe meines Gender-Studiums habe ich mit zwei Studienkolleginnen einen Frauenstudienzirkel initiiert, der im Herbst 2011 bereits in den 5. Jahrgang geht. Dieser Frauenstudienzirkel beschäftigt sich mit den historischen und aktuellen Frauenthemen. Eine Gruppe von bis zu 12 Frauen trifft sich vierzehntägig im Frauen- und Kommunikationszentrum „ega“ in der Windmühlgasse 26 im 6. Bezirk. Informationen darüber sind auf der homepage www.frauenstudienzirkel.net abrufbar.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner politischen Arbeit ist eine Referatstätigkeit zu Fragen der Geschlechtergleichstellung. Dazu arbeite ich auch an laufenden Projekten.

Mag.a Dr.in Evelyn Dürmayer, MA
Ursprungsdisziplin: Rechtswissenschaften und Romanistik
Abschlussjahr: 2009
Was hat dir das Studium gebracht: meine Sensibilisierung wurde durch die Gender Studies verstärkt. In meiner Tätigkeit als Rechtsanwältin und als Vertreterin der Internationalen Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen bei den Vereinten Nationen in Wien beziehe ich mein gegendertes Wissen mit ein.
derzeitige Tätigkeit: Derzeit  bereite eine Dissertation auf der Romanistik vor, in dem ich alle meine Disziplinen verbinde.
Master Thesis: In meiner Master Thesis "Frauen beraten Frauen (Wien) und Paula Panke (Berlin) ein Vergleich" rekonstruierte  ich  bei diesen zwei Frauenzentren die Schwerpunkte Entwicklung im jeweiligen historischen, sozialen und kulturellen Kontext, sowie Finanzierung und Rechtsberatung.