Mit diesem Slogan setzten am 6. Juli 2010 Studierende der Kultur- und Sozialanthropologie vor dem Rektorat der Universität Wien ein Zeichen, um auf die prekäre Betreuungssituation von Diplomarbeiten an ihrem Institut aufmerksam zu machen. Die Diplomarbeit ist die wissenschaftliche Abschlussarbeit für das Diplomstudium.
Mit zwei großen Transparenten stellten sich die Studierenden vor dem Eingang des Rektorats auf. In einem Müllsack überreichten sie einem Vertreter des Rektorats symbolisch Diplomarbeitskonzepte von Studierenden, die noch keine/n Betreuer/in gefunden haben.
Anlass für diese Aktion waren erneut gescheiterte Verhandlungen punkto Diplomarbeitsbetreuung mit dem Rektorat. Zurzeit studieren 1.024 Studierende im Diplomstudium Kultur- und Sozialanthropologie. Von den zehn vollbeschäftigten Internen am Institut nehmen bloß sieben neue Diplomarbeiten an. Befristete und für einzelne Lehraufträge angestellte Externe haben in den letzten Jahren einen Großteil der Diplomarbeiten betreut. Seit Jänner dieses Jahres betreuen sie keine neuen Diplomarbeiten, solange ihre Arbeit nicht entsprechend honoriert wird. Dieser „Betreuungsstopp“ verschärft die Lage für die Studierenden am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie. Zusätzlich rinnt ihnen mit dem Auslaufen des Diplomstudienplans – Stichwort Bologna-Prozess – im November 2012 sprichwörtlich die Zeit davon.
Die Studierenden forderten mit dieser Aktion ehestmöglich eine adäquate finanzielle Abgeltung von Betreuung durch Externe und mittelfristig eine signifikante Aufstockung des internen Personals.
Pressemitteilung der Studierenden der Kultur- und Sozialanthropologie vom 6. Juli 2010

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