„Jedes Jahr Nie Wieder! – Der Wiener Akademikerball“ ein Informationsfilm

 „Jedes Jahr Nie Wieder! – Der Wiener Akademikerball“
ein Informationsfilm von Paul Buchinger und David Pichler
Wien, 2015
Im Film „Jedes Jahr Nie Wieder!“ beschäftigen sich Paul Buchinger und David Pichler mit der aktuell wohl umstrittensten Veranstaltung des Landes, dem von der FPÖ organisierten Wiener Akademikerball (ehemals WKR-Ball für „Wiener Korporationsring“). Beleuchtet werden die wichtigsten Perspektiven direkt und indirekt beteiligter Konfliktparteien. Die Macher begleiten dabei die ProtagonistInnen dieser Nacht und befragen überdies in der Öffentlichkeit stehende Personen aus Politik, Kultur und Wissenschaft zu deren persönlicher Wahrnehmung rund um den Ball bzw. dessen Gegenproteste. Der Film folgt einem chronologischen Ablauf von der Anti-Akademikerball-Demonstration 2014 bis zu jener im Jahr 2015. In den Fokus rückt dabei der dubiose Fall des verurteilten Demonstranten Josef S. mitsamt seiner rechtlichen und rechtsstaatlichen Komponente, sowie der Umgang der österreichischen Justiz mit einer antifaschistisch-engagierten Zivilgesellschaft. Speziell die ausufernde mediale Gewaltdebatte wird analysiert: Warum reagiert die österreichische Gesellschaft und ihr Boulevard derart sensibel auf linke Proteste? Wer organisiert die Anti-Akademikerball-Proteste und wie kooperieren die Bündnisse untereinander? Der Zielscheibe des jährlichen Protests auf den Grund gehend, widmen wir der ältesten österreichischen Verbindung, der Wiener akademischen Burschenschaft „Libertas“ ein größeres Portrait, in dem sowohl die Ideologie von schlagenden Verbindungen, als auch deren politische Einflussnahme auf die FPÖ beleuchtet werden sollen. Am Ende soll der zugespitzte Konflikt im Wiener Akademikerball respektive seiner Gegendemonstration 2015 kulminieren.

 

 

 

 

 

 

Buchpublikation über soziale Akteur_innen in El Alto, Bolivien

Projektbeschreibung “Movimientos sociales en El Alto, La Paz, Bolivia”, Buchpublikation über soziale Akteur_innen in El Alto, Bolivien Autor_innenkollektiv wayutasiña Projektbeschreibung und Zielsetzung: Das Buch/die Publikation soll verstanden werden als ein Einblick in die Arbeit von sozialen Akteur_innen in El Alto, Bolivien. Als soziale Akteur_innen werden Menschen verstanden, die sich aktiv dem sozialen Wandel verpflichtet haben und/oder progressiv-emazipatorische Ideeen vertreten (Sozialarbeiter_innen, autonome Kollektive, Kulturzentren, linke Musiker_innen/Künstler_innen, Nachbarschaftbewegungen (Aynis, Ayllus) etc.) und im weitesten Sinne dem Graswurzel-Ansatz zuzuordnen sind. (Ausschlusskriterien sind: (vollkommene) Regierungsabhängigkeit, komplett hierarchische Organisation und Auslandsabhängigkeit wie z.B. Kulturzentren, die von nicht-alteñ@s (Anm.: Bewohner_innen El Altos) geleitet werden). Mittels Interviews, Gesprächen, Diskussionsrunden und einer Fotoreportage soll der jeweilige Ansatz der einzelnen Akteur_innen dargestellt werden. Die Publikation soll in erster Linie die Interviews und Fotos beinhalten. Eine theoretische (und geschichtliche) Kontextualisierung soll das Buch abrunden. Das Autor_innenkollektiv versteht sich nicht als Sprachrohr für die Akteur_innen in El Alto, sondern als Teil von sozialen Bewegungen und als unabhängige Gruppe, die einen Einblick in die Kämpfe in Bolivien geben möchte. Darüber hinaus versteht sich das Projekt auch als Fortführung eines Austausches zwischen bolivianischen und europäischen politischen Aktivist_innen. Nach dem Projekt „Artopia“, welches im Sommer 2014 eine Vortragsreise mit Bolivianer_innen in Deutschland realisiert hat, soll dieses Vorhaben nun auf theoretischer Ebene die sozialen Kämpfe in Bolivien behandeln und gleichzeitig die sozialen Kämpfe in Österreich (und Europa) mitdenken bzw. einen Austausch zwischen den Aktivist_innen aus den verschiedenen Ländern darstellen. Letzteres soll nicht zuletzt durch die Veröffentlichung des Buches, eine Fotoausstellung und Vorträge in Österreich und Deutschland sichergestellt werden. Das Autor_innenkollektiv wayutasiña besteht aus österreichischen, deutschen und bolivianischen Studierenden, die sich durch ihre politische Arbeit kennengelernt haben. Das Projekt kann auch verstanden werden als eine Form von kollektiver (wissenschaftlicher) Arbeit, die grenzüberschreitend und interkulturell realisiert wird. Unserer Meinung nach hat das Projekt eine studentische Relevanz, weil Personen mit universitärem Hintergrund an der Ausführung beteiligt sind und die sozialen Kämpfe, die sie zusammengeführt haben, zu einem Großteil in einem universitären Kontext begonnen haben.   Bei der Erstellung aller Materialien für die Publikation wird wert darauf gelegt die Porträtierten und ihre Sichtweisen in den Mittelpunkt zu stellen. Daher wird die theoretische und geschichtliche Kontextualisierung von Aktiven vor Ort verfasst. Ebenso werden für die Fotoreportage Einwegkameras beschafft und an alle Interviewpartner_innen verteilt, damit diese ihre Lebensrealität abbilden und einfangen können. Dies ist eine Teilstrategie des Projekts um exotisierende Darstellungsweisen zu vermeiden

Initiative für Frauen* auf der Flucht

Wir, die Initiative für Frauen* auf der Flucht, organisieren im Herbst 15 und Winter 16 eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Frauen*spezifische Fluchtgründe“. Bezugnehmend zur aktuellen Situation geflüchteter Frauen* wollen wir auf die problematische Lage hinweisen. Frauen*spezifische Fluchtgründe sind nach wie vor nicht in der Genfer Flüchtlingskonvention und im österreichischen Asylsystem verankert. Frauen*handel, genitale Verstümmelung, Zwangsheirat, (Mädchen-)Prostitution und Vergewaltigungen etc. werden im Asylverfahren nicht miteinbezogen.

Mit der Veranstaltungsreihe möchten wir diese Problematik sichtbar machen und Öffentlichkeit schaffen. Wir wollen einen informativen Rahmen schaffen, der es Studierenden, Aktivist*innen, Supporter*innen und Betroffenen ermöglicht, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Es werden u.a. Vorträge zu folgenden Themen stattfinden: FGM, Zwangsheirat, Sexwork, Zwangsprostitution, Menschenhandel. Die Veranstaltungsreihe wird am 6. Februar 2016 mit einer gemeinsamen Demonstration zum Internationalen Tag gegen FGM enden.

Frauen*projekte

Die Frauen*projekte werden von einem kleinen Kollektiv engagierter Studentinnen* organisiert. Die Idee der Frauen*projekte ist es im Rahmen von Workshops, in denen Frauen* gemeinsam mit Trainer_innen* an wissenschaftlichen Texten und/oder Diplomarbeit arbeiten können, aktiv gegen die immer noch vorHERR*schenden Strukturen der Universitäten gegenzusteuern.

mehr Infos: http://frauenprojekte.bagru.at/index.html

unabhängiges Tutoriumsprojekt

Das unabhängige Tutoriumsprojekt, welches den Rahmen für selbstorganisierte Tutorien an österreichischen Hochschulen bietet, organisiert vom 29.05.- 1.06.2014 einen viertägigen Tutor*innenkongress in Bad Ischl.
Der Kongress richtet sich explizit an Studierende und ermöglicht die Auseinandersetzung mit unipolitischen Belangen.

mehr Infos: https://tutpro.diebin.at/index.php/Hauptseite

HAUS FÜR FLÜCHTLINGE VOM PROTEST CAMP VIENNA

Im Rahmen des „Refugee Protests“ in Wien wurde nun ein eigenes Haus im 22. Bezirk in Wien gefunden. Das bedeutet das ein weiteres Zeichen für ein gerechtfertigtes Bleiben!

Ein eigenes Haus zu haben bedeutet eine Vergrößerung unserer Entscheidungsspielräume und die Kontrolle über einen wichtigen Teilbereich des Lebens wieder gewonnen zu haben. Die Refugees sind nun unabhängig von Institutionen, welche im Allgemeinen für Asylwerberheime zuständig sind und können ihren Alltagsleben selbstständig und selbstbestimmt führen.

Das Haus steht in einem Wohngebiet, das fast ausschließlich nur von ÖsterreicherInnen besiedelt ist. Dies gibt die Chance gegen Vorurteile und Rassismus anzukämpfen und kulturellen Austausch zu fördern. Angefangen mit einem Einstandsfest, bei dem sehr viele NachbarInnen anwesend waren, gibt es seitdem regelmäßige Kontakte durch Besuche und Gespräche auf der Straße und im Supermarkt. Gemeinsame Projekte sind in Planung!

Wohnorte, die von Flüchtlingen selbstverwaltet werden, bieten die Möglichkeit, Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Mehrfachidentitäten zu stärken!

Kaleidoskop

Das Kaleidoskop ist ein Raum, der seit sieben Jahren besteht. Hier finden
Treffen, Workshops, Plena, Parties, Filmabende und vieles mehr statt. Im
Mittelpunkt soll dabei immer der politische Austausch stehen. Wichtig ist
uns die Zugänglichkeit auch für Menschen, die gesellschaftlich
benachteiligt werden, deshalb sind unsere Ansprüche Antisexismus,
Antirassismus, Antiheteronormativität und Antifaschismus, wir sind
kapitalismuskritisch und lehnen Lohnarbeitsverhältnisse und Fixpreise ab.
Für viele Studierende ist es ein Ort, an dem sie sich über die
gesellschaftliche Relevanz ihres erworbenen Wissens austauschen und über
die universitäre Bubble hinaus schauen können.

Das Dolmetsch-Equipment-Kollektiv „BLA“

Das Dolmetsch-Equipment-Kollektiv „Bla“ ist eine Gruppe von Studierenden und Nicht-Studierenden aus unterschiedlichen europäischen Ländern, welche technische Infrastruktur für selbstorganisiertes Dolmetschen bei transnationalen Treffen bereitstellt. Wir verstehen Sprache und die Möglichkeit gehört werden zu können als Macht und wollen Privilegien die durch Machtungleichgewichte entstehen überwinden, indem es Menschen ermöglicht wird sich in einer Sprache auszudrücken in der sie sich wohl fühlen dies zu tun. Des Weiteren geht es darum diese Technologie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, vor allem Menschen die nicht über ökonomische Ressourcen verfügen um sich, meist teures, professionelles Equipment zu leihen.

 

Reclaim the Fields

Reclaim the Fields ist eine Konstellation von Menschen
und kollektiven Projekten, die bestehende Konzepte von
kapitalistischer Landwirtschaft infrage stellen und die
Kontrolle über die Lebensmittelproduktion
zurückgewinnen möchten. Im Rahmen des Netzwerks
können kleinstrukturierte, lokale Alternativen zur
kommerziellen Landwirtschaft sich austauschen. Die
regelmäßig stattfindende Versammlungen und Camps
dienen der Vernetzung lokaler Projekte und globaler politischer Kämpfe.rtf

Buchprojekt: „Die Nahrungsunsicherheit Subsahara Afrikas im Fokus – Politisierungsversuch einer Langzeitkrise“

Diplomarbeit der Politikwissenschaft

von Philipp Salzmann

Inhalte: In meinem Buch wird der Frage nachgegangen, inwiefern innerhalb des neoliberalen Nahrungssystems im postkolonialen Subsahara Afrika Nahrungsunsicherheit entsteht. Dabei soll insbesondere folgendes Paradoxon des derzeitigen Nahrungssystems beleuchtet werden: Menschen, die an Hunger leiden, leben zum Großteil im ländlichen Raum und sind meist selbst ProduzentInnen von Nahrung. D.h. es werden Enteignungs- und Entmächtigungsmechanismen und –dynamiken von KleinbäuerInnen identifiziert, welche deren Nahrungsunsicherheit hervorrufen.