Buchpublikation über soziale Akteur_innen in El Alto, Bolivien

Projektbeschreibung “Movimientos sociales en El Alto, La Paz, Bolivia”, Buchpublikation über soziale Akteur_innen in El Alto, Bolivien Autor_innenkollektiv wayutasiña Projektbeschreibung und Zielsetzung: Das Buch/die Publikation soll verstanden werden als ein Einblick in die Arbeit von sozialen Akteur_innen in El Alto, Bolivien. Als soziale Akteur_innen werden Menschen verstanden, die sich aktiv dem sozialen Wandel verpflichtet haben und/oder progressiv-emazipatorische Ideeen vertreten (Sozialarbeiter_innen, autonome Kollektive, Kulturzentren, linke Musiker_innen/Künstler_innen, Nachbarschaftbewegungen (Aynis, Ayllus) etc.) und im weitesten Sinne dem Graswurzel-Ansatz zuzuordnen sind. (Ausschlusskriterien sind: (vollkommene) Regierungsabhängigkeit, komplett hierarchische Organisation und Auslandsabhängigkeit wie z.B. Kulturzentren, die von nicht-alteñ@s (Anm.: Bewohner_innen El Altos) geleitet werden). Mittels Interviews, Gesprächen, Diskussionsrunden und einer Fotoreportage soll der jeweilige Ansatz der einzelnen Akteur_innen dargestellt werden. Die Publikation soll in erster Linie die Interviews und Fotos beinhalten. Eine theoretische (und geschichtliche) Kontextualisierung soll das Buch abrunden. Das Autor_innenkollektiv versteht sich nicht als Sprachrohr für die Akteur_innen in El Alto, sondern als Teil von sozialen Bewegungen und als unabhängige Gruppe, die einen Einblick in die Kämpfe in Bolivien geben möchte. Darüber hinaus versteht sich das Projekt auch als Fortführung eines Austausches zwischen bolivianischen und europäischen politischen Aktivist_innen. Nach dem Projekt „Artopia“, welches im Sommer 2014 eine Vortragsreise mit Bolivianer_innen in Deutschland realisiert hat, soll dieses Vorhaben nun auf theoretischer Ebene die sozialen Kämpfe in Bolivien behandeln und gleichzeitig die sozialen Kämpfe in Österreich (und Europa) mitdenken bzw. einen Austausch zwischen den Aktivist_innen aus den verschiedenen Ländern darstellen. Letzteres soll nicht zuletzt durch die Veröffentlichung des Buches, eine Fotoausstellung und Vorträge in Österreich und Deutschland sichergestellt werden. Das Autor_innenkollektiv wayutasiña besteht aus österreichischen, deutschen und bolivianischen Studierenden, die sich durch ihre politische Arbeit kennengelernt haben. Das Projekt kann auch verstanden werden als eine Form von kollektiver (wissenschaftlicher) Arbeit, die grenzüberschreitend und interkulturell realisiert wird. Unserer Meinung nach hat das Projekt eine studentische Relevanz, weil Personen mit universitärem Hintergrund an der Ausführung beteiligt sind und die sozialen Kämpfe, die sie zusammengeführt haben, zu einem Großteil in einem universitären Kontext begonnen haben.   Bei der Erstellung aller Materialien für die Publikation wird wert darauf gelegt die Porträtierten und ihre Sichtweisen in den Mittelpunkt zu stellen. Daher wird die theoretische und geschichtliche Kontextualisierung von Aktiven vor Ort verfasst. Ebenso werden für die Fotoreportage Einwegkameras beschafft und an alle Interviewpartner_innen verteilt, damit diese ihre Lebensrealität abbilden und einfangen können. Dies ist eine Teilstrategie des Projekts um exotisierende Darstellungsweisen zu vermeiden