KSA-Projekte

Wenn du zu einem Projekt mehr Infos haben willst oder bei einem Projekt mitmachen willst, melde dich bei uns und wir leiten dich an entsprechende Kontaktpersonen weiter.


LLV – Lern-und Lehrveranstaltung

Wesentliches Anliegen dieser LLV ist aus eigenem Interesse und eigener Initiative das Potenzial für freie Gestaltung aller zu ermöglichen. Hierbei sollen Theorie und Praxis miteinander verknüpft werden. Somit ist die Methode der LLV auch ihr Inhalt, da sich aus dem partizipativen Umgang eigene Positionen und Handlungen durch die Eigendynamik der Teilnehmenden herauskristallisieren. D.h. Konzepte von Lehren und Lernen oder Lehren lernen bzw. Lernen lernen sollen mit einfließen und somit prozessorientiert im Sinne eines reflexiven Erfahrungsaustausches zu einer selbstorganisierten, eigenverantwortlichen Wissensaufarbeitung und -produktion beitragen. Pädagogische Konzepte werden kritisch hinterfragt und entsprechend angewendet. Methodische Grundlage ist somit der emanzipatorische Umgang mit Lernen und Lehren. Die Teilnehmenden sollen selbständig, in Gruppen oder einzeln, die wesentlichen Aspekte aufspüren, die dem zeitgenössischen Diskurs zum Thema innewohnen.

Die LLV fand im WS 16/17 zum 5ten mal statt. Du kannst dieses Seminar besuchen ohne Anmeldung. Alle dürfen teilnehmen. Es werden auch Leute gesucht die aktiv die Organisation der LLV mitgestalten wollen.


Paradigmata - Zeitschrift für Menschen und Diskurse
„PARADIGMATA betrachtet die Zusammenhänge der verschiedenen Facetten des menschlichen Lebens. Als Kind der Anthropologie ist sie eine Denkerin, eine bekennende Pluralistin, die sich mehr als nur einer Strömung verpflichtet fühlt und aus Kontroversen verschiedenster Disziplinen neue Perspektiven eröffnen will. Mensch liest sie gerne in den Ruhepausen des Lebens, um dadurch ihre Inhalte besser reflektieren zu können. Sie dient aber ebenso der Unterhaltung: durch so manche angriffslustige und sarkastische Kommentare ist sie beliebt, schreckt aber auch nicht davor zurück, sich unbeliebt zu machen. PARADIGMATA liefert eine Vielfalt an Perspektiven auf Gewöhnliches und Außergewöhnliches aus den – und jenseits der – Wissenschaften.“

Alles begann im Herbst 2006 mit dem Projekt „DIE MASKE. Zeitschrift für Kultur- und Sozialanthropologie“, welche von einem kleinen Team von Student_innen der Kultur- und Sozialanthropologie unter der Leitung von Norma Deseke gegründet wurde. Die erste Ausgabe erschien im Juni 2007 mit einer Auflage von 300 Stück und war schnell vergriffen. Sie wurde primär im universitären Rahmen verkauft und rezipiert und bewirkte hier ein großes Echo. Die weiteren Ausgaben, welche in höheren Auflagen produziert wurden, trugen dazu bei, dieMASKE auch außerhalb der Universität bekannt zu machen.

Nach einer kurzen Pause fand sich rund um die Zeitschrift ein neues Team im Oktober 2009 zusammen. Die Folge langer Diskussionen war eine komplette Neuorientierung des Projekts; und so entstand „PARADIGMATA – Zeitschrift für Menschen und Diskurse“. Die Namensänderung soll auf eine Öffnung der Disziplingrenzen der Kultur- und Sozialanthropologie hinweisen, um einen Dialog zwischen verschiedenen Ansätzen innerhalb der Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften zu eröffnen. Innerhalb dieser Diskussionen soll aber der Aspekt der Praxis, sowie das Erreichen einer breiteren Öffentlichkeit nicht verloren gehen. Damit ist die Zeitschrift eine kritische inter- und transdisziplinäre Plattform, die Themen fundiert, aber auch leicht verständlich darstellt. Das Zusammenspiel wissenschaftlicher, journalistischer, experimenteller und (foto-)graphischer Zugänge ermöglicht neue Perspektiven auf bestimmte Themen, aber auch auf das Verständnis von Wissenschaftlichkeit an sich.



Die ETHNOCINECA ist eine kultur- und sozialanthropologische Medienwerkschau, deren Interessensbereiche sich über drei Ebenen erstrecken.

  1. Die ETHNOCINECA möchte Menschen, die sich durch Film, Videos sowie Fotografie und anderen interaktiven Medien mit soziokulturellen Themen auseinandersetzen, Raum und Zeit zur Präsentation, Diskussion und Reflexion bieten.
  2. Die Erfahrungen, Zugangsweisen und Darstellungsformen der präsentierten medialen Ausarbeitungen sollen in weiterer Hinsicht mit WissenschafterInnen, AkademikerInnen, freien Filmschaffenden und den AkteurInnen der Filme selbst diskutiert und reflektiert werden.
  3. Die ETHNOCINECA bietet in Form von Workshops eine Lernplattform an, welche es allen Menschen ermöglichen soll, sich audiovisuelle Ausdrucksformen und Techniken anzueignen, um Ideen, Perspektiven und Sichtweisen in größeren gesellschaftlichen Kontexten erfassen, reproduzieren und darstellen zu können.

Die ETHNOCINECA ist somit eine Plattform für partizipative, interkulturelle Wissensvermittlung und –produktion im Bereich audiovisueller Medien.



In Österreichs Medien finden sich immer wieder Stereotype und Falschinformationen über als fremd empfundene Menschen, Gesellschaften, Religionen oder Regionen. Auch verschiedene diskriminierende Diskurse – zum Beispiel rassistische, sexistische, exotisierende – werden erzeugt und fortgeführt.

Die Kultur- und Sozialanthropologie, die sich mit dem Menschen als sozialem und kulturellem Wesen beschäftigt, hätte daher viel zum medialen Diskurs in Österreich zu sagen – und die Initiative „Teilnehmende Medienbeobachtung“ will hier aktiv werden.

Unser Ziel ist es, Medien kritisch zu beobachten, zu hinterfragen und zu kommentieren bzw. zu ergänzen. Mindestens alle zwei Wochen, bei Bedarf auch öfter, werden Beiträge zu verschiedenen Themen gestaltet, die hier veröffentlicht und den jeweiligen Medien als LeserInnenbriefe bzw. Gastkommentare zugesandt werden. Dadurch möchte die Initiative „Teilnehmende Medienbeobachtung“ problematische Medieninhalte nicht nur innerhalb eines akademischen Rahmens diskutieren, sondern direkt im öffentlichen Diskurs sichtbar machen.


Der Podcast Talking Anthropology verfolgt seit 2009 das Ziel anthropologische Themen einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Dazu werden Gespräche zwischen Expert_innen und dem Moderator aufgezeichnet und im Internet frei zur Verfügung gestellt. Der Themenauswahl liegt ein breites Verständnis der Anthropologie zu Grunde. Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungen werden genauso zum Thema gemacht, wie interessante Projekte oder aktuelle gesellschaftspolitische Ereignisse.

Jede Episode hat ein zentrales Thema, dem sie versucht in Umfang und Tiefe gerecht zu werden. Durch das einfache Zuhören soll auch ein Einstieg in ein fremdes Themenfeld leicht gemacht werden. In jeder Episode werden auch die Menschen vor dem Mikrophon vorgestellt, ihre Auswahl basiert auf ihrer empirischen Praxis und ihrem fachlichem Hintergrund.

Hinter Talking Anthropology steckt Thomas Lohninger. Ich habe am Anfang meines Studiums vergeblich einen anthropologischen Podcast gesucht und mich dann dazu entschlossen selbst einen zu starten. Die Homepage, Themenauswahl, Interviewführung und Post-Produktion liegt in meinem Aufgabenbereich.