Bloccupy Frankfurt

Bloccupy FrankfurtVom 16-19. Mai finden in Frankfurt internationale Aktionen gegen das derzeitige Krisenregime der Europäischen Union statt. Zentrale Plätze der Stadt werden besetzt, um Raum für Diskussion, inhaltlichen Austausch und eine fundamentale Kapitalismuskritik zu schaffen.

Am 19. Mai soll eine Demonstration die Breite der Proteste sichtbar machen. Bloccupy Wien mobilisiert für diese Aktionstage. Regelmäßige Treffen zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Krise und ihren Auswirkungen finden statt, Informationsbroschüren und -veranstaltungen wurden organisiert ebenso wie ein Bus für die Reise nach Frankfurt.

Die dortigen Proteste sind eine gesellschaftspolitisch wichtige Möglichkeit des Widerstands gegen nationalistische Antworten auf die europäische Krisenpolitik. Sie sind ein Akt der Selbstermächtigung und Ausdruck unseres Unmuts gegenüber dem Spardiktat mit all seinen negativen Konsequenzen, die in Form von Studiengebühren, Leistungsdruck, Konkurrenzdenken sowie Wissensproduktion nach dem Kriterium wirtschaftlicher Verwertbarkeit auch auf den Hochschulen deutlich spürbar sind.

Dokumentation der Institutsversammlung und Demonstration

Bei der Institutsversammlung konnten alle Teilnehmer/innen Gedanken, Ideen usf. auf Kärtchen festhalten. Alle Kärtchen findest du in einem Schaukasten in der Nähe vom HS A am Institut (NIG 4. Stock). Fotos von Wolfgang Kraus findest du in der Galerie, Fotos von Thomas Öhlböck findest du auf Flickr. Eine Fotoausstellung vorm HS A ist in Vorbereitung.Martin Lintner hat gefilmt:

KSA-Demo

„Darf ich bitte mein Studium abschließen?!“

Mit diesem Slogan setzten am 6. Juli 2010 Studierende der Kultur-  und Sozialanthropologie vor dem Rektorat der Universität Wien ein Zeichen, um auf die prekäre  Betreuungssituation von Diplomarbeiten an ihrem Institut aufmerksam zu machen. Die Diplomarbeit ist die wissenschaftliche Abschlussarbeit für das Diplomstudium.

Mit zwei großen Transparenten stellten sich die Studierenden vor dem Eingang des Rektorats auf. In einem Müllsack überreichten sie einem Vertreter des Rektorats symbolisch Diplomarbeitskonzepte von Studierenden, die noch keine/n  Betreuer/in  gefunden haben.

Anlass für diese Aktion waren erneut gescheiterte Verhandlungen punkto Diplomarbeitsbetreuung mit dem Rektorat. Zurzeit studieren 1.024 Studierende im Diplomstudium Kultur- und Sozialanthropologie. Von den zehn vollbeschäftigten Internen am Institut nehmen bloß sieben neue Diplomarbeiten an. Befristete und für einzelne Lehraufträge angestellte Externe haben in den letzten Jahren einen Großteil der Diplomarbeiten betreut. Seit Jänner dieses  Jahres betreuen sie keine neuen Diplomarbeiten, solange ihre  Arbeit  nicht entsprechend honoriert wird. Dieser „Betreuungsstopp“ verschärft die Lage für die Studierenden am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie. Zusätzlich rinnt ihnen mit dem Auslaufen des Diplomstudienplans – Stichwort Bologna-Prozess –  im November 2012 sprichwörtlich die Zeit davon.

Die Studierenden forderten mit dieser Aktion ehestmöglich eine adäquate finanzielle Abgeltung von Betreuung durch Externe und  mittelfristig eine signifikante Aufstockung des internen Personals.

Pressemitteilung der Studierenden der Kultur- und Sozialanthropologie vom 6. Juli 2010

Diplomarbeitsaktion Bild 1

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